The Wolf and the Vampire - Archiv

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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:51 pm

Blake:

Ohne weitere Worte zu verlieren verließ ich das Bad, wobei sie mir noch ein kurzes Lächeln schenkte, ehe sich die Tür hinter mir schloss. Etwas unschlüssig blieb ich im Flur stehen, wobei mein Blick zur Wohnungstür gerichtet war. Es war verlockend sich wirklich noch ein Abendessen zu suchen, um Miranda wenigstens nicht mehr so sehr an die Kehle zu wollen. Aber andererseits wusste ich nicht wie lange sie unter der Dusche stehen würde und ich bezweifelte es, dass ich wieder hier sein würde, bevor sie aus dem Bad kam. Etwas resigniert seufzte ich. Ich musste das Brennen wohl noch eine Weile aushalten. Letztendlich wandte ich mich also doch um und ging in mein Zimmer, woraufhin das Prasseln des Wassers begann. Wenn ich schon nicht Jagen gehen konnte wollte ich wenigstens auch nicht ganz sinnlos rumsitzen. Ich öffnete also die großen Schranktüren und ließ meinen Blick über mein Sortiment an verschiedensten Klamotten gleiten. Ich wusste ja nicht wirklich wie sich ein Werwolf nackt fühlte, ob es ihr unangenehm war, was ich allerdings ihrem Verhalten nach zu urteilen bezweifelte, oder nicht, aber ihr die Möglichkeit zu geben sich was überzuziehen schien mir angemessen. Ich musste ein wenig kramen, bis ich eine hellgraue Sweatjacke aus früheren Zeiten gefunden hatte, die mir inzwischen zu klein war und dazu eine schlichte schwarze Jogginghose, die mir für sie passend erschien. Zugegeben, es war nicht wirklich das schickste Outfit, musste es meines Erachtens nach aber bei diesen Umständen auch definitiv nicht sein. Ich ließ die Schranktür nur zufallen, ehe ich die beiden Kleidungsstücke wieder mit ins Wohnzimmer nahm, wo ich sie auf dem Glastisch platzierte. Noch immer rauschte das Wasser in der Dusche, was mir sagte, dass ich noch etwas Zeit für mich hatte. Ich ging hinüber zum Fenster und öffnete es soweit es ging. Der Geruch der Wölfin hing inzwischen überall und erinnerte mich immer wieder daran, dass ich ihr Blut begehrte, auch wenn ich begann mich daran zu gewöhnen war es nicht wirklich angenehm ständig das Brennen in den Adern zu ertragen und seine Instinkte zurückzuhalten. Es war unglaublich wie sehr diese menschliche Seite sie von den anderen Wölfen unterschied. Ihr Geruch, ihre Selbstbeherrschung und sogar ihr Verhalten schien anderes zu sein. Ob es wohl auch unseresgleichen gab, die halb Mensch und halb Lamia waren? Angeblich vertrug sich unsere Rasse nicht mit der menschlichen, aber das hatte ich auch von Werwölfen gedacht. Ich schwelgte noch ein wenig in meinen Gedanken, während ich mich auf dem Fensterrahmen abstützte und gierig die kühle Nachtluft einsog. Sie half mir mich wieder zu beruhigen und den Gedanken an ihr Blut irgendwo ins hinterste Eck meines Bewusstseins zu scheuchen. Irgendwann brauch das Wasserrauschen ab und als ich hörte, wie die Badtür von innen wieder aufgeschlossen wurde hatte ich das Fenster bereits wieder geschlossen. Ich hörte ihre Schritte im Flur, während ich mich zurück in das Innere des Wohnzimmers begab, doch ehe ich das Sofa erreicht hatte war auch sie im Türrahmen aufgetaucht mit dem Handtuch um sich geschlungen. "Ich hab dir da ein paar Sachen hingelegt." ich wies auf den kleinen Tisch vor dem Sofa, sagte aber nichts weiter dazu. "Ist dir kalt?" Mir war die feine Gänsehaut auf ihren Armen nicht entgangen, auch wenn sie ein paar Meter von mir entfernt war. Leicht hatte ich meine Stirn in Falten gelegt und lächelte belustigt. "Ich dachte immer Werwölfe frieren nicht." Meinte ich nur und wandte mich wieder ab in Richtung Fenster, damit sie sich anziehen konnte.
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Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:52 pm

Miranda

Ich tappste ins Wohnzimmer, denn auch wie die Temperatur, war hier der Boden nicht mehr sehr warm. Als Blake mich ansprach horchte ich auf und folgte seiner Andeutung mit dem Blick bis ich zwei Stücke Kleidung auf dem Couchtisch liegen sah. Ein verwaschenes, graues Kapuzensweatshirt und eine Jogginghose. Nicht umbedingt mein eigentlichter Kleidungsstil, doch besser als nackt herum zu laufen. Als er jedoch die Bemerkung zu meinem Frösteln machte, sah ich ihn nur leicht empört an. "Und ich dachte Lamia wären blutsaugende, wilde Monster. Siehst du, wie man sich nur irren kann..." antwortet ich ihm mit sarkastischem Unterton, schnappte mir die Hose und das Oberteil und wollte mir das graue Kapurenoberteil schon überziehen, bis mir der stechende Geruch in die Nase stieg. "Bah... Ist das deins?" fragte ich ihn und hielt das Teil weg. Allerdings war die Frage eher retorisch gemeint, denn der Geruch konnte ja nur von ihm stammen. Das Oberteil warf ich zurück auf die Couch, die Hose zog ich, wenn auch nur widerwillig an. Meine Brust verdeckte ich also mit meinen verschränkten Armen. "Hast du vielleicht... Deo? Oder Raumspray? Irgendetwas?" fragte ich. Denn so würde ich das ganz sicher nicht anziehen. Es würde eine Weile dauern, bis die Kleidung meinen Geruch annahm und ich hatte schon die Hose zähneknirschend angenommen. Dann, von einer Sekunde auf die Andere, überlegte ich es mir anders. "Oder weißt du was... vergiss es. Es wird schon irgendwie gehen" winkte ich ab, angelte erneut nach dem Oberteil und zog es mir über den Kopf. Ich richtete mir die nassen Haare, zupfte sie zurecht und beguachtete mich. "Hmmm, also einen Schönheitspreis werde ich damit sicher nicht gewinnen, aber..." ich schluckte kurz. "... danke..." fuhr ich dann zögerlich fort. Irgendwie war die ganze Situation komisch. Er kümmerte sich um mich, ließ mich sein Bad benutzen und lieh mir sogar Kleidung. Und das, obwohl wir uns vor nichteinmal eineinhalb Wochen am liebsten gegenseitig an die Gurgel gegangen wären. Schon komisch... Und dann bemerkte ich dieses hungrige Funkeln in seinen Augen. Und auch die Kälte der Nachtluft. Er hatte offenbar das Fenster offen gehabt. Vermutlich um meinen Geruch zu vertreiben. Wie lang es wohl schon her war, dass er 'etwas gegessen hatte'? "Wenn... du willst kannst du jetzt gehen. Ich meine... dir etwas zu essen fangen. Du weißt schon. Ich will ja nicht dafür herhalten..." stammelte ich herum und machte eine wedelnde Bewegung in Richtung Tür. "Ich kann hier warten..." fügte ich noch hinzu und musterte ihn dann um schon vorher eine Reaktion erkennen zu können.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:52 pm

Blake:

Ich hatte die Arme vor der Brust verschränkt und schnaubte nur amüsiert zu ihrer sarkastischen Bemerkung zu den Lamia. Sie wusste offenbar nicht, dass in ihrer Behauptung ein wahrer Kern war. Es gab einige Lamia, wenn auch nicht unbedingt hier, die sich selbst kaum unter Kontrolle hatten. Besonders die Jüngeren waren schwerer zu bändigen. Und wenn ich wusste, dass ein paar Vorurteile über die Lamia und Vampire zumindest einen wahren Kern hatten, so gab es bestimmt auch so manches was man den Werwölfen unterstellte, das auch, wenigstens teilweise, stimmte. "Da magst du wohl Recht haben." Meinte ich betont gleichgültig und blickte zu ihr. Sie nahm gerade den grauen Pulli in die Hand, ehe sie in der Bewegung stoppte und das Gesicht verzog. Schon jetzt musste ich amüsiert lächeln. Es war schon seltsam, ihr Geruch wirkte so anziehend auf mich, aber andersrum... sie konnte uns wirklich ins Verderben locken, wie ich bereits bewiesen hatte. "Nein, du weißt doch wie ich zu Parfüm stehe." Meinte ich belustigt und beobachtete weiter, wie sie sich dann doch überwand das Teil anzuziehen. Sie musterte sich, sah an sich herunter und zupfte an sich herum. Auch ihre Haare lagen nicht wirklich so, wie sie es normalerweise taten und wohl auch sollten. "Im Bad wäre auch ein Kamm gewesen." Bemerkte ich am Rande und lächelte leicht. Auf ihr Danke hin nickte ich nur etwas zögerlich und musterte sie. Die Kleidung war offenbar, obwohl ich das kleinste heraus gesucht hatte, was ich gefunden hatte, noch immer etwa 2 Nummern zu groß, ihre Haare waren strubbelig und nass und hingen ihr in ein paar Strähnen ins Gesicht, doch ich empfand sie nicht als hässlich, oder dergleichen. Ich brach den Gedanken ab, ehe ich ihn richtig fassen konnte. Ihr Geruch breitete sich inzwischen wieder im ganzen Raum aus und das obwohl ich ihn, als sie duschen war, beinahe vollständig vertrieben hatte, aber das wunderte mich nicht. Sie stand ein paar Meter von mir entfernt und trotzdem meldeten sich wieder meine Instinkte am Rande meines Bewusstseins. Sie musste meinen Blick wohl gesehen haben, denn sie schlug mir vor Jagen zu gehen. Skeptisch zog ich eine Augenbraue hoch. "Was ist denn mit dir los?" In meiner Stimme lag ein Hauch Sarkasmus. "Normal liebst du doch genau das." Interessiert wartete ich auf eine Regung. Es wunderte mich wirklich etwas, immerhin hatte sie es immer darauf angelegt meinen Durst zu ins unermessliche zu steigern und mich, zumindest was das anbelangte, in die Ecke zu treiben.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:52 pm

Miranda

Auf seine Bemerkung mit dem Parfüm hin, rollte ich nur mit den Augen. Die Rede war ja von Deo gewesen und nicht von Parfüm Es wäre ja mehr als seltsam, würde er nun mit einer ganzen 'Sammlung' an bunten Flakons auffahren. Aber jetzt hatte sich die Sache auch schon erledigt. Ich zog eine meiner Augenbrauen nach oben, blickte zurück in Richtung Flur, wo sich ja auch das Bad befand, und zuckte dann nur mit den Schultern als ich meinen Blick wieder ihm zugewandt hatte. "Hm." fügte ich nur hinzu. Um eine ausgedehnte Haarpflege würde ich mich dann später kümmern. Und obwohl ich mein momentan es Aussehen mehr als kritisch kommentiert hatte, schien es ihn nicht im Mindesten zu stören. War er eher diesen 'bequemen' Kleidungsstil gewöhnt? Oder...? Ich brach diesen Gedanken ab, bevor er richtig Form und Gestalt in meinem Kopf annehmen konnte. Als er mich komisch ansah und diese beinahe vor Sarkasmus triefende Frage stellte, als hätte ich eben etwas vollkommen unnormales getan, grinste ich nur und schüttelte den Kopf ehe ich langsam auf ihn zu ging und ihn so Richtung Wand drängte. "Seinen Spaß haben und zu deinem Abendessen werden, sind zwei verschiedene Paar Schuhe, findest du nicht auch?" fragte ich ihn dann und stupste ihn gegen die Nase als er mit dem Rücken an der Wand angekommen war. "Aber im Großen und Ganzen hast du recht, Spaß macht es" fügte ich noch hinzu. Mir war klar, dass ich es nun wirklich mehr als darauf anlegte, doch wie hieß es so schön? No Risk, no fünf. Und dieses Risiko brachte wirklich Spaß.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:53 pm

Blake:

Natürlich ließ sie sich das nicht gefallen und musste gleich wieder unter Beweis stellen, dass es wirklich das war, was mich in die Irre trieb, was ihr Spaß machte. Mit langsamen Schritten kam sie auf mich zu und mit jedem Schritt wurde ihr Geruch intensiver. Ich versuchte möglichst flach zu atmen, um ihren Geruch so wenig wie möglich wahr zu nehmen, doch es half kaum etwas. Als uns  wirklich nur noch einige Zentimeter trennte wich ich zurück, auch wenn ich ihr diese Blöße nicht hatte zeigen wollen, auch wenn sie es bereits kannte. Allerdings befand sich die Wand nicht allzu weit von mir entfernt, so dass ich sie bereits nach zwei kleinen Schritten hinter mir spürte, doch sie kam noch immer näher. Fühlte sich so ein Tier, das in die Ecke gedrängt wurde? "Du hast einen Hang zu gefährlichen Sachen, oder?" Knurrte ich schon beinahe. Als sie dann auch noch ihre Hand zu meinem Gesicht hob fragte ich mich, was mich eigentlich davon abhielt sie jetzt zu packen und das Spielchen umzudrehen. Doch anstatt diesen Gedanken umzusetzen presste ich nur meine Handflächen gegen die kühle Wand hinter mir um die Kontrolle zu behalten und das Zittern zu unterdrücken. Sie spielte mit mir und ich hasste es! Ihr Einsatz war ihr Leben und das nur um meine Selbstbeherrschung zu testen, was für ein dummes Spiel. Das Brennen in mir wurde mit jedem Moment stärker und ich wusste, wenn sie mir nochmal näher kam, dann würde ich mich wahrscheinlich nicht mehr zurückhalten können. Instinktiv wandte ich mich schroff ab, ging an ihr vorbei, zurück in den Flur. Plötzlich gefiel mir die Idee auf die Jagd zu gehen unglaublich gut, einfach nur die Gier lindern, auch wenn ich sie wahrscheinlich nicht ganz stillen konnte. Ich bemühte mich normal zu wirken, doch ich wusste, dass meine Schritte Richtung Ausgang zu schnell waren, um nicht an eine Flucht zu erinnern, doch es interessierte mich nicht. Hauptsache ich kam hier raus. Ich riss meine Jacke vom Haken neben der Tür, ehe sie auch bereits hinter mir zu fiel und ich durch das Treppenhaus nach draußen ging. Gierig sog ich die frische Luft ein und versuchte mich zu beruhigen. Bereits jetzt war der Durst ein wenig gewichen, aber die Gier war geblieben. Ob ich hier in der Gegend jemanden finden würde? Ich ließ mein Blick erst nach rechts, dann nach links schweifen, ehe ich mich nach rechts wandte und noch immer mit schnellen Schritten die Straße hinunter lief. Desto schneller ich jemanden fand, desto besser. Noch immer spürte ich die langen Fangzähne hinter meinen Lippen und das alles wegen einem Werwolf.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:53 pm

Miranda

Er schien offenbar sofort zu bereuen, dass er mich aufgezogen hatte, denn je näher ich ihm kam, desto angespannter wirkte er. Und auch wenn ich wusste, dass er mich jede Sekunde hätte anfallen können, wurde das Spielchen so nur amüsanter. Denn auch wenn er es geschafft hätte mich zu beißen, so hätte dieser Umstand nicht lange gewährt, ich wäre ihn, wenn auch mit etwas Mühe, sicher wieder losgeworden. "Kann sein..." hauchte ich ihm grinsend zu und verankerte meinen Blick regelrecht in dem seinen, strahlte seine grünen Augen an. Allerdings wunderte ich mich auch schon etwas, wieso er so derart versuchte dem Drang zu widerstehen. Er war hungrig und, trotz dem Waffenstillstand, waren wir noch immer natürliche Feinde. Ich sah geradezu fasziniert dabei zu, wie seine Fangzähne wieder länger wurden. Die beiden Eckzähne schimmerten nun deutlich länger schon außerhalb seines Mundes über seine Lippen hinweg. Mit einem kleinen Rempler, den ich wohl auch verdient hatte, drängte er sich an mir vorbei und verschwand, schon beinahe fluchtartig, aus der Wohnung - jedoch nicht ohne mir noch ein unfreundliches Grunzen da zulassen. Ich lachte, setzte mich dann auf die Couch und schaltete, nachdem ich sein Wohnzimmer noch kurz gemustert hatte, den Fernseher ein. Etwas Besseres konnte ich ja nicht tun.

Ich wusste nicht wie spät es schon war, jedoch war der Mond mittlerweile hinter den hohen Häusern verschwunden. Ich spührte, dass er den Himmel noch nicht vollständig verlassen hatte, doch der Himmel wirkte nun wieder stockfinster. Ich hatte mittlerweile zwei Filme gesehen, und war gerade dabei die Wiederholung des ersten zu sehen, als es mir gewaltig die Augen zuzog. Und obwohl ich nun schon mehr als fertig war, kam mir eine weitere Idee den braunhaarigen Lamia, nebenbei gesagt meinen zeitweiligen 'Gastgeber' zu ärgern. ich schaltete den Fernseher aus, torkelte durch den Flur bis ich gesuchtes Zimmer fand. Ich schaltete die Stehlampe im Eck des Schlafzimmers an und begab mich zu seiner Kommode. Doch ich musste sie nichteinmal öffnen, es lagen genug T-Shirts darauf verstreut. Alle verströmten den gleichen, stechenden Geruch, aber der Pullover war mir definitiv zu warm um damit zu schlafen. Also stocherte ich etwas in dem Wäschehaufen herum, bis ich ein grau-blaues Shirt fand, dieses als geeignet abstempelte und dann den Kapuzenpullover gegen dieses austauschte. Ich gähnte nocheinmal, streckte mich danach und kroch dann auf die rechte Seite seines Bettes, welche zu einem Fenster hinzeigte, mümmelte ´mich in die Decke ein und schlief nach kurzer Zeit ein - auch wenn alles um mich herum nach Blake roch. Dass das umbedingt etwas gutes war, war aber nicht gesagt.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:54 pm

Blake:

Ich war länger unterwegs gewesen, als ich eigentlich vor gehabt hatte, immerhin hatte ich einen Werwolf bei mir zu Hause sitzen, das hieß wenn sie noch da war, was ich allerdings bezweifelte. Inzwischen waren mehrere Stunden vergangen, seitdem ich auf die Jagd gegangen war. Es hatte sich allerdings auch gelohnt. 3 Typen und eine Frau waren mir zu deren Unglück über den Weg gelaufen und hatten sowohl Durst, wie auch die Gier auf ein erträgliches Maß gesenkt. Seitdem ich ihr über den Weg gelaufen war waren mir mehr Leute zum Opfer gefallen, als es eigentlich normal für meine Verhältnisse war. Außerdem war es leichtsinnig gewesen Jagd auf leichte Beute in abgelegenen Vierteln zu machen. Leise seufzte ich. Was war nur los mit mir? Oder was wohl die bessere Frage war: was machte sie mit mir? Es frustrierte mich, dass sie eine solche Auswirkungen auf mich hatte und das nur, weil ich auf ihr Blut verzichtete. Ich hob den Blick vom Asphalt während ich den Weg zur Haustür hoch lief. Inzwischen kündigte ein heller Streifen am Horizont den bevorstehenden morgen an, das hieß, dass auch die Gefahr, die von den Werwölfen diese Nacht ausging, nun wieder gebannt war. Routiniert tastete ich die Taschen meiner dunkelbraunen Lederjacke ab, ehe ich aus der linken meinen Schlüssel raus zog. Ich hatte Glück, dass ich das letzte mal vergessen hatte ihn raus zu nehmen, ich hätte momentan nämlich recht wenig Lust in meine eigene Wohnung einzubrechen. Müde schloss ich beide Türen auf und trat in meine Wohnung, wobei das erste was mir auffiel noch immer Miranads Geruch war. War sie noch immer hier? Ich legte den Schlüssel auf die Kommode und hängte die Jacke wieder in die Garderobe neben der Tür, ehe ich langsam und leise in Richtung Wohnzimmer ging, doch dieses war verlassen. Etwas verwirrt sah ich mich kurz darin um, ehe ich leicht mit den Schultern zuckte. Vielleicht war es noch nicht so lange her gewesen, seitdem sie gegangen war, weshalb ihr Geruch noch so in der Luft hing. Entspannt knöpfte ich die Knöpfe meines Hemdes auf, während ich durch den Flur ins Schlafzimmer ging. Als ich jedoch die Tür öffnete und der Geruch mir entgegenschlug, blieb ich wie angewurzelt im Türrahmen stehen und blickte verdattert in mein Bett. Wirklich? bildete ich mir das nicht nur ein? Lag da wirklich Miranda? Sie hatte doch kaum die Klamotten anziehen wollen, die ich selbst schon mehrere Monate, wenn nicht länger, nicht mehr getragen hatte, aber es sich in meinem Bett bequem zu machen, damit hatte sie kein Problem? Etwas unsicher trat ich ein paar Schritte näher heran, doch sie wollte sich noch immer nicht wie ein Trugbild auflösen. Sie hatte sich zusammen gekauert und die Decke irgendwie neben sich befördert. Gut, die Nacht würde wohl keinen Schlaf für mich bereit halten. Bei dem Gedanken, dass sie hier in meinem Bett lag würde ich wohl kaum ein Auge zu bekommen. Vorsichtig zog ich die Decke wieder über sie, ehe ich den Raum wieder verließ, um mir eine Dusche zu gönnen.
Inzwischen war es hell geworden und ich hatte wohl unbewussterweise Mirandas Platz vor dem Fernseher eingenommen. Desinteressiert zappte ich durch die Programme, während ich darauf wartete, dass die Wölfin irgendwelche Lebenszeichen von sich gab. Was für ein abwegiger Gedanke. Ein Werwolf in dem Bett eines Lamias und der Lamia duldete das, wieso auch immer, auch noch. Belustigt musste ich lächeln.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:54 pm

Miranda

Ich wusste nicht genau warum, aber ich hatte beute Nacht furchtbar geschlafen, war immer wieder aufgewacht. Und diese Müdigkeit zeigte eich am nächsten Morgen auch. Ich kam kaum aus dem Bett. Gähnend wälzte ich mich noch einige Male hin und her ehe ich mich streckte und mich schlußendlich doch noch aus dem Bett quälen konnte und noch schlaftrunken durch den Flur torkelte. Zwar erregten die Geräusche aus dem Wohnzimmer meine Aufmerksamkeit, da es sich jedoch 'nur' um den Fernseher handelte, nahm ich an, dass Blake gerade schaute und wohl auch keine Eile bestand. Somit ging ich ersteinmal ins Bad wo ich mich genauer im Spiegel betrachtete und weitere Zeichen der Nacht entdeckte: leicht bläuliche Schatten unter meinen Augen. Leicht verärgert wusch ich mir das Gesicht und richtete dann meine Haare so gut es ohne Bürste ging, ehe ich das Wohnzimmer betrat, mich neben Blake setzte und die Beine überschlug. "Morgen" begrüßte ich ihn und starrte beiläufig auf den Fernseher. "Ich glaube das war das letzte Mal, dass ich in deinem Bett geschlafen habe. Ich bin ständig aufgewacht und überhaupt habe ich ziemlich unruhig geschlafen..." beklagte ich mich. Zwar war ich einfach so in sein Bett gekrochen, doch meine Bemerkung war eher als Tatsache als als ernsthafte Beschwerde gemeint. Immerhin war ich ja sogesehen selbst schuld. "Du hattest gestern Erfolg beim Jagen  nehme ich an" fuhr ich forg und sah ihn an. Er zitterte nicht mehr und wirkte sehr beherrscht.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:54 pm

Blake:

Allmählich vertrieb die Sonne die Dunkelheit im Raum und der Tag brach an. Im Fernsehen kam noch immer irgendwelche sinnlosen Morgenshows und ich spürte, dass sich die Schlaflose Zeit doch bemerkbar machte, aber als Lamia lange nicht so, wie es einen normalen Menschen zusetzte. Ich hatte mich auf dem Sofa zurückgelehnt und die Beine über dem Tisch überkreuzt, als das leise Knarren der Tür zum Schlafzimmer mir verriet, dass Miranda wach war. Kurz zögerte sie wohl im Gang, dann hörte ich aber, wie sich die Tür zum Bad schloss und gleich daraufhin Wasser rauschte. Etwas müde streckte ich mich, bevor ich mich aufsetzte. Nur einige Minuten später hörte ich die Wölfin auch bereits durch den Flur in meine Richtung tapsen, ehe sie sich neben mir nieder ließ und mich mit einem irgendwie müden "Morgen" begrüßte. Ich sah sie von der Seite an. "Guten morgen" Erwiderte ich leicht lächelnd. Ihr Blick war auf den Fernseher gerichtet und so ziemlich alles an ihrer Haltung verriet mir, auch ohne dass sie mir es sagte, dass sie nicht gerade fit war. "In meinem Bett schlafen hast du dir wohl oder übel selbst ausgesucht." Verteidigte ich mich belustigt. Es wunderte mich eigentlich gar nicht, dass sie nicht wirklich hatte schlafen können, wenn Wölfe unseren Geruch so wahr nahmen, wie wir ihren. Unter solchen Umständen könnte ich wohl auch kaum schlafen. Leicht nickte ich und entgegnete ihrem Blick. Ihr Geruch bewirkte nun nur noch ein leichtes Aufflammen der Gier, es war jedoch momentan einfach zu kontrollieren. Allerdings wollte ich keine weiteren Worte über meine gestrige Jagd, wie auch den Grund für diese verlieren. "Hast du Hunger?" versuchte ich das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken. Erst jetzt fiel mir auf, dass sie sich offenbar an meinem Kleiderschrank bedient hatte, denn sie hatte eins von meinen T-Shirts an. Amüsiert ließ ich meinen Blick kurz über sie schweifen. Also entweder sie begann sich an meinen Geruch zu gewöhnen, oder ihr Gerruchssinn war inzwischen total benebelt.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:54 pm

Miranda

Meine Augen brannten noch etwas und zeigten so, dass ich nicht sehr gut geschlafen hatte. Eine Lösung wäre wohl gewesen auf schnellstem Wege nach Hause zu gehen und dort nochmals eine Nacht tief und fest durchzuschlafen. Blake dagegen wirkte mehr oder weniger, wenn man die Jagd letzte Nacht und den Schlafentzug durch meine Anwesenheit in seinem Bett dazurechnete, ziemlich fit und frisch. In diesem Punkt beneidete ich ihn - und wohl ziemlich viele weibliche Werwölfe. Wer würde nicht gerne länger wach sein, ohne am nächsten Morgen lästige Anzeichen der Müdigkeit vorzufinden? Auf seine Bemerkung hin schnaufte ich leicht. "Ja schon, aber ich hätte nicht gedacht, dass dein Geruch meinen Schlaf dermaßen schlecht beeinflusst. Und das eigentliche Ziel der Aktion hab ich auch nicht erreicht..." nörgelte ich weiter, verschränkte meine Arme und schob meine Unterlippe etwas hervor, schmollte dann etwas vor mich hin. Dann kam mir ein Gedanke. Ich sah ihn an und stellte mir das Szenario vor. "Mir würde ja mal interessieren wie du in meinem Bett schlafen würdest. Ich wäre nicht da und du würdest dem Kopfkissen wahrscheinlich an die Federn" gluckste ich vor mich hin, bei dem Gedanken, dass Blake sich beherrschen musste mein Mobiliar nicht zu zerstören oder gar seine Zähne hineinzuschlagen. Auf meine Frage bezüglich seiner Jagd ging er gar nicht weiter ein, sondern übersprang das Thema indem er, passenderweise, nach meinem Hungergefühl fragte. Ich überlegte kurz und entschied, dass ich zwar nicht am Verhungern war aber sich eine kleine Mahlzeit sicher ganz gut vertragen ließe. Ich stand schon auf um seine Küche zu 'stürmen' als er mich amüsiert musterte. Ich folgte kurz verwirrt seinem Blick und sah ihn dann mit leicht gekräußelter Stirn an. "Das gehörte alles zu der Aktion mit dem Bett, bloß nichts einbilden..." wies ich ihn zurecht, ehe ich ihn mit einer Geste und einem 'Na los, auf' dazu animierte mitzukommen. "Sag mal, essen Lamia eigentlich auch normale Sachen? Du weißt schon... Pizza, Fisch, Nudeln, Müsli?" rief ich dann aus dem Flur hervor und betrat dann die Küche. "Ohne ein richtiges Müsli lässt sich kein Tag beginnen..." murmelte ich so vor mich hin. Die Antwort interessierte mich schon, denn anhand seiner Antwort, und an dem Inhalt des Kühlschrankes, würde sich wohl zeigen wie mein Frühstück ausfiel. Neugierig machte ich die Tür des Kühlschrankes auf und fand einen, wenn auch spärlich bestückten, Kühlschrankinhalt vor. Ein paar Eier, eine Tüte Milch sowie ein Karton Orangensaft, Wurst, die nicht mehr wirklich frisch aussah und roch, drei Becher Joghurt und etwas Obst. "Hmmm..." machte ich und musterte alles, was gut und essbar aussah.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:54 pm

Blake:

Ich legte meine Stirn in falten und verschränkte die Arme vor der Brust. "Aha, das 'eigentliche Ziel'" Wiederholte ich mit einem leicht fragenden Unterton und sah sie etwas skeptisch an, ehe ich doch lächeln musste um ihre teilweise echt seltsamen Ideen. Sie liebste es anscheinend wirklich mich in jeder erdenklichen Form zu reizen und zu ärgern, nur blöd, dass ich offenbar nicht immer darauf ansprang. Bei ihrem nächsten Gedanken musste ich auch auflachen. Der Gedanke, dass ein Lamia, oder auch ein Vampir, sich an dem Mobiliar einer Wölfin vergriff war doch etwas zu abstrakt, um ihn nicht lustig zu finden. "Das würde dir gefallen, was?" Erwiderte ich grinsend und schüttelte den Kopf. "Wenn das so ist nehme ich mir vor niemals in deinem Bett zu schlafen." Erklärte ich noch immer belustigt und stellte mir die Szene bildlich vor. Was mich allerdings ein wenig wunderte war, dass ich mir genau das bei einigen wenigen  Vampiren sogar vorstellen konnte. Lamia hatten sich dagegen meist besser im Griff. Bei dem nächsten Thema ließ sie sich nicht lange bitten und sprang schon beinahe auf, ehe sie meinen Blick bemerkte und sich wieder halb zu mir umwandte, ehe sie versuchte sich zu rechtfertigen. Ich hob etwas skeptisch eine Augenbraue, als sie sich auch schon wieder auf den Weg in die Küche machte. Erst, als sie im Flur war stand ich letztendlich auch auf und folgte ihr in Richtung Küche, wo ich ihrem Entdeckergeist freien lauf ließ, indem ich mich schlich gegen die Arbeitsplatte lehnte und sie machen ließ. Momentan inspizierte sie interessiert den Inhalt des Kühlschranks. "Nur die Jüngeren, die den Wechsel noch nicht so lange hinter sich haben." Beantwortete ich ihre Frage schlicht. "Je älter ein Lamia wird, desto weniger normales Essen isst er." Beendete ich die Erklärung und ließ ihren Blick ein weiteres Mal über die spärlich bestückten Fächer des Kühlschranks schweifen, ehe ich mich umdrehte und aus einem der oberen Schränke einen Pappkarton raus holte und ihn neben sie auf den Herd stellte. "Du wolltest Müsli und Milch sollte ja auch noch da sein..." Meinte ich und sah sie an. Ich konnte es mir gar nicht mehr vorstellen wirklich jeden Tag regelmäßig essen zu müssen, schon gar nicht normales Essen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:55 pm

Miranda

Auch nachdem ich den Inhalt des Kühlschrankes mehr als genau inspiziert hatte, ich musste schon den Drang unterdrücken hier mal richtig auszuräumen, fand ich nichts was nach Cornflakes, Müsli oder ähnlichem aussah. Ich gab einen enttäuschten Seufzer von mir und schloss die Tür wieder. Dann erklärte er mir, was es mit dem Essverhalten der Lamia auf sich hatte. Und ehrlich gesagt überraschte mich auch diese Tatsache etwas. "Ihr esst dann gar nichts normales mehr?!" fragte ich ihn leicht überrascht, während ich begann die Wandschränke nach etwas essbarem zu durchkämen. Ich war gerade fertig mit dem einen, schloss diesen und bemerkte dann, dass er wohl doch noch meine Rettung, zumindest was das Frühstück anging, parat hatte. Mein Gesichtsausdruck erhellte sich, ich griff nach dem Karton, stellte diesen auf den Tisch und ging abermals an den Kühlschrank um mir die Milch zu greifen. Jedoch öffnete ich diese vorsorglich und roch daran - sie war noch in Ordnung und auch das Verfallsdatum sprach dafür - als hätte er geahnt, dass demnächst jemand mit menschlichem Essverhalten bei ihm eintruddelt. Dann begann ich nach einer Schüssel zu suchen. "Müsst ihr nicht oder könnt ihr es nicht essen?" hakte ich weiter und setzte meine Suche nebenbei fort. Nach drei geöffneten Schränken fand ich endlich was ich gesucht hatte: Eine türkisfarbene Müslischale. Zufrieden stellte ich nun alles, nachdem ich auch einen Esslöffel gefunden hatte, gefunden hatte auf den Tisch und inspizierte nun die Cornlakespakung, denn immerhin wollte ich auch wissen welche Sorte ich mir nun einverleibte - Vollkorn Crunch mit Honig. Zufrieden nickte ich, öffnete die Packung und ließ die dunkelbraunen Flocken in meine Schale fallen. Dann sah ich wieder zu ihm auf, legte meinen Kopf schief und musterte ihn kurz. Ob sie auch schliefen? Oder Schlaf überhaupt brauchten? Diese Klischees über Vampire sagten ja, dass sie unsterblich waren. Und wenn sie schon nichts aßen, brauchten sie dann auch keinen Schlaf? "Sag mal, schlaft ihr eigentlich auch? Oder braucht ihr den nach einer gewissen Zeit auch nicht mehr? Du sahst vorhin nämlich ziemlich munter aus, wenn ich das mal so bemerken darf" fügte ich noch hinzu, übergoss die Cornlakes mit Milch und begann dann einen Löffel nach dem Anderen in meinem Mund verschwinden zu lassen. Oh ja, zum Wach werden brauchte ich das definitiv.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:55 pm

Blake:

Amüsiert beobachtete ich, wie ihr Gesichtsausdruck immer enttäuschter wurde, je länger sie sich auf der Suche nach etwas Essbaren befand, das sie auch als Frühstück akzeptieren könnte, doch im Kühlschrank wurde sie offenbar nicht fündig, weshalb sie mit den Schränken fort fuhr. Ich wusste allerdings bereits jetzt, dass das auch nicht gerade sehr erfolgsversprechend war, jedenfalls nicht in dem Eck, in dem sie sich befand. Als sie jedoch die Schachtel bemerkte, die ich ihr hingestellt hatte fingen ihre Augen beinahe an zu funkeln, ehe sie sich ihn ziemlich abrupt schnappte. Belustig schüttelte ich den Kopf. "Nein, gar nichts normales mehr." Erläuterte ich abermals und beobachtete sie weiterhin, wie sie die Milch überprüfte und sie gemeinsam mit einer hellblauen Müslischüssel auf den kleinen Tisch stellte, der auf der anderen Seite der Küche stand. "Wir... können es nicht mehr." Meinte ich und verschränkte die Arme vor der Brust, während sie die Packung begutachtete, ehe sie, bewusst oder unterbewusst, zufrieden nickte und den Inhalt in ihre Schüssel fallen ließ. Dann folgte die Milch und bei ihrer nächsten Frage seufzte ich leise. "Wir Lamia verändern uns langsam, deshalb können wir auch noch eine gewisse Zeit normale Nahrung zu uns nehmen, aber wenn der Wechsel endgültig vorbei ist verträgt unser Körper es nicht mehr. So ähnlich ist es mit dem Schlaf. Wir sind nicht untot, oder was uns auch immer nach gesagt wird. Somit sind wir weder unsterblich, noch können wir ganz ohne Schlaf auskommen. Wir brauchen nur weniger davon, als Menschen, oder, wie es aussieht, auch Werwölfe" Meinte ich etwas schelmisch lächelnd.

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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:55 pm

Miranda

Er schien leicht amüsiert über die Tatsache, dass ich die Cornflakes derart 'verschlang', was zum Einen daran lag, dass sie wirklich gut schmeckten und zum Anderen daran, dass  das einfach zu meinem morgendlichen Ritus gehörte. Als er auf meine Fragen antwortete unterbrach ich jedoch mein Frühstück und kaute einige Momente auf dem Löffel an sich herum. Der Gedanke, dass sie nichts mehr normales essen KONNTEN war irgendwie... absurd. Jedoch verwarf ich diese Ansicht gleich wieder, wir redeten hier immerhin von ihm und den anderen Lamia. Langsam setzte ich mein Essen wieder fort und wog seine Erwiderung zum Schlaf ab. Sicher, es klang komisch wenn man ihm solche Klischees nachsagte, aber konnte man es Aussenstehenden verdenken? Immerhin verbrannten Vampire regelrecht in der Sonne und Lamia fühlten sich in ihr nicht wohl. Außerdem jagten sie Menschen, tranken deren Blut und konnten kine normale Nahrung zu sich nehmen. Also wieso hätten diese Unsterblichkeits- und Kein-Schlaf-nötig-Theorien nicht auch wahr sein sollen? Innerlich und nur für mich zuckte ich mit den Schultern und ließ einen weiteren Löffel in meinem Mund verschwinden. "Interessant..." kommentierte ich nur die neuen Erfahrungen, aß weiter und spülte dann die Schüßel in der Spüle aus, da sich darin noch ein kleiner Rest Milch befand. "So dann hätten wir das auch..." murmelte ich, bevor ein Klingeln ertönte. Ein Klingelton, der mir nur allzu bekannt vorkam. Dementsprechend war ich verwirrt, als Ashleys Handy begann zu klingeln. Hatte sie es hier vergessen? Oder war es in dem gestrigen Trubel irgendwo herunter gefallen? Was auch immer zutraf, ich machte mich auf die Suche nach dem guten Stück und fand dieses schließlich auch. Es war im Badezimmer unter einen der Ablageschränke gerutscht, was meine zweite Theorie bestätigte. Eigentlich würde ich nie an ihr Handy rangehen, aber auf dem Display fand sich abermals der Name meines 'Dad'. Mit einem Seufzen wischte ich über den Display und begrüßte ihn mit einem gut gelaunten "Morgen Dad". Dieser übersprang die Höflichkeitsfloskeln gleich und kam zur Sache. "Miranda wo bist du? Seit Ashley nach Hause gekommen war mache ich mir Sorgen um dich. An dein Handy gehst du auch nicht. Was ist passiert?!" brüllte er schon fast besorgt in den Höhrer,sodass ich ihn mir etwas vom Ohr hielt. "Keine Angst mir gehts gut, mich hat keiner ausgeweidet. Ich bin bei... bei Blake. Ich komme bald heim, wirklich..." beteuerte ich ihm und nachdem er zweimal angeboten hatte einen Trupp zu schicken um mich abzuholen, versicherte ich ihm, dass ich heil ankam. Auch ohne Bodyguards. Wir ich ihn kannte schickte er zwar trotzdem jemanden los, aber wenn er sich sicherer fühlte... Irgendwie konnte ich ihn dann doch noch abwürgen und seufzte erneut. Dann gesellte ich mich wieder zu Blake. "Tjaaa... sieht so aus als müsste ich gehen. Zuhause steht wohl alles wegen dem Vorfall von gestern Kopf. Ich müsste langsam gehen. Allerdings müsstest du mich begleiten. Mein Vater hat gesagt er wolle dich auch nocheinmal wegen gestern sprechen" berichtete ich ihm und wartete auf seine Rektion.

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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:55 pm

Blake:

Im Laufe meiner Erklärungen wechselte ihr Gesichtsausdruck zwischen Verwunderung, Überraschung und Verständnis, ehe sie auch noch den Rest ihren Frühstücks aß, die Schüssel schließlich auswusch und in die Spüle stellte. Ob ich ihr zu viel verriet? Immerhin war sie ebenso ein Werwolf und auch wenn im Moment Frieden herrschte und wir gemeinsam gegen eine Bedrohung kämpften, so wusste ich trotzdem nicht, ob sich der Kampf unserer Völker doch noch fortsetzte, wenn das alles hier vorbei war. Ich ließ mir meine Gedanken nicht ansehen, sondern beobachtete nur ihre Bewegung, wie sie sich gerade zu mir umdrehte und etwas sagen wollte, bevor das Dudeln von Musik sie unterbrach und sie etwas verwirrt auf schaute. Sie zögerte nur einen Moment, ehe sie recht zielstrebig die Küche verließ. Kurz darauf verstummte die Musik und ich konnte Mirandas Stimme hören. Wer am anderen Ende der Leitung war war mir schon klar und dass dieser jemand besorgt war konnte ich ebenso verstehen, was Mirandas Stimmlage auch bestätigte. Ich stieß mich von der Arbeitsplatte ab und räumte sowohl Milch, wie auch das Müsli zurück an deren Platz, während ich versuchte die Stimme der Wölfin auszublenden. Langsam sog ich die Luft ein. Inzwischen hatte beinahe alles ihren Geruch angenommen und würde mich wohl noch eine ganze Weile an den nächtlichen Besuch erinnern, doch wenigstens löste es zumindest im Moment kaum etwas in mir aus. Nur ein leichtes Ziehen spürte ich in Oberkiefer und leichtes Brennen, das mich daran erinnerte, wie gut ihr Blut wohl schmeckte. Ich vertrieb diese Gedanken schnell wieder, ehe sie sich vertiefen konnten und die Jagd am Vorabend sich doch noch als nutzlos heraus stellen konnte. Mein Blick war aus dem Fenster gerichtet. Inzwischen stand die Sonne schon höher und spendete wohl einiges an Wärme, weshalb ich relativ froh war im Moment nicht raus zu müssen. Nur einige Momente später trat Miranda wieder ins Zimmer und sah mich an. Ich zögerte einen Moment, ehe ich ihren Blick erwiderte und sie begann zu sprechen. Ich nickte leicht auf die Sache mit dem nach Hause gehen, als sie jedoch anfing, dass ich mit kommen sollte zog ich meine Augenbrauen zusammen und musterte sie etwas kritisch. Ich sollte alleine mit ihr mit gehen? Zu ihr nach Hause? In ein Haus voller Werwölfe? Ich hatte sie ja schon öfter getroffen, wohl auch in dem Revier der Wölfe, aber da war ich nicht absichtlich in so eine Gefahr getreten.  Zugegeben, ich begann Miranda zu vertrauen, was das an ging, aber ich hatte keine Ahnung über die Anderen und außerdem schlich sich der Gedanke, dass sie, zumindest meines Wissens nach, meinen Vater getötet hatten, in meinen Hinterkopf. "Vergiss es." Meinte ich ziemlich schroff und spürte, wie Ärger in mir aufstieg, den ich jedoch nicht an die Oberfläche ließ. "Wenn du willst bring ich dich bis zum Waldrand, aber ich werde mich sicherlich nicht in die Mitte eines Werwolfrudels gesellen, Waffenstillstand hin oder her." Erklärte ich recht abweisend und verschränkte die Arme vor der Brust. Dass ich in dem Punkt nicht mit mir reden ließ sollte ihr wohl klar sein.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:56 pm

Miranda

Gespannt, mit verschränkten Armen und leicht fragend hochgezogener Augenbraue wartete ich auf seine Antwort. Er erwiderte meinen Blick skeptisch und reagierte wie ich es mir schon gedacht hatte. Aber er schien etwas missverstanden zu haben. Erstes stellte er es dar als wollten wir ihn in eine Falle locken, nur um ihn dann in seine anatomischen Einzelteile zerlegen und zweitens war das keine Bitte gewesen, die mein Vater mit einem 'Nein'im Raum stehen lassen wollte. "Du tust ja fast so als wollten wir dir irgendetwas antun. Ich vermute einfach, dass er dir seinen Dank aussprechen. Für gestern" antwortete ich ihm sarkastisch und rollte leicht mit den Augen. Zwar herrschte nur vorübergehender Waffenstillstand, aber wieso sollten wir einen Streif von Zaun brechen? Damit wir uns mit den Unbekannten UND den Vampiren und Lamia herumstreiten konnten? Wir waren zwar impulsiv, aber nicht lebensmüde. Würden wir tatsächlich so handeln, bräuchten wir unseren Wald gar nicht mehr verlassen. Und wenn wir etwas noch mehr hassten als Lamia und Vampire, oder genauso sehr, dann war es keine Freiheit zu haben. Jedoch zuckte ich dann nur mit den Schultern. "Und weißt du noch vor ein paar Tagen? Als du Ashley und mich im Wald getroffen hast? Da haben dir die beide  auch nichts getan, weil ich es ihnen verboten habe. Und wenn Werwölfe etwas nicht tun, dann ist es dem Befehl des Alphas nicht zu gehorchen. Das ist Fakt. Ist allerdings deine Entscheidung ob du mitkommen willst oder
nicht" murmelte ich dann hinterher. Ich würde ihm ja nicht hinterher rennen und den Dank in de  Rachen stopfen wenn er ihn nicht wollte . Also wandte ich mich erneut in Richtung Flur, steuerte sein Schlafzimmer an, öffnete dort einen seiner Kleiderschränke und beugte mich zum untersten Fach hinunter wo ich begann zu suchen. Doch da ich begonnen hatte im hinteren Bereich zu wühlen, fand ich schnell was ich suchte. Mit einer flüssigen Bewegung zauberte ich ein paar zu kleine Schuhe zu Tage. Ich inspizierte die Sohle. Sie hatten zwar immer noch Größe 40, was noch immer zu groß war, aber bis nach Hause würde es schon gehen. Ich zog das Paar an, wobei noch beachtlich Platz war, und betrachtete mich kurz im Spiegel des Schrankes. Ich musterte mich kritisch und irgendwo in meinem Unterbewusstsein schlich sich der Gedanke 'hoffentlich sieht mich niemand den ich kenne so'. Denn irgendwie sah ich leicht so aus, als wollte ich auf der Stelle joggen gehen. Leicht seufzend kehrte ich zurück zu ihm. "Egal wie weit du mich nun begleite  willst, wir können dann gehen" verkündete ich und sah ihn wartend a .
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:56 pm

Blake:

Reiner Sarkasmus lag in ihrer Stimme, gut dass ich gar nicht erst erwartet hatte, dass sie verstand wieso ich gegen das Treffen war. Trotzdem hörte ich ihr schweigend zu und seufzte leise, als sie aus dem Raum draußen war. Natürlich hatte sie Recht, dass es eigentlich vollkommen absurd war, dass die Wölfe eine Gefahr für mich darstellten, sie wären schön blöd den Waffenstillstand so schnell wieder zu brechen und so schätzte ich Mirandas Vater, zumindest soweit, wie ich ihn bereits kennen gelernt hatte, nicht ein. Trotzdem sträubte sich alles in mir ihr in den Wald zu folgen und einer Gruppe Wölfe gegenüber zu stehen. Ich verzog etwas das Gesicht. Der Gedanke wollte mir gar nicht gefallen, zumal ich ihnen noch immer nicht vertrauen konnte, nach all dem was die Jahre über geschehen war. Andererseits war es eine perfekte Gelegenheit ihr Vertrauen auf meine Seite zu ziehen und die volle Unterstützung der Wölfe war etwas, das ich nicht ablehnen würde. Mein Blick war inzwischen auf den Boden gewandert, den ich nur gedankenverloren ansah. Ich sollte mich nicht so sehr von meinen Gefühlen leiten lassen, wenn ich irgendwann meinen Onkel von seinem hohen Ross stoßen und meinem Vater nach kommen wollte. Ich biss die Zähne etwas fester aufeinander, ehe ich den Blick wieder erhob und mich resigniert umwandte. Ich folgte Mirandas Spur durch den Flug, bog allerdings nicht zum Schlafzimmer ab, sondern blieb erst in der Garderobe stehen, wo ich meine dunkelbraune Lederjacke vom Bügel nahm. Beinahe zeitgleich trat Miranda wieder aus dem Zimmer. Offenbar war sie so frei gewesen sie noch weiter an meinem Schrank zu bedienen, was mich nicht unbedingt störte. Hämisch  lächelnd warf ich ihr die Jacke in die Arme. "Bist du schon mal Motorrad gefahren?" Ich wartete keine Antwort ab, sondern wandte mich wieder um, nahm den Schlüssel von der Kommode, und angelte mit einer gewohnten Bewegung den matt schwarzen Helm von dem Regal neben der Tür zum Schlafzimmer. Dann verließ ich die Wohnung mit der Erwartung, dass die Wölfin hinter sich die Tür schließen würde. Bis sie mir nach draußen folgte schob ich die Maschine in die Einfahrt, wobei ich noch immer mit mir rang, ob ich mit ihr mit gehen sollte, oder dieses Angebot doch lieber ausschlug.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:56 pm

Miranda

Blake schien noch immer mit sich zu ringen - seine Zweifel und die dazugehörigen Gedanken konnte ich bis hierher hören. Wahrscheinlich hätte jetzt nur noch gefehlt, dass er, zumindest in seiner Einbildung, Miniversionen von sich in Engel und Teufelformat auf seinen Schultern sitzen gehabt hätte, welche ihn dazu bewegen wollten, mitzugehen oder es sein zu lassen. Dieser Gedanke hörte sich zwar ziemlich dämlich an, aber die Vorstellung war dann doch ganz witzig. Und genau diese Vorstellung entlockte mir ein kurzes Auflachen, bevor ich wieder in den Flur trat und Blake mich kurz, wohl leicht müsiert, musterte und mir dann eine Jacke zuwarf. "Motorrad?!" fragte ich leicht geschockt. Auch wenn ich versuchte es zu verbergen, ich hatte furchtbare Angst davor auf eine dieser... zweirädrigen Todesmaschinen zu steigen. Doch bevor ich dieser Empärung Ausdruck verleihen konnte, grinste er schon hämisch und verließ die Wohnung, schloß die Tür und schlüpfte, dank meiner aufkommenden Nervosität, ziemlich umständlich in die Jacke. "Hey... warte. Was meinst du mit 'Bist du schoneinmal Motorrad gefahren'? Du wolltest jetzt nicht ernsthaft andeuten, dass wir mit einem dieser... Dinger fahren, oder?" rief ich ihm hektisch hinterher, doch er war wohl schon aus dem Haus, denn es kam keine Antwort mehr. Als ich vor die Tür dann trat, sah ich sie schon vor mir stehen und nun wurde mir schlagartig bewusst, dass er seine Frage, und damit die indirekte Verkündung wie wir nun nach Hause zu mir kamen, todernst gemeint hatte. Während er das motorisierte Gefährt mit Begeisterung in die Einfahrt schob, sich darauf nieder ließ und mich wartend ansah, konnte ich seiner Begeisterung nur mit Angst in den Augen entgegenkommen. Doch das hielt nur einen Moment an. Ich verschränkte meine Arme, versteifte meine Haltung und setzte einen schmollenden, ja fast schon bockigen Ausdruck auf. "Vergiss es. Ich steig doch nicht auf diese... diese... diese fahrende Todesmaschine." schleuderte ich ihm mit Empörung entgegen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:57 pm

Blake:

Ich nahm noch ihre protestierende Stimme hinter mir wahr, als ich das Haus verließ, überhörte diese aber ziemlich gekonnt. Erst als ich das Gefährt bereits in die Einfahrt geschoben hatte und mich darauf nieder gelassen hatte war auch sie aus dem Haus getreten und schien genauso begeistert, wie es ihre Stimme verkündet hatte. Ich dagegen grinste nur belustigt erst auf die Angst in ihren Augen und auf ihre darauf folgende zickige Haltung. "Die zukünftige Alphawölfin will mir damit wohl nicht sagen, dass sie Angst davor hat auf ein Motorrad zu steigen, oder?" Natürlich konnte man die Antwort aus ihrem Verhalten geradezu ablesen. Noch immer lächelnd seufzte ich. "Die Alternative ist es zu laufen, mein Auto ist, wohl zu deiner Enttäuschung, nicht hier." Erklärte ich und sah sie an. "Und ich hab keine Lust bis zum Waldrand zu laufen. Also? Ich fahre dir zu liebe auch vorsichtig." Versprach ich und streckte ihr den matt schwarzen Helm entgegen. Erst jetzt merkte ich, dass ich mich anhörte, als wollte ich ein kleines Mädchen dazu zu überreden aufzusteigen, was die ganze Sache noch amüsanter für mich machte. Noch immer lag mein Blick erwartungsvoll auf ihr.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:57 pm

Miranda

Meine Augen wurden ein kleines Bisschen enger, als er erst amüsiert grinste und dann auf meiner Antwort herumpiekste, sich wie ein kleiner Junge freute, dass auch ich vor dies oder jenem Angst hatte. "Nein, die zukünftige Alphawölfin will dir damit sagen, dass du dir wohl oder übel etwas anderes einfallen lassen musst" erwiderte ich ihm zickig und leicht aufbrausend. Die andere Möglichkeit, die er mir präsentierte, war zwar auch nicht so prickelnd, aber in Anbetracht dessen, dass sonst nur das Fahren auf dieser Maschine zur Auswahl stand, klang sie schon wesentlich besser. "Also ich finde das Bisschen laufen. Frische Luft hat noch niemandem geschadet..." murmelte ich schon ruhiger vor mir hin, auch wenn die Aussicht darauf, dass er mir zustimmen und den Vorschlag annehmen würde, gering war. Aber einen Versuch wäre es doch wert, oder? Doch er schien nicht aufgeben zu wollen, redete nun mit einer beinahe honigsüßen Stimme auf mich ein, wollte mich überreden auf sein Gefährt mit aufzusteigen. Alles in mir sträubte sich dagegen und in meinem Kopf spielten sich schon, fast wie automatisch, mehrere Szenarien ab, wie wir damit zu Tode kommen könnten - oder besser gesagt ich. Ihn würde es sicher nur in 20 % der Fälle mit in den Tod reißen. Nun mehr misstrauisch, sah ich der ausgestreckten Hand mit dem Helm entgegen. Also wenn wir mit der Frontseite eines LKW`s Bekanntschaft machten, dann half dieser Helm sicher auch nicht mehr viel, wie mir klar wurde. "Du fährst wirklich vorsichtig?" fragte ich vorsichtig, streckte zögerlich die Hand nach der Schutzausrüstung aus und nahm ihn langsam entgegen, wartete jedoch nicht auf eine Antwort seinerseits, sondern nahm ein "Natürlich" als Antwort für selbtverständlich. Ich stülpte mir den Helm über den Kopf, ging um das Motorrad herum und setzte mich hinter ihn. Die Tatsache, dass ich mich an ihm festklammerte, rührte auch nur aus meiner steigenden Angst. "Dir ist klar, dass wenn du mich nicht in einem Stück wieder zurückbringst, du schneller Hackfleisch bist, als du bis 3 zählen kannst, oder?" nuschelte ich gegen den Helm, der es mir erschwehrte zu sprechen. Das Aufröhren des Motors brachte mich allerdings zum Schweigen und dazu, zusammenzuzucken.
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Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:57 pm

Blake:

Natürlich ließ ich mich nicht mit einem Argument von wegen frischer Luft abspeisen, weshalb ich auch gar nicht auf diesen Einwand einging. Sie versuchte sich zwar noch aus der Situation zu winden, doch schlussendlich ließ sie sich, wenn auch ziemlich zögerlich, von mir überreden und griff unsicher nach dem Helm, ehe sie mich noch immer etwas verängstigt ansah. "Versprochen." Meinte ich lächelnd auf ihre Frage hin und sie setzte sich den Helm auf, ehe sie einmal halb um das Motorrad herum ging. Erst dann stieg sie hinter mich auf den etwas erhöhten Sozius und klammerte sich beinahe augenblicklich an mir fest, fast so, als würde ihr Leben davon abhängen, was ich nur abermals mit einem belustigten Grinsen abtat. "Mach dir mal nicht so viele Gedanken, ich werde dich schon in einem Stück zu Hause abliefern." Versicherte ich abermals, ehe ich zum Lenker griff und gleich darauf die Maschine mit einem Grollen ansprang, ehe sie im Leerlauf tuckerte. Dass sich ihr Griff um meine Mitte bei dem Geräusch verstärkte, war mir nicht entgangen. Ich richtete mich abermals ein wenig auf und legte meine Hand auf die ihre, die sie um meinen Bauch gelegt hatte und blickte über die Schulter zu ihr. "Beruhige dich, dir passiert schon nichts." In meiner Stimme lag nichts mehr belustigtes, sondern klang viel mehr verständnisvoll. Dass sie wirklich so viel Angst davor hatte Motorrad zu fahren, dass sie sich dermaßen anspannte, nur weil ich den Motor startete, brachte mich dazu mich zu fragen, wieso sie wohl so verängstigt davor war. Dann lehnte ich mich wieder nach vorne und mich einem Klacken war der erste Gang eingelegt. Langsam ließ ich das Zweirad die Einfahrt herunter rollen, um zu sehen, wie die Wölfin hinter mir reagierte, ehe ich auf die Straße einbog und allmählich etwas Gas gab. Allerdings achtete ich darauf nicht zu scharf zu beschleunigen und hielt mich ihretwegen sogar ziemlich genau an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Zugegeben, es war ein verführerischer Gedanke gewesen sie ein wenig einzuschüchtern und damit wahrscheinlich ihre Wut auf sich zu ziehen, nur um sich hinterher ein wenig mit ihr zu streiten, aber ihr Verhalten hielt mich davon ab wirklich das zu tun.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:58 pm

Miranda

Er schien noch immer leicht amüsiert über meine große Angst. Für ihn war es wohl unverständlich, wieso ich vor dem Motorrad fahren so sehr Angst hatte, obwohl es für ihn eine der normalsten Sachen der Welt war. Das konnte man wohl in etwa mit seiner Abneigung gegen die Sonne und meiner Vorliebe fürs Sonnenbaden vergleichen - es war nicht haargenau das Gleiche, aber vergleichbar. Als ich seine Hand auf meiner spürte entspannte ich mich, wenn auch kaum merklich. Ich glaubte zwar nicht, dass er unvorsichtig fahren würde, genauso wenig konnte er mir mir nichts dir nichts die Angst vor diesen Maschinen nehmen. "Ok..." murmelte ich, noch immer dicht an ihn gepresst. Als die Maschine die Einfahrt herunter rollte, zog ich automatisch meine Beine an und stellte sie auf dem Motorrad ab. Nun gab es kein Zurück mehr. Er bog gerade auf die Hauptstraße ein, wurde schneller bis mein Haar im Wind hinter uns her wehte und ich betete, dass er sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielt, was ich selbst nur schwer ei schätzen konnte, da jegliches Einschätzungsvermögen dahin war. Ich öffnete eines meiner zusammengekniffenen Augen und musterte meine Umgebung, wie sie an uns vorbei zischte. Zwar passierte mir momentan nichts, doch deshalb würde ich jetzt nicht zur Motorradliebhaberin mutieren.

Als der Waldweg in Sicht kam, sich die Maschine verlangsamte und dort einbog, machte mein Herz regelrecht einen Satz vor Freude. Bald wieder sicheren Boden unter den Füßen, keine Gefahr unter irgendjemandes Rädern zu landen oder aus der nächstbesten Kurve zu fliegen. Und ich würde meinen Griff erst lockern, wenn das Monster still stand und der Schlüssel gezogen war.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:58 pm

Blake:

Während der ganzen Fahrt durch die Stadt rührte sich Miranda hinter mir so wenig, dass ich ab und an kurz an mir runter sah, um zu sehen, ob sie mich noch immer umklammerte und am Ende nicht von der Maschine gefallen war. Nur ab und an verstärkte sich ihr Griff um meine Mitte, etwa dann, wenn ich ein wenig steiler in Schräglage geriet, oder ein wenig zu sehr am Gashahn zog, zumindest für ihre Verhältnisse. Selbst, als der schmale Waldweg in Sicht kam und die Straßenverhälnisse mich dazu zwangen beinahe Schritttempo zu fahren hatte sie nicht die Güte mir etwas mehr Luft zu lassen, sondern klammerte sich noch immer so an mir fest, als könnten wir noch immer von einem unsichtbaren Truck umgefahren werden. Das gab mir wenigstens die Gelegenheit sie doch noch ein wenig zu reizen, ohne dass ich danach eine verärgerte Werwölfin hinter mir ertragen musste. Als der Asphalt schließlich ganz dem Schotter wich widerstand ich dem Drang etwas mehr aus der Maschine raus zu holen, nicht mehr. Mit einem Aufgrollen spritzte der Schotter unter dem Hinterrad weg, während das Vorderrad sich nur wenige Zentimeter vom Boden erhob. Nur wenige Meter brachten wir so hinter uns, eher das Grollen erstarb und dem Leerlauf-tuckern wich, während ich es an den Rand des Weges rollen ließ. Innerlich stellte ich mich schon darauf ein Proteste ihrerseits abzukriegen, aber ihr war nichts passiert, oder? Zufrieden lächelte ich, während ich das Motorrad zum stehen brachte, den Motor abdrehte und darauf wartete, dass sie hinter mir von dem Gefährt kletterte.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:58 pm

Miranda

Eigentlich hatte ich nun damit gerechnet, dass die Fahrt zuende war, ich heil und munter war und es keine unangenehmen Zwischenfälle gab, bevor ich von dem Motorrad stieg. Doch weit gefehlt. Bevor meine Hoffnung, endlich wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen, in Erfüllung gehen konnte trieb der Lamia es nocheinmal auf die Spitze. Er gab nocheinmal Gas, zumindest klang das röhrende und tuckernde Geräusch danach, und hob so das vordere Rad an, sodass wir, wenn auch nur wenige Meter, nur auf dem hinteren Reifen fuhren. Mir wurde Angst und Bange und ich krallte mich nun regelmäßig in seinen Bauch. Doch ich war mir sicher, dass es ihm das wert war. Und er war sich wohl ebenso bewusst, dass er somit meinen Zorn auf sich zog. Er zog schlußendlich den Schlüssel, stellte die Maschine ab und rührte sich dann nicht mehr, als warte er gespannt was nun von meiner Seite aus als nächstes passierte. Und das was passierte, hatten weder er noch ich erwartet. Die Angst und den zusätzlichen Schrecken den er mir mit seiner Aktion eben zugeführt hatte, führte dazu, dass ich mich nicht mehr in Griff hatte, die Gefühle aus mir heraus brachen und ich mich ungewollt verwandelte. Perplex lag ich nun da, schüttelte mich und knurrte ihn an, wobei ich ihn mit einem Blick ansah, welcher 'Und bist du nun zufrieden?!' zu schreien schien. Doch bevor ich dazu kam ihm dafür eine Lektion zu erteilen, erschien ein blonder Junge, der Ashley nur zu ähnlich sah und mich mit einem herablassenden Blick musterte - mein Bruder. "Tzzz... hat Angst vorm Motorradfahren. Gibt sich freiwillig mit den Blutsaugern und Schmarotzern ab. Und sowas wird  mal Alphawölfin. Ich raffs einfach nicht. Du bist ja nicht mal eine ganze Wölfin. Du hast das Zeug nicht dazu und..." bevor er weiterreden konnte, war  mir schon der Kragen geplatzt. Ich sprang mit einem Satz auf ihn zu und riss ihn zu Boden. Bevor ich ihn aber richtig mit meinen Zähnen erwischen konnte, platzte auch er aus seiner menschlichen Hülle und strampelte mich von sich herunter. Ich rappelte mich schnell wieder auf und so umkreisten wir uns, den Anderen nie aus den Auge  lassend und wartend darauf wer als erstes reagierte. Und in unserem Fall war es Henry. Er stürmte kopflos auf mich zu. Also wartete ich bis er nahe genug war, wich aus, was ihn aus dem Gleichgewicht brachte, brachte ihn erneut zum stürtzen und behielt ihn auch am Boden. Ich hatte mein Maul bereits geöffnet und seinen Hals anwisiert,ieß es dann aber und verwandelte mich zurück. "Auch wenn du, leider Gottes, mein Halbbruder bist. Denk daran wen du vor dir hast und hüte dich davor so mit mir zu reden. Du magst zwar kräftig sein, aber deine Erfahrung ist gleich null. Also plustere dich hier nicht so auf und akzeptiere die Gegebenheiten. Ändern wirst du sie sowieso nicht können" spie ich ihm verächtlich entgegen und kletterte dann von ihm herunter. Die Wut über die Niederlage war ihm deutlich anzusehen und so rappelte er sich wütend auf und sah uns noch Momente an bevor er schnaufend und knurrend im Unterholz verschwand. Nun hatte ich mich wieder soweit in Griff und somit konnte ich mich nun um Blake kümmern. Mit tandelndem Gesicht wandte ich mich zu ihm um und kam näher, bis ich direkt vor ihm stand. "Und jetzt zu dir. Was fällt dir eigentlich ein mir so einen riese  Schrecken einzujagen, hm? Ich hab dir doch gesagt du sollst vorsichtig fahren. Und stattdessen machst du hier solche... solche Dummheiten..." rechtfertigte ich mich empört und wartete was er zu seiner Verteidigung zu sage  hatte.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:58 pm

Blake:

Natürlich hatte sich ihr Griff abermals verstärkt, so dass ich allmählich die Befürchtung hatte blaue Male davon zu tragen, doch das war es mir definitiv wert. Als die Maschine letztendlich zum Stillstand gekommen war regte sich hinter mir einen Moment gar nichts, bevor ich merkte, wie sich das Motorrad wegen der plötzlichen Gewichtsverlagerung nach hinten neigte, sich allerdings gleich darauf wieder aufrichtete und ein knurrender Wolf neben mir auf dem Boden lag und mich gefährlich anglitzerte. Erst war ich etwas verdattert, sah ihr nur perplex entgegen, bevor ich wirklich verstand was passiert war. Grinsend sah ich zur Seite und musste mich zusammen reißen nicht loszulachen. Zugegeben, dass sie wirklich so viel Angst vor den Zweirädern hatte war nicht witzig, aber dass sie dafür vor Schreck rückwärts vom Sozius und dass auch noch in Wolfsform gefallen war, war umso amüsanter. Doch noch bevor weder Miranda mich anschnauzen konnte noch ich mich wirklich darüber amüsieren konnte erklang eine recht arrogante Stimme ein paar Meter neben mir. In einer gewohnten Bewegung stieg ich von der Maschine und stellte sie auf dem Ständer ab. Die Beleidigung in meine Richtung ignorierte ich gekonnt, Miranda dagegen schien voll darauf einzugehen. Letztendlich lehnte ich gegen den Tank, als Miranda gerade auf den Jungen zusprang. Es war seltsam, er hatte unglaublich viel Ähnlichkeit mit der Halbschwester der Wölfin. Gehörte er am Ende auch noch zu ihrer Familie? Mit einem Satz lag der blonde Schönling unter der Wölfin auf dem Boden, der dieser ließ sich das nicht gefallen und schüttelte sie ziemlich schnell wieder als Wolf ab. Ein Wolf gegen einen Wolf? Das war mal eine Szene, die mir gefiel. Ich rührte mich nicht von der Stelle, sah den beiden einfach nur zu und wog in Gedanken die Chancen der beiden ab. Er schien kräftiger, als sie zu sein, aber dafür hatte sie erstens ziemlichen Ehrgeiz, wie ich schon wusste und stellte sich zweitens besser an. Wie ich es auch vermutet hatte lag der Junge letztendlich unter ihr, während sie ihn gefährlich anzischte. Halbbruder? Damit war dieses Rätsel auch gelüftet. Auch wenn es einen Moment anders aussah kletterte Miranda letztendlich von ihm herunter und der Wolf rappelte sich wieder auf, ehe er sowohl mir, als auch seiner Halbschwester einen zornigen Blick zu warf und im Unterholz verschwand. Nur noch eine Sekunde sah sie ihm hinterher, bevor ihre ganze Aufmerksamkeit und wohl auch ihr ganzer Ärger auf mich gerichtet war. Erst direkt vor mir blieb sie stehen und sah die paar Zentimeter, die größer als sie war, zu mir auf. Noch immer hatte ich ein belustigtes Lächeln im Gesicht, teils wegen dem Vorfall eben und teils wegen ihrer Wut wegen der kleinen 'Dummheit', wie sie es nannte. "Jetzt stell dich doch nicht so an, oder ist dir irgendwas passiert?" Stellte ich die Gegenfrage und seufzte leise. "Im Gegenteil, hätte ich gewusst, dass dabei meine Jacke drauf geht, dann hätte ich das garantiert gelassen." Mein Blick wanderte zu den restlichen Fetzen, die von der Kleidung übrig waren. Belustigt schüttelte ich den Kopf, ehe ich mich von dem Metall abstieß und sie somit einen Schritt zurück zwang. Ich ging ein paar Schritte in Richtung Wald, ehe ich über die Schulter zu ihr zurück sah. "Also gehen wir nun, oder was?" Ich wartete, bis sie zu mir aufgeholt hatte.
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