The Wolf and the Vampire - Archiv

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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:07 pm

Blake:

Ich wusste nicht wie viel Zeit vergangen war, als ich die Augen wieder öffnete und die Sonne mir blendend hell entgegen schien. Es hätte der ganze Tag vergangen sein können, mein ganzes Zeitgefühl war durcheinander. Ich hielt den Arm zwischen meine Augen und der Sonne, auch wenn ich bereits fühlte, wie meine Haut, wie einer Sonnenallergie zu jucken und zu brennen begann. Ein Zeichen dafür, dass ich im Moment nicht wirklich in der besten Verfassung war. Normalerweise reagierten nur Vampire auf die Sonne, oder Lamia, wenn sie ziemlich geschwächt waren. Vorsichtig setzte mich auf, wobei der Raum begann sich um mich zu drehen und sich die Kopfschmerzen mit einem Mal dumpf zurück meldeten. Doch als wäre das nicht genug spürte ich ein quälendes Brennen in meiner Kehle, es fühlte sich an, als wäre ich eine geraume Zeit nicht mehr auf Jagd gewesen. Was hatte der Typ mir da nur verabreicht? Ich versuchte den gestrigen Abend nochmals Revue passieren zu lassen, doch es fehlten einfach ein paar Stücke, zum Beispiel was passiert war, als Miranda das Pflaster von Finger gezogen hatte, bis zu dem Augenblick, als ich mich neben ihr auf dem Boden wieder fand und neben uns eine Kugel dumpf auf die Seitenwand aufschlug. Außerdem war der Zeitraum, in dem Miranda mich gefunden hatte ebenfalls nicht mehr wirklich da. Hatte ich mit dem Wolf gekämpft? Oder nicht? War sie vielleicht dazwischen gegangen? Ich erinnerte mich nur noch an den Kampfrausch, den ich in diesem Moment verspürt hatte. Später hatte ich sie vor meiner Tür gefunden - schlafend. Hatte ich ihr etwas angetan? Vielleicht? Leise schluckte ich. Ich konnte es nicht genau sagen, aber ich wusste noch, dass ich sie in meine Wohnung gebracht hatte. War sie noch hier? Im selben Moment, in dem ich mir diese Frage stellte setzte Wasserrauschen ein und beantwortete somit meine Frage. Ja, sie war noch hier. Warum? Ihr Geruch, der noch in der Luft hing, fiel mir ein paar Sekunden später auf. Es war beinahe so, als würden meine Sinne nur allmählich wieder anfangen zu funktionieren. Die Fährte, die sie in der ganzen Wohnung hinterlassen hatte, erinnerte mich daran wie sehr ich es mir im Moment wünschte jemanden meine Fänge in den Hals zu schlagen und zu trinken, bis das Brennen endlich verstummt war. Ich ballte meine Hände zu Fäusten und biss die Zähne etwas stärker zusammen. Noch immer nistete das Zittern in mir, es schien kein Stück besser geworden zu sein, dafür erwachte so langsam der Tatendrang in mir. Ich wollte hier raus, mir das nächstbeste Opfer suchen, meinen Durst tilgen und einfach meinen Instinkten nachgeben. Es wäre so einfach genau das jetzt zu tun, doch stattdessen ließ ich mich zurück gegen die Lehne fallen, wobei ich darauf achtete auf der schattigen Seite der Couch zu sitzen und legte meinen Arm über meine Augen, während ich versuchte mich zu beruhigen. Irgendwann musste diese Droge doch nachlassen, oder? Außerdem wollte ich wissen, was die Wölfin hier zu suchen hatte, auch wenn ich mir nicht sicher war, ob es mir gefallen würde.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:07 pm

Miranda

Der heiße Wasserstrahl wusch beinahe schon die schlechte Laune und die Ereignisse von gestern von mir ab und hinterließen - bis auf Blake, mein Sorgenkind - nur Erleichterung, Wärme, Sauberkeit und einen Duft nach Meer. Als ich die Duschbrause ausschaltete und vorsichtig, um nicht auszurutschen, aus der Dusche stieg fiel mein Blick auf die kleine Ablage in der sich lediglich Blakes Shampoo für Haare und Körper befand. Keine Spühlung, keine Kur oder dergleichen. Hier sah man sofort, dass es keine Frau in der Wohnung gab - zumindest meine die Teil einer festen Beziehung war. Ich trocknete mich ab, schlang mir das graue, große Handtuch um den Körper während das kleinere, weiße turbanartig um meine Haare geschlungen wurde, wobei einige lose Strähnen trotzdem hervorschauten. Ich störte mich jedoch nicht daran, sondern tappste unbeirrt ins Wohnzimmer um nach Blake zu sehen. Und siehe da, der Lamia war aufgewacht. Zwar war ich noch immer etwas angefressen, doch der Großteil meiner Wut war verflogen. "Guten Morgen Dornröschen" begrüßte ich den sichtlich kaputten Braunhaarigen. "Wobei ich das 'Guten' wohl weglassen kann" fügte ich stichelnd, jedoch grinsend hinzu und ließ mich ebenfalls auf der Couch nieder, bevorzugte aber im Gegensatz zu Blake den sonnigeren Teil. Ich legte meinen Kopf auf die Lehne und streckte mich über das gesamte Stück Sofa. "Wie ich sehe siehst du nicht so wirklich gut aus. Und das heißt wiederum, dass das Gegengift zu wirken scheint" fuhr ich fort und blinzelte ihn dann durch die Sonne hindurch an.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:07 pm

Blake:

Es erschien mir, wie eine Ewigkeit, bevor das Wasserrauschen endete und eine angenehme Stille hinterließ, mein Kopf wollte allerdings trotzdem nicht aufhören zu dröhnen. Fühlte sich so ein Mensch, der die ganze Nacht durchgesoffen hatte? Wer tat so etwas freiwillig? Ich hörte, wie die Wölfin sich beinahe lautlos durch den Flur bewegte, weshalb ich mich wieder etwas aufrichtete und meine Ellenbogen auf die Knie stützte. Ich sah aus dem Augenwinkel zu ihr und erwiderte ihre Begrüßung nur mit einem halblauten Grummeln. Dornröschen? Ich ging zwar nicht darauf ein, aber es warf doch wieder die Frage in mir auf wie lange ich weggetreten war, oder was passiert war. Ihre nächste Bemerkung entgegnete ich nur mit einem skeptischen Blick. Wahrscheinlich sah ich aber wirklich so aus wie ich mich fühlte: noch immer total kaputt, müde und durstig, wobei der Durst sich besser kontrollieren ließ, als die unhaltsame Gier von letzter Nacht. Ich konnte die Halbwölfin zwar riechen, doch mein Körper schien noch zu sehr damit beschäftigt zu sein sich zu regenerieren, um wirklich darauf zu reagieren, außer mit einem schwachen Brennen. Auch als sie sich neben mich aufs Sofa fallen ließ änderte sich das nicht. Sie bevorzugte die sonnige Seite, steckte sich aus, so weit es ging und versuchte wohl so viel von der Wärme zu erhaschen, wie sie kriegen konnte. Als sie jedoch wieder anfing zu sprechen sah ich sie nur überrascht an. "Gegengift?" Echote ich etwas verblüfft. Meine Hand glitt unbewusst wieder an die Stelle, an der die dünne Nadel meine Haut durchdrungen hatte. Woher wusste sie, dass mir etwas injiziert wurde? Außerdem woher wusste sie, was es war und woher hatte sie das Gegengift? Erwartungsvoll blickte ich sie an, ehe ich meine Hand wieder fallen ließ.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:10 pm

Miranda

Auch wenn ich ihn nur kurz ansah, konnte ich seinen mürrischen Gesichtsausdruck erkennen, dem ein undefinierbares Grunzen folgte. Ich grinste nur und verschränkte die Arme unter meinem Kopf. "Weißt du eigentlich, dass du während des Schlafens schnarchst?" fuhr ich fort und sah ihn spitzbübisch an. Als ich ihn jedoch ansah, musterte er mich mehr als verdutzt. Ich hob eine Augenbraue und stützte mich auf meinen Ellenbogen. "Was guckst du denn so? Es ist doch nicht nicht unüblich zu schnarchen..." bemerkte ich ihm gegenüber. Erst dann fiel der Groschen, denn sein Geeicht hatte sich erst so verändert, als ich das Gegengift erwähnte. "Sagen wir einfach mal, ich hab eine gute Nase für soetwas" antwortete ich ihm nur. Und soweit stimmte das ja auch. Blake hatte gestern furchtbar gerochen. Und mit furchtbar meinte ich richtig furchtbar abstoßend - mehr als sonst. Was immer er verabreicht bekommen hatte, es hatte sogar seinen typischen Eigengeruch fast komplett verdeckt. "Du hast wirklich furchtbar gerochen..." murmelte ich mit hochgezogener Nase gedankenverloren. Es war auch mehr ein laut ausgesprochener Gedanke als eine Antwort auf sein Gesicht. "Wie gehts dir eigentlich genau? Schweißausbrüche? Ist dir kalt? Hast du Gliederschmerzen?"
fragte ich ihn neugierig. Buck interessierte es sicher und für weitere Herstellung war es sicher auch relevant. Wie ein Forscher sein Versuchsobjekt musterte ich den Lamia und wartete auf eine Antwort.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:10 pm

Blake:

Meine Augen verengten sich etwas, als sie doch sehr weit vom angesprochenen Thema abschweifte. Einen Moment lang hatte ich einen passenden Konter im Kopf, doch als sie merkte, dass ich sie nicht deswegen so ansah, sondern wegen ihrer vorigen Bemerkung änderte sich der Ausdruck in ihrem Gesicht etwas. Schnarchte ich wirklich? Ich hatte keine Zeit darüber nachzudenken, was vielleicht auch gar nicht schlecht war, als sie mit ihrer Erklärung ansetzte. Ich zog meine Augenbrauen etwas nach oben, als sie ihre Gedanken laut aussprach. Ich hatte in der vorigen Nacht keinen ungewöhnlichen Geruch wahr nehmen können, allerdings waren meine Sinne für so etwas auch größtenteils betäubt gewesen und so, wie Miranda guckte, schien es die Wahrheit zu sein, abgesehen davon, dass sie meinen normalen Geruch ebenfalls nicht leiden konnte. Etwas geistesabwesend zuckte ich mit den Schultern und hob eine Hand in die Luft. Noch immer bebte sie, aber nicht mehr so stark wie letzte Nacht. Kopfschmerzen, müde, Durst, als wäre ich seit eine Woche nicht mehr auf der Jagd gewesen..." Beantwortete ich bereitwillig ihre Fragen ohne wirklich ihren neugierigen Blick zu bemerken, bis ich wieder zu ihr sah. "Aber was machst du hier überhaupt noch?" Ich musterte sie.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:10 pm

Miranda

Für einige Sekunden sah es so aus, als wolle er mir eine schlagfertige Antwort geben, welche dann aber noch als Gedanke erstarb, da ich mit gewünschter Information herausrückte. Und auch diese Antwort schien ihn zu überraschen, wie die Tatsache, dass er schnarchte. Er hatte gestern wirklich seltsam gerochen, anders und schlimmer als sonst. Aber er hatte das wahrscheinlich nichteinmal wahrgenommen, so wie er sich gestern aufgeführt hatte - gierig, blutdurstig und wie ein Tier. Klar, dass er da kaum etwas von seiner Umgebung, oder von sich selbst, wahrgenommen hatte. Als er jedoch freiwillig und kooperativ meine Frage beantwortete, nickte ich interessiert und notierte die Antwort geistig um sie Buck mitteilen zu können. Ich stand auf um mir die Haare zu föhnen und mich wieder 'anzuziehen' ehe er mir nun eine Frage stellte. "Ich? Na ja da wir nicht wussten wie du auf das Gegengift reagierst, dachte ich, ich bleibe ich bei dir und... na ja passe etwas auf. Da Buck meinte du würdest Durst haben, und wir so eine Situation noch nie hatten, konnte keiner so genau ahnen, ob du nicht zur mordlustigen Bestie wirst" antwortete ich ihm, wobei an meinem Ton und meinem Grinsen zu erraten war, dass ich leicht übertrieb, was den eventuellen Zustand von Blake betraf. Doch ein Geräusch unterbrach mich in meinem vorhaben: Die Tür. Es ertönte ein klickendes Geräusch, der Schlüssel wurde herumgedreht und die Tür öffnete sich, wobei ein blondhaariger Mann eintrat, vielleicht ein, zwei Jahre älter als Blake. Und er roch genauso wie er, was ihn als Lamia und Artgenosse Blakes preisgab. "Blake. Wir haben Alex und..." gerade als er ins Wohnzimmer kam, schien er wie vor den Kopf gestoßen, als er mich entdeckte und dann einen fragenden, jedoch skeptischen Blick zu Blake warf, ehe er die Luft einsog und sein Blick leicht ins Verwirrte abrutschte. Wer war dieser Mann, dass er einen Schlüssel zu Blakes Wohnung besaß?
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:11 pm

Blake:

Mein Blick folgte ihr, als sie aufstand, offenbar um sich fertig zu machen. Vermutlich war auch ihr Vater über ihren nächtlichen, ungeplanten Teil ihres Ausflugs nicht wirklich begeistert. "Aha..." Erwiderte ich skeptisch, beinahe so, als würde ich an ihrem Verstand zweifeln. Sie wusste, dass ich Durst hatte und war trotzdem hier? Das erinnerte mich an ihre schwachsinnige und gefährliche Idee mich mit ihrem Blut anzulocken, wie sie es letzte Nacht getan hatte und es ihr um ein Haar zum Verhängnis geworden wäre. Trotzdem hatte sie nicht daraus gelernt, warum auch immer. Ich schüttelte leicht den Kopf. Nein, ich konnte es nicht verstehen. Ein nicht überhörbares Klackern unterbrach unsere Unterhaltung und was folgte konnte ich mir bereits denken, als ich die Schritte im Flur hörte. Mein Blick streifte die Wölfin nochmals warnend, ehe der Lamia im Türrahmen erschien und dort offenbar beinahe versteinerte, während sein Blick verunsichert zwischen mir und Miranda hin und her huschte. "Ihr habt Alex und Riley..." Wiederholte ich seinen Satzanfang. Miranda bedeutete ich derweil mit einem Nicken ihr Vorhaben, das sie eben noch hatte, umzusetzen. Vielsagend sah ich sie an, während sich Matt - der Blonde - leise räusperte, offenbar um seine Stimme wiederzufinden. "Wir haben ihr Auto in der Nähe vom Schrottplatz gefunden. Es war komplett abgefackelt und die Beiden scheinen dieses Schicksal geteilt zu haben.." Erläuterte er noch immer etwas verunsichert und blickte zu Miranda. Mein Gesichtsausdruck verdüsterte sich, während ich meine Hände zu Fäusten geballt hatte. "Außerdem will dich mein Vater sehen." Mit einem Knurren war ich aufgestanden und ihm ein paar Schritte entgegen getreten. "Dann sag ihm, dass es mich nicht interessiert, was er will." Knurrte ich ihn an. Er dagegen blickte mich nur überrascht an. "Aber..." Setzte er zum Protest an, brach allerdings ab, als ich ihm zornig entgegen blickte. Mit einem leichten Nicken trat er ein paar Schritte zurück, ehe er sich umwandte und die Wohnungstür hinter ihm zu schlug.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:11 pm

Miranda

Ich wusste nicht so wirklich, wie ich seinen Blick genau deuten sollte. Er sah verwirrt aus, ja. Aber wieso? War es, weil er versuchte meinen Geruch zu identifizieren und somit herauszufinden was ich war? Oder hielt er mich für eine dieser banalen Bettgeschichten und war erstaunt, weil er soetwas von Blake nicht gewohnt war? Was auch immer es war, sein Blick war köstlich. Jedoch war Blakes auffordernder Blick eher weniger lustig. Er schien mir damit schon beinahe entgegenschreien, dass ich sie allein lassen sollte. Ich erwiderte noch einige Sekunden seinen starrenden Blick, ehe ich aufgab, kaum hörbar seufzte und ihm seinen Sieg mit einem 'Ja, ist ja gut...' bekundete, ehe ich das Handtuch fest um meine Hüfte wickelte und an dem anderen Lamia vorbeispazierte, in Richtung Bad. Ich bekam nicht alles von dem Gespräch mit, jedoch wurde Blakes Stimme, bevor alles wieder ruhig wurde, nocheinmal harsch und leicht aufgebracht wurde.

Nachdem meine Haare geföhnt und einigermaßen gerichtet waren, ich das Fenster geöffnet und mich angezogen hatte verließ ich das Bad wieder, nur um festzustellen, dass Blake den Lamia wohl zur Tür hinaus gejagt hatte. Wer er wohl gewesen war? Eine leichte Ähnlichkeit war in den Gesichtszügen festzustellen, aber dadurch ließ sich noch keine Verwandschaft feststellen. Vielleicht sahen sie sich einfach nur ähnlich. "Weißt du eigentlich, dass du ziemlich unhöflich geklungen hast?" fragte ich ihn beiläufig, als hätte ich ihn gefragt wie spät es sei oder eine Frage nach dem Wetter. "Was eollte er eigentlich?" hakte ich weiter nach, während ich eine Haarsträhne um meinen Finger wickelte.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:11 pm

Blake:

Glücklicherweise gab Miranda ihren Widerstand bereits nach wenigen Sekunden auf und drückte sie an Matt vorbei, der sie bereitwillig durch ließ. Die Verwirrung in seinem Blick war allerdings noch immer zu sehen, doch ich hatte nicht vor ihn aufzuklären. Sollte er doch denken, was er wollte. Daraufhin schloss sich die Tür zum Bad. Ich musste mir also wohl kaum Gedanken machen, dass die Wölfin etwas mitbekommen hatte, so gut war wohl selbst ihr Gehör nicht. Ich schnaubte, als ich nach einigen Minuten hörte, wie Miranda durch den Flur zurück in das Wohnzimmer tappste. Die Arme hatte ich vor der Brust verschränkt und mein Blick war starr aus dem Fenster gerichtet. Wie konnten sie Riley und Alex so einfach erwischen? Sie waren Lamia und unsere Feinde waren lediglich Menschen, unsere eigentliche Beute. Als die Wölfin durch die Tür trat drehte ich mich auch wieder um und musterte sie etwas nachdenklich. "Weißt du, dass mir das ziemlich egal ist?" Ich hörte wie sich meine Stimme noch immer recht schroff anhörte, doch sie konnte wohl auch kaum etwas für die Vorkommnisse, weshalb ich mich mit einem leichten Lächeln dafür zu entschuldigen versuchte. Die Begründung dahinter schluckte ich allerdings runter. Ich konnte ihr ja schlecht erzählen, was ich von unserem Anführer hielt, er repräsentierte uns immerhin und dann ein schlechtes Licht auf ihn zu werfen wäre nicht so gut. Auf ihre zweite Frage hin schüttelte ich nur leicht den Kopf, als Zeichen dafür, dass ich diese Frage nicht beantworten wollte. Ich bereute die letzte Nacht, das hätte nicht passieren dürfen. Wir hatten nicht mal irgendeinen Vorteil daraus gezogen immerhin war der Typ nun in der Gewalt der Wölfe. "Zieh dich an, ich fahr dich dann zum Wald." Wechselte ich das Thema und blickte sie erwartungsvoll an.
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Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:11 pm

Miranda

Mit fragendem Blick wartete ich seine Antwort ab, die mich schon sehr interessierte. Zumindest musste es wichtig gewesen sein, mit dem Blick mit dem Blake mich beinahe hinausgejagt hatte war das klar. als er mich jedoch anherrschte, sah ich ihn einen Moment verdutzt an, als suche ich nach dem Grund wieso er seine Launen an mir ausließ, ehe sich meine Augen leicht verengten und ich einen Schmollmund zog - ihm leise Vorwürfe für seinen Ton machte. Ich ahmte seine Geste, die verschränkten Arme, nach und wartete regelrecht darauf, dass er sich erklärte oder zumindest entschuldigte - oder beides tat. Das verschmitzte Lächeln das er mir sogleich schenkte nahm ich an, es sah schon ziemlich gut aus und... 'Nein, den Gedanken gar nicht weiter verfolgen' ermahnte ich mich selbst in Gedanken und entspannte meine Haltung wieder, genauso wie mein Gesicht. Als er dann meinte, wir würden wieder in den Wald fahren, grinste ich. "Das wird dir langsam zur Routine, hm?" fragte ich ihn schelmisch. "Oh und noch was. Falls du vor hast wieder mit deinem Motorrad zu fahren... sagen wir es so. Ich zerkaue dir die Reife  bevor du aufsteigen kannst. Und das meine ich ernst" schob ich noch hinterher, unterstrich das Satzende mit einem ernsten Tonfall. Ich scherzte in dieser Angelegenheit keinesfalls.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:11 pm

Blake:

Ich konnte mich selbst dafür nicht leiden, dass die momentane Situation so sehr an meiner Beherrschtheit nagte, dass ich meine miese Laune sogar schon an ihr aus ließ. Dass ihr das genauso wenig passte machte sie mir sehr klar deutlich, indem sie mich mit skeptischen Blick betrachtete, leise etwas vor sich hinmurmelte, das ich nicht verstehen konnte und ebenfalls ihre Arme verschränkte. Sie schien sich zum Glück mit meiner Art der Entschuldigung zufrieden zu geben, denn sie entspannte sich und auch ihr Blick änderte sich wieder. Ich hätte im Moment wenig Lust gehabt mich rechtfertigen zu müssen. Meine Neven lagen nach letzter Nacht sowieso schon blank und ich hatte das Gefühl nun bald zu verdörren, wenn ich nicht bald auf die Jagd gehen würde, weshalb ich ihr umso dankbarer war, dass sie das Thema schlicht fallen ließ. Bei dem nächsten Thema legte ich meine Stirn leicht in Falten, ehe sich ein Lächeln in mein Gesicht schlich. "Ich hätte auch nichts anderes von dir erwartet." Erwiderte ich belustigt, ehe ich einen etwas dickeren Schlüssel aus meiner Hosentasche zog und ihn ihr präsentierte. Das silberne Mazdalogo, das auf dem ledernen Anhänger prangte, war dabei wohl kaum zu übersehen. Gespielt nachdenklich besah ich den Schlüssel "Aber ich denke ich habe Glück und kann mir ein paar neue Reifen sparen..." Abermals erwartungsvoll sah ich sie an. "Soll ich dir ein paar Klamotten raus suchen, oder machst du das selbst?"
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:12 pm

Miranda

Er schien dankbar, dass ich das Thema dabei beließ und sprang stattdessen auf meine Bemerkung mit dem Zerkauen seiner Reifen an, wobei ich mein Grinsen nun nicht mehr unterdrücken konnte. Die Vorstellung war einfach zu köstlich, genauso wie Blakes wahrscheinlicher Blick. Ich hasste zwar den Geschmack von Gummi, aber in diesem Fall würde ich mit Freuden eine Ausnahme machen. Ich schüttelte den Gedanken beiseite und horchte auf, als etwas zu klimpern begann. Und ich hatte auch schnell die Geräuschquelle gefunden: einen größeren, ledernen Schlüssel auf dem eindeutig ein Mazdalogo zu sehen war. Also würden wir dieses Mal das Auto nehmen, was mir auch viel lieber war. Vier Räder, eine schützende Karosserie und Airbags - mehr wollte ich doch gar nicht. Als er auf meine, oder besser gesagt seine, Klamotten zu sprechen kam, sah ich an mir herunter, wobei es kleidungsmäßig nicht viel zu sehen gab, und musterte ihn dann noch kurz verdutzt. Er bot mir an von sich aus etwas herauszusuchen? Ich wusste nicht so recht, ob er bei der Sache noch einen Hintergedanken hatte, aber dann lächelte ich ihn nur an, griff spontan nach seiner Hand und führte ihn dann hinter mir her in Richtung Schlafzimmer. "Ich glaube heute überlasse ich dir mal die Kleiderwahl. Immerhin sind es ja deine und du kennst dich ja wohl am besten in deinem Schrank aus" beantwortete ich ihm seine Frage und grinste ihn über die Schulter an.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:12 pm

Blake:

Als ihr Blick von Überraschung zu leichter Belustigung wechselte fragte ich mich unwillkürlich was sie gerade dachte. Doch es blieb mir nicht wirklich viel Zeit darüber nachzudenken, denn kaum war das Lächelns auf ihren Lippen erschienen hatte sie mich auch schon an der Hand genommen und zog mich durch die Wohnung mit einer recht plausibel klingenden Begründung. Sie hatte ja Recht, aber das hatte sie doch noch nie davon abgehalten darin rumzuwühlen, oder? Sie grinste mich über die Sculter an, doch ich erwiderte den Blick nur noch immer etwas verwirrt. Außerdem kam mir die ganze Situation im Moment etwas... seltsam vor, doch ich erwiderte nichts. Schlussendlich blieben wir vor meinem Schrank stehen und blickte die Wölfin nochmal etwas skeptisch an. Ich hatte bereits Luft geholt, um sie zu fragen, was sie dachte, oder warum sie sich nicht selbst etwas raus suchte, aber ich verwarf die Fragen mit einem leichten Kopfschütteln, ehe ich die Schranktür öffnete und mein Blick über den Inhalt schweifen ließ. Mein erster Gedanke war ein Hemd, immerhin könnte sie das gut als Kleid tragen, da ich mir eigentlich ziemlich sicher war, dass ich keine Hose mehr besaß, die ihr in irgendeiner Weise passen könnte. doch der Gedanke wurde so schnell wieder verworfen, wie er gefasst worden war, immerhin würde es nicht sehr lange weiter bestehen, falls sich Miranda wieder in einen Wolf verwandeln sollte. Mein Blick glitt weiter zu den T-Shirts, woraufhin ich begann in dem Haufen zu wühlen und nach etwas passendem zu suchen. Ich brauchte nicht sehr lange, bis ich ein dunelblaues T-Shirt mit Aufdruck aus dem Stapel hervor zog und es ihr in die Hand drückte. Das nächste Ziel war es eine Hose zu finden. Abermals glitt mein Blick skeptisch über den Inhalt des Schrankes, während ich meinen rechten Zeigerfinger nachdenklich an meinen Kiefer legte. Mehrere Sekunden blickte ich hin und her, aber wie erwartet hatte ich keine Hose mehr, die ihr passen könnte. Seufzend ließ ich meine Hand wieder fallen und schubste die Schranktür zu, bevor ich an der Wölfin vorbei ging und vor der kleineren Komode neben dem Schrank in die Hocke ging. "Sie wird mich zwar dafür hassen, aber was solls..." Murmelte ich leise vor mich hin, ehe ich eine Schublade aufzog und sofort fand was ich suchte. Zufrieden zog ich die hellblaue Jeans, die ziemlich offensichtlich aus der Damenabteilung eines Ladens stammte, aus der Schublade hervor und schmiss sie aufs Bett. "Probier die mal an." Forderte ich die Wölfin auf, ehe ich mich abwandte und aus dem Fenster sah. Es war definitiv was anderes, wenn sie sich verwandelte und nackt war, als wenn es wirklich so präsent war.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:12 pm

Miranda

Der Lamia schien über meine Entscheidung leicht verwirrt, doch sträubte er sich nicht und folgte mir ohne Murren und Klagen. Als wir dann angekommen waren, fing er sogleich mit seiner Aufgabe an, während ich ihm zusah, mein Blick aus dem Fenster schweifte oder an den einzelnen Kleidungsstücken fest hing, während ich vom einen Bein aufs Andere trat. Er suchte eine ganze Weile ehe er etwas gefunden zu haben schien, von dem er dachte, dass es mir such nur annähernd passte. Ich nahm das dunkelblaue Shirt entgegen und schlupfte hinein. Es war ein bisschen zu weit, sah aber wirklich hübsch aus. Dann machte er sich auf die, wahrscheinlich unmögliche, Mission eine Hose zu finden die ebenfalls meine Größe hatte. Doch dieses Mal blieb er erfolglos, was er mit einer leicht grimmigen Miene und einer zugeknallten Schranmtür vergolt. Stattdessen murmelte er irgendetwas. Sie? Hatte Blake etwa doch eine Freundin? Oder wie immer man das unter Lamia und Vampiren nannte. Eine, die öfter bei ihm war? Hatte der Lamia vorhin deswegen so verdutzt drein geschaut? Weil er wusste, dass er mit jemandem zusammen war und ein beinahe nacktes Mädchen in seiner Wohnung gefunden hatte? Ich wusste nicht wieso, aber nur diese kleine Satz, brachte mich dazu mit den Zähnen zu knirschen, während ich die Hose musterte und in Erwägung zog sie gar nicht erst anzuziehen oder sonst etwas was in Richtung Ablehnung ging. Doch mit einem Schnauben zog ich sie doch an und ging mit einem gemurmelten 'Danke...' und in Falten gelegter Stirn an ihm vorbei zur Tür. "Können wir dann gehen?" fragte ich ungeduldiger es ich es eigentlich klingen lassen wollte.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:12 pm

Blake:

Etwas unsicher sah ich aus den Augenwinkeln zu der Wölfin, während sie innerlich mit sich zu ringen schien. Sie biss die Zähne etwas fester zusammen und ihr Blick hatte etwas finsteres an sich. Was war ihr Problem? Wollte sie lieber nackt gehen? Abermals wunderte ich mich darüber was in ihr vorging, was sie dachte und warum sie so wütend war. Doch abermals schluckte ich die Fragen runter und wandte mich wieder ab, während sie an mir vorbei trat und wohl die Hose anzog, was zumindest das Rascheln von Stoff vermuten ließ. Bei ihrem Verhalten hätte ich es mir allerdings auch vorstellen können, dass sie die Hose in die nächste Ecke warf, aus welchem Grund auch immer. Ihr grummelndes Danke bestätigte mir dann aber doch, dass sie sich überwunden hatte. Über die Schulter blickte ich ihr hinterher, wie sie missmutig in Richtung Tür stapfte und noch immer ziemlich finster zu mir her sah. Ihre Stimme ließ mich mein Stirn in Falten legen, während ich mich zu ihr umwandte. "Was ist los mit dir? Stinkt dir meine Cousine zu sehr, oder was?" Ich wartete keine Antwort ab, sondern kam ihrer Bitte nach und folgte ihr zur Tür. Beinahe hätte ich nach meiner Jacke greifen wollen, doch mir fiel früh genug wieder ein, dass sie Opfer von Mirandas Motorradangst geworden war und nun als Fetzen irgendwo im Wald lag. Ich seufzte, ehe ich die Wohnungstür öffnete und zu Miranda sah.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:12 pm

Miranda

Während ich an der Tür auf Blake wartete, welcher im Schlafzimmer fest gefroren schien, mit verschränkten Armen und wippendem Fuß, wanderten so einige Gedanken durch meinen Kopf. Wer war mit 'sie' gemeint? Der Gedanke, dass Blake eine Freundin hatte und mit dieser schon sonst was in dem Bett, in dem ich nun schon zweimal geschlafen hatte, getrieben hatte stellten sich mir sämtliche Härchen auf Armen und Nacken auf. Warum wusste ich nicht, aber das Szenario gefiel mir gar nicht. Blake kam nun endlich nach, schien aber sichtlich verwirrt. Natürlich. Er war zwar immer noch ein Lamia, aber auch nur ein Mann. Und Männer peilten in den seltensten Situationen, dass sie etwas falsch gemacht hatten. So auch der Braunhaarige, wie er mich mit seinen verwirrten Blicken musterte. Hätte er mir nicht sagen können, dass er bereits in jemandes Händen war? Und wieso hatte er meine Übernachtungen zugelassen, wenn er anscheinend bereits so festen, weiblichen Besucht hatte, dass sie bereits eine eigene Kommode mit Klamotten hatte. "Mmpf..." machte ich nur und marschierte durch die Tür die er mir gentlemanlike aufhielt. Meine schlechte Laune hielt jedoch nur bis zu dem Punkt an, als er seine Cousine ins Spiel brachte. Die Hose und die anderen Klamotten gehörten ihr? Nicht einer Freundin / Bettgeschichte / was auch immer? Und prompt kam ich mir dumm wie selten vor und war Gott dankbar, dass Blake nicht in meinen Kopf schauen konnte. "Kann... man so sagen..." antwortete ich, nun wesentlich weniger aufgebracht, und versuchte mich so aus der Sache zu retten, ohne dem Lamia auf die Gedanken zu bringen, ich wäre... eifersüchtig gewesen. Wir gingen mehr oder weniger stillschweigend nebeneinander die Treppen hinunter und stiegen dann ins Auto. Auch jetzt versuchte ich mich beinahe unsichtbar zu machen, indem ich etwas tiefer in den Sitz rutschte, wobei mir im Boden versinken lieber gewesen wäre. Gerade soviel, dass ich mir dumm vorkommen konnte, aber Blake nicht unbedingt alles auf die Nase gebunden wurde. Als wir uns dann auf der Fahrt befanden, wobei ich gerade so übers Amaturenbrett schaue  konnte, kam mir eine Frage in den Sinn, wenn ich schon eifersüchtig aufgrund der 'Beziehung' von und in den Sinn. "Sag mal..." fing ich an und hätte am liebsten gleich wieder den Mund zu halten. "... was hat dich bisher eigentlich davon abgehalten mir an die Gurgel zu springen?" fragte ich ihn und linste nur aus dem Augenwinkel zu ihm. "Ich meine wir sind weder soetwas wie Freunde noch ist sonst etwas zwischen uns. Und, dass es dich ziemlich viel Anstrengung kostet, wissen wir ja beide..." schob ich hinterher.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:13 pm

Blake:

Was auch immer der Grund für ihre miese Laune gewesen war, offenbar war dieser nun, als sie murrend ins Treppenhaus getreten war, verschwunden. Etwas skeptisch sah ich sie an, ehe ich die Tür hinter mir zu zog und ihr nach unten folgte. Ich dachte zwar darüber nach sie zu fragen, was es für eine Laus gewesen war, die ihr über die Leber gelaufen war, doch ich sollte wohl einfach froh sein, dass ihre trotzige Haltung und ihr irgendwie wütender Blick verschwunden waren. Ich wusste ja bereits, dass sie unter gewissen Umständen ziemlich temperamentvoll sein konnte und herausfordern wollte ich das im Moment bestimmt nicht. Vielleicht hatte sie ja auch nur einen schlechten Tag, was nach dieser Nacht nicht ganz abwegig war. Schweigend folgte ich ihr also zum schwarzen Zweisitzer, das in der Auffahrt stand und mit einem Blinken verkündete, dass er nun geöffnet war. Noch immer ohne ein Wort zu verlieren ließ sich Miranda tief in den Beifahrersitz fallen, während ich es mir neben ihr bequem machte. Kurz streifte mein Blick sie, doch sie reagierte nicht darauf, weswegen ich schlicht den Motor anmachte und wir los fuhren. Es war wirklich nicht einfach schlau aus ihr zu werden.
Erst etwa auf der Hälfte des Weges brach sie die Stille, die sich zwischen uns gebildet hatte. Abermals streifte mein Blick sie, dieses mal allerdings erwartungsvoller. Irgendwie wirkte sie verunsichert, was auch immer sie mich auch fragen wollte. „Was denn?“ Mein Blick war zwar wieder auf die Straße gerichtet, doch mein Interesse lag auf ihr. Ich zog meine Augenbrauen etwas zusammen, während sie gerade den Satz beendete und ich erhaschte abermals einen Blick auf sie, um zu sehen, ob sie diese Frage wirklich ernst meinte, doch sie schien wirklich so, als wäre das ein durchaus wichtiges Thema für sie. „Du meinst außer, dass ich dadurch den Waffenstillstand zunichte machen würde?“ Ergänzte ich ihre Frage und ließ die restliche Luft aus meinen Lungen entweichen, während ich mir eine passende Antwort überlegte. Ich hatte schon vor dem Waffenstillstand die Chance gehabt sie zu meinem Snack zu machen, doch diese hatte ich ebenfalls nicht genutzt, obwohl sie es selbst darauf angelegt hatte. Doch ich hoffte einfach mal, dass ihr diese Situation nicht in den Sinn kam, denn ich wusste selbst nicht so genau warum ich es nicht getan hatte, immerhin hatte ich sie zu diesem Zeitpunkt nooch nicht einmal gekannt. Es war nur... es hatte sich einfach irgendwie falsch angefühlt. Ich hatte wohl bereits ein paar Sekunden gezögert, ehe ich zur Antwort ansetzte. „Nunja...“ Das es mir offenbar etwas schwer fiel das zu erklären war wohl offensichtlich. „Wenn ich das tun würde, dann würde ich dich wohl schlicht auf Nahrung reduzieren.“ Einen Moment lang suchte ich in ihrem Blick nach Reaktionen, ehe ich wieder nach vorn sah und leicht mit den Schultern zuckte. „Und das bist du nicht, auch wenn wir eigentlich natürliche Feinde sind...“ Beantwortete ich schlichtweg ihre Frage und ein anderer Gedanke schlich sich in mein Gedächtnis. Wir waren keine Freunde, aber was waren wir dann? Partner? Verbündete? Ein Mittel zu Zweck? Für das Bündnis zwischen Lamia und Werwölfen war unsere Bekanntschaft zumindest nicht von Nachteil. Aber ich mochte den Gedanken irgendwie nicht, dass das alles lediglich darauf basierte, weshalb ich ihn so schnell wieder verwarf, wie er mir in den Sinn gekomme war. „Und was hält dich davon ab mich zu töten?“ Ich stellte die Frage beinahe so nebensächlich, als würde ich sie nach dem Wetter fragen. „Ich meine, das schien genau das zu sein, was du wolltest.“ Erklärte ich ziemlich unbeeindruckt weiter. Sie war schon einmal ziemlich nah dran gewesen und sie hätte es vielleicht auch getan, wenn ihre Halbschwester – Ashley - sie nicht daran gehindert hätte. Noch heute konnte man dünne Narben auf meiner Schulter erkennen, die wohl ziemlich genau die Form ihrer Fänge hatte. Dass sie es gerne beendete hätte war ihr damals deutlich anzusehen gewesen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:13 pm

Miranda

Noch immer ziemlich tief im Sitz lümmelnd linste ich aus dem Augenwinkel zu ihm und erwartete gespannt eine Antwort. Als er antwortete, sah ich ihn jedoch ganz an. Und auch seine Antwort an sich überraschte mich. Er wollte mich nicht auf seine 'Nahrung' reduzieren? Aber sonst hatte er doch keine Probleme das Gleiche mit Menschen zu machen. Und ich war im Endeffekt nichts anderes - abgesehen von dem Werwolfteil. Ebenso hatten wir irgendetwas, das uns verband und diese Tatsache außer Kraft hätte setzen können... Und er hatte ja recht. Zwar würde dadurch der Waffenstillstand gefährdet sein, wenn er nicht sogar brechen würde, aber das war nur ein kleiner Nebengrund für mich. Er hatte ja auch bei unserer ersten Begegnung widerstanden. Oder hatte er dies nur getan, um noch weitere Jagden veranstalten zu können? Das musste es damals gewesen sein, eine andere Erklärung hatte ich nicht. Ich hatte mich wieder etwas höher in dem Sitz aufgerichtet und eigentlich nicht mehr damit gerechnet, dass er eine Gegenfrage stellte. Und ich glaube, seine überraschte mich ebenso wie ich ihn mit meiner überrumpelt hatte. Ich sah ihn erst einige Augenblicke an, ehe ich gerade aus starrte. Ja, wieso? Wieso hatte ich ihn nicht letzte Nacht in Stücke gelegt? Damals hatte Ashley mich darum gebeten, was ich noch immer ziemlich seltsam fand, aber gestern... Niemand hätte mich gestoppt oder mir Ei halt geboten. Und der Waffenstillstand war auch kein wirklicher Grund. Ich hätte auch absolut kein Problem damit ihm das Licht auszuknipsen, während der Waffenruhe, wenn er kir Anlass dazu gäbe. Also wieso konnte ich mit ihm so... gut klar kommen? "Ich hab absolut keine Ahnung... Normalerweise hatten wir immer wenn wir einen von euch gesehen hatten, das Bedürfnis unsere Zähne in euch zu schlagen. Aber jetzt? Das Bedürfnis ist, solange du mir nicht an die Gurgel gehst, weg..." antwortete ich ihm. Und welcher Art war unsere 'Beziehung'? Immerhin konnten wir nebeneinander sitzen ohne uns zerfetzen zu wollen, was in Anbetracht der Zwiespalte unserer Rassen schon ein Wunder war, ich ging bei ihm in der Wohnung ein und aus wie es mir passte und er schien nichtmal ein Problem zu haben und dann diese seltsame Reaktion meinerseits, als er auch nur eine andere Frau erwähnte, die in seinem Leben Platz gehabt hätte... Was war also los? Mochte ich ihn? Nein, das war schon wieder zu absurd. Das konnte nicht sein... er war immerhin einer derjenigen, die wir uns als Jagdtrophäen auf die Weste schrieben. Ich sah ihn nocheinmal kurz an, er schien immer mal wieder zu mir gelinst zu und auf meine Antwort gewartet zu haben. Aber anfangen, konnte er wahrscheinlich nicht viel damit. Ich wusste ja selbst nicht wie ich das Gefühl beschreiben sollte ujd mein innerliches Chaos war nun perfekt.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:13 pm

Blake:

Sie erwiderte nichts auf meine Antwort, allerdings konnte ich geradezu spüren, wie sie mich mit etwas geweiteten Augen ansah. Mit dieser Art von Antwort hatte sie wohl nicht gerechnet. Für mich klang sie allerdings mehr als plausibel, aber sie befand sich ja auch nicht in der Situation, dass ihr Jagdverhalten darin bestand Menschen anzufallen. Für mich gab es einfach ein ziemlich großer Unterschied, ob ich die Person kannte, von der ich trank, oder nicht, doch für sie schien das nicht so verständlich, wie ich gehofft hatte. Die kurze Stille, die zwischen uns entstanden war, hatte sie wohl dazu genutzt diese Antwort auf sich wirken zu lassen und sich noch einmal die ein oder andere Situation ins Gedächtnis zu rufen, sie schien aber nicht damit gerechnet zu haben, dass ich eine Frage derselben Art stellen würde, denn abermals lag ihr Blick Sekunden lang beinahe geschockt auf mir, ehe sie sich wieder abwandte. Dass sie keine wirkliche Antwort hatte war ziemlich offensichtlich, denn abermals entstand ein Schweigen zwischen uns, während sie wohl darüber nachdachte, was sie mir sagen sollte. Aber was erwartete ich auch? Kurz schlich sich ein zynisches Lächeln auf meine Lippen. Ja, was erwartete ich? Kurz zuckte mein Blick zu ihr. Sie war ein Werwolf, uns zu jagen war sozusagen ein Teil ihres Lebens und etwas anderes zu glauben wäre wohl ziemlich naiv. Ich erwartete schon gar keine Antwort mehr von ihr, weshalb ich meinen Blick wieder starr nach vorn richtete, bis sie doch noch zu einer ansetzte. Interessiert hörte ich zu und blickte das ein oder andere mal zu ihr, doch die Antwort fiel relativ nichtssagend aus, jedenfalls für mich. Trotzdem setzte ich ein Lächeln auf. "Dann werde ich versuchen dir keinen weiteren Grund zu liefern mir doch noch an die Gurgel zu gehen." Erwiderte ich gelassen, obwohl ihre Antwort mich komischerweise etwas enttäuschte. Wenn das alles hier vorbei war würde der Krieg zwischen Werwölfen und Lamia weiter gehen, es würde kein Ende haben und das was zwischen mir und Miranda war, was auch immer es war, würde wieder zerbrechen. Außerdem würden wir beide irgendwann unserem Erbe nachkommen und womöglich selbst den Krieg weiter führen. Sie als Alphawolf und ich als Anführer der Lamia - vorausgesetzt mein Onkel ließ sich nicht doch noch etwas einfallen, um seine Position zu behalten. Doch das war der Wölfin wahrscheinlich noch nicht einmal bewusst. Vermutlich wusste sie nicht wer ich war oder warum ich hier mit ihr im Auto saß und nicht ein anderer Lamia für den Waffenstillstand verantwortlich war und den Auftrag hatte die Jagd auf unseresgleichen zu beenden. Inzwischen war der Waldweg bereits in Sichtweite und ich brachte das Auto am Straßenrand zum stehen, ehe ich zu Miranda sah und sie kurz musterte. Was sie wohl gerade dachte? "Soll ich dich begleiten?" Ich stellte die Frage ohne wirklich darüber nachzudenken. Wahrscheinlich warteten im Wald die anderen Wölfe bereits wieder auf ihre Ankunft und ich brauchte mir keine Sorgen machen. Sorgen machen? Langsam fragte ich mich, was mit mir selbst los war. Sie war ein Wolf, ein Wesen, das ich eigentlich noch nicht einmal ausstehen konnte. Wieso sollte ich mir also Sorgen machen? Trotzdem wartete ich geduldig auf ihre Antwort, auch wenn ich darauf hoffte, dass die Antwort 'nein' war. Ich hatte keine Lust mich noch einmal in den Kreis der Wölfe zu begeben, wenn es nicht unbedingt sein musste.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:14 pm

Miranda

Meine Antwort schien ihn etwas zu enttäuschen und wohl nicht das zu sein was er hätte höre  wollen. Denn zwischen seinen Augenbrauen hatte sich eine minimale Falte gebildet - und sofort in dem Zusammenhang schoss mir ein Gedanke durch den Kopf: 'süß'. Und dieser Gedanke ließ mich meine Stirn nur Sekunden krauß ziehen, ehe ich wieder meinen normalen Ausdruck aufsetzte. Wir beide stiegen aus, das Blinken der Scheinwerfer verriet mir, dass er das Auto absperrte. Auf seine Frage hin regte sich etwas in mir. Ich bedachte ihn mit einem Lächeln. Wollte ich das? Wollte ich, dass er mich begleitete? Aber nur Sekunden später hatte sich der Gedanke ausgeräumt: der Gedanke an seine Gesellschaft gefiel mir. Ich wusste nicht wieso, aber die Gespräche, das Necken... waren einfach ein netter Zeitvertreib. Und das war schon eine ziemliche Ausnahme. Ich ging um das Auto herum und kam vor ihm zum Stehen, sah von unten zu ihm auf, da er schon noch etwas größer war. "Weißt du... der Großteil des Rudels ist heute unterwegs. In der Stadt und den umliegenden Wald untersuchen und auf Patroille. Es wäre schön, wenn du mich begleitest..." antwortete ich ihm. Und dann grinste ich ihn breit an. "Und außerdem... will ich noch eine Revange..." fügte ich hinzu und tippte ihm gegen die Nasenspitze. Ich erinnerte mich noch immer an unsere erste Jagd, in der Nacht in der wir uns 'kennengelernt', das erste Mal getroffen hatten, in der Nacht in der er widerstanden hatte. Langsam wandte ich mich wieder ab und ging langsam in Richtung Wald. Erst wenn er mir folgen würde, würde ich entscheiden ob auch er Lust auf ein Spielchen hatte - heute musste ja keiner als Snack enden.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:14 pm

Blake:

Ein leises Klicken, wie auch das Aufblinken der Schweinwerfer verkündete, dass das Auto nun abgeschlossen war, wobei ich den Schlüssel vorerst in der Hand behielt. Über das Dach des schwazen Autos sah ich dann zu ihr, wobei sie mich lächelnd entgegen sah. Eigentlich wäre mir das bereits Antwort genug gewesen, so dass ich den Schlüssel in meiner Tasche verschwinden ließ, aber sie ging mit langen Schritten um die Schnauze des Autos herum und blieb erst unmittelbar vor mir stehen. Ihr Lächeln war noch immer nicht ganz verflogen, als sie zu mir aufsah. Sie war wirklich fast einen Kopf kleiner als ich. Erwartungsvolll erwiderte ich ihren Blick, wobei mich ihre Antwort ein klein wenig überraschte, denn sie hörte sich beinahe an wie eine Bitte. Leicht nickte ich. Irgendwie war der Gedanke nochmal das Territorium der Wölfe zu betreten nur noch halb so schlimm. Ob es nun daran lag, dass, wie sie gesagt hatte, wir wohl kaum einen weiteren Wolf über den Weg laufen würden, oder ob ich ihr diesen Wunsch in diesem Moment einfach nicht abschlagen konnte, wusste ich nicht so genau, aber es war mir auch nicht so wichtig. Als sich jedoch ein breites Grinsen in ihr Gesicht schlich verengten sich meine Augen ein wenig, bis sie mir, wie schon einmal zuvor, auf die Nasenspitze tippte. Und wie auch schon einmal zuvor, rechnete ich nicht damit und schaute wohl einen Moment lang etwas verdattert drein, während sie sich abwandte. "Eine Revange?" Wiederholte ich sie und dieses mal musste ich grinsen. "Das geht dir noch immer nach?" Hakte ich nach, ehe ich ihr in Richtung Wald folgte. Ich war zwar nicht in der besten Verfassung für ein solches Spielchen, doch wenn sie es spielen mochte würde ich mich nicht quer stellen. Im Gegenteil, mir gefiel der Gedanke, auch wenn er mir besser gefallen würde, wenn der Durst nicht in meiner Kehle brennen würde. Es war gut möglich, dass dieser während dieser kleinen Jagd in Gier umschwingen würde. Ich traute es mir aber zu sie kontrollieren zu können, denn dieses mal gab es immerhin keine Droge, die sie ins unermessliche steigern konnte. Bereits nach einigen Schritten hatte ich zu ihr aufgeholt und wartete gespannt auf ihre Reaktion. Inzwischen wusste ich ja, dass sie einen gewissen Stolz besaß, der das wohl nicht einfach so auf ihr sitzen lassen würde.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:14 pm

Miranda

Ich kam dem Wald und den Bäumen immer näher, der erdige Geruch des Mooses und das Rascheln der Blätter - das war schon eher meine Welt als dieser Dschungel aus Wolkenkratzern und Asphalt. Ich nahm einen tiefen Atemzug und hörte dann hinter mir wie Blake erst mit belustigtem Ton meine 'Niederlage' ansprach, welche zwar noch immer an mir nagte, aber mich nicht mehr 'umbrachte'. Als er dann endlich zu mir aufgeschlossen hatte, sah ich ihn von der Seite grinsend an. "Na was denkst du denn? Sowas lass ich nicht auf mir sitzen, ohne nicht wenigstens einen erneuten Versuch unternommen zu haben das wieder auszubügeln. So gönnerhaft bin ich noch nicht" antwortete ich ihm und blieb kurz stehen als wir am Waldrand ankamen. Sehnsüchtig blickte ich in das Dickicht, welches, je tiefer man hinein gehen würde, dichter wurde. Doch ich war hier zu Hause und auch Blake hatte sich, zumindest damals in dem Teil des Waldes, nach anfänglichen Schwierigkeiten gut zurecht gefunden. "So... sehen wir mal wer dieses Mal die Nase vorne hat. Und..." ich zögerte kurz und lächelte ihn herausfordernd an "... halt dich bloß nicht zurück. Ich merk das und werde dann furchtbar Rache nehmen" witzelte ich, ehe ich wie auf ein unsichtbares Kommando los sprintete und in dem Labyrinth aus Bäumen verschwand. Hier in diesem Teil des Waldes war zwar weniger Wild unterwegs, jedoch wuchsen her weitaus mehr Kräuter und Beeren die die Luft durchdrängten mit ihrem Geruch und einige von ihnen auch Gefahr von Dornen boten. Nur zweimal erwischte es meinen Arm, bis ich jedem der Büsche ausweichen konnte. Diesesmal würde ich vollkommen anders vorgehen und es meinem 'Lieblingsblutsauger' schwerer machen. Durch diesen kleinen Vorsprung lief ich erst im Zick-Zack-Kurs, bevor ich abrupt nach links ausbrach, ein Stück soweit lief und dann exakt die gleiche Strecke zurückging um ihm mehrere Spuren zu liefern, von denen aber nur eine zu mir führen würde - die musste er aber nun erst einmal herausfinden. Und ich würde mich heute nicht übernehmen und mir zu sicher sein. Ich hörte das Knacken und seine Schritte bereits im Wald, was mich dazu veranlasste no h etwas an Tempo zuzulegen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:15 pm

Blake:

Belustigt lächelte ich auf ihre Rechtfertigung hin, bis wir nebeneinander nur einen knappen Meter vor den ersten Büschen und Bäumen stehen blieben. "Alles andere hätte mich ehrlich gesagt auch enttäuscht." Ich sah zu ihr. Man merkte, dass wir das Terrain gewechselt hatten, Miranda wirkte irgendwie mehr in ihrem Element, selbstsicherer, während mir der Wald als Jagdgebiet noch immer ziemlich fremd war. Die tief hängenden Äste, das Gestrüpp, das Unterholz und die ganzen unsichtbaren Hindernisse... das letzte Mal hatten mich meine Instinkte geleitet und mich ziemlich schnell an die unbekannte Umgebung anpassen lassen, dieses mal war ich mir aber nicht so sicher, ob es wieder so gut klappen würde. Langsam ließ ich die Luft aus meinen Lungen entweichen, während ich Miranda zuhörte. Unsere Blicke streiften sich nochmal, wobei ich mir ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Dann sprintete die Wölfin auch schon los und verschwand im Dickicht. Nicht zurückhalten? Wenn sie es so wollte. Stumm zählte ich bis drei, um ihr etwa so viel Vorsprung zu lassen, wie bei unserer ersten kleinen Jagd, ehe ich ihrer Spur ins Unterholz folgte. Noch war ihre Fährte klar, doch ich wusste bereits, dass sie mich nicht nur mit Geschwindigkeit abhängen wollte, sondern mich zu verwirren versuchte. Ihr Weg führte uns tiefer in den Wald hinein, wobei dieser Teil des Waldes nicht so war, wie der Teil, in dem unsere erste Jagd statt gefunden hatte. Damals war der Weg ziemlich frei gewesen, doch hier wuchsen überall Sträucher, verdeckten Äste und Steine, die ziemlich effektiv als Stolperfallen fungierten und, als wäre das nicht bereits genug, waren mehr als nur ein paar der Sträucher mit Dornen bedeckt. Es dauerte nicht lange, bis ich den ersten Kratzen auf dem Unterarm abbekam und noch einige mehr folgten, doch das störte mich im Moment nur wenig. Ich nahm es kaum wahr. Vielmehr war es etwas anderes, das meine Aufmerksamkeit erregte. Offenbar war auch Miranda diese Gegend nicht so gut gewohnt, jedenfalls lag ein dünner Blutgeruch in der Luft, auch den mein Körper sofort reagierte. Wie ich bereits befürchtet hatte schlug der Durst ziemlich abrupt in Gier um, die meine Instinkte wieder erweckte. Was immer sie auch vor hatte, sich zu verletzen war nicht unbedingt die beste Idee gewesen. Ihre Spur führte im Zick-zack an einigen Bäumen vorbei, tiefer in den Wald. Was hatte sie vor? Hatte sie nichts gelernt? Ich hatte den Gedanken kaum zuende geführt, als ein abrupter Linkshaken folgte, dem ich erst mit einer kurzen Verzögerung folgte. Vielleicht hatte sie sich doch was besseres einfallen lassen? Inzwischen passten sich meine Bewegungen besser dem Untergrund, wie auch der ganzen Umgebung an und es begann mir leichter zu fallen mit der Wölfin Schritt zu halten. So sehr ich es eigentlich auch hasste meinen Instinkten zu verfallen, so nützlich konnten sie auch sein. Ein Stückchen vor mir konnte ich ein Rascheln hören, das eignetlich nur von Miranda stammen konnte. Ihre Schritte waren beinahe lautlos auf dem unebenen Waldboden, während unter mir Äste knackten und das Gebüsch raschelte, doch ich ließ mich davon nicht beeindrucken, ich würde schlicht meinen anderen Sinnen folgen. Zumindest dachte ich das, doch als Mirandas Spur in mehrere Richtungen zu führen schien zögerte ich etwas, während mein Blick durch den Wald glitt. Ihr erster Trick und ich war bereits darauf reingefallen, aber so leicht würde ich mich nicht abschütteln lassen. Tief sog ich die erdige Luft ein und versuchte mich auf den schwachen Blutgeruch zu konzentrieren, ehe ich in die vermutlich richtige Richtung lenkte und wieder an Tempo zunahm. Durch mein kurzes Zögern hatte sie ihren Vorsprung ausbauen können, weshalb ich meine Schritte etwas beschleunigte. Sie war zwar clever, doch sie vergaß wohl, dass sie sich mit einem Lamia angelegt hatte. Blutgeruch zu folgen war für uns eine Selbstverständlichkeit, etwas, das in unsrer Natur lag. So würde sie mich nicht so leicht abschütteln können.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:15 pm

Miranda

Die Schritte Blakes waren zwar immer noch hörbar, doch wurden sie bedeutend leiser, fielen zurück. Er war wohl schon auf meinen ersten Streich hereingefallen. Ein bisschen schadenfroh grinste ich und schon machte ich mich daran erneut falsche Spuren zu legen, wobei ich dieses Mal zwei Wege markierte, was mich leider etwas Zeit kostete, sich aber hoffentlich lohnen würde. Was mich jedoch wunderte, war die Tatsache, dass er recht schnell, zumindest früher als ich es mir erwartet und erhofft hatte, wieder auf die richtige Fährte fand. War der Trick doch zu durchsichtig? Oder war mein Geruch irgendwo stärker oder... und ein erneuter Dornenbusch riss mich aus meinen Gedanken, fügte meinem Arm einen weiteren Riss hinzu. Ärgerlich musterte ich nun die bereits angehäuften Schnitte und die dünnen Blutrinnsel. Und dann fiel es mir, wie man wohl sagen würde, wie Schuppen von den Augen. Blake fiel zwar auf meinen Trick herein, doch konnte er meine Fährte schneller wieder aufnehmen, weil er mein Blut roch - wenn auch nur minimal, schien es zu reichen. Ich versuchte das Blut an dem Oberteil abzuwischen, als mir eine weitere zündende Idee kam um aus diesem anfänglichem Nachteil einen Vorteil zu machen, der Blake noch mehr in die Irre führen würde. Ich behielt mein Tempo, doch verlangsamte bei einigen Bäumen nur Sekunden meine Schritte, drückte den blutenden Arm dagegen und verteilte meinen Geruch so an einigen Bäumen, ehe ich ein Stück des Shirtsaumes um meinen Arm wickelte und nach rechts ausbrach. Zur Krönung wischte ich mit dem Shirt nun über meine Arme, damit sie intensiver rochen, zog mich dann aus, warf die Kleidung auf dem Boden zu einem Haufen zusammen und suchte mir ein Versteck, aus dem ich Blake überraschen konnte, ohne gleich entdeckt zu werden. Nun hieß es warten...
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:15 pm

Blake:

Mit jedem Mal, wenn ich mehr, als nur eine Fährte wahr nehmen konnte, fiel es mir leichter dem richtigen Weg zu folgen, auch wenn sie sich mit diesem kleinen Trick schon etwas Mühe gemacht hatte. Es dauerte nicht lange, bis ich ihr wieder in voller Geschwindigkeit folgen konnte und offenbar wieder aufholte, denn ich konnte sie wieder immer deutlicher riechen. Ein ganzes Stück jegte ich ihr so hinterher, ohne dass sie mir jedoch ins Blickfeld geriet. Ich konnte mich nur an ihrem Geruch orientieren, der nun beinahe so intensiv war, als würde sie vor mir stehen. Etwas verwundert sah ich mich um, verlangsamerte meine Schritte abermals, ehe ich neben einem Baum stehen blieb, von dem aus ich Mirandas Geruch nur zu deutlich wahr nehmen konnte. Ein etwas genauerer Blick verriet mir auch den Grund weshalb. An einer kleinen Stelle war die Rinde leicht rötlich gefärbt und ließ mein Atem ein wenig abehakter werden. Sie hatte sich ihren Nachteil also zum Vorteil gemacht. Abermals hatte ich wohl mehrere Sekunden bei der Anasyle ihrer Taktik verloren, ehe ich mich wieder gut genug orientieren konnte, um ihrer richtigen Spur weiter zu folgen. Ich hatte mich getäuscht, sie hatte aus der letten Niederlage gelernt. Es folgten noch einige Stellen, an deinen Mirandas Geruch deutlich genug war, um zu glauben, dass sie beinahe vor mir stehen musste, doch dann kam ihr doch wieder auf die Spur und folgte weiter der richtigen Fährte. Zumindest solange, bis der Geruch des Blutes der Wölfin alles andere zu überdecken schien und mich zum stehen brachte. Misstrauisch ließ ich meinen Blick über das Dickicht schweifen, doch der Geruch von Blut ließ mich nichts anderes mehr wahr nehmen. Leise fluchend hob ich das Shirt auf, das sie bis eben noch getragen hatte. Mehrere rote Stellen waren darauf sichtbar und inzwischen konnte ich meine Fangzähne bereits wieder hinter meinen Lippen spüren. Wo war sie hin? Mein Blick zuckte über die Gegend, während ich versuchte mich auf ihre Spur zu konzentrieren, doch es war schwer die richtige Richtung auszumachen. Wenn ich Pech hatte war sie mir bereits entkommen.
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