The Wolf and the Vampire - Archiv

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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:45 pm

Miranda

Mein menschlicher Verstand, das logische und rationale Denken war vollkommen verstummt. Die animalischen Instinkte meiner Wolfsseite dominierten mein Denken und auch meine Handlungen. Mich interessierte es momentan auch nicht ob ich alleine war oder nicht. Alles was momentan der Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit war, war das tote Reh welches vor mir lag. Hungrig schlug ich meine Zähne in das Fleisch und begann Brocken füf Brocken zu kauen und zu schlucken. Dann ging die Prozedur wieder von vorne los. Manche Wölfe hatten massive Probleme sich so zu ernähren und lehnten sie sogar teilweise ganz ab. Sie ekelten sich einfach davor und hatten auch Bedenken wegen der Verträglichkeit. Doch auch wenn ich den Unterschied zwischen dem rohen Fleisch hier und Gebratenem kannte, so schmeckte mir dieses hier genauso gut - schon alleine deswegen, weil der Wolf in mir befriedigt wurde. Ich hatte beinahe die komplette hintere Hälfte verspeist, als meine Sinne soweit wieder aktiv waren, dass ich ein Geräusch hörte und nur Sekunden später wahrnahm, dass ich angesprochen wurde. Der beißende Geruch, der ihn als Lamia auswieß, machte dem Wolf in mir, auch wenn es nur noch ein Reflex und nicht mehr wirklich 'böse' gemeint war, nur eins klar: Lamia = Feind = jagen. Ich drehte mich um, machte einige schnelle Schritte auf ihn zu, legte die Ohren an und knurrte ihn an. Dann jedoch sah ich ihn mir genau an, ging noch näher und prüfte seinen Geruch genauer. Und da erkannte ich ihn, mein menschlicher Verstand hatte wieder die Oberhand. Das Knurren erstarb sofort und meine Ohren ragten wieder interessiert nach oben. Ich umrundete ihn noch einmal und in der Häflte verschwand der Wolf und ich lief als Mensch wieder auf ihn zu. Mir war es furchtbar peinlich, dass er mich in einem solchen Moment erwischt hatte. Dass er gesehen hatte, dass auch wir Wölfe eine animlische Seite hatten, die uns manchmal überwältigte. Ich seufzte kurz und räusperte mich dann, ehe ich ihm antwortete. "Ähmmm, also... Ich würde jetzt nicht behaupten, dass das da Etwas anderes ist..." ich zeigte auf das erlegte und halbgedressene Reh "... aber auch wir haben Momente in denen wir recht... nun... animalisch sind." antwortete ich ihm. Dass mir die Situation unangenehm war, versuchte ich so gut es ging zu verbergen. Wieder stand ich nackt vor ihm, doch dieses Mal sah ich bedeutend schlimmer aus. Meine Haare waren vom Rennen zerzaust und mein Mund war etwas blutverschmiert. Ich wischte mir den Mund behelfsmäßig sauber, nachdem ich meine Haare etwas gerichtet hatte. Dann wandte ich mich wieder an ihn. "Aber ich denke du bist nicht hier, um unser Jagdverhalten zu studieren, richtig? Also, was gibts?" fragte ich ihn und wechselte geschickt das Thema.
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Drachi
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:45 pm

Blake:

Es dauerte offenbar einen Moment, bis meine Stimme zu ihr durchgedrungen war, denn erst Sekunden später zuckte ein Ohr in meine Richtung, ehe sie ganz den Kopf hob und mich misstrauisch ansah. Sie machte offenbar Konkurrent mit den jungen Vampiren, die beim Beißen die Hälfte ihrer Beute vergeudeten, indem sie nicht wirklich darauf achteten kein Blut zu vergießen, nur die sah schlimmer aus. Ich hatte sie wohl in einem sehr ungünstigen Zeitpunkt erwischt, vielleicht hätte ich warten sollen, bis sie mit ihrem 'Mahl' fertig gewesen wäre, aber nun konnte ich es auch nicht mehr ändern. Das Blut des erlegten Rehs hing in ihrem Fell rund um das Maul herum. Ihr Blick war angriffslustig auf mich gerichtet, während sie knurrend auf mich zu kam. Ich hatte mich inzwischen vom Baum abgestoßen und rechnete mit allem, auch damit, dass sie mich anfiel, denn genau das schienen ihr ihre Instinkte zu sagen. Ich sah ihr entgegen, eigentlich rechnete ich gar nicht mehr damit, dass sie ihren Verstand wieder fand. ich hatte es schon ein paar mal bei meinesgleichen erlebt, wie die Instinkte sie übertrumpft hatten und dann konnte man sich kaum noch von ihrem Ziel abhalten. Sie allerdings blieb ein paar Meter vor mir stehen und das bösartige Knurren erstarb, während sie mich kurz musterte und in einem Kreis um mich herum lief. Ich ließ sie keinen Moment aus den Augen, entspannte mich allmählich allerdings wieder. Bei der Hälfte hatte sie sich sogar bereits wieder genug unter Kontrolle und sich zurück in ihr menschliches Erscheinungsbild zu verwandeln und die restliche Distanz vollends zu überbrücken. Auch jetzt waren die Spuren der Jagd noch deutlich zu sehen und nachdem sie sich irgendwie gerechtfertigt hatte versuchte sie eben jene Spuren zu tilgen. "Nein, deswegen bin ich wirklich nicht hier." Erwiderte ich und blickte noch einmal kurz hinter sie, zum Schlachtfeld. Der Geruch von Blut hing in der Luft, allerdings löste er nichts in mir aus. "Und außerdem, glaub mir, wenn das alles war, wenn einer von euch in Rage gerät, dann habe ich definitiv schon schlimmeres gesehen." Erwiderte ich leicht lächelnd, ehe auch ich leise seufzte. "Aber zum eigentlichen Thema: Was glaubst du könnten es für Wesen sein, die Jagd auf uns machen?" Interessiert suchte ich in ihrem Gesicht nach Reaktionen. Ich hatte es selbst kaum glauben können, aber die Fährte, die die Person hinterlassen hatte, war eindeutig menschlich gewesen. Den Geruch eines anderen Wesens hätte ich deutlich unterscheiden können. "Einer von uns wurde eben attackiert, ich konnte ihn zwar retten, aber der Angreifer konnte entkommen. Der Geruch gehörte aber zu einem Mensch, ich bin mir sicher." Erklärte ich und dachte noch einmal darüber nach. Soweit ich wusste war es noch nie vorgekommen, dass sich ein Mensch wirklich erfolgreich über die Nahrungskette gestellt hatte und unseresgleichen angegriffen hat, ohne selbst sein Leben zu verlieren.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:45 pm

Miranda

Etwas nervös spielte ich mit meinen Händen. Dafür, dass ich mal Alphawölfin werden sollte, jemand der ernst, seriös und verantwortungsbewusst sein soll, besaß ich noch viel zu sehr die Gabe in 'diese' Situationen zu geraten. Doch er war sicher auch nicht perfekt. "Ähm, also... Du hast recht, das hier war noch ziemlich unter Kontrolle gehalten. Das ist allerdings auch nur so, weil ich halb Mensch bin. Der hält den Wolf in mir teilweise unter Kontrolle. Wärst du einem von meinen Rudelmitgliedern begegnet, dann... Na ja wäre das nicht so klimpfloch ausgegangen..." antwortete ich ihm etwas kleinlaut und mit einem Schulterzucken als er mein Verhalten von eben ansprach. Als er jedoch zurück auf das Thema von gestriger Verhandlung, nämlich das Problem des unbekannten Feindes, kam wurde mein Gesichtsausdruck sofort wieder ernst. Ich dachte kurz nach, ehe ich aufsah. "Wir haben über die Rasse des Feindes auch schon nachgedacht. Aber uns ist nie wirklich etwas eingefallen. Und wenn man jetzt bedenkt, dass dieser Jemand nicht nur Werwölfe sondern auch Vampire und Lamia verschleppt, wird die Einordnung noch schwerer. Meinst du, es handelt sich vielleicht um speziell ausgebildete Jäger?" fragte ich ihn.  Ausnahmsweise mal kam ich mir nicht dumm vor, denn er wusste eben so wenig über den Feind. Als er jedoch von dem Übergriff auf einen seinesgleichen berichtete, war ich beinahe etwas schockiert. Aber auch wenn es kalt klang, es war nicht wegen der Möglichkeit, dass es ein Vampir weniger hätte sein können, sondern aufgrund der Tatsache, dass dieses Unbekannte Etwas schon wieder zugeschlagen hatte. Und dass Ashley das nächste Mal das Opfer sein konnte. "Ein Mensch? Bist... du sicher? Aber wie könnte ein Mensch schnell und kräftig genug sein um... euch oder uns überfallen und zu verschleppen?" fragte ich ihn und wirkte leicht erschüttert. Wie konnte ein Mensch soetwas bewerkstelligen? "Und ich musste mir die Frage gestern verkneifen, und es tut mir leid falls ich irgendwem zu nahe trete, aber..." ich zögerte kurz und suchte in seinem Gesicht nach Anzeichen von Stress oder Wut ehe ich mit meiner Frage fortfuhr. "... wer war der Mann gestern? Der, der ziemlich schnell das Weite gesucht hatte?" ich lugte unter meinem Pony hervor und versuchte aus seiner Reaktion und seinem Gesichtsausdruck zu erahnen was er sagen würde.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:46 pm

Blake:

Ihr Nervosität blieb mir nicht verborgen. Sie spielte mit ihren Händen und einige Male zuckte ihr Blick durch die Gegend, dabei interessierte es mich recht wenig, was ihre Instinkte aus ihr machen konnten, solange ich dabei nicht zur Beute werden sollte. Lächelnd schüttelte ich den Kopf. "Na dann sollte ich ja froh sein, dass ich dir begegnet bin." Meinte ich etwas belustigt. Ich wollte dieses Gesprächsthema beenden und ihr nicht das Gefühl geben sich für irgendetwas rechtfertigen zu müssen. Ich wusste, was in einem solchen Fall in einem vorging, zumindest was die Lamia anging, doch ich bezweifelte, dass in der Hinsicht ein sehr großer Unterschied zwischen den Rassen bestand. Ihr Gesichtsausdruck änderte sich allerdings schlagartig, als ich das eigentliche Thema angesprochen hatte. Sie wirkte erstaunt, vielleicht sogar etwas eingeschüchtert, wahrscheinlich waren ihre Gedanken bei ihrer Familie. Etwas unsicher nickte ich. "Also der Geruch war unverkennbar, er hat aus dem Hinterhalt angegriffen, auch ich hab ihn nicht bemerkt, bis er zugeschlagen hatte." Kurz sah ich zu Boden und ließ die Szene revue passieren. Dann zuckte ich mit den Schultern. "Ich schätze er macht sich unsere Sicherheit zunutze." Ich sah sie an. "Oder ahnst du etwas böses, wenn der Geruch eines Menschen in der Luft hängt? Ich hatte zumindest nicht damit gerechnet, dass.. jemand angreifen würde." Erklärte ich weiter. Die Situation war seltsam. Egal wer das gewesen war, war sicherlich nicht alleine, dafür waren unsere Verluste zu groß. Ausgebildete Jäger, so wie es Miranda gesagt hatte? Vielleicht, ich konnte es nicht sagen. Auf ihre nächste Frage lächelte ich etwas freudlos und verschränkte die Arme. "Leider ist er genau das, als was ihr ihn gestern kennen gelernt habt. Der Herrscher der Lamia und Vampire hier in L.A." erklärte ich und schüttelte meinen Kopf. "Und außerdem mein Onkel." Meinte ich wenig stolz und dieses mal suchte ich in ihrem Gesicht nach Reaktionen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:46 pm

Miranda

Mittlerweile hatte ich mich wieser gefangen und sah ihn ernst an. Wenn hier in L.A wirklich Menschen ihr Unwesen trieben, die nicht nur von unserer Existenz bescheid wissen sondern auch gewieft genug sind uns zu jagen - und das erfolgreich - dann musste es sich einfach um Jäger handeln. Stellte sich nur die Frage, wieso... "Nicht wirklich, nein..." kommentierte ich seine Frage. Wir Wölfe machten uns nicht viel daraus, wenn selbst nachts noch Menschen unterwegs waren, wir konnten uns immerhin wehren, und bei den Lamia wie auch den Vampiren lösten sie, wenn überhaupt, Appettit und Jagdinstinkte aus. Aber umgekehrt... Und dann als Blake das mit der Ausnutzung unserer Sicherheit noch erwähnte, tauchte eine ganz andere Frage in meinem Kopf auf. Einige Momente blickte ich gedankenverloren auf einen Punkt hinter ihm ehe sich mein Blick wieder klährte. "Du hast wahrscheinlich recht. Nehmen wir an es handelt sich nicht nur um einen, sondern um mehrere Jäger und sie machen sich bei ihren Jagden unsere Unvorsichtigkeit und unsere Sicherheit zunutze... Aber hast du dich schoneinmal gefragt WIESO sie das tun und WIE sie uns aufspühren?" fragte ich ihn. "Ich meine wir rennen ja nicht 24 Stunden am Tag als Wölfe herum und wenn man nicht gezielt Personen beobachtet, dann kommt man auch nicht darauf, wer als Vampir nun nur Nachts auftaucht. Und bei euch Lamia ist die Sache ja noch komplizierter. Ihr könnt euch auch in der Sonne aufhalten und unterscheidet euch genauso wenig wie wir äußerlich von den Menschen. Also wie bekommen sie heraus wer Vampir, Werwolf oder Lamia ist?" fuhr ich fort und wartete auf eine Antwort oder zumindest eine Reaktion auf die Frage. Als er erwähnte, dass derMann von gestern sein Onkel war, glaubte ich erst er mache Witze. Doch er schien es vollkommen Ernst zu meinen. Und genau das konnte ich mir nicht vorstellen. Dieser Lamia unterschied sich schon alleine in seiner Ausstrahlung von Blake. Von dem Pflichtbewusstsein wollte ich gar nicht erst anfangen. "Oh... das tut mir leid..." antwortete ich ihm nur. Mehr wollte ich nicht sagen. Und eine Entschuldigung für die Frage an sich stellte das sicher nicht dar. Wenn mein Vater so wäre... ich wüsste nicht ob ich noch so gelassen bleiben könnte wie mein Gegenüber.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:46 pm

Blake:

Ich nickte nur knapp auf ihre Antwort hin. Natürlich fürchteten Weder wir, noch Werwölfe Menschen, immerhin waren sie für uns Beute und für sie kaum gefährlicher, als ein Beutetier, auch wenn die Wölfe sie so nicht ansahen. Es war zumindest mal ein Ansatz für ihre Jagdweise, auch wenn ich mir nicht ganz sicher war,ob sie immer funktionieren würde. Bei dem nächsten Thema glitt Mirandas Blick an mir vorbei und fixierte irgendwas hinter mir, ihr Blick war allerdings so starr, dass ich bezweifelte, dass hinter mir mehr als nur Bäume und Unterholz waren. Meine Beobachtungen schienen noch mehr Fragen und Unklarheiten aufzuwerfen, als ich vermutet  und gehofft hatte. Aber immerhin wussten wir nun wenigstens auf was wir achten mussten, um nicht die nächste Trophäe eines Jägers zu werden. Allmählich wurde ihr Blick wieder klar und zuckte zu mir zurück. Etwas unsicher sah ich sie an. "Nun, die einzige Erklärung, die mir auch dein 'wieso' ein fällt ist, dass der Mensch schon immer machtbesessen war und es nicht leiden konnte, wenn es in der Nahrungskette jemanden über ihm gab. Dass das heute anders ist bezweifle ich, aber ob das die ganze Erklärung ist weiß ich auch nicht." Erwiderte ich. "Und was das wie angeht: ich weiß nicht, wie sie es bei euch Werwölfen machen, aber uns scheinen sie zu jagen, indem sie wirklich die Leute auf den eher abgelegenen Straße beobachten, dort wo wir es auch nicht scheuen..." Kurz zögerte ich. Wie sagte man so etwas einem Wolf? "... unsere Mahlzeit auf offener Straße zu uns nehmen." Das war wohl die angemessenste Weise einem Wolf zu erklären, was ich meinte. Ich wusste ja, dass sie unsere Jagdweisen nicht gut hießen. "Sie warten anscheinend, bis wir ein Opfer gefunden haben und uns so verraten, zumindest schien es so vorhin." Beendete ich meine Erklärung und musterte sie kurz. Ich wusste nicht, ob es bei den Wölfen eine ähnliche Schwachstelle gab und ich wäre mir auch nicht sicher, ob es klug wäre so etwas ihren Erzfeinden zu erzählen, weshalb ich nicht nachhakte. Sie würde es schon selbst wissen sollte sowas existieren. Als sie mir entgegnete, dass es ihr Leid tat, dass es sich bei dem Mann um meinen Onkel handelte, musste ich belustigt grinsen. Also lag es nicht an mir, dass ich ihn nicht als das wahr nahm, was er sein sollte. Es schein auch anderen so zu gehen, nur die Lamia, die ihm schon begegnet waren wagten es wohl nicht ein schlechtes Wort über ihn zu verlieren. Die meisten respektierten ihn nicht nur, sondern fürchteten ihn sogar bis zu einem gewissen Punkt. "Kann man wohl nicht ändern." Meinte ich gespielt enttäuscht. "Aber er ist ja wenigstens nicht mein Vater." Leicht schüttelte ich meinen Kopf.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:46 pm

Miranda

Was das WIESO anging, klang seine Erklärung mehr als plausibel. Auch wenn ich halb menschlich war, zählte ich mich eher zu den Wölfen. Und, dass der Mensch schon immer glaubte an der Nahrungskettenspitze zu stehen, und dementsprechen teilweise größenwahnsinnig war, das hatte ich schon in der Schule gelernt. Trotzdem fand ich den Gedanken daran, ein Mensch könnte uns ernsthaft schaden, ziemloch abstrus. Und auch wenn er es mir gesagt hatte, dass er einen solchen Fall nur Momente zuvor beobachtet hatte, klang es so... unwirklich. Ich seufzte. Die Sache wurde immer komplizierter je tiefer wir gruben. "Und mit dieser neuen Erkenntnis, dass man euch beim Jagen auflauert, könnt ihr doch, zumindest zeitweise bis diese Sache geklärt ist, eure Jagdgewohnheiten umstellen, oder? Wenn sie abgelegene Oet und die na ja 'heruntergekommeneren' Viertel beobachten, wieso konzentriert ihr euch nicht auf die belebteren Orte? Macht es beispielsweise so, dass ihr euch einen Menschen 'anlacht' wie man so schön sagen würde und diesen nicht auf offener Straße anfallt, sondern ihn, oder sie, mit nach Hause nehmt oder was weiß ich und dort dann 'esst'. Einfach in dem Sinne etwas normal verhalten. Ich meine sie können ja nicht jedes Pärchen, das zusammen aus einem Club kommt oder in der Stadt zusammen ist, gleich auf ihre Abschußliste setzen. " dachte ich eher laut als, dass es wirklich ein ernsthafter Vorschlag war. "Auch wenn man bei euch die Speziesbestimmung offener macht, so weißt du ja jetzt wie ihr euch bedeckter halten könnt. Mir will einfach nicht in den Kopf, wie sie uns herausfiltern können. Meinst du, sie beobachten uns hier im Wald oder ihnen ist die, auch in menschlicher Form, die Rudelbildung aufgefallen?" fragte ich weiter ernst an ihn gewandt. Der Gedanke an einen Spion aus unseren Reiehn war auch da, aber ich konnte.es mir einfach nicht vorstellen. Kein Wolf könnte sein Rudel derart verraten. Dann spukte ein ziemloch seltsamer Gedanke in mir herum. Er stellte zwar keine Möglichkeit dar, viel mehr war es nur reine Neugier. "Sag mal... Wenn wir schon beim Thema Blut sind. Wäre es euch Vampiren und Lamia eigentlich auch möglich unser Blut zu trinken oder vertragt ihr das nicht?" sprach ich meinen Gedanken schneller aus als ich nachdenken konne. "Mich interessiert es einfach nur. Nicht, dass ich mich jetzt als lebender Snack zur Verfügung stellen würde - oder sonst wen aus meinem Rudel" fügte ich hinzu um etwaig aufkommende Verwirrtheit, komische Gedanken, und eventuell seltsame Blicke seinerseits, gleich beiseite zu schieben.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:46 pm

Blake:

Bei ihren Gedanken konnte ich mir ein belustigtes Grinsen nicht verkneifen. "Das hört sich beinahe so an, als würdest du glauben, dass wir uns das Leben immer einfach machen würden und in irgendwelchen heruntergekommenen Gegend jagen, in denen es sowieso keinen interessiert, was mit seinen Nachbarn passiert." Interpretierte ich ihre Theorie amüsiert und schüttelte leicht den Kopf, ehe ich mich wieder an den Baum hinter mir lehnte. "Auch wenn gut die Hälfte dieses Jagdverhalten an den Tag legt, so gibt es auch einige, die in der Innenstadt jagen, mach dir darum also keine Gedanken. ich werde die Anderen schon warnen." Erklärte ich. Der Gedanke, dass sie ein Wolf um unsere Existenz sorgte war mehr als ungewohnt und trotzdem schien sich Miranda wirklich Gedanken darüber machen. "Ich weiß es nicht, wie sie euch auf die Schliche kommen." Erwiderte ich abermals und zuckte leicht mit den Schultern. "Es könnte sein, dass sie euch beobachten, aber ich glaube nicht, dass sie sich wirklich so offen in den Wald wagen, wenn sie wissen, dass hier ein Rudel sein Unwesen treibt. Dass ihnen die Rudelbildung in eurer menschlichen Form auffällt wage ich ebenfalls mal zu bezweifeln. Nicht einmal wir können euch von den Menschen unterscheiden, wenn euer Geruch nicht so anders wäre. Vielleicht waren die, die erwischt wurden, auch einfach nur leichtsinnig und haben nicht auf ihre Umgebung geachtet, als sie sich verwandelt haben? Oder vielleicht beobachten diese Jäger uns nicht nur, keine Ahnung. Das sollten wir auf jeden Fall so schnell wie möglich raus bekommen." Erklärte ich und musterte sie. Auf ihre nächste Frage hin zog ich dann aber doch auch nach ihrer Erklärung die Augenbrauen etwas zusammen. "Du stellst manchmal wirklich seltsame Fragen, weißt du das?" Ich konnte mir zwar nicht so recht ausmalen, wieso sie so etwas interessierte, aber wenn sie es unbedingt wissen wollte. Leicht zuckte ich mit den Schultern. "Da ich noch nie von einem von euch Blut genommen habe kann ich diese Frage nicht wirklich gut beantworten." Gab ich zu. "Mir würde auch kein Lamia oder Vampir einfallen, der euch jemals gejagt hat, nur an euer Blut zu kommen, zumal wir ja noch nicht einmal euren Geruch ausstehen können. Dass uns euer Blut schmeckt bezweifle ich also gleich mal." Kurz pausierte ich und seufzte. "Aber wenn ich vermuten müsste, dann würde ich sagen, dass sich das Blut eines normalen Werwolfes nicht sehr groß von dem eines Tieres unterscheidet. Es stärkt uns zwar, aber schürt gleichzeitig die Gier. Das ist allerdings nur eine Vermutung." Wies ich sie abermals darauf hin. "Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass... dein Blut genauso wirkt, wie das der anderen." Leise schluckte ich. Warum musste ausgerechnet sie mich auf ein solches Thema ansprechen? Der Gedanke an ihr Blut rief zurück in mein Gedächtnis wie sehr ich es eigentlich begehrte und wie süß ihr Duft in der Luft hing. Ich biss die Zähne hart zusammen und konzentrierte mich auf den erdigen Waldgeruch, der uns umringte.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:47 pm

Miranda

Als er mir antwortete musste ich mir ein Grinsen verkneifen, wahrte stattdessen mein ernstes Gesicht und fügte einen leicht schockierten Ausdruck hinzu, indem ich meine Augen leicht weitete. "Ach... ihr macht das nicht immer so?!" fragte ich ihn dann in einem angemessen empörtem Ton. Danach entspannte sich mein Gesicht wieder. Aber ich hätte wirklich nicht gedacht, dass sie sich, und vorallem nicht die Vampire, beim Jagen so... zivilisiert verhalten. Vielleicht, weil ich wusste wie wir bei der Jagd sind und sie daran bemessen hatte. Oder vielleicht, weil ich bisher nur 'schlechte Beispiele' gesehen hatte? Wer weiß. Jedenfalls hatte Blake mir nun etwas Anderes erzählt. Aber da das jetzt bei seinesgleichen geklärt war, doese Sache sich minimieren ließ, indem er jeden seiner Rasse warnte, geklärt war fokusierte ich meinen Blick auf das Problem bei uns Werwölfen. Wie bekamen die Unbekannten heraus wer einer von uns war? "Nein, das glaube ich nicht. Seit diese Serie von verschwundenen Werwölfen angefangen hat, ist jeder von uns vorsichtiger den je geworde.  Da wir dachten, dass ihr dahinter steckt haben wir uns möglichst nur tagsüber bewegt, da zwar Lamia noch immer als Täter infrage kamen, die Gefahr aber um jeden Vampir reduziert war. Nachts sind wir nur zu zweit oder sogar einmal in der Gruppe raus gegangen - wenn überhaupt. Genau deswegen verstehe ich nicht, wie die Jäger unseretgleichen entführen konnte" ich seufzte und sah ihn dann aber mit leicht finsterem Blick an. "Und komm jetzt bloß nicht auf die Idee zu sagen, wir Wölfe seien leicht zu überwältigen. Vor ein paar Tagen hast du ja schmerzlich das Gegenteil bewiesen bekommen" fügte ich schnell hinzu, mit einem leicht bissigem Unterton. Schnell beruhigte ich mich aber wieder. Als er meinte, meine Frage sei komisch zog ich nur eine Augenbraue in die Höhe. Unter normalen Umständen wäre sie das sicher gewesen, aber wenn wir nun schon ein 'Bündnis' mit diesen Lamia und Vampiren hatten, dann wollte ich wenigstens etwas über diese Blutsauger wissen, die wir uns da ins Boot geholt hatten. Aber selbst er konnte mir meine Frage nicht beantworten, sondern auch nur Vermutungen anstellen. Wieso sollte unser Blut, wie Tierblut, die Gier noch steigern? Ich warf einen Blick auf den Rehkadaver hinter uns und sah ihn dann wieder interessiert an. "Ach, Tierblut ist also nichts für euch? Nicht einmal ein Zusatz?" fragte ich weiter. Dann kam er auf mein Blut zu sprechen und schien wieder etwas unbeherrschter zu werden. Ich grinste. Ein wenig piesacken war ja schließlich noch erlaubt. Ich legte nachdenklich meine Finger an meine Lippen. "Meinst du? Ich bin zwar zur Hälfte menschlich, aber meinst du die Werwolfhälfte macht da einen Mackel hinein?" fragte ich ihn und meine Lippen wurde von einem Lächeln umspielt, das genau so schnell verschwand wie es auftauchte. Dann wurde ich aber wieder ernst. "Nun gut. Danke, dass du mich informiert hast. Vielleicht solltest du dann sie anderen Lamia und Vampire warnen. Bevor der Jäger auf die Idee kommt seine Niderlage zu rächen" fuhr ich fort.

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Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:47 pm

Blake:

Etwas misstrauisch sah ich sie an. Ein leiser Unterton schwang in ihrer Stimme mit, den ich nicht wirklich zuordnen konnte. "Nein, tun wir nicht." Bestätigte ich abermals. Das Klischee von skrupellosen und instinktgetriebenen Blutsaugern hielt sich wohl noch immer, zumindest nach dem, wie Miranda gerade reagiert hatte. Dabei war das schon lange nicht mehr so. Stumm lauschte ich ihren Erklärungen, wobei ich zynisch lächelte. Dafür, dass sie eigentlich nur noch zu zweit unterwegs waren, hatte ich sie aber schon recht oft alleine angetroffen, so wie heute und ich konnte keinen weiteren Wolfsgeruch ausmachen. Als sie jedoch von dem Zwischenfall von vor einigen Tagen begann fiel ich ihr doch ins Wort. "Ich war nur unvorsichtig, vergiss die Nacht zuvor nicht!" Verteidigte ich mich und erinnerte mich daran, wie nahe ich daran gewesen war sie zu beißen. Ihr finsterer Blick störte mich nicht im geringsten, ich lächelte sie nur herausfordernd an, ich bezweifelte jedoch, dass sie dieses Angebot annahm. Als ich ihre Frage bezüglich des Wolfsblutes beantwortete sah sie mich nur etwas verwundert an. Offenbar haben sich die Wölfe noch nie gefragt, warum wir nicht auch Jagd auf Tiere machten. Als ihr Blick vom erlegten Reh wieder zu mir wanderte schüttelte ich nur den Kopf. "Nein, auch nicht als Zusatz." Erwiderte ich. Als sie jedoch merkte, wie mir das Thema Blut wieder zusetzte nutzte sie das natürlich wieder aus, was anderes hatte ich auch gar nicht erwartet. Sie liebte es mit mir in dieser Beziehung zu spielen, wie sie bereits mehrmals gezeigt hatte und so auch jetzt. Verlockend legte sie ihre Finger an ihre Lippen und sah mich lächelnd an. Ich schluckte und mein Blick zuckte einen Moment zu ihren Hals, ehe er wieder hoch zuckte. Ihr Lächeln war verschwunden und ich hatte mich bereits zur Hälfte umgewandt. Ich spürte, wie meine Fänge wieder zu lang waren, um menschlich zu wirken. Ich nickte und sah sie aus den Augenwinkeln aus an. "Wir sehen uns." Erklärte ich nur noch knapp und ich konnte ein leises Grollen hören, das in meiner Stimme mitschwang. Dann verschwand ich auch bereits wieder im Dickicht. Ob sie gesehen hatte, dass ich zitterte? Ich ging schneller zurück, als es wohl notwendig gewesen wäre, aber ich wollte sie nicht mehr riechen. Es fühlte sich beinahe so an, als würde meine Gier nach ihrem Blut immer größer werden, desto öfter sie diese Spielchen mit mir spielte. Insgeheim fragte ich mich, ob ich ihr irgendwann doch noch an der Kehle hängen würde, wenn sie so weiter machte. Ich verzog das Gesicht. Nein, ich würde meinen Instinkten nicht genug Platz lassen, dass das passieren konnte.
Ich hatte den geteerten Weg schneller erreicht, als ich erwartet hätte und ging zurück zu meinem Auto. Für heute war die Nacht vorbei und es würde reichen, wenn ich morgen die Warnung verbreitete. Ich fühlte mich ausgelaugt, warum auch immer und fuhr zurück in meine Wohnung. Ein paar Stunden Schlaf würden mir sicherlich gut tun.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:48 pm

Miranda

Mit meiner falschen Vorstellung von ihren Jagdvorlieben und dem Verhalten der Lamia und Vampier schien ich ihm beinahe etwas beleidigt zu haben. Aber er wirkte jetzt nicht wie die Mimose die bei so was gleich in Tränen ausbrach oder eine Revolte anzettelte. Und dennoch schien es ihn gleichzeitig zu wundern, dass es noch Leute gab die daran glaubten. Aber wenn er selbst zugegeben hatte, dass es noch, vorallem unter den Neulingen, üblich war, dass sie ein derartiges Verhalten an den Tag legten, dann war seine Empfindlichkeit wohl etwas fehl am Platz... Aber das wollte er wohl gar nicht mehr weiter aus diskutieren, denn schon antwortete er auf meine Bemerkung mit seiner Niederlage von vor zwei Tagen - und sein Konter war wirklich gut. "Na dann würde ich sagen steht es 1:1. Wir sollten mal eine entscheidende Nacht abhalten. Sehen wer das Spielchen gewinnt..." meinte ich herausfordernd grinsend und mit einem Glitzern in dem Augen. Dann jedoch kam er wieder auf das vollkommen interessehalber aufgegriffene Thema "Vampire, Lamia und die Verträglichkeit von Werwolfblut". Das war ein Thema das mich wirklich interessierte, immerhin schien sich noch niemand, keine der beiden Seiten, damit beschäftigt zu haben. Doch die Nahrung unserer 'Freunde' schien sich scheinbar nur auf Menschenblut zu konzentrieren. Diese Erkenntnis war wirklich etwas neues, auch wenn wir noch nie darüber nachgedacht hatten. Wir hatten sie einfach noch nie etwas Anderes essen sehen. Als er mich jedoch anfunkelte und ziemlich hibbelig zu werden schien, verstärkte sich mein Großen noch mehr. Es war doch herrlich zu sehen, wie er immer und immer wieder auf meine kleinen Piesackveruche einstieg und sich aus dem Konzept bringen ließ. Er wirkte nun ziemlich nervös und bevor er sich um wandte, huschte sein Blick kurz zu  meinem Hals. //Er scheint ja wirklich ziemlich diszipliniert zu sein...// dachte ich mir. "Klar. Bis irgendwann mal. Du weißt ja wo du mich findest" verabschiedete ich ihn noch und sah ihm hinterher wie er blitzartig verschwand. Das wurde jedes mal köstlich er. Als er verschwunden war, verwandelte ich mich zurück und kümmerte mich erst einmal darum, dass der Rehkadaver verschwand. Denn ich hatte nun absolut keine Lust mehr weiter zu fressen. Also verbuddelte ich ihn so, dass der Geruch kaum mehr wahrzunehmen war. Dann lief ich nach Hause, streunte aber in der Nähe der Häuser noch etwas um die Bäume. Denn müde war ich definitiv noch nicht.

Mittlerweile entspannter verließ och mit Ashley und Carmen, einer Freundin und Rudelmitglied, einen weiteren Klamottenladen. "Also ich fand ja, dass das türkisfarbene Kleid dir am besten gestanden hat" meinte Ashley und klopfte auf eine der Taschen in meiner linken Hand. "Wenn du meinst. Doch ja es sah eigentlich ganz gut aus" antwortete ich ihr grinsend. Wenn es etwas gab, das Ashley zu ihren Lieblingsbeschäftigungen zählte, dann war es shoppen - und am besten noch für jemand anderen. Ich konnte zwar genauso gut selbst Klamotten für mich kaufen, aber ich liebte es ihr damit eine Freude zu machen. "Aber Carmen sah auch ganz gut in dem braunen Strickkleid aus konterte ich und lenkte die Aufmerksamkeit der kleinen Blondine auf meine brünette Freundin. Sofort flog ihr Kopf auf die andere Seite und sie plapperte aufgeregt auf Carmen ein. Alles wirkte schon fast zu normal. Als würde dieses Bündnis mit den Blutsaugern gar nicht bestehen und das schon seit etwas mehr als einer Woche. Seit Blake bei mir gewesen war und von dem Übergriff erzählt hatte, war nichts mehr nennenswertes passiert - na ja bis auf die Tatsache, dass nichteinmal ich nun mehr alleine herumlaufen darf. Mein Vater war von dieser Nachricht wenig begeistert gewesen, hatte Überfall Wachen im Wald positioniert und alle dazu verdonnert sich nur noch zu zweit oder in größeren Gruppen zu bewegen. Der Mond schien beinahe als komplette Scheibe, sogar hier aus der Stadt sichtbar, vom Himmel. Nun, da wir unseren Shoppingtrip beendet hatten, musste ich noch kurz zu Blake um ihm wegen der Wachensituation und dem bevorstehenden Vollmond zu informieren. Und er hatte mir zwar nie so wirklich gesagt wo seine Wohnung war, doch seinen Geruch würde ich mittlerweile Überfall heraus riechen. Und da ich die beiden nicht nach Hause schicken oder den Besuch verschieben konnte, musste ich sie wohl oder übel mitnehmen.

Wir liefen ungefähr 10 Minuten ehe wir bei seinem Zuhause ankamen. Von außen kam sie einem nun wirklich etwas... heruntergekommen vor aber urteilen sollte man ja nun nicht vorschnell - oder im diesem Fall gar nicht. "Wartet hier kurz. Es wird nicht lange dauern" bat ich die beiden an der Hauseingangstür zu warten. Ich stieß die nicht einmal angeschlossene Tür auf und klingelte dann an Blakes Wohnungstür. Doch ich war trete nur wenige Sekunden da hörte ich einen Schrei - es klang wie Ashley. Nicht einen Moment länger zögerte ich und stützte die Treppen wieder hinunter. "Bitte Gott lass es nicht das sein was ich denke..." murmelte ich ehe ich die Tür aufriss und Ashley zusammen gesunken am Boden fand - Carmen war völlig verschwunden. Ich schob Ashley ersteinmal ins Treppenhaus ehe ich noch sofort verwandelte und Carmems Geruch hinterher rannte. Wenige Sekunden später erkannte ich eine Scheme und Carmen. Sie lag in ihrer Wolfs Form zusammen gesunken auf dem Boden - vor einem Auto. Der menschliche Umriss war eben dabei den Kofferraum auf zumachen und wollte sie wohl einladen. Ohne auch nur zu zögern sprang ich auf den Menschen zu und fiel ihn an. Meine Zähne gruben sich tief in den Oberschenkel hinein und ließ Blut auf mein Fell und den Boden tropfen. Der Mann schrie auf, schlug auf mich ein und versuchte mich los zu werden. Ich hörte noch wie sein Knochen knackte, ehe ich loslassen musste. "Dieses blöde Vieh hat Verstärkung dabei. Lass uns die Aktion abblasen, das sind sicher nicht die einzigen beiden" rief eine hektische Stimme von vorne. Mehr verstand ich aber auch nicht mehr, denn mir war extrem schwummrig. Ich konnte weder die Farbe noch das Modell oder das Nummernschild erkennen. Carmen lag reglos neben mir, atmete aber noch flach. Und das war alles was nun zählte sie in Sicherheit, die Angreifer fort und Ashley in Blakes Nähe in Sicherheit. Nun konnte ich der Schwärze der Ohnmacht nachgeben.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:49 pm

Blake:

Die Tage vergingen wie im Flug und inzwischen war beinahe eine Woche vergangen seit dem letzten Treffen mit Miranda. Ich hatte zwar noch einige Nachforschungen angestellt, doch keine unserer Fragen konnte ich beantworten, auch nicht, wie sie den Wölfen auf die Schliche kamen oder um was für Leute es sich eigentlich handelte. Noch immer war ich auf demselben Stand, wie vor knapp einer Woche, was den Frust allmählich wachsen ließ. Wer wusste schon wen sie sich als nächstes schnappen würden? Auch mein Onkel scherte sich herzlich wenig um die momentane Situation. Es war so wie er es gesagt hatte: den Rest überließ er mir. Ab und zu fragte ich mich, ob er sich mein Ende erhoffte, was ich ihm durchaus zutrauen würde. Ziemlich rücksichtslos ließ ich mein Handy auf den Glastisch vor dem Sofa fallen und rieb mir über das Gesicht, ehe der Ton der Klingel die Stille durchbrach. Komisch, es wurde bereits dunkel und die, die mich hier im Normalfall aufsuchten, wussten, dass ich um diese Uhrzeit selten hier war. Trotzdem stand ich auf und ging zur Tür, doch ich hatte sie noch nicht einmal erreicht, als ein Schrei folgte. Ich stockte einen Moment in der Bewegung. Ich kannte diese kindliche Stimme, auch wenn ich sie bisher nur ein mal gehört hatte. Sofort riss ich die Tür auf und vergeudete kaum eine Sekunde, in der ich nach der jungen Wölfin suchte, ehe mir der Wolfsgeruch auch schon in die Nase stieg. Ohne zu zögern stürzte ich die Treppen runter, so wie es Miranda es, der Fährte nach zu urteilen, ebenfalls getan hatte. Hatte sie mich so einfach finden können? Wie erwartet fand ich die junge Schwester zusammengekauert am Hauseingang. Sie hatte Tränen in den Augen und blickte zu mir hoch. Etwas nervös ging ich vor ihr auf die Knie. "Ashley? Was ist passiert?" Sie schluchzte leise ehe sie in Richtung Ausgang gestikulierte. "Carmen... Carmen wurde... Miranda ist ihr... gefolgt..." Stotterte sie nur verängstigt, doch es war somit eigentlich bereits klar, was passiert war, aber wie zur Hölle hatten die Typen...? Egal, das war eine Frage für die auch später noch Zeit war. Beruhigend fuhr ich ihr über die Wange. "Mach dir keine Sorgen, deiner Schwester ist eine gute Kämpferin." Versuchte ich sie aufzumuntern und sie schenkte mir tatsächlich ein kurzes Lächeln. Mein Blick glitt kurz nach draußen, doch von hier war nichts zu sehen, doch man konnte ihre Fährte riechen. "Bleib hier, okay?" Sie nickte zögerlich, ehe ich mich wieder aufrichtete und der Wölfin nach draußen folgte. Der Geruch von Blut lag in der Luft, dann entdeckte ich auch bereits die beiden Wolfsgestalten, die jedoch beide am Boden lagen. Leise fluchte ich während ich zu ihnen rannte, doch sie schienen die Typen wenigstens erfolgreich verjagt zu haben. Zuerst ging ich vor Miranda in die Hocke und versuchte Verletzungen auszumachen, allerdings konnte ich nicht mehr sehen, als einige Fellknäule, die ihr raus gerissen wurden. Sonst hatte sie offenbar keine äußerlichen Verletzungen. Die andere Wölfin jedoch - Carmen hatte Ashley gesagt - war sichtbar schlimmer verletzt. Neben ihr hatte sich inzwischen eine kleine Blutlache gebildet. Ich sog die Luft ein, nicht dass sich die Typen nochmals anschleichen konnten, doch ich konnte nichts wittern, weshalb ich mich wieder der Wölfin widmete. Ich entdeckte einen tiefen Einstich kurz unterhalb ihrer rechten Schulter, sie hatte bereits einiges an Blut verloren. Ohne groß darüber nachzudenken zog ich mein Shirt aus und presste es gegen die Wunde. Ich musste sie rein bringen, aber warum mussten sie in ihrer Wolfsgestalt sein? Kurz glitt mein Blick wieder zu Ashley. Sie hatte sich hinter dem Türrahmen versteckt, blickte aber zu mir. Beide Wölfe konnte ich kaum gleichzeitig die Treppenstufen hoch schleppen, eine musste ich für den Moment hier lassen, doch es war gefährlich. Was wenn diese Typen noch immer in der Nähe waren? Doch ich musste dieses Risiko wohl eingehen und Carmen hatte wohl dank ihrer Verletzung Vorrang. Ich schaffte es irgendwie den massigen Wolfskörper halb über meine Schulter zu hieven, doch wenn ich mich aufrichtete erreichten ihre Hinterläufe noch immer fast den Boden. Aber so müsste es gehen. Ich schleppte sie in das Gebäude, ehe ich zu Ashley blickte, die mich erstaunt ansah. "Du musst kurz auf deine Schwester aufpassen, okay? Wenn etwas ist, dann... schrei einfach." Wies ich sie an und sie nickte schwach. "Ich beeil mich auch." Versprach ich ihr leicht lächelnd, ehe ich die Wölfin die Treppenstufen hoch trug und mit jedem Schritt merkte ich mehr, dass Lamia nicht dafür gemacht waren Werwölfe durch die Gegend zu schleppen. Letztendlich hatte ich es aber doch in die Wohnung geschafft und sie in mein Zimmer geschleppt, wo ich sie vorsichtig auf mein Bett legte. mein Blick streifte noch kurz ihre Wunde, doch die Blutung schien bereits jetzt ein klein wenig schwächer geworden zu sein, weshalb ich sofort wieder kehrt machte und abermals die Treppen runter joggte. Ashley erwartete mich bereits. ich wies ihr an schon einmal vor in die Wohnung zu gehen, was sie auch sofort befolgte. Dann kümmerte ich mich um die zweite Wölfin. Ich wusste nicht genau warum sie zusammen gebrochen war, weshalb ich wohl vorsichtig sein müsste, falls sie irgendwelche inneren Verletzungen hatte, doch irgendwie hatte ich dann auch sie in meine Wohnung gehievt. Ziemlich unsanft stieß ich die Tür hinter mir zu, ehe ich ins Wohnzimmer ging und die Wölfin auf das dunkle Ledersofa gleiten ließ. Es reichte gerade so aus. Etwas erschöpft blieb ich einen Moment an Ort und Stelle, ehe ich Ashley neben mir bemerkte. Man konnte die Angst in ihren Augen gut sehen. "Keine Sorge, sie sind bald wieder auf den Beinen. Bleib du nur erstmal bei deiner Schwester, okay?" Abermals nickte sie nur. Die Situation schien sie doch ziemlich einzuschüchtern, aber ich musste mich wohl oder übel um die andere Wölfin kümmern. Ich richtete mich wieder auf und ging ins Bad, konnte jedoch noch sehen, wie sich Ashley vor dem Sofa zusammen kauerte und zu Boden sah.
Im Bad angekommen kramte ich eine mittelgroße Schüssel aus einem der hellen Schränke, ehe ich auch noch drei Verbände und zwei helle, saubere Tücher aus dem Schrank daneben zusammen suchte. In die Schüssel füllte ich außerdem noch etwas lauwarmes Wasser, ehe ich zurück ins Schlafzimmer ging und die Utensilien auf den Boden stellte. Das war einer der Momente in denen ich es verfluchte, dass ich keine Salbe oder andere Medizin da hatte, bei mir war nämlich immerhin die beste Medizin Menschenblut und wer konnte schon ahnen, dass es passieren würde, dass ich zwei verletzte Wölfe aufnehmen musste? Ich begann das Blut aus dem Fell zu waschen und vorsichtig die Wundränder zu reinigen, ehe ich begann die Wunde sorgfältig zu verbinden, was sich schwieriger gestaltete, als ich erwartet hatte. Letztendlich hatte ich jedoch alle drei Rollen aufgebraucht und die beiden weißen Tücher, das Leintuch, wie auch meine Finger, waren rot gefärbt.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:49 pm

Miranda

Alles was ich nun wahrnahm, war eher wie ein Traum für mich, ich fühlte nur noch alles durch Nebel hindurch. Wie man mich vom Asphalt auf gabelte, wie jemand kurz etwas sagte und wie ich dann schließlich auf einem weichen Untergrund absetzte. Und obwohl ich derart weggetreten war, kreisten meine Gedanken nur um Ashley und Carmen. Ging es ihr gut? Oder waren die Angreifer zurückgekommen und hatten sie doch holen können. Und wie war es ihnen eigentlich gelungen sie angreifen und verletzen zu können, jetzt wo wir schon nur noch in der Gruppe bewegten? Hatten sie nur gewartet, bis wir uns getrennt hatten? Aber wie konnten sie denken, dass sie sich gegen zwei Wölfe behaupten konnten? Na ja Ashley hatte noch nicht wirklich viel damit am Hut, aber wehren konnte sie sich trotzdem.

Ich wusste nicht wo lange ich nun ohnmächtig war, aber irgendwann drang die flehentliche Stimme und das seichte Rütteln von Ashley zu mir durch. "Miranda? Hey, hörst du mich? Bitte wach auf..." langsam flatterten meine Augenlider und öffneten sich dann. Doch mein Blick war vollkommen verschwommen und mir war noch immer ziemlich schwindelig, sodass ich Probleme hatte Ashley wie auch meine Umgebung zu erkennen. Einzig auf meinen Geruchssinn konnte ich noch verlassen, doch auch wenn ich Blakes Geruch Überfall riechen konnte, wollte mir nicht so recht in den Sinn, wo ich war. "Sir geht gut, du bist nach" quiekte Ashley erleichtert und umarmte mich leicht. "Mhhh..." machte ich nur und sah mich um. Aufgrund meiner mangelnden Kraft hatte ich mich schon zurückverwandelt und setzte mich nun langsam auf. Doch sofort meldete sich ein stechender Schmerz in meinem Kopf, dort wo der Typ mehrmals zugeschlagen hatte. "Mist brummt mir der Kopf" murmelte ich missmutig. "Ashley wo sind wir hier? Und wo ist Carmen?" fragte ich sie und sah mich kurz um. "Wir sind in der Wohnung des Lamia und Carmen wird gerade von ihm verartztet" antwortete sie mir. Ich tätschelte sie am Arm und taumelte durch die Wohnung, suchte jedes Zimmer ab bis ich die beiden fand. "Wie... wie gehts ihr?" fragte ich ihn und griff an den Türrahmen um nicht erneut den Boden zu küssen. Innerlich gab ich mir die Schuld. Hätte ich sie mitgenommem, wäre ich früher dagewesen, hätte ich besser auf gepasst... Gequält seufzte ich leise und sah meine Freundin schuld bewusst an.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:49 pm

Blake:

Gerade wusch ich mir grob das Blut mithilfe des restlichen Wassers von den Fingern, als ich hinter mir langsame, leise Schritte hörte. Erst hatte ich gedacht Ashley würde nach uns sehen, bis ihre Stimme die Ruhe brach. Etwas verwundert, aber gleichzeitig auch erleichtert sah ich auf. "Du bist wach." Stellte ich mit einem Lächeln fest, allerdings schien der Türrahmen im Moment der einzige Grund zu sein, wieso sie noch auf den Beinen war. Ihr Blick lag beinahe gequält auf ihrer Freundin. Langsam stand ich auf, ließ die Tücher in die Schüssel fallen, ehe ich sie wieder ansah. "Mach dir keine Gedanken, sie wird schon wieder." Versuchte ich ihr Mut zu zusprechen. "Sie hat eine tiefe Wunde unterhalb der rechten Schulter, aber ich denke das schlimmste hat sie überstanden." Erklärte ich und musterte sie. "Und wie geht es dir?" Noch immer schien sie keine schlimmeren Verletzungen zu haben, wobei das ja nichts darüber sagte, wie sie sich fühlte, immerhin klammerte sie sich momentan am Türrahmen fest. "Du solltest dich ausruhen." Leicht schüttelte ich den Kopf. Ich sollte eigentlich erwarten, dass sie sich nichts sagen ließ, vor allem nicht von einem Lamia, weshalb ich diesen Standpunkt gleich wieder aufgab ohne dass sie etwas erwidern musste. Ich hob die Schüssel vom Boden auf und ging an ihr vorbei ins Bad, wobei ich noch kurz neben ihr stehen blieb und ihr in ihre blau-grauen Augen sah. "Und das da..." Ich nickte zu der Anderen Wölfin. "... ist nicht deine Schuld, denk nicht einmal dran. Das waren die Typen und nicht du." Es war ihrem Blick deutlich anzusehen, was sie dachte und dass sie sich selbst Vorwürfe machte, wobei das, meiner Meinung nach, vollkommen unbegründet waren. Dann ging ich durch den Flur in das gegenüberliegende Bad und schüttete das rötlich gefärbte Wasser in den Abfluss, wobei ich die beiden Tücher einfach im Waschbecken liegen ließ und mir nochmal den Geruch ihres Blutes von den Fingern waschen versuchte.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:49 pm

Miranda

Zwar war mir momentan deutlich danach, aber vor Blake würde ich den Tränen nicht nachgeben. Carmen wurde, alleine in den paar Sekunden die ich abwesend war, so übel zugerichtet. Was hatten die Typen nur mit ihr vorgehabt, dass sie auf sie ein stechen mussten. Eine einfache Betäubung hatte es in dem Fall wohl nicht getan. Mittlerweile lag meine Freundin ebenfalls wieder in ihrer menschlichen Gestalt vor mir. Sie wirkte ziemlich blass, das Haar hing ihr etwas wirr ins Gesicht und obwohl sich der Braunhaarige alle Mühe gegeben hatte die Wunde zu säubern, sah man den Schnitt, durch das das Messer in ihre Haut gedrungen war. Innerlich drehte sich alles in mir. Ich war verantwortlich, dass Ashley in Gefahr schwebte, dass die Typen beinahe ein weiteres Opfer bekommen hatten und vorallem, dass Carmen ernsthaft verletzt wurde und viel Blut verloren hatte. Und Blake meinte ernsthaft, ich sei nicht schuld daran? Vielleicht nicht ersten Grades, aber indirekt - ich hätte Schadensbegrenzung betreiben können. Ich war nur froh, dass es ihr besser ging und sie über den Damm war. "Ich bin froh, dass du das sagst, aber ich bin nicht unbedingt deiner Meinung. Ich bin vielleicht nicht unbedingt allein schuld, aber ich hätte etwas dagegen tun können und..." begann ich und folgte ihm mit wackeligen Beinen ehe mein Kopf wieder heftig begann zu pochen und ich mich auf irgendetwas in seinem Flur, was sich im Nachhinein als Kommode entpuppte, abstützte. "Du... hast nicht zufällig etwas gegen Kopfschmerzen? Einen Eisbeutel? Ne Kopfschmerztablette? Oder nochmal nen kräftigen Schlag, damit ich nichts mehr spüre?" presste ich zwischen meinen Zähnen hervor. Ich wusste nicht womit der Typ zugeschlagen hatte, aber mir tat der Kopf nicht nur ein bisschen weh."Ach ja. Weswegen ich eigentlich gekommen bin..." ich stützte. Eigentlich wollte ich in, sagen weswegen ich da war, aber... ich wusste es nicht mehr. Ich wusste nicht mehr warum ich gekommen war. Auch nicht mehr wo ich davor war. Alles was ich wusste war, dass ich niedergeschlagen wurde und dann hier aufwachte. "Wo war ich...?" murmelte ich laut, als erwarte ich von Blake eine Antwort.


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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:49 pm

Blake:

Ich seufzte theatralisch und verdrehte die Augen, während ich mir bereits eine zynische Antwort auf ihre Überlegungen ausdachte, doch ich kam gar nicht dazu sie auszusprechen. Miranda war mir hinterher... getaumelt war wohl das richtige Wort, auf halben Weg schien ihr Körper allerdings wieder zu protestieren und dieses mal verhinderte allein die Kommode im Flur, dass sie dem Fußboden guten Tag sagte. Kopfschüttelnd rieb ich mir die Hände an dem hellen Handtuch neben dem Waschbecken trocken. Natürlich hörte sie nicht auf mich, wieso auch? Ich war ein Lamia und sie ein - zumindest ein halber - Werwolf, da waren die Karten wohl anders verteilt, oder sie einfach nur verdammt dickköpfig. ich sah sie etwas verwirrt an. "Wie 'wo war ich'" Zitierte ich sie und zog meine Augenbrauen etwas zusammen. Erst jetzt fiel mir die großflächige, blaue Verfärbung an ihrer rechten Schläfe auf, die sich wohl auch noch ein ganzes Stückchen nach oben zog. Unter ihrem Fell hatte ich das nicht sehen können, aber ich sollte dankbar dafür sein, dass es keine Platzwunde war. "Verdammt, Miranda, was ist da unten passiert?" Es war eine rhetorische Frage, die ich ihr stellte, während ich mit schnellen Schritten zu ihr ging und beinahe direkt vor ihr stehen blieb. Vorsichtig schob ich ihre Haare beiseite, um das Ausmaß der Verletzung besser sehen zu können, ehe ich ganz sanft die Haut berührte. Sie war heiß und begann gerade damit dick zu werden. "Du brauchst dich gar nicht zu wundern, wenn du Kopfschmerzen hast irgendwas vergessen hast..." Meinte ich etwas besorgt. "So wie das hier aussieht hat dir der Typ gehörig eins übergebraten." Erklärte ich, ehe ich meine Untersuchung beendete. "Und da du offensichtlich nicht auf mich hörst..." Ohne Vorwarnung hatte ich mich ein klein wenig gebeugt, ein Arm unter ihre Kniekehlen und ein Arm unter ihre Schultern gelegt und sie hoch gehoben, wobei ich darauf achtete, sie vor zu abrupten Bewegungen zu verschonen, nicht dass sie ihr Bewusstsein am Ende doch wieder ganz verabschiedete. Ich ließ mich weder auf Proteste ein, noch hätte sie mich mit Gewalt damit zwingen können sie abzusetzen, dafür fehlte ihr im Moment offenbar einfach die Kraft. Dann machte ich mich auf den Weg ins Wohnzimmer mit der Absicht sie wieder auf dem Sofa abzusetzen und mit der Hoffnung, dass sie in ihrem Zustand dann nicht direkt wieder aufsprang. "Warum bist du nur so dickköpfig?" Fragte ich mit leiser, beinahe sanfter Stimme mehr mich selbst, als sie. Ich sah sie dabei nicht einmal an, während ich durch den dunklen Flur ging. Der süße Geruch ihres Blutes war inzwischen wieder deutlich besser zu riechen, erweckte aber, zumindest im Moment, zum Glück nicht die Gier so, wie es normalerweise der Fall war. Zwar spürte ich das Brennen in mir, doch es war erträglich, ich hatte nicht das Gefühl ihr gleich an die Kehle springen zu müssen, um den Schmerz zu tilgen. Trotzdem verlangte mein Körper danach und reagierte entsprechend. Meine Fänge wuchsen ein kleines bisschen und meine Jagdinstinkte meldeten sich irgendwo am Rande meines Bewusstseins, doch ich hatte sie genug unter Kontrolle, um den restlichen Weg hinter mich zu bringen. Doch trotzdem biss ich wie so oft in letzter Zeit die Zähne ein wenig fester zusammen und versuchte flacher zu atmen. ich achtete zwar darauf Miranda möglichst wenig davon zu zeigen, doch ganz verbergen konnte ich es ihr wahrscheinlich nicht, immerhin hatten sich meine Muskeln von dem einen auf den anderen Moment spürbar angespannt. Trotzdem versuchte ich gelassen zu wirken.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:50 pm

Miranda

Och bekam mittlerweile leichte Panik. Ich versuchte krampfhaft meine Erinnerungen an meinen eigentlichen 'Besuchs Grund' hervorzukramen. Aber... da war nur ein großes, schwarzes Loch und ne Menge Kopfschmerzen die gleich hinterher kamen. "Wo war ich... Wieso bin ich hergekommen..?" wiederholte ich weitere zwei Mal doch auch dies nutze nichts. Als ich dann Blake vor mir realisierte, ich musste erst einmal blinzeln bevor er komplett erkennbar war, sah ich ihn erst fragend an. "Hm...?" machte ich erst und antwortete ihm dann. "Na ja... Ich weiß nicht mehr, so ich war, bevor ich zu dir gekommen bin und wieso. Und wenn ich versuche mich zu erinnern, dann..." doch weiter kam ich gar nicht, machte einen erschrockenen Laut und schlang meinen Arm beinahe wie von selbst um seine Schulter. Mir wurde sofort wieder schwummrig, obwohl er scheinbar versuchte vorsichtig zu sein. Er schien mich auch noch etwas zu fragen, doch das hörte ich nicht so richtig, ich war damit beschäftigt die Sternchen vor meinen Augen zu vertreiben. "Ich... weiß nicht...?" antwortete ich. Was immer er gefragt hatte, das schien mir eine Antwort zu sein, die man wohl in jeder Situation benutzen konnte. Dann spürte ich, dass er mich wieder dort ablegte, wo meine 'Reise' begonnen hatte - also auf dem Sofa. Jetzt wo ich ruhig lag, war mein Sehvermögen auch wieder scharf genug, um erkennen zu können, dass Blankes Zähne sich auf eine seltsame Art und Weise... verlängerten. Meine Stirn legte sich leicht in Falten und neugierig erhob ich meine Hand um über seine neuen Fänge zu streichen. Also wenn man sich das hier ansah, dann konnte man schon verstehen, wieso sich noch einige Klischees hielten. "Ist... das immer so wenn du jagst?" fragte ich gedankenverloren. "Ich... geh mal na Carmen schauen?" meine Ashley und verschwand aus dem Wohnzimmer.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:50 pm

Blake:

Offenbar ging es ihr schlechter, als ich gedacht hatte, denn außer, dass sie ihren Arm um meine Schultern gelegt hatte, schien sie ziemlich orientierungslos und wehrte sich kein bisschen. Stattdessen gab sie mir eine nichtssagende Antwort auf meine Frage. Besorgt sah ich sie an, doch sie schien nicht einmal das zu bemerken. Ihr Blick schweifte nur haltlos über ihre Umgebung, beinahe so, als versuche sie etwas zu erkennen und blinzelte viel öfter, als es normal gewesen wäre. Allmählich begann ich mir doch Sorgen um sie zu machen. ich hatte eigentlich gedacht sie hätte nichts schlimmeres abbekommen, aber ich hatte mich wohl getäuscht. Ganz vorsichtig legte ich sie auf das Sofa, ehe ich vor ihr in die Knie ging, um nochmals die Verletzung zu begutachten. Allmählich klärte sich ihr Blick wieder und blieb wohl unbewusst an mir hängen. Ich machte mir zuerst nichts draus, konzentrierte mich eher auf den Geruch, den Ashley hier hinterlassen hatte und schob gerade wieder ihre Haare beiseite, als sie sich unter mir bewegte. Für einen Moment setzte mein Bewusstsein aus und dieser Moment reichte, um sie am Unterarm zu packen und so ihre Bewegung ruckartig zu beenden. Außerdem waren meine Fangzähne nun deutlich sichtbar. Ein paar mal blinzelte ich, ehe ich realisierte, dass ich gerade im Inbegriff gewesen war sie in ihr Handgelenk zu beißen. Noch immer war es so verlockend nahe und mein Blick war starr auf die blauen Äderchen gerichtet, die deutlich unter ihrer Haut hervor stachen. Es brauchte ein paar Atemzüge, ehe ich es schaffte meinen Blick wieder zu ihr zu heben und sie wieder los zu lassen. "T.. tut mir Leid." Schaffte es irgendwie, wenn auch gepresst, mich für den Vorfall zu entschuldigen und musterte sie reuevoll. Ich hatte die Befürchtung, dass sie nun eingeschüchtert, oder zumindest misstrauisch geworden war, weshalb ich auf irgendeine Reaktion wartete.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:50 pm

Miranda

Ich wusste nicht wieso, aber seine Fangzähne faszinierten mich auf irgendeine seltsame Weise. Mit ihnen sah er beinahe wie ein Säbelzahntiger aus. Und trotzdem konnte ich mich erst von deren Anblick losreißen, als er etwas grob mein Handgelenk mitten in meiner Bewegung packte. Und das war auch der Grund, der meinen Verstand vom Nebel befreite und noch wieder klar denken ließ. Ich sog die Luft ein, rappelte mich auf und sah ihn mit einer kurz ausdruckslosen Miene an. Dann grinste ich leicht und schon sein Gesicht mit der Hand zurück, zumindest soweit, dass meine Adern aus seinem Radius waren. "Deine Beißerchen behälst du mal schon bei dir. So viel Mensch,bin ich dann doch nicht um gleich als dein Abendessen zu enden" ,einte ich mit leicht ermahnen den Ton und setzte mich dann langsam ganz auf, rieb mir allerdings noch die Schläfe. Denn die pochte noch immer. "Du... hast kein Eis da...?" wiederholte ich meine Frage und zog eine Augenbraue nach oben. Dann jedoch hörte ich das Reißen von Ashleys Kleidung und ein kurz darauf folgendes Heulen. "Oh oh..." machte ich nur, stand auf und taumelte dem Geräusch entgegen. Und tatsächlich. Ein großer, schwarzer Wolf und ein kleinerer weißer standen beisammen. "Nicht hier und nicht jetzt..." ermahnte ich die beiden. Ashley und Carmen jedoch waren vollkommen hibbelig und sprühten vor Energie. Ich sah zum Fenster hinaus und jetzt fiel mir auch wieder ein, wieso wir hergekommen waren. "Los raus mit euch..." meinte ich ernst an beide gewandt, machte die Tür auf und scheuchte beide hinaus, ehe ich die Tür schloss. "Tja... Also jetzt wurde ich dir und jedem anderen Lamia und Vampir raten sich nicht mehr auf offener Straße herumzulaufen. Weißt du noch als du mich beim Jagen erwischt hast? Heute könntest du wirklich zwischen deren Zähne geraten.." seufzte ich und setzte mich wieder zu Blake.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:50 pm

Blake:

Sie sog tief die Luft ein, ehe sie sich langsam aufsetzte und mich ansah. Ihr Blick schien klarer geworden zu sein. Dann grinste sie mich etwas an. Leicht lächelnd schüttelte ich den Kopf. "Du legst es auch immer darauf an." Erwiderte ich etwas leiser und blickte abermals zu ihrer Verletzung. "Ich kann mal schau..." Das Reißen von Kleidung erregte gleichzeitig unsere Aufmerksamkeit und ich wandte mich halb um, es war allerdings nichts zu sehen. Hatte sich nun auch noch Ashley in einen Wolf verwandelt? Warum? Ein Heulen folgte, das nur von einem Wolf stammen konnte, ehe sich Miranda vollends aufrappelte und dem Geräusch entgegen ging. Auch ich richtete mich auf, folgte ihr allerdings nicht. ich hörte, wie die Wölfin die beiden anderen nach draußen scheuchte. ich hörte, wie sich die Tür wieder schloss, ehe Miranda wieder zurück kam. Fragend sah ich sie an. Sie setzte sich neben mich und etwas verwirrt musterte ich sie. "Warum? Was ist heute? Was war mit ihnen?" Ich blickte kurz zur Tür, ehe ich wieder die Wölfin fixierte. Dann stand ich jedoch auf, ehe sie mir antworten konnte. "Warte kurz." Meinte ich ehe ich in der Küche verschwand und die Gefriertruhe öffnete. Eine dünne Staubschicht hatte sich bereits über dem Griff gebildet. Kein Wunder, wann brauchte ich schon mal Eis oder ähnliches? Doch ich hatte Glück und entdeckte einen dieser blauen Kühlakkus im hinteren Eck. Ich wusste zwar nicht so recht wieso ich so etwas besaß, aber im Moment war es mehr als nützlich. Kurzerhand wickelte ich das Päckchen in ein sauberes Geschirrtuch und ging zurück zu Miranda. "Hier bitte." ich drückte ihr das Teil in die Hand ehe ich mich wieder setzte und sie wieder interessiert ansah. Auch wenn es eine kleine Unterbrechung gab erwartete ich noch Antworten auf meine Fragen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:50 pm

Miranda

Ich zuckte nur mit den Schultern. "Du ,wächst es aber auch zu einer ganz lustigen Beschäftigung" antwortete ich ihm frech grinsend. Jedoch war seine Aufmerksamkeit ziemlich schnell auf Ashley und Carmen gezogen worden. Ich hatte sie zwar hinaus scheuchen können, sie würden sich jetzt auf den Weg zurück in den Wald machen, aber derjenige, der sich jetzt noch mit ihnen anlegen würde war schlicht weg ein Dummkopf. Schon die beiden hatten vor Energie gesprüht. Ein ganzes Rudel Wölfe mit dem Verhalten würden sowohl dem Jäger wie auch den Lamia und Vampiren gefährlich werden. Ich seufzte kurz, ehe ich den Kühlakku von Blake entgegennahm und mit erst zaghaft und dann etwas fester gegen meine Schläfe drückte damit die Kälte auch vordringen und so meine Schmerzen Kindern konnte. "Tja... Du weißt ja sicher, dass ich dich auch nicht sofort erkannt und beinahe angefallen hatte, richtig? Da waren einfach die Instinkte am Steuer. Und sicher weißt du auch noch, wie noch dachte ihr... Na ja wärd blutsaugende Monster die die Menschen überfallt und sie dann liegen lasst. Eben diese Vorurteile. Und bestimmt hast du schon mal von diesen Geschichten gehört, dass Werwölfe sich bei Vollmond verwandeln müssen. Und genauso ist es. Wenn der Mond einen bestimmten Punkt am Himmel erreicht hat, ist es wie eine Art Impuls der uns dazu zwingt uns zu verwandeln. Egal wo wir sind und ob wir es wollen." antwortete ich und wendete den Kühlakku. "Ich muss es nicht, weil der menschliche Teil in mir die Wolfsseite unter Kontrolle hat - zumindest soweit." fügte ich hinzu, da ich die Frage sicher auch schon unter den Nägeln brannte.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:51 pm

Blake:

Ich hatte noch nie wirklich viel mit den Werwölfen zu tun gehabt, weshalb ich nicht genau wusste, was von den ganzen Mythen und Gerüchten kursierten, wirklich wahr war. Man kannte das Bild von den Monstern die aus Freude töteten, oder die schlichtweg den Verstand verloren haben sollten, aber alles, was kursierte stimmte offensichtlich nicht, immerhin saß Ashley gerade neben mir und ich konnte normal mit mir reden, obwohl das Klischee eines Vampirs wohl auch ein anderes war. Ich war froh nie sonderlich viel Wert auf solche Vorurteile zu legen, wobei die meisten auch ihren wahren Kern hatten, so wie das mit den Wölfen und dem Vollmond. Es war also nicht nur ein Märchen, dass sie irgendein irrer aus den Fingern gesaugt hatte, was ich ehrlich gesagt immer vermutet hatte, ich hatte immerhin auch noch nie von besonderen Übergriffen in Vollmondnächten gehört, wobei sich die Wölfe in dieser Zeit wahrscheinlich sowieso in ihren Wäldern verschanzten. Ich hatte die Augenbrauen kritisch zusammen gezogen und musterte sie. "Solange ihre Instinkte sie nicht dazu bringen ein Massaker in der Innenstadt anrichten..." Einen Moment wartete ich auf eine Reaktion. ".. interessiert es weder mich, noch einen anderen Lamia oder Vampir. Es sind alle angewiesen euch aus dem Weg zu gehen." Ich zuckte mit den Schultern. Ich hatte anfangs eigentlich nicht gedacht, dass die menschliche Hälfte Miranda so unter Kontrolle hielt. Natürlich war sie anders, als die anderen Werwölfe, aber es gab mehr Unterschiede, als ich erwartet hatte. "Zumindest soweit?" Echote ich etwas misstrauisch. "Ich muss mir jetzt aber ekine Gedanken machen, dass du dich jetzt gleich auch noch verwandelst, oder?"
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:51 pm

Miranda

Der Blick, mit dem er mich musterte, als ich ihm von dem aufkommenden Verhalten der Anderen berichtete, hatte schon beinahe etwas von finster - aber nur beinahe. Ein Grinsen bildete sich auf meinen Lippen und irgendwo in meinem Unterbewusstsein meldete sich eine Stimme die so etwas sagte wie 'Unglaublich, du sitzt hier mit einem Lamia, nebenbei bemerkt unserem eigentlichem Feind, und lachst über ihn'. Die Situation wirkte fast schon normal. Aber das ganze Gerede von wegen 'Massaker in der Stadt veranstalten' holte einen ganz schnell wieder in die Realität zurück. Leicht schüttelte ich den Kopf. "Also wenn die Lamia und Vampire ihnen aus dem Weg gehen, dann kann eigentlich nichts passieren. Für Menschen sind wir generell keine Gefahr, nicht einmal in diesem Zustand, und wenn keiner von euch da sind ist nichts zum Jagen da. Und soweit ich weiß bleiben sie immer im Wald. Also nimmt diese Nacht keine der Parteien Schaden." erwiderte ich ihm. Und wenn er so erzählt bekam, wie sich so ein Werwolf aufführen konnte, dann schien es ihn schon beinahe zu wundern, dass ich, trotz meiner menschlichen Hälfte, so beherrscht war. Seine misstrauisch unterlegte Frage jedoch brachte mich zum Lachen. "Vielleicht.." antwortete ich ihm und knurrte kurz. Dann jedoch winkte ich ab. "Nein du brauchst dir keine Sorgen machen. Das menschliche Blut hält den Wolf in mir in so einer Situation in Zaum. Mit 'soweit zumindest' meine ich einfach, dass meine Menschenhälfte nicht nur Einfluss auf mich hat, aber das beispielsweise unterbindet, wenn ich die Verwandlung nicht will" fügte ich hinzu. Dann sah ich jedoch kurz an mir herunter und stellte fest, dann ich sowohl verschwitzt wie auch dreckig und meine Haare zerstrubbelt waren. "Sag mal... Hättest du etwas dagegen, wenn ich kurz deine Dusche benutzen würde?" fragte ich ihn zögerlich. Denn auch wenn ich nackt so vor ihm saß, war es noch immer etwas Anderes aufgrund der Verwandlung als nass und nach einer Dusche vor ihm zu stehen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:51 pm

Blake:

Verstehend nickte ich. Wenn ich ehrlich war erleichterte mich ihre Antwort etwas. Der Gedanke, dass die Waffenruhe ziemlich schnell wieder brechen konnte sollte sich nur ein Mitglied von uns oder den Werwölfen falsch verhalten und der Hass wieder die Oberhand ergriff, wollte mir nicht so recht gefallen, besonders in dieser Situation, wenn es für uns beide gefährlich war. Vielleicht gefiel mir auch einfach der Gedanke nicht im permanenten Krieg zu sein, ich wusste es nicht so genau. Bei meiner nächsten Frage lachte sie kurz leise auf und antwortete mir mit einem unterschwinglichen Knurren, das allerdings nicht wirklich bedrohlich wirkte. Belustigt sah ich sie von der Seite an. "Also daran solltest du noch üben, du hast dich ja angehört, wie ein Schoßhund." Erwiderte ich grinsend. "Aber vielleicht liegt ja auch das an deiner menschlichen Seite..." versuchte ich mir ihr wenig einschüchterndes Knurren zu erklären. Als ihr Blick allerdings an ihr runter glitt. Kurz zuckte ich mit den Schultern. "Nein, warte, ich hol dir Handtücher." Meinte ich nur, ehe ich auch schon aufstand und ins Bad ging. Es war irgendwie ein seltsames Gefühl, dass ein Werwolf mir vertraut wurde, vor allem, wenn man bedachte, dass ich sonst eigentlich kaum jemanden wirklich an mich ran ließ. Ich war schon immer mehr der Einzelgänger gewesen, in allen Beziehungen. Im Bad angekommen öffnete ich den halbhohen, weißen Schrank, der direkt neben der Tür stand und zog ein großes, beiges Handtuch daraus hervor, das ich über die Glastür warf.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:51 pm

Miranda

"Hier wird einem ja wirklich jedes Wort im Mund herumgedreht" erwiderte ich grinsend, als er mein Knurren als 'schoßhündchenhaft' kommentierte. Zugegeben, es war nicht wirklich das eines wahren Werwolfs, aber ein Hund war ich keinesfalls. Wenn ich es sagte, klangen seine Worte sogar wie eine Degradierung. Doch die Situation war unmöglich so ernst, als dass ich das wirklich als Beleidigung hätte auffassen können. Erleichtert stand ich auf und folgte ihm. Die Vorfreude auf eine warme Dusche stieg, auch wenn es sich dabei um die Dusche eines Lamia handelte - heute und jetzt konnte ich ausnahmsweise darüber hinweg sehen. Geduldig wartete ich, bis er ein beigefarbenes Handtuch aus seinem Schrank gezogen und es mir gleich über die Glaswand der Dusche geworfen hatte. Ich lächelte noch, schloss hinter ihm die Tür und ließ meinen Blick dann durch das Zimmer wandern. Also wenn man sich das Aussehen von außen zu Gemüte führte, würde man wohl nie erwarten ein derart schönes Bad vorzufinden. Die Fließen waren wohlig warm, genüsslich streckte ich kurz meine Zehen, und überhaupt war das Bad in warmen, hellen und freundlichen Farben gehalten. Auch die Badewanne wie auch die Dusche sahen einladend aus. Und länger konnte ich deren Ruf gar nicht widerstehen, stieg in die Dusche und ließ den wärmerwerdenen Wasserstrahl auf mich herabprasseln nachdem ich die Duschtüren geschlossen hatte. Als das Wasser die richtige Temperatur hatte, hätte ich eine Ewigkeit so stehen bleiben können. Jedoch musste ich wohl oder übel irgendwann hier wieder raus. Also nahm ich mir etwas von seinem Körpershampoo, es roch zwar gut aber die Duftrichtung 'Fresh Ocean' konnte ja nur auf einen Männderduft hindeuten, was nur von der schwarzen Flaschenfarbe bestätigt wurde. Nun roch ich zwar nach Männershampoo, aber eigenes hatte ich ja 'zufällig' nicht dabei. Nachdem ich mich saubergewaschen und gründlich abgetrocknet hatte, wickelte ich mir das große Handtuch um die Hüfte und verließ das Bad wieder, wobei ich nun den großen Temperaturunterschied zwischen dem Rest der Wohnung und dem mittlerweile nebelverhangenen Bad merkte. "Brrrr..." fröstelte ich kurz, ehe ich wieder ins Wohnzimmer kam.
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