The Wolf and the Vampire - Archiv

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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:39 pm

Blake:

Kurz ließ ich die momentane Situation in meinen Gedanke revue passieren. Sie würde wohl nicht mehr allzu lange zögern, ehe sie abermals zu biss, was ziemlich sicher das Ende dieses Kampfes bedeutete. Die Wunden, die sie mir bereits zugefügt hatte, ließen es zu großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu, dass ich einen Kampf gewinnen konnte, selbst wenn ich mich befreien konnte, denn bereits jetzt, obwohl ichmich eigentlich nicht bewegte, konnte ich die Tiefe der Wunde spüren. Wahrscheinlich hatte die erst stop gemacht, als meine Knochen Widerstand geleistet hatten. An Abhauen war auch nicht zu denken, sie würde mich, hier in ihrem Gebiet, einholen. Ich hatte zwar die letzte Jagd gewonnen, aber zu der Zeit war ich nicht verletzt und mein Körper war beinahe von selbst der Wölfin gefolgt. Ich blinzelte ein paar Mal gegen das Licht der Sonne an, die ab und an durch das Blätterdach schien. Meine Möglichkeiten waren sehr begrenz und meine einzige, wirklich reale Chance war es mir die junge Wölfin zu schnappen, die sich hinter einem Baum verkrochen hatte und so die Wölfin über mir dazu zu zwingen mich gehen zu lassen. Aber dazu müsste ich erstmal an den jungen Wolf heran kommen, was der Ältere effektiv verhinderte, in dem sie mich am Boden hielt. Aber vielleicht hatte ich noch eine andere Chance, wenn sich bei ihr eine Lücke auf tat, aus der ich fliehen konnte, wenn sie einen Moment unachtsam wäre...
Noch immer lag ihr Blick verurteilend auf mir, doch ich ließ mich davon nicht einschüchtern. Im Gegenteil ich erwiderte ihn fest und machte keine Anstalten von meinem Standpunkt abzuweichen. Auf ihre nächste Erklärung schnaubte ich nur abermals belustigt und schüttelte leicht den Kopf. "Ihr seid so primitiv..." Erwiderte ich kalt. "Gäbe es so einen Ort wärst weder du noch sie hier." Wiederholte ich beinahe zischend und hob mein Kinn ein wenig, um ihr freie Angriffsfläche zu schaffen. "Also. Was hält dich auf?" Herausfordernd sah ich sie an. Ich hatte zwei Chancen. Entweder sie glaubte mir, oder sie würde eine Lücke aufweisen, aus der ich entkommen konnte. Jede andere Alternative führte auf dem einen oder anderen Weg wohl zu einem Ende, dass mir nicht so ganz gefiel. "Aber wenn du es tust tust du genau das, für das du uns offensichtlich fälschlicherweise verurteilst und dann ist auch klar wohin eure Artgenossen verschwinden, wenn sie dumm genug sind uns zu attackieren." Verächtlich sah ich sie an. Eigentlich gab es für mich daran gar keinen Zweifel mehr.
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Drachi
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:39 pm

Miranda

Der Lamia unter mir rechnete sich wohl schon seine Überlebenschancen aus, denn er wirkte lang nicht mehr so konzentriert und angriffslustig wie nur Momente zuvor. Und selbet wenn man seine Situation nicht aus dem Blickwinkel des Angreifers betrachtete, musste man zugeben, dass es wahrlich nicht gut für ihn aus. Er befand sich auf fremdem Gebiet, war verletzt und sicher wusste auch keiner seiner Artgenossen dass er hier war. Denn sonst wären sie ihm schon lange zur Seite geeilt. Sein Hass in seinen Augen wirkte echt - genauso wie die Beteuerung er und seinesgleichen wären unschuldig. Aber wie naiv wäre ich, ihm das zu glauben? Wohin sollen unsere Wölfe sonst hin verschwunden sein? Selbst wenn wir sie in gelegentlichen Reibereien mit den Vampiren und Lamia verloren hätten, so hätten wir doch sicher ihre hinterbliebenen Körper gefunden. "Ach du meinst also, wir hätten die ganzen verschwundenen Rudelmitglieder bei Kämpfen mit euch verloren? So viele Rudelmitglieder wie schon verschwunden sind, so viele oder große Kämpfe können wir gar nicht gegen euch geführt haben. Abgesehen davon ist der letzte, tödliche Angriff von uns schon eine Zeit her. Also wüsste ich gerne, was deine nächste Ausrede ist" antwortete ich ihm leicht trotzig, zum Großteil jedoch eher aufgebracht. Ala er dann sein Kinn hob und seinen Hals so entblößte, mich praktisch dazu einlud ihn zu zerfetzen, und fragte was mich davon abhielt seinem erbärmlichen Leben ein Ende zu setzen, überkam mich nur kurz die Lust seiner halben Forderung nachzukommen. "Du kommst hierher, fällst uns an und besitzt dann auch noch die Frechheit mich als primitiv zu bezeichnen, wenn ich dir dafür den Garaus machen wollen würde? Und wenn hier jemand das Recht hätte mit diesem Ausdruck um sich zu werfen, dann bist das ganz sicher nicht du. Ich meine als was würdest du es bezeichnen, wenn jemand seine 'Mahlzeit', einen Menschen, aus einer dunklen Gasse heraus angreift, sich satt trinkt und ihn dann benomnen an Ort und Stelle liegen lässt?" zähneknirschend erhöhte ich den Druck auf seine verletzte Schulter. Das schmerzverzerrte Gesicht verriet mir, dass es für ihn alles andere als angenehm war. Nun schaltete sich jedoch Ashley wieder ein. Mit einem Winseln trat sie hinter dem Baum hervor, trat an meine Seite und legte ihre Hand als Mensch auf meinen Arm. Verwirrt sah ich zu ihr auf. Sie jedoch sah von oben auf den Lamia herab. "Was tust du hier in unserem Wald, Nachtwandler?" fragte sie nur mit sanft kindlicher Stimme, sah ihn jedoch aus den gleichen graublauverwaschenen Augen aus an, mit denen ich ihn hasserfüllt ansah. Ich lockerte den Druck von seiner Schulter wieder, passte jedoch auf, dass er keine Möglichkeit hatte Ashley zu nahe zu kommen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:39 pm

Blake:

Meine Einladung schien ihr ziemlich gut zu gefallen, denn kaum, dass ich mein Kinn gehoben hatte funkelte es in ihren Augen und man konnte beinahe sehen, wie sie der Versuchung widerstand. Ich fletschte die Zähne und konnte ein leises Knurren nicht unterdrücken. Wer dachte sie wer sie war? Bei der Erklärung unserer Jagdtraditionen hätte ich beinahe aufgelacht, doch sie fletschte ebenfalls die Zähne und erhöhte den Druck auf meiner Schulter, so dass ich abermals nach Luft schnappte und das Gesicht verzog. Ich spürte inzwischen, wie mein Hemd sowohl vorn, wie auch hinten in Blut getränkt war und an meiner Haut klebte. Außerdem lag in meinem Mund ein säuerlich-kupferner Geschmack, der auch nach mehrmaligen Schlucken nicht verschwinden wollte. Die Wunde zehrte an meinen Kräften, aber ich konnte im Moment nichts dagegen tun, außer zu versuchen die Gedanken an den Schmerz zu verdrängen, was jedoch immer schwieriger wurde. Sie hatte mir die Luft geraubt zu antworten und erst, als ich meine Konzentration wieder gefunden hatte blickte ich, wenn inzwischen auch leicht benommen, wieder auf. Zu meiner Überraschung stand nun auch die andere Wölfin neben mir und ihr Blick hatte einen ganz anderen Ausdruck, als der, der mich die letzten paar Minuten ständig gemustert hatte. Mein Atem ging etwas schneller, als normal und etwas nervös zuckte mein Blick von der jüngeren zur älteren und wieder zurück, bis diese das Wort ergriff. Sogar die Art, wie sie sprach war anders, verständnisvoller... sanfter. Ich wusste nicht wirklich, wie ich darauf reagieren sollte, doch als die Ältere ihren Griff lockerte, vermutlich um mir wieder mehr Luft zu lassen suchte ich abermals im Gesicht der jüngeren wer sie war oder auf was genau sie hinaus wollte. Doch die Wahrheit schien mir angebracht. Kurz zuckte ein zynisches Lächeln über meine Züge, verschwand allerdings genauso schnell, wie es aufgetaucht war. "Was ich hier suche?" Wiederholte ich ihre Frage und mein Blick glitt abermals kurz zu der Wölfin über mir, ehe ich die Jüngere wieder ansah. "Antworten." Erwiderte ich knapp.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:39 pm

Miranda

Leicht verblüfft stellte ich fest, dass meine jüngere Schwester vollkommen normal und unverblümt mit dem Blutsauger sprach, obwohl er sicher nicht ihre Sanftheit verdient hatte. Dass er bereits nach Luft japste, seine Atmung sich verschnellerte und sein Blick ebenso oft glasig wirkte wie er auch kurzzeitig abdriftete, bestätigte mir, dass die Wunde ihm heftig zusetzte. Ebenso wollte die Blutung wohl einfach nicht stoppen und so wurde sich der rote Fleck auf seinem Shirt immer größer. Dass meine Hände dabei auch nicht zu wenig abbekamen störte mich momentan ebenso wenig wie meine Nacktheit. Als der Lamia, nach einigem Durchschnaufen, endlich auf Ashleys Frage antwortete, huschte sein Blick kurz zu mir, ehe er wieder sie anschaute. Antworten?! Worauf? Waren nicht eher wir die, die einige Erklärungen verdienten? Der junge Blondschopf jedoch, ging neben ihm in die Hocke, schlsng ihre Arme um ihre Knie, ähnlich wie ich es letzte Nacht getan hatte und legte den Kopf fragend etwas schief, sodass ihr die blonden Locken leicht ins Gesicht fielen. "Antworten? Worauf?" fragte sie ihn weiter mit ihrer noch hellen Stimme aus. "Ashley, bitte das..." versuchte ich sie zu beschwichtigen. Sie musste nicht mit ihm reden und sich von ihm einwickeln lassen. Sie jedoch schüttelte nur den Kopf, sodass ihre Haare leicht tanzten. "Bitte, gib ihm mehr Raum zum atmen" bat sie mich nur und auch wenn ihre Forderung in dieser Situation mehr als abstrus war, so konnte ich ihr nichts abschlagen. Ich nahm meine Hände und Arme vollständig von seinem Brustkorb und lehnte mich etwas zurück. Ich war zwar noch immer extremst vorsichtig, aber ich glaubte nicht mehr, dass er in diesem Zustand die Situation noch großartig herumreißen konnte. Ebenso wartend wie Ashley sah ich den Braunhaarigen an.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:40 pm

Blake:

Aufmerksam beobachtete ich jede Bewegung der jungen Wölfin. Es war seltsam. Nur kurze Zeit zuvor hatte sie so sehr Angst vor mir, dass sie sich winselnd hinter einem Baum versteckt hatte und nun wagte sie sich so nahe an mich heran. Sicherlich, ich war nicht gerade im besten Zustand und wirklich eine Gefahr ging von mir auch nicht aus, solange die Andere mich so fest klammerte, aber noch immer waren meine Fänge scharf. Sie ging neben der dunkelblonden in die Hocke, doch ihr Blick wandte sich keinen einzigen Moment von mir ab. Ich musterte sie neugierig, während sie mir die nächste Frage stellte. Warum reagierte sie so anders auf mich, als ihre Mitstreiterin? Sie fiel dem Mädchen kurz ins Wort, doch brachte die Ältere gleich wieder mit einem Kopfschütteln zum Verstummen. Nun kannte ich zumindest einen Namen: Ashley. Doch nicht nur das, sie forderte sogar mehr Freiraum für mich, allerdings bezweifelte ich, dass die Ältere dieser Bitte nachkam. Doch nach nur wenigen Momenten spürte ich, wie der Druck vollständig verschwand und mir etwas mehr Bewegungsfreiraum vergönnt war. Wahrscheinlich war mir mein Zustand schlicht anzusehen, weshalb sie es wagte so weit zu gehen. Ich merkte, wie sich meine Muskeln ein klein wenig entspannten, als der Schmerz erträglicher wurde. Ich sah zu der Wölfin über mir, während ich langsam eine Hand über die Wunde schob in der Hoffnung die Blutung wenigstens abschwächen zu können. Aber das war wohl eher ein Wunschtraum. Auch ihr Blick haftete an mir, doch es war ihr anzusehen, dass sie mir keinen Meter traute und nicht zögern würde mich erneut festzuhalten, sollte ich in ihrer Gegenwart auch nur falsch atmen. Mein Blick zuckte kurz etwas misstrauisch zwischen den Beiden hin und her und beide erwiderten den Blick erwartungsvoll. Letztendlich blieb ich bei Ashley hängen, immerhin hatte sie mir die Frage gestellt. "Antworten auf das, was hier passiert." Ich merkte, wie auch meine Stimme allmählich ruhiger wurde. "Wenn das stimmt was sie sagt und nicht nur Lamia und Vampire, sondern auch Werwölfe verschwinden..." Abermals zuckte mein Blick zwischen den beiden hin und her. "...dann sollten wir nicht unsere Zeit damit verschwenden uns gegenseitig zu bekriegen." Ich musste zugeben mir gefiel der Gedanke nicht. Ich wusste ja nicht einmal, ob es die Wahrheit war, was sie sagten, oder ob es nur ein Trick war, um mich in eine Falle zu locken, aber der Kleinen - Ashley - glaubte ich. Noch immer waren Spuren vom weinen in ihrem Gesicht zu sehen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:40 pm

Miranda

Dem jungen Mann unter mir war es anzusehen, dass er überrascht war, dass ich Ashleys Bitte nach mehr Platz für ihn statt gab. Und das nicht nur, weil er sich höchstwahrscheinlich nicht mehr groß wehren hätte können, nein. Auch wenn das nur wenige wussten, Ashley war wahrscheinlich die, die die meiste Macht über mich hatte. Noch nie hatte ich ihr etwas abschlagen können, um was es sich auch immer gehandelt hatte. So auch jetzt. Und ich hätte es nicht so angestellt, wenn ich nicht sicher gewesen wäre, dass von dem Blutsauger keine Gefahr mehr für sie ausging. Als er gierig einige Atemzüge genommen hatte, seine Muskeln und der Körper wieder entspannten und allmählich aufhörte zu zittern antwortete er Ashley anstandslos. Entweder hatte sie auch ihn bereits verazubert oder er wollte diesen Konflikt, welchen er eh nicht mehr gewinnen konnte, so schnell wie möglich beenden. Meine kleine Schwester musterte den Lamia mittlerweile mit großen, interessierten Augen. Sie hatte noch nie einen aus der Nähe gesehen und bekam wohl auch nie mehr die Chance einen wie ihn zu sehen ohne davon ausgehen zu müssen, dass er angriff. Also konnte man mittlerweile soviel zusammenfassen, dass auf beiden Seiten viel 'Verlust zu verbuchen war' und beide Seiten die jeweils andere, zu unrecht, verdächigten. Aber wenn sie die Wölfe nicht auf dem Gewissen hatten und wir nicht für das Verschwinden der vielen Lamia und Vampire verantwortlich waren, was ich definitiv bestätigen konnte, dann war hiernetwas extrem faul. Ich entspannte mich langsam wieder. "Ashley, gibt mir bitte mal die größeren Reste deiner Kleidung, die da liegt" bat ich meine Schweister. Diese nickte nur und reichte mir alle größeren Stofffetzen die noch übrig waren. Ich nahm den ersten in die Hand und band diesen so gut es ging um die erste Wunde an seiner Schulter. "Und wie kommst du darauf, dass du hier die Antworten dafür findest?" fragte ich ihn nun mit ruhigerer Stimme. Zwar hatte sie noch immer nicht den sanften Ton angenommen, den ich normalerweise hatte, aber er war auch nicht nehr so barsch. Und da er sich nun auch langsam kooperativ zeigte, wollte ich ihm zeigen, dass ich kein Untier war.


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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:40 pm

Blake:

Ich spürte ihre Blicke auf mir, während ich meine Erklärung abgab. Vor allem der Blick der Jüngeren lag unglaublich interessiert auf mir und musterte mich ständig, als wäre ich der erste meiner Sorte, der ihr so nah kam, was durchaus denkbar war. Die andere stattdessen betrachtete mich noch immer mit Misstrauen in ihrem Blick. Doch nach einem kurzen Moment der Ruhe merkte ich, wie auch sie sich allmählich entspannte und wohl nicht mehr jeden Moment damit rechnete, dass ich mich doch noch irgendwie aufraffte und irgendwem an die Gurgel sprang. Als sie dann jedoch auch noch nach den Stofffetzen verlangte war ich verwirrt. Hatte ich doch so schnell ihr Vertrauen gewinnen können, dass sie mir nun sogar half, oder was hatte sie vor? Sie besah kurz die Wunde ehe sie anfing sie behelfsmäßig zu versorgen. Ich hatte mich derzeit auf die Ellenbogen gestützt, obwohl sie mehr noch immer verhinderte, doch so konnte sie den Fetzen leichter um meinen Arm binden. Argwöhnisch beobachtete sie und war mir nicht sicher, ob das momentan wirklich real war, oder ob mir meine Augen einen Streich spielten, aber es fühlte sich durchaus real an, obwohl es eigentlich abwegig war. Nachdem sie den Stoff irgendwie befestigt hatte stellte sie die nächste Frage und ich musterte sie interessiert. Auch in ihrer Stimmlage hatte sich etwas verändert, was es mir leichter machte ihr zu antworten. Kurz sah ich bei der Frage zur Seite, ehe ich leise seufzte. "Dein Blut..." mein Blick zuckte zurück zu ihr. "... weißt du eigentlich was es bei unseresgleichen auslöst?" Kritisch sah ich sie an. "Du wärst die perfekte Falle für uns. und nachdem du auch mich letzte Nacht damit erfolgreich angelockt hast lag die Vermutung nahe, dass ich nicht der einzige war, der auf dein Spielchen rein fallen würde." Beendete ich meine Erklärung und wartete auf eine Reaktion. Nachdem ich jetzt eigentlich so leichtsinnig, meinen eigentlichen Plan für heute kund getan hatte würde sie wahrscheinlich nicht positiv reagieren. Geschwächt ließ ich mich wieder zurück sinken.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:40 pm

Miranda

Während ich mich damit beschäftigte einen guten, aber nicht zu festen, Knoten in den cremefarbenen Stoffetzen zu machen, der vorher die Lieblingsbluse von Ashkey gewesen war und nun als behelfsmäßiger Verband für einen Lamia diente, musterte Ashley noch immer den Braunhaarigen interessiert. Ihre anfängliche Angst von vorhin war wie weggeblasen. Doch scheinbar siegte die Neugier doch über die Angst. "Mach den hier bitte mal für mich nass" bat ich meine jüngere Schwester und drückte ihr einen weiteren Stofffetzen in die Hand, damit sie ihn im Wasser nass machte. Ich selbst konnte dies ja eher schlechter bewerkstelligen, da ich ihn trotz der Tatsache, dass er nun eher weniger gefährlich war, noch nicht loslassen wollte. Als er dann endlich mit der Sprache herausrückte, was er hier wollte oder wo m ach er suchte, reichte mir Ashley gerade den nassen und vor Wasser triefenden Fetzen. Ich wand ihn neben uns aus und strich dann vorsichtig über die Bissabdrücke, welche nicht so tief reichten und dementsprechend nicht so stark bluteten. "Ja das habe ich letzte Nacht gesehen, wie ihr dazu steht. Es ist eben so, dass..." doch wieder platze mir Ashley ins Wort. Und jeder Andere wäre ihr wohl böse wegen den Worten gewesen, statt der Tatsache der Unterbrechung an sich. "Meine Schwester ist anders als die anderen Wölfe und auch anders als ich. Sie ist besonders und einzigartig in unserem Rudel" plapperte die Blondine aufgeregt dazwischen und schenkte mir ein herzerweichendes Lächeln. Sie hatte schon immer zu mir aufgesehen, dass sie mich aber für etwas besonderes hielt, war mir bis jetzt nie klar gewesen. Nur kurz ließen mich ihre Worte meine Tätigkeit unterbrechen, ehe ich fortfuhr die kleineren Wunden zu säubern. "Du magst recht haben. Ich hätte die perfekte Möglichkeit euch praktisch in den Tod zu locken..." ich unterbracht sich nun selbst und dachte über diese Aussage nach. So wie er es gerade hingestellt hatte, stand ich nun wohl als Sirene da. Erst lockte ich meine Opfer an nur um sie dann ihr Verderben rennen zu lassen. "... aber bisher habt ihr uns nie den Anlass gegeben soweit zu gehen. Das alles hat sich bisher nur auf diese kleinen Jagden und Spielchen begrenzt, wie wir es gestern hatten. Auch verwische ich meistens die Spuren und Gerüche des Rudels oder locke euch von hier weg, wenn ihr droht unserem Rudel zu nahe zu kommen. Du siehst, wir vermeiden es eher euch anzugreifen. Einige unserer männlichen Wölfe können einer Reiberei teilweise zwar nicht widerstehen, aber selten wurde dabei einer getötet". Fügte ich Ashleys Bemerkung hinzu. Dass bei meiner letzten Jagd der Vampir starb, musste ich ihm ja nicht auf die Nase binden. Er drehte einfach durch und wurde mir zu gefährlich. Dann beugte ich mich, auf dem Boden neben ihm statt wieder auf ihm abstützend, leicht zu ihm herunter und musterte ihn mit meinen blaugrauen Augen. "Da du das jetzt herausgefunden hast... Was hast du jetzt vor?" fragte ich ihn geradeheraus, da dies durchaus in die Entscheidung mit einfloss was ich nun mit ihm anstellte.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:40 pm

Blake:

Nachdem Ashley vom nahe gelegenen Bach zurück gekehrt war und ich meine Erklärung beendet hatte, sah ich die Ältere an. Ich suchte nach Reaktionen, oder vor allem nach Ärger, immerhin hatte ich ihr gerade gesagt, dass sie mein heutiges Jagdziel gewesen wäre, doch es regte sich nichts in ihrem Gesicht. Ich sah keine Wut oder Misstrauen in ihrem Gesicht, stattdessen fing sie an die harmloseren Bissstellen zu säubern, wobei ich bei den ersten paar Berührungen durch die Kälte und den Schmerz leicht zurück zuckte. Sie schien das herzlich wenig zu interessieren und begann mir stattdessen zu erklären warum sie so verlockend für uns war, doch Ashley fiel ihr ins Wort. Kurz sah ich die Jüngere an, ehe mein Blick zu ihr zurück kehrte. "besonders, hm?" Wiederholte ich leise für mich selbst. So konnte man das wohl nennen, es gab ein paar Dinge, die sie von dem, was ich kannte, unterschied, wobei auch die Kleine wohl kaum zu den 'Normalen' gehörte. Abermals ergriff die Ältere das Wort, während sie noch immer über die Wunden fuhr. Leicht nickte ich. Ich wusste, dass es ab und an zu Rangeleien zwischen Lamia und Werwölfen kam, aber meine Art wurde schon immer von Anfang an darauf geschult solchen Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen und es gab nur wenige, die dieser Regel nicht Folge leisteten. Die Frage blieb aber, wieso ihr Duft so verlockend war und der ihrer Schwester bereits eher wieder diesen typischen Geruch annahm, obwohl sie aus einer Familie stammten. Das war etwas, das für mich keinen Sinn ergab, aber ich musste mich wohl oder übel mit der Tatsache zufrieden geben. Kurz nachdem sie ihre Erklärung beendet hatte beugte sie sich etwas näher zu mir und ihr Geruch wurde abermals deutlicher, nur mit dem Unterschied, dass es dieses mal keinen Schmerz gab, der stark genug war meine Sinne zu betäuben. Ich verzog leicht das Gesicht und sah ihr nur noch einen Moment entgegen, ehe ich zur Seite sah und nur noch vorsichtig die Luft einsog. Ich hatte die Zähne hart aufeinander gebissen und die Hände zu Fäusten geballt, ehe die Gier wieder erträglich genug war ihr entgegen zu sehen. "Was soll ich vor haben?" Ich versuchte locker zu klingen, aber eine gewisse Anspannung war doch in meiner Stimme übrig. "Ich werde herausfinden, wer dafür verantwortlich ist und denjenigen zur Strecke bringen." Ich musterte ihre grau-blauen verwaschenen Augen. Abermals lag Misstrauen in ihnen und eine falsche Antwort würde mir nicht gut bekommen. "Außerdem werde ich dafür sorgen, dass ihr nichts vor den Lamia und Vampiren zu befürchten haben müsst." Ich sah zu Ashley. Leider gab es ein paar Vampire, wie auch Lamia, die keine Grenzen kannten und bei denen ich nicht sicher sein konnte, ob sie meinen Worten glaubten.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:41 pm

Miranda

Der nun schon rötlich gefärbte Fetzen Kleidung war neben uns am Boden gelandet. Ich würde die betroffenen Stofffetzen dann mitnehmen und sie wohl verbrennen. So konnte keiner mehr nach seinem Blut suchen oder es überhaupt noch wittern. Immerhin waren die Spuren nicht so stark auf der Kleidung und durchs Verbrennen  würden sie komplett verschwinden. Stattdessen hatte ich nun viel mehr Freude daran zu sehen, wie ihn abermals mein Duft leicht folterte. Nun war es zwar keine Freude sadistischer Art mehr, sondern viel mehr nur noch Schadenfreude. "Ich weiß nicht..." hauchte ich ihm leise zu und beugte mich noch ein Stück herunter, ehe ich kurz auflachte und mich wieder zurücklehnte. Als er jedoch erwähnte, dass er denjenigen der für das Verschwinden für Vanpire, Lamia und Werwölfe verantwortlich war finden und töten würde nusste ich mir ein Lachen verkneifen. Ich musterte ihn mit einer hochgezogenen Augenbraue und leichchtem Grinsen. "Na dann hast du dir ja ganz schön was vorgenommen" bemerkte ich ihm gegenüber, versah meine Bemerkung jedoch mich einem Unterton der zu sagen schien "Na dann mal viel Glück bei dem Vorhaben, ich glaub ja nicht, dass du das alleine schaffst". Und dann überraschte er uns beide damit, als er sagte er würde dafür sorgen, dass sämtliche Vampire und Lamia uns in Frieden lassen würde. Meinte er das ernst? Hatte er überhaupt diese Weisungsbefugnis? Jedoch schien er mir wirklich einer der zivilisierteren und somit ein Lamia aus der oberen Schicht zu sein. Ich nickte nur, nahm seine Verkündung zur Kenntnis und stieg dann komplett von ihm herunter, zog aber sofort Ashley zu mir heran. "Wenn du dein Wort hälst, dann werde ich Sorge dafür tragen und mich bemühen, dass auch ihr euch frei bewegen könnt ohne einen Angriff zu befürchten zu haben" antwortete ich ihm. Und die nächste Sekunde zeigte, dass ich mein Versprechen wohl gleich einmal testen konnte. Denn nur zehn Meter von uns entfernt, traten plötzlich zwei Wölfe ubseres Rudels aus dem Unterholz. Der Linke war etwas kleiner und hatte rostbraunes Fell. Riley. Ich erkannte ihn sofort, denn mir war bereits jedes Gesicht unseres Rudels bekannt. Der rechte Wolf war größer, hatte pechschwarzes Fell und bernsteinfarbene, glühende Augen. Mason, der Muskelberg unseres Rudels. Beide brauchten nur Sekunden um die Situation zu erfassen, verstanden sie jedoch komplett falsch. Sie waren wohl der Meinung der Lamia hätte uns in die Enge getrieben oder in irgendeiner anderen Art und Weise bedroht. Dementsprechend stürtzten sie sofort knurrend und zähnefletschend auf ihn zu, bereit ihre Zähne genauso in ihn hineinzuschlagen wie ich es kurz zuvor getan hatte. Als sie nahe genug waren und beide schon zum Sprung ansetzten, brachte meine Stimme beide zum Stocken. "Stopp, ihr werdet nicht näher kommen. Heute nicht..." beide sahen mich an, als hätte ich sie eben auf portugisisch gebeten sich beim Balett einzuschreiben - die Verwirrung stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Doch in Masons Gesicht verweilte dieser Ausdruck nur kurz, denn er zog seine Lefzen erneut nach oben und bleckte seine Zähne mit einem räuberischen Glänzen in den Augen. Jeder seiner Muskeln schrie danach seine Zähne in den Lamia zu schlagen. Ich ließ Ashley kurz los und baute mich vor dem schwarzen Wolf auf. "Wag es nicht dir mir zu widersetzen. Du wirst ihn nicht anrühren. Macht euch lieber nützlich und überbringt den anderen Wölfen die Nachricht, dass Ashley wohlauf und gefunden ist" sprach ich mit fester Stimme und hatte einen donnernden Unterton in der Stimme, welcher die beiden Wölfe zusammen zucken ließ. Die Ohren beider legten sich an und geduckt wichen sie zurück. Sie zögerten nur noch kurz und verschwanden dann wieder in den Tiefen des Waldes. Kurz darauf war ein Heulen zu hören, in das viele weitere Wolfsstimmen einstimmten. Ich sah kurz gen Himmel, ehe ich wieder den Lamia fixierte. "Du... solltest gehen. Bevor noch mehr auf die Idee kommen ihren Jagdehrgeiz über meine Autorität zu stellen..." gab ich ihm noch einen guten Ratschlag. "Falls du nochmal kommen willst, dann tu es bitte unauffällig am besten in der Nacht. Ich werde wissen wenn du da bist" fügte ich noch halbherzig hinzu und schon veränderte sich meine Anatomie erneut. Mit einem Knurren wies ich Ashley an es mir gleichzutun, denn ich wollte so schnell wie möglich von hier weg. Die ersten trommelnden, scharrenden, und vorallem sich nähernden, Pfoten waren bereits zu hören. Die junge Blondine lächelte dem Lamia nocheinmal zu, ehe sie sich als Wolf an meiner rechten Flanke wieder fand, wir veschwanden und uns von dem Lamia entfernten auf dass uns unsere Wölfe folgten, statt auf die Idee zu kommen den Lamia wieder aufzusuchen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:41 pm

Blake:

Leicht hob sich meine Oberlippe, als sie sich nicht ein Stückchen zu mir runter beugte und entblößte meine bereits unnatürlich langen Eckzähne. "Du spielst mit dem Feuer." Warnte ich sie hämisch grinsend und ich spürte, wie mein Körper wieder den Willen aufbrachte mich zu befreien und die Situation doch noch umzudrehen, doch ich blieb trotz allem ruhig. Als sie jedoch den belustigten Ausdruck in ihrem Gesicht, der auf meine Anmerkung folgte, nicht verstecken konnte, zog ich eine Augenbraue hoch. Sie glaubte wohl ich wäre größenwahnsinnig oder ähnliches, aber ich musste ihr ja nicht direkt auf die Nase binden, dass sie einen der einflussreichsten Lamia unter sich hatte und dass, wenn ich das wollte, mehr als nur einige mir in einen Kampf folgen würden. Auch auf meine nächste Bemerkung hin wirkte sie etwas perplex und schien nicht sofort zu wissen, was sie antworten sollte. Stattdessen zögerte sie einen Moment und ihr Blick musterte mich, ihr wahrscheinlich unbemerkt. Es musste nach außen hin aber wahrscheinlich wirklich seltsam für jemanden klingen, der eigentlich wusste, dass Lamia und Vampire kaum Regeln hatten, geschweige denn wirklich folgsam waren, außer man flößte es ihnen von Anfang an ein. Dann nickte sie kurz und ich spürte, wie das restliche Gewicht auch noch von mir verschwand. Einen Moment sog ich die kühle Luft ein, ehe auch ich mich aufrichtete, wenn auch nicht ganz so schnell, um meinen Kreislauf nicht direkt zum Kollaps zu führen. Doch als mir ein weiterer, beinahe widerlicher Geruch in die Nase stieg übernahmen wieder ein Stück weit meine Instinkte und ich merkte, wie sich meine Muskeln anspannten und ich gebannt in die Richtung sah, in der die beiden Wölfe gerade aus dem Gebüsch traten. Ihr Blick war mordlustig auf mich gerichtet und ihr bedrohliches Knurren verstärkte diesen Ausdruck nur noch, ehe sie direkt auf mich zu sprinteten. Ich duckte mich leicht, bereit die Angriffe abzuwehren und den Wölfen auszuweichen, doch da brachte sie die Stimme der Wölfin bereits zum stehen. Noch immer wandte ich meinen Blick nicht ab, auch sie musterten mich noch immer auf eine Weise, die mir nur zu gut verriet, was sie im Moment am liebsten tun würden, doch abermals stellte sich die Wölfin dazwischen und tatsächlich zogen sie nach einer kleinen, rauen Ansprache Leine. Es überraschte mich ein wenig, dass sie die Autorität besaß und sie wirklich beinahe augenblicklich wieder verschwunden waren, doch für mich war es nur von Vorteil. Ich nickte nur knapp auf beide Hinweise, die sie mir gab, ehe sie wieder ihre animalische Form annahm. Ihre Schwester tat es ihr, nachdem sie mir ein kurzes Lächeln geschenkt hatte, dann verschwanden die beiden auch schon wieder im Wald. Ich blieb noch einen Moment stehen und sah den beiden hinterher, ehe ich durch meine Haare fuhr und kurz um mich sah. Offenbar drehte hier kein weiterer Wolf seine Runden und ich musste einfach nur so schnell wie möglich von hier verschwinden, um diesen Vorfall endgültig der Geschichte angehören zu lassen.
Ich brauchte länger zurück zu dem Waldweg, an dem ich mein Motorrad abgestellt hatte, als zu dem Ort, an dem ich die beiden Wölfe gefunden hatte. Teilweise lag es an der Wunde, die mich langsamer machte, jedoch wusste ich auch nicht so genau wo ich mich befand, ehe ich die dunklen Häuserdächer in der Ferne sah. Zielstrebig ging ich in die Richtung und fand sogar auf Anhieb den schmalen Weg wieder. Kurz glitt mein Blick über den schwarz glänzenden Lack des Motorrads, ehe ich mich aufsetzte und den Ständer hoch kickte und kurz darauf heulte der Motor auf.
Ich war kurz davor diese verdammte Tür aufzutreten, ehe ich doch noch den Schlüssel in meiner Hosentasche fand. Ich hatte schon befürchtet, dass ich ihn bei der Ranglerei verloren hatte und ich schauen konnte woher ich auf die Schnelle eine Tür auftreiben konnte, wenn es wirklich so gewesen wäre. Doch stattdessen landete der Schlüssel, wie gewohnt, ziemlich unsanft auf der Kommode und mein Weg führte mal wieder direkt ins Bad. Unzufrieden blickte ich mein Spiegelbild an. Meine Kleidung war zum Großteil zerrissen und verdreckt. Außerdem war das Hemd beinahe vollständig in Blut getränkt. Für andere musste ich aussehen wie eine wandelnde Leiche. Desweiteren waren auf meiner rechten Wange mehrere Schürfwunden zu sehen, die ich bis zu diesem Augenblick noch nicht einmal bemerkt hatte. Ich sollte definitiv besser aufpassen, wenn ich mich wieder mit Werwölfen anlegen würde. Sie waren doch gefährlicher, als ich gedacht hatte, ich hatte sie schlicht unterschätzt. Ich spürte, wie mein Körper nach Blut verlangte, um sich zu heilen, doch wenn ich so auf Jagd gehen würde wäre ein großer Jagderfolg sicherlich nicht so einfach. Außerdem war es jetzt, am hellichten Tage, nicht wirklich clever auf die Jagd gehen zu wollen. Es war viel schwerer ein Opfer zu finden, über das man unbeobachtet herfallen konnte. Es würde also darauf hinaus laufen auf den Abend zu warten. Vorsichtig begann ich den provisorischen Verband von meiner Haut zu lösen, wie auch das Hemd aufzuknöpfen, nur um es dann achtlos auf den Boden fallen zu lassen. Die Haut, die darunter hervor kam, war ebenso rot gefärbt, wie das Hemd. Kurz betrachtete ich die Bisswunde an meiner Schulter, ehe ich vorsichtig über die Furchen an meinem Bauch fuhr. Sie waren nicht allzu tief und wenn sie auch unangenehm waren, waren sie nicht wirklich sehr schmerzhaft. Leise seufzend wandte ich mich um, entledigte mich auch den Rest meiner Kleidung und stellte mich unter die Dusche, um die Spuren zu tilgen. Allerdings brannte das Wasser wie Feuer in meinen Wunden, weshalb ich diese Stellen nur sehr vorsichtig berührte. Den Rest des Mittags würde ich wohl damit verbringen Telefonate zu führen und dafür zu sorgen, dass der Befehl die Werwölfe nicht mehr anzurühren, alle Lamia und Vampire in der Stadt erreichten.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:41 pm

Miranda

Sein 'Versprechen' dafür zu sorgen, uns in Ruhe zu lassen geisterte mir noch den kompletten Weg nach Hause durch den Kopf. Wer war er? War er vielleicht der Anführer sämtlicher Gruppen Lamia und Vampire? Oder gehörte er sogar diesen Ältestenrat an? Oder war das nur eine leere Versprechung, eine Falle in die er uns locken wollte? Aber wenn dem so wäre, hätte Ashley sich ihm nicht so genähert und so offen auf ihn reagiert. Denn was das Verhalten anderer und ihre Menschenkenntnis, wobei man das Wort 'Mensch' nun nicht wirklich gebrauchen kann aber die Sache aufs Gleiche hinaus läuft, beachtete, dann war sie dabei schon ziemlich sensibel. Ob es nun einfach ihre kindliche Naivität oder ein besonders stark ausgeprägter Schutz- und Selbsterhaltungstrieb iwar, hat noch niemand herausgefunden. Jedenfalls konnte man sich auf ihr Urteil verlassen - und auch mein Vater tat dies gelegentlich. Und dann wären wir schon beim nächsten Punkt der mir Sorgen machte: Mein Vater. Sicher, wenn dieser Lamia wirklich ein hohes Tier war, so hatte er sicher, zumindest den Tönen nach die er gespuckt hatte, niemanden über sich der ihm sein Vorhaben gründlich vermasseln konnte, was ja bei mir leider nicht der Fall war. Und mein Vater hatte sicher schon davon gehört was eben vorgefallen war. Gutheißen würde er mein Verhalten jedenfalls nicht. Ashley sah, dass mich so einige Dinge beschäftigten und stupste mich leicht überm Rennen an. Ich sah sie jedoch nur an und schüttelte den Kopf. Damit wollte ich sie nicht auch noch belasten.

Je näher wir den Häusern kamen, desto mehr Wölfe flankierten uns und heulten uns aufgeregt entgegen, wollten wissen was genau passiert war und ob das, was mittlerweile an Gerüchten die Runde mache, stimmte. Doch ich würde mich jetzt sicher nicht um die Neugier meines Rudels kümmern, zumindest nicht bevor ich mit meinem Vater geredet hatte. Nur wenige Minuten später erreichte ich auch unsere Veranda. Ohne Scheu verwandelte ich mich sofort zurück und ging mit Ashley durch die Terrassentür, wo ich meinem Vater schon beinahe in die Arme lief. Und so wie er aussah, war er nicht sehr glücklich. "Schatz, lässt du Miranda und deinen Dad mal kurz alleine? Wir müssen ein paar Dinge besprechen" bat mein Vater, unser Alpha, meine kleine Schwester. Diese zögerte zwar, ging dann aber doch zu ihrer Mutter, welche sie überglücklich in die Arme schloss. Mich stattdessen zerrte er schon beinahe in sein Arbeitszimmer. Das dunkelblaue Samt an der Wa d und der Teppich in Verbindung mit den dunklen Eichenmöbeln machten das Zimmer irgendwie ziemlich... dunkel. Er ging erst einige Male vor seinem Schreibtisch auf und ab, ehe er sich wirklich an mich wandte. "Stimnt das, was Riley und Mason berichtet haben? Dass du die genauso wie die beiden Möglichkeit hatten einen Lamia auszuschalten und es selbst nicht getan hast, wie du auch ihnen die Chance darauf verwehrt hast? Bist du des Wahnsinns, Miranda? Du weißt doch, dass immer mehr von uns verschwinden und nun präsentierst du dich unseren Feinden derart schwach und nimmst sie auch noch in Schutz?!" polterte er los, beruhigte sich aber wieder recht schnell. Ob er nun vor hatte sich nur für den nächsten Vorwurf zu sammeln oder ob er das Gespräch doch ruhig führen wollte war mir noch nicht so ganz klar. Aber das würde sich wohl noch im restlichen Gesprächsverlauf klären. Ich durfte mir noch diverse Vorwürfe anhören, wieso ich ihn überhaupt so nahe an uns heran gelassen hatte, dass Ashley etwas hätte passieren können und, dass er nun wusste wo unser Rudel sich nieder gelassen hatte. Ich seufzte nur resigniert und ergriff die Initiative als mein Vater eine kurze Pause machte und Luft holte um eigentlich fortzufahren. "Dad... Glaub mir. Anfangs wollte ich ihn auch töten. Zu einem ersten, erfolgreichen Angriff meinerseits kam es auch schon. Doch dann... Na ja hat er mir verraten wieso er gekommen war." Die Tatsache, dass ich doch nicht so 'untätig' war, schien ihn nur minimal zu befriedigen, doch sein Gesicht verfinsterte sich als ich zu seinem Aufenthaltsgrund kam. "Wieso soll er schon da gewesen sein? Natürlich um anzugreifen, wieso sonst?" fiel mir er mir sofort ins Wort. Doch ich schüttelte nur entschlossen den Kopf. "Das dachte ich auch zuerst, aber du irrst dich genau wie ich auf dem Holzweg war. Er hat Ashley und mir kein Haar gekrümmt, hat sich in Zaum gehalten. Und er war hier, weil er selbst Antworten gesucht hat. Auf Seiten der Lamia und Vampire verschwinden ebenfalls viele der Ihren. Und du weißt genauso gut wie ich, dass wir nicht dafür verantwortlich sind. Und deswegen hegen sie schon seit einiger Zeit einen Hass auf uns: Weil sie glauben, wir würden Ihresglichen verschleppen- genauso wie wir sie für die Entführer in unserem Fall halten" fuhr ich fort. Doch mein Vater sah wenig überzeugt aus. Die Diskussion  ging noch lange bis in den frühen Abend. Ich konnte ihn zwar schlußendlich nicht vollkommen überzeugen, aber ich konnte ihn wenigstens den Vorschlag aufschwatzen, er solle sich mit dem Anführer der Lamia persönlich treffen. Wenn er das aus seinem Mund hören würde, würde er es sicher noch eher glauben. Mit einem Brummen scheuchte er mich schließlich aus seinem Arbeitszimmer, um wohl gleich die nötigen Sshritte in die Wege zu leiten. Ich ließ das Abendessen ausfallen und ging gleich ins Bad zum Duschen, da erneut der Geruch des Lamias an mir klebte. Wenn das so weiterging, mischte sich mein Geruch auch noch permanent mit dem Seinen...
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:41 pm

Blake:

Inzwischen färbte die Sonne dem Himmel beinahe blutig rot. Noch immer hatte ich mein Handy in der Hand während ich mich auf das Brennen in meinem Körper konzentrierte. Die Wölfin hatte mir mit der Wunde viel Kraft geraubt und immer mehr verlangte mein Körper nach dem roten Lebenssaft. Inzwischen hatte ich den Befehl, die Wölfe in Ruhe zu lassen, an einige weitere höhere und vertrauenswürdige Lamia, einige hatten sich zwar anfangs geweigert, da sie die Wahrheit nicht sehen wollten, aber sie mussten sich an meine Vorgaben halten, weiter geleitet, die diesen Befehl an alle anderen weiter gaben. Es würde es also jeden erreichen und jeder wusste, dass es Konsequenzen hatte, sollten sie sich widersetzen. Trotz allem würde ich noch meinen Onkel kontaktieren müssen. Es war wieder einer dieser Momente in denen es mich ärgerte, dass nicht ich die volle Befehlsgewalt hatte, auch wenn ich nie wirklich sehr epicht darauf gewesen war das hohe Tier von L.A. zu spielen, aber in diesem Fall wäre es sehr von Vorteil gewesen. Ich wusste nicht so wirklich, wie ich ihn davon überzeugen sollte. Vielleicht würde er mir aber auch diesen Auftrag vollständig übertragen, wenn er zu feige sein würde sich gegen unsere Erzfeinde zu stellen. Dass würde ich ihm nur zu gut zutrauen, immerhin hatte er sich bisher immer hinter seinen Handlangern verkrochen, ich hatte noch nie von einer Geschichte gehört, in der er wirklich für etwas gekämpft hatte. Das wichtigste an seiner Herrschaft war ihm seine Macht und das wollte mir überhaupt nicht passen. Als mein Vater an seiner Stelle war hatte unseresgleichen noch etwas ruhmreiches. Er hatte sich oft für etwas eingesetzt und gekämpft und verbot es letztendlich auch Menschen bei der Jagd zu töten. Sein Bruder war hingegen das genaue Gegenteil. ich konnte nicht zu ihm aufschauen, wartete nur darauf das die restlichen zwei Jahre bald vergehen würden und er seine Herrschaft an mich abtreten musste, wobei ich mir nicht einmal sicher war, ob er dem wirklich nachkommen würde. Aber darüber konnte ich mir Gedanken machen, wenn das alles vorbei war. Abermals glitt mein Blick aus dem Fenster und dieses mal war die Sonne komplett hinter dem Horizont verschwunden und nur noch ein dunkler orangener Streifen spendete, zusammen mit dem sichelförmigen Mond, etwas Licht. Allmählich wandte ich mich ab, nahm in einer nicht ganz fließenden Bewegung die schwarze Lederjacke vom Haken und verließ das Haus. Heute Abend würde ich mich nicht schon wieder in das abgelegene Viertel verirren, auch wenn es der einfachste Standort zum Jagen war. Dieses mal würde ich hier in der Gegend bleiben. Ich ging die Straße entlang. Nur wenige Leute kamen mir entgegen, doch sie waren alle nicht allein und deshalb nicht wirklich ein gefundenes Fressen, auch wenn ihr Geruch nach Blut meinen Durst schürte. Ich musste mich noch ein wenig gedulden. Irgendwann bog ich ab in eine der Seitenstraßen. Der Geruch von zwei Personen war mir in die Nase gestiegen und in den Gassen würde sie niemand suchen. Hinter einer Häuserecke blieb ich stehen und lauschte. Eine Autotür öffnete sich, ehe ein mann zu der anderen Person etwas sagte. Ich konnte nicht genau verstehen was es war, doch die andere Stimme, eine Frauenstimme seufzte nur genervt darauf ehe der Mann mit eiligen Schritten die Gasse hinunter ging. Sie steig noch immer nicht in das Auto ein, schien stattdessen dagegen zu lehnen und auf seine Rückkehr zu warten. Es dauerte wohl nur einen Bruchteil einer Sekunde, ehe ich mich direkt vor ihr befand und sie verfreudig angrinste. Ihr entglitt nur ein kurzer, erstickter Schrei, ehe ich meine Zähne in ihrem Hals versenkt hatte. Ihr Blut war süßlich und kein Nachgeschmack nach Alkohol oder ähnlichem schwang in ihm mit. Ich trank wie im Traum, bekam nur am Rande mit, wie sie ihr Handy auf den harten Betonboden hatte fallen lassen und sie immer weicher in meinen Armen wurde. Mit jedem Schluck wurde sie schwächer und ich stärker. Ich spürte, wie mein Körper wieder an Energie gewann und sogar meine Gedanken wieder klarer wurden. Ich war eigentlich noch nicht ganz fertig, als ich wieder die anderen Schritte hinter einer Ecke hörte und mir der bekannte Geruch in die Nase stieg. Schnell zog ich meine Fangzähne aus ihrem Hals und leckte über die Wunde ehe ich sie sorgsam auf den Fahrersitz des alten BMW gleiten ließ. Ihr Handy legte ich ihr in den Schoss und ging in die Hocke vor ihr. Gleich zwei Opfer auf einen Streich, wie passend. Abrupt blieb der Mann stehen, als er mich sah, ich hob nur beinahe Hilfesuchend den Blick, während er mich noch immer etwas geschockt musterte. "Sie ist zusammengebrochen." Meinte ich und ließ in meiner Stimme einen etwas aufgeregten Ton mitschwingen. "Ist das dein Auto? Du solltest sie in ein Krankenhaus bringen!" Nur langsam trat er etwas näher, ehe er neben mir in die Hocke ging und seine Hand auf ihre Wange legen wollte. Er kam nicht dazu, da hatte ich ihn bereits wieder auf die Füße gezerrt und meine Zähne in ihn geschlagen. Sein Blut war herber, als das ihre, dafür blieb mir nun mehr Zeit zu trinken. Als ich fertig war lag auch er regungslos in meinen Armen. Ich schleppte ihn um das Auto herum und setzte ihn auf den Beifahrersitz, ehe ich die Tür zu schlug. Danach steckte ich noch den Autoschlüssel in das Zündschloss, bevor ich das Auto von Innen abriegelte und auch die Fahrertür schloss. Erst dann wischte ich mir die Blutreste aus den Mundwinkeln und begab mich zurück zu meinem Haus. Nun war es wohl oder übel an der Zeit mit meinem Onkel zu reden, wobei ich noch immer nicht wusste, ob das sehr clever war, allerdings musste ich auch ihm klar machen, dass es Schwachsinnig und dumm war die Werwölfe anzugreifen. Wie ich das schaffen wollte konnte ich mir selbst noch nicht so ganz vorstellen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:42 pm

Miranda

Seit zwei Tagen hatte ich nichts mehr von meinem Vater zum Thema 'Frieden und Waffenstillstand mit den Lamia' gehört. Seitdem hatte ich ihn aber auch nicht mehr oft gesehen. Nur zum Abensessen oder Frühstück. Ansonsten zog er sich in seine Arbeitszimmer zurück, in dessen Boden er eigentlich schon eine kreisförmige Rille gelaufen haben musste, oder war als Wolf im Wald unterwegs. Bei ihm wirkte die frische kühle Nachtluft genauso beruhigend und befreiend wie bei mir. So konnte er besser nachdenken und war frei von stöhrenden Gedanken. Mich interessierte es jedoch schon, was er zu dem Thema dachte. Denn für ihn wie auch für meinen Großvater war es bisher Gang und Gebe gewesen, die Lamia zu hassen, zu jagen und sie als Todfeinde anzusehen. Mir wurde diese Ansicht, wie jedem Werwolf, ebenfalls eingetrichtert und seit diese 'Entführungen' begonnen hatten, wurde sie bei jedem noch mehr gefestigt. Doch bei mir war diese Ansicht, nach dem Erlebnis letztens, vom unerschütterlichen Fels zum wackeligen Kartenhaus. Sicher, ich musste sie nicht gleich lieben und ihnen mein Leben öffnen, doch ein Waffenstillstand war doch schoneinmal ein guter Anfang. Vielleicht entwickelte sich daraus noch ein einigermaßen friedliches Zusammenleben beider Parteien. Mein Vater jedoch gehörte wohl noch zu der älteren Generation,  die mit Scheuklappen durchs Leben gingen und nur geradeaus blicken konnten. Neue Sichtweisen oder Wege trafen bei ihnen wohl auf taupe Ohren. Deswegen fragte ich mich wirklich, was mein Vater nun in dieser Sache tat... Am Abend des dritten Tages stand ich gerade mit Ashley auf um ihr Training fortzusetzen, langsam tasteten wir uns an das Thema "Gerüche wittern und unterscheiden" heran, da die Verwandlung bereits recht gut klappte, als mein Vater mich abfing und ich Ashley schoneinmal vorschickte. Ich folgte ihm in den Flur, weg von eventuell neugierigen Zuhörern, und sah ihn dann fragend und neugierig an was er nun zu sagen hatte. Würde er nun endlich mit der Sprache herausrücken, was sich nun ergeben hatte und was ausgemacht worden war, oder war ihm noch etwas anderes eingefallen, weswegen er mich belangen konnte. "Ein Treffen mit den höheren Lamia und Vampiren ist vereinbart. Noch heute Nacht. Aber so einfach wird es nicht. Da du die ganze Sache mit angeleiert hast, wirst du mich begleiten. Es werden noch einige wenige, zum Schutz, mitkommen und um Mitternacht werden wir erwartet. Sei Pünktlich bei mir und präsentiere dich dieses Mal, wie es sich für eine zukünftigen Alphawölfin gehört, situationsgemäß. Wir werden sehen was dabei herauskommt und wie es danach weitergeht" eröffnete er mir. So, wie er es jedoch sagte, klang es eher wie eine Strafe mit ihm mitzugehen. Doch ich fand es eher von Vorteil. So konnte ich dabei sein, sehen was vereinbart wurde uns gegebenfalls nochnals das Gespräch mit dem Lamia von vorvorgestern erläutern. Und erst jetzt fiel mir auf, dass ich weder einen Namen von ihm hatte, noch wusste ich wo ich ihn direkt einzuordnen hatte - was nun nicht wirklich von Vorteil war. Ich schob meine Grüberleien beiseite und nickte meinem Vater dann zu. "Wie du wünschst" erwiderte ich nur und begab mich dann zu Ashley. Ich hatte zwar nun nicht mehr viel Zeit mit ihr zu üben, aber wohl besser als gar nichts.

Pünktlich um viertel elf waren mein Vater, ich und drei unserer kräftigereren Rudelmitglieder, darunter auch Mason, versammelt. Jeder sah ziemlich seriös angezogen aus. Wir stiegen in beide Autos und fuhren dann los. Vor Anspannung aufgeladen saß ich auf dem Beifahrersitz meines Vaters. Nun fuhren wir also einer Verhandlung entgegen, die das 'Miteinander' zwischen Lamia, Vampiren und Werwölfen schier auf den Kopf stellen konnten.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:42 pm

Blake:

Es war eine harte Verhandlung mit meinem Onkel gewesen. Er wollte nicht kooperieren und mit dem 'Wolfspack' einen Waffenstillstand aushandeln, sondern sie ausrotten, sie vernichten und niederstrecken. Mehr als ein mal war ein brennender Streit zwischen uns ausgebrochen, den ich meist beendete, indem ich aus dem Zimmer trat und die Tür hinter mir zu schmiss. Sonst wäre ich womöglich noch auf den machtbesessenen Lamia los gegangen. Ich gab jedoch nicht auf, ich musste ihn überzeugen, dass die Werwölfe zumindest für den Moment keine Bedrohung darstellten. Ich wusste, dass er sie hasste, auf was auch immer dieser Hass basierte, aber er konnte doch kaum so blind sein.
Erst am zweiten Tag schien er Einsicht zu zeigen, wenn man das so nennen konnte. Wie bereits einige Male zuvor, am Vortag, war ich in sein Arbeitszimmer getreten. Ich war die Streitereien leid, doch ich wollte nicht aufgeben, ehe er zustimmen würde, doch er hatte mich bereits mit einem irgendwie bösartigem Grinsen erwartet. Wir redeten eine Weile und er schien die Idee einen Waffenstillstand mit den Wölfen auszuhandeln, plötzlich doch ganz toll, doch man konnte den Braten bereits wittern. Nur kurze Zeit darauf erfuhr ich von dem Treffen, dass zwischen Lamia und Werwölfen aufgemacht war und ich sah es in seinen Augen aufblitzen. Er hatte einen Plan, aber offenbar wollte er mir nicht verraten worin dieser bestand. Ich musterte ihn. Nicht einmal er wäre dumm genug das Gespräch in einen Kampf zu verwandeln, immerhin wäre es nicht sicher zu gewinnen, da wir nur eine kleine Gruppe an Lamia als Schutz bei uns hatten. Was hatte er vor? Kurz nickte ich abermals auf seine Worte, ehe ich den Raum verließ und seufzte. Erst dann drückte ich mich von dem warmen Holz in meinem Rücken ab und bereitete mich auf die kommende Nacht vor.
Der Abend kam schneller, als ich erwartet hatte. Inzwischen war die Sonne untergegangen und Sterne glitzerten am Himmel, während ich das schwarze Hemd zu knöpfte. Die Wunde darunter war inzwischen bereits fast vollständig verheilt und auch auf dem Bauch war nichts mehr zu sehen, was ich dem Blut der Opfer die Tage zuvor zu verdanken hatte. Kurz stützte ich mich noch am Fensterrahmen ab und blickte nach draußen, ehe ich mich umwandte und das Haus verließ. Insgeheim fürchtete ich das falsche getan zu haben, indem ich die Wölfe zu diesem Treffen gebracht hatte, ich fürchtete die falsche Entscheidung getroffen zu haben, doch diese Angst würde etwas sein, dass mich durch mein ganzes Leben begleiten würde, mit dem ich lernen musste zu leben. Elegant glitt ich in den nachtschwarzen Wagen, ehe ich los fuhr.
Natürlich stand die schwarze Limousine bereits vor dem zu groß geratenem Haus meines Onkels, der gerade mit vier weiteren Lamia die Treppe herunter stolzierte und zu mir hinüber sah. Ein wenig zu stark knallte ich die Autotür hinter mir zu und ein Blinken verkündete, dass es nun abgeschlossen war. Dann trat ich zu den anderen.
Wir verschwendeten nicht viel Zeit, ehe wir aufbrachen, was mir allerdings auffiel war, dass mein Onkel ausgesprochen gute Laune hatte. Die anderen vier schienen dafür umso emotionsloser. Was er nur vor hatte? Schweigend stiegen wir in die Limousine ein, während sich die anderen mit einem silbernen Mercedes zufrieden geben mussten, dann fuhren wir los.
Etwas zu früh kamen wir am vereinbarten Treffpunkt am anderen Ende von L.A. an. Wir befanden uns in einer ziemlich abgelegenen Einöde, um uns herum waren kaum Bäume oder ähnliches, das meiste bestand aus Flachland und Wiese. Hinter uns brannten noch die Lampen der beiden Autos, um etwas Licht zu spenden und ich sah wie die Lamia gespannt die Luft einsogen und auf die Ankunft unserer Verhandlungspartner warteten. Ich dagegen beobachtete meinen Onkel, doch dieser verhielt sich ganz normal, blieb in seiner Limousine sitzen und genoss offenbar entspannt die Abgeschiedenheit. Ich dagegen lehnte an dem silbernen Kotflügel des Mercedes, wobei meine Finger im regelmäßigen Takt auf das Blech klopften. Auch wenn ich es nicht so recht zugeben wollte war ich nervös. Ich wusste nicht, ob mein Onkel irgendetwas dummes vor hatte, oder nicht und das machte mich beinahe verrückt.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:42 pm

Miranda

Die letzten paar Minuten entlud sich nocheinmal die ganze Spannung in Form von abstrusen Gedanken. Meine anfängliche Sicherheit und das Selbstvertrauen kam leicht ins Wanken. Was, wenn diese Verhandlung doch schief ging? Was, wenn sie schon von vorherein zum Scheitern verurteilt war? Was, wenn der Lamia von vor 2 Tagen nicht mit bei dem Treffen war und so sich die Dinge nur verkomplizierten? Was, wenn... Doch weiter ließ ich diese zweifelnde Stimme nicht kommen. Innerlich mahnte ich mich selbst. //So denkt eine zukünftige Alphawölfin nicht// war der erste Gedanke, der sich über alles stellte. Weitere Gedanken gesellten sich dann dazu. //Du bist erwachsen und kein weinerliches Baby// und //Darauf hat dich Dad doch ausgebildet und triniert// waren nur einige der weiteren 'Mutzusprechungen'. Die beiden Autos, unseres voran und das der drei Anderen uns folgend, bogen von einer Landstraße in einen Feldweg ein, welcher zwar befestigt, aber nicht besonders oft befahren aussah. Nun ließ sich natürlich darüber streiten, ob es klug gewesen war das Treffen derart abgeschieden abzuhalten oder ob es nicht besser gewesen wäre beispielsweise die Stadt oder einen anderen gut besuchten Ort zu wählen, falls ein Streit in Aussicht stand. Dort angekommen, standen die Lamia und deren protzige Autos, wobei damit eher nur die Limousine gemeint war. Wer immer auch der Bestizer war, hatte zwar guten Geschmack, war aber bei in meiner Sympathie gefsunken - Angeber konnte ich noch nie leiden. Nach einer gefühlten Ewigkeit hielten wir endlich an, jedoch stiegen Dad ubd ich noch nicht sofort aus. Auch wenn er noch leicht ruppig war und extrem angespannt, brachte er wohl noch irgendwo die Gutmütigkeit her, mir gut zuzureden. Ich brachte ein schwaches Lächeln zustande und stieg dann mit ihm aus. Das graue Strickkleid, welches kurz  oberhalb der Knie zuende war, nocheinmal zurecht gezupft und dann auf in den Kampf, wie man in dieser Situation wohl passend sagen konnte. Sofort flankierten uns Mason, Rocko und Don. Vorallem Mason musterte die Lamia, welche wohl ebenfalls zum Schutz gedacht waren, wie Rehe - er sah sie nicht als Gesprächspartner sondern als Beute. Doch heut würde er sich keinen Fehltritt erlauben, das würde schwerere Konziqueznen nach sich ziehen, als einfach nur eine 'Standpauke' von mir zu bekommen. Und ausnahmsweise, auch wenn ich normalerweie Freude daran hatte, hatte ich heute dafür gesorgt, dass mein Geruch keine Ablenkung darstellte. Ich hatte komplett neue Kleidung an, hatte nocheinmal mehr als gründlich gebadet und sogar Parfüm aufgelegt. Ich wusste nicht, ob mein Geruch so noch großartig zu riechen war, doch sollte dies der Fall sein, konnte ich auch nichts mehr tun. Zu meiner Erleichterung entdeckte ich ein mir bekanntes Gesicht. Er lehnte an seinem Auto und schien ebenso aufgekratzt wie ich. Abgesehen von ihm, erntet der Rest nur kalte und ernste Blicke. Mein Vater nickte allen anwesenden zu, was wohl eine Art Begrüßung sein sollte, und sah sich dann kurz suchend nach dem Zuständigen 'Verhandlungspartner' um. So, nun würde also der 'Kampf' beginnen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:42 pm

Blake:

Es vergingen noch einige lange Minuten, ehe  mehrere weitere Lichtkegel die Gegend erhellten. Emotionslos sah ich ihnen entgegen. Mit was für Werwölfen wir es wohl zu tun bekamen? Ich kannte den Alphawolf nicht, obwohl mein Vater wohl bereits einmal an ihn geraten war, aber das war schon Jahre her und außerdem wusste ich nicht, ob es seitdem einen Wechsel des Alphawolfes gegeben hatte. Geduldsam wartete ich darauf, dass sie aus ihren Wagen steigen, während sich hinter mir die Lamia in eine Reihe aufstellten. Mein Onkel stattdessen regte sich noch immer nicht. Nachdem die Autotüren wieder zu knallten und sich die Wölfe vor und stellten stieß auch ich mich von dem Blech des Autos ab und stellte mich vor die Lamiareihe. Erst nach dem kurzem Nicken von Seiten des vermutlichen Alphawolfes, das ich ohne Zögern erwiderte, hielt es mein Onkel für angebracht aus seinem Luxusgefährt auszusteigen. Kurz glitt mein Blick über das kleine Rudel und ich erkannte auch gleich die Wölfin wieder, die zu Seiten des Alphawolfes stand. Wieso überraschte mich das nicht? Auch die anderen Wölfe musterte ich kurz. Jeder von ihnen schien ein guter Kämpfer zu sein und falls es zu einem Kampf kommen würde wäre er höchstwahrscheinlich recht ausgeglichen. Die Schritte neben mir verrieten mir, dass mein Onkel neben mich getreten war. Kurz sah ich ihn an. Er lächelte freundlich. Dann blickte ich wieder nach vorn. Ihre Blicke waren erwartungsvoll auf uns gerichtet. Erst jetzt bemerkte ich den stechend süßen Geruch, der in der Luft hing. Nur kurz rümpfte ich die Nase, ehe ich mich wieder auf das eigentliche Geschehen konzentrierte.
Langsam trat mein Onkel einen Schritt nach vorn. Er wirkte entspannt, verließ sich offenbar voll und ganz auf den Schutz seiner Begleiter. Dass er den Wölfen vertraute schloss ich direkt aus. Auch sein Blick glitt kurz über die Reihe, ehe er die kühle Nachtluft einsog und sein Blick an dem Alphawolf hängen blieb. "Der Hass zwischen unseren beiden Völkern basiert auf der Vergangenheit." Begann er direkt ohne eine Begrüßung. "Es gab Zeiten, in denen wir uns bekriegt haben und beide Völker erlitten große Verluste, bis es zu einer stillen Pause kam. Lamia, Vampire und Werwölfe gingen einander aus dem Weg und es gab nur noch vereinzelt Streitereien zwischen den Völkern." Kurz pausierte er. Ich war solche Ansprachen gar nicht von ihm gewohnt. "Allerdings zwingen uns die Umstände zu besonderen Maßnahmen. Etwas neues ist aufgetaucht, das offenbar nicht nur unsere Existenz, sondern auch die eure gefährden." Mein Blick glitt zu den Werwölfen. "Etwas, das uns noch unbekannt ist und wir sollten nicht zulassen, dass es die alten Zeiten wieder herauf beschwört, indem es uns gegeneinander aufhetzt. Wir sollten zusammen gegen es kämpfen, beschützen, was uns wichtig ist." ich hörte, wie er abermals scharf die Luft einsog. "Deshalb sind wir hier, um einen Waffenstillstand zu schließen, der es uns ermöglicht zusammen zu kämpfen und die Bedrohung abzuwenden." Langsam ließ er seine Arme sinken und sah zu seinen Gegenüber. "Ich, Philipp Reagan (mir fällt nichts ein :'D), Anführer der Lamia dieser Stadt, biete euch diesen Waffenstillstand an." Er verstummte und blickte, wie alle anderen Lamia, gespannt auf die Seite der Werwölfe.
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Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:43 pm

Miranda

Momenta lang regte sich niemand - auf keiner der beiden Seiten alsnwarten sie darauf, dass irgendetwas passierte. Schließlich öffnete sich dann die Tür der schwarzen Limousine und zog kurz die Aufmerksamkeit aller auf sich. Also wenn sich die Wichtigkeit des Mannes, welcher ausstieg und sich an die Spitze der Gruppe Lamia setzte, am Weet seines Autos maß, dann hatten wir hier vor uns nun sicher den Anführer stehen. Kurz wurden noch Blicke auf beiden Seiten ausgetauscht, ehe der Mann zu reden begann. Seine Worte hallten auf der alichtung leicht wider und sowohl mein Vater wie auch ich lauschten ihm aufmerksam. Was er sagte stimmte alles bis aufs letzte Wort. Dass er allerdings so friedlich dabei wirkte, wunderte mich. Sicher, würden mein Vater oder ich sprechen, würden wir ihnen unser Missfallen ihnen gegenüber nicht offen verbal mitteilen, aber so offen wäre unser Ton nicht. Auch bemerkte ich, dass mein Vater den Mnn der momentan sprach, mit leicht zusammengekniffenem, verwirrtem Blick musterte. Was ihn dazu bewegte? Hatte er irgendetwas falsches gesagt oder war er gar nicht der, den er erwartet hätte? Der Anführer war er aber offensichtlich, denn die Lamia ließen ihn gewehren, und das würden sie sicher nicht, wäre er dazu befugt. Als er seine 'Ansprache' beendet hatte und nun sämtliche Augen auf uns lagen, oder besser gesagt auf meinem Vater, trat dieser ebenfalls aus unseren Reihen hervot und fixierte nun den Mann. "Ihr habt Recht. Der Hass auf das jeweilige andere Volk liegt uns, wenn man es so sagen will, im Blut und ist tief in unserer Vergangenheit verwurzelt. Lange wurde es auch so hingenommen. Doch es gab auch eine Zeit, in der ein mehr oder weniger friedliches Verhältnis praktiziert wurde. Dieses geriet jedoch wieder aus den Fugen, als immer mehr unserer Wölfe verschwanden. Und unser Hass auf euch, wie auch der Eure auf uns, erwachte wieder. Und es wäre so weiter gegangen. Doch der schlußendliche Auslößer für dieses Zusammenkunft heute, ist das Treffen einer der Euren und meiner Tochter" begann mein Vater, sah mich dann an und richtete seinen Blick dann wieder nach vorne, da er nicht genau wusste wen genau er aus deren Reihen anschauen sollte. "Erst so wurde auf beiden Seiten bekannt, dass wir uns wohl zu unrecht beschuldigten. Und wer auch immer dieses Spielchen mit uns treibt, hat von nun an ausgespielt" fügte er hinzu. Er und Phillip, wie sich der Anführer nannte, handelten noch die Bedingungen des Waffenstillstandes aus. Wie weit das ffemde Teritorrium betreten werden durfte, was im Allgemeinen erlaubt und verboten war und die Bündnisbedingungen im Falle eines Kampfes gegen den noch unbekannten Gegner. Nachdem dies auch bestimmt war, nickte mein Vater. "Nun gut. Ich Roman Coleman, Alphawolf des Rudels, stimme dem hier und heute ausgehandelten Waffenstillstand zu. Auf, dass die unbekannte Gefahr besiegt wird und jedes Volk seinen Frieden wieder erhält" gab er seine Zustimmung auf die Vereinbarung. Da nun alles geregelt war, und das Treffen ohne Zwischenfall gelaufen war, konnte ich schon nach einem Seitenblick ansehen, dass er sich entspannte. Auch ich ließ meine angespannten Schultern leicht sinken und seufzte erleichtert. Mittlerweile wurde der schwarze Himmel wieder heller und färbte sichbgrau was die Dämmerung einläutete.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:43 pm

Blake:

Die Verhandlungen nahmen noch einige Zeit in Anspruch, aber es schien alles reibungslos abzulaufen. Niemand griff zu gewalttätigen Mitteln und auch, wenn es ein paar Meinungsverschiedenheiten gab, wurde am Ende ein gemeinsamer Nenner gefunden. Ab und an sah ich jedoch, wie der Alphawolf meinen Onkel kritisch musterte. War er doch derjenige, der meinem Vater damals begegnet war und mit jemand völlig anderen gerechnet hatte und wusste er dann auch, wer ich war? Doch sein Blick streifte mich, wenn überhaupt, immer nur kurz, so schloss ich den Gedanken gleich wieder aus und achtete wieder auf das Geschehen.
Am Horizont war bereits wieder ein heller Streifen zu sehen, als beide Parteien zufrieden waren. Beinahe feierlich gab der Alphawolf - Roman Coleman - sein Einverständnis, das mein Onkel gleich darauf erwiderte. Es folgte jedoch kein Handschlag oder ähnliches, was den Spalt zwischen den beiden Völkern deutlich hervor hob. Zufrieden wandte sich der Lamia um und sah mich an, ehe er einige Schritte in meine Richtung ging und vor mir stehen blieb. "Den Rest überlasse ich dir Blake. Ich verlasse mich auf dich." Erklärte er mir leicht grinsend, ehe er sich völlig abwandte und gemeinsam mit zwei von den Anderen in die Limousine stieg. Ich entspannte mich leicht und nachdem sie davon gefahren waren seufzte ich leicht, ehe ich mein Blick zu dem Alphawolf hob. "Mein Name ist Ryan Blake Reagan, Sohn von Darren Reagan, ich schätze Sie wissen wer er war. Ich war es auch, der Ihrer Tochter begegnet ist." Kurz sah ich zu ihr. "Mein Onkel hat noch einige andere wichtige Sachen zu klären, weshalb ich Ihr Ansprechpartner zu allem, was den Waffenstillstand, wie auch die gemeinsame Bedrohung angeht, bin." ich wartete eine Regung ab. Es stimmte nicht, dass mein Onkel sich aus dem genannten Grund in den Hintergrund rückte. Vielmehr wollte er sich nicht die Finger dreckig machen, aber das konnte ich ihnen wohl kaum so erklären, das würde immerhin ein schlechtes Licht auf uns werfen und das wollte ich nicht gleich riskieren. Außerdem war es mir recht, dass die Wölfe mit mir Vorlieb nehmen mussten, meinem Onkel fehlte es in dieser Beziehung schlicht an Fingerspitzengefühl.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:44 pm

Miranda

Der Anführer der Lamia wandte sich nur noch kurz an den Lamia, der mir schon begegnet war, ehe er und einige seiner Beschützer, in seinem Auto verschwanden und davon fuhren. Ich zog eine Augenbraue kritisch nach oben. Wieso machte er sich so schnell aus dem Staub? Für einen Anführer wirkte das nicht sehr professionell. Ob das seine übliche Vorgehenswese war? Doch ich zerbrach mir über ihn nicht mehr weiter den Kopf, würdig war er es ja sowieso nicht, dass man großartig Gedanken an ihn verschwendete, und wandte mich dann an meinen Vater, welcher sich momentan mit Mason und den Anderen beriet. Doch ich kam gar nicht mehr irgentetwas zu sagen, denn schon wurde er in das nächste Gespräch verwickelt. Und endlich war mir auch der Name des Lamia bekannt. Blake... Dass er jedoch sich um den Posten des Ansprechpartners kümmerte war ja an und für sich nicht schlimm. Erbärmlich fand ich es nur, dass dieser 'Anführer' seine Pflicht auf jemanden Anderes abwälzte. Kaum hörbar schnaubte ich verächtlich, lauschte aber dann den Erklärungen Blakes. Mein Vater nickte ihm nun sichtbar entspannter zu und lächelte beinahe schon, zufrieden über den positiven Ausgang des Gesprächs. "Ich bin gespannt auf den Verlauf der Geschichte. Falls ihr noch Fragen haben solltet, könnt ihr diese sowohl an mich wie auch an meine Tochter stellen" antwortete er, legte seinen Arm in meinen Rücken und schob mich an seine Seite. Verblüfft blinzelte ich einige Male, ehe ich mich beinahe direkt vor dem Lamia befand, dessen Geruch mir nur zu gut bekannt war. Mit einem leichten Lächeln streckte ich ihm eine Hand entgegen. "Nun... wie es scheint lernen wir uns nun offiziell kennen. Mein Name ist Miranda" stellte ich mich ihm vor. Und jetzt schien es mir ein guter Zeitpunkt zu sein, ihn in mein kleines 'Geheimnis' einzuweihen. Ich ging ein Stück und bedeutete ihm mir zu folgen. Als wir beide ein Stück von der Gruppierung entfernt waren, sah ich mich noch kurz um ehe ich zu sprechen begann. "Du kamst vor drei Tagen zu uns in den Wald um Antworten zu finden, richtig? Nun, kann dir zwar nicht sagen, wer für die Übergriffe verantwortlich ist, jedoch kann ich dir beantworten weshalb ich, wie Ashley es beschrieben hat, 'besonders' bin." begann ich und ging langsamen Schrittes weiter. "Man würde nicht sofort darauf kommen, aber ich bin kein ganzer Werwolf. Ich bin zur Hälfte menschlich. Ashley ist auch nur meine Halbschwester..." fuhr ich fort und beantwortete ihm so seine Unklarheit.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:44 pm

Blake:

Ein leichtes Lächeln von Seiten des Alphawolfes war mir vegönnt, ehe er mir antwortete. Ich nickte kurz auf seine Erklärung hin, ehe er mir das bekannte Gesicht vor die Nase schob. Ob dieser Waffenstillstand halten würde und alles so glatt ging, wie ich es mir vorstellte, konnte ich nicht sagen. Der Hass zwischen den beiden Völkern war groß, immerhin bekamen die Jüngeren diesen Hass schon beinahe eingepflanzt und lernten nach diesem Schema zu leben. Nur wenige brachen aus dieser Denkweise aus und ich fürchtete, dass eine Zusammenarbeit so gut wie nicht möglich war. "Scheint so." Erwiderte ich der Wölfin etwas belustig und ergriff ihre Hand. Jetzt wusste ich auch woher dieser penetrante Geruch kam. Einerseits war es eine Wohltat nicht an ihre Kehle springen zu wollen, aber andererseits war der Duft ihres Parfüms viel zu stechend süß. "Wie gesagt, mein Name ist Blake." Erklärte ich wohl überflüssigerweise, aber es gehörte zur Höflichkeit. Gleich darauf hin wandte sie sich ab und bedeutete mir mit einem Nicken ihr zu folgen. Kurz sah ich nochmals zu ihrem Vater, doch dieser war bereits wieder mit den anderen Werwölfen im Gespräch, weshalb ich ihr schlicht folgte. Sie entfernte sich ein ganzes Stück von der Gruppe und blickte sich sogar abermals um, ehe sie anfing zu sprechen. Auf ihre erste Frage nickte ich nur leicht zögerlich. Auf was wollte sie hinaus? Ich sollte es gleich heraus finden. Ich ging neben ihr her. Um uns herum herrschte angenehmes Halbdunkel. Noch immer war die Sonne hinter dem Horizont versteckt. Neugierig hörte ich ihr zu und sah sie kurz etwas verwundert an. "Halb Mensch und halb Wolf?" Kurz suchte ich in ihrem Gesicht nach Anzeichen der Ironie, doch sie meinte es offenbar ernst. "So etwas gibt es?" Man konnte mir ansehen, dass ich damit definitiv nicht gerechnet hatte, doch  ich schüttelte den Ausdruck ziemlich schnell wieder ab. "Nun, das erklärt, warum ich dir ständig an die Kehle will." Meinte ich belustigt. Ich wusste, dass sie es liebte jemanden wie mich mit ihrem Geruch verrückt zu machen, so wie sie es bereits zwei mal gezeigt hatte. "Und dazu die älteste Tochter des Alphawolfes. Nicht schlecht, Ashley hat mit dem 'besonders' wohl nicht übertrieben." Ich sah sie von der Seite an und rümpfte abermals die Nase. "Aber ernsthaft, musste so viel Parfüm sein? Du stinkst momentan ja mehr, als der Rest der Wölfe, die hier sind." Leiht schüttelte ich den Kopf.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:44 pm

Miranda

In langsamen Schritttempo liefen wir beide nebeneinander her und entfernten uns so, wenn auch nicht sehr schnell, von den Anderen. Wobei diese das eher weniger interessierte: Mein Vater war schon wieder mit den anderen dreien beschäftigt und die vereinzelten Lamia die noch anwesend waren schehrten sich auch nicht wirklich um uns. Gespannt wartete ich auf seine Reaktion. Sicher, er hatte wohl schon einiges gesehen und gehört, aber selbst ich glaubte nicht, dass er schon einmal ansatzweise soetwas gehört hatte. Und tatsächlich. Sein Gesichtsausdruck war beinahe so köstlich wie das Gefühl ihn mit meinem Duft zu piesacken und zu foltern. "Ist mein voller Ernst. Mein Vater, ihn hast du ja schon kennengelernt, ist Alphawolf des Rudels dieser Stadt und meine Mutter war eine Menschenfrau aus Irland. Tja und das Ergebnis..." ich machte eine Drehung "... bin ich. Allerdings ist sie sechs Monaten nach meiner Geburt verschwunden und hat sich nie wieder blicken lassen. Ob es nun an mir oder an der Tatsache lag, dass wir Werwölfe waren..." ich zuckte mit den Schultern "... keine Ahnung. Aber Ashley meinte eher die Sache mit dem Geruch meiner menschlichen Hälfte. Aber schön, dass dir noch mehr Gründe einfallen mich hochzuloben." erwiderte ich ihm schlagfertig und grinsend. Dann sprach er die Sache mit dem Parfüm an. Ich blieb stehen, verschränkte die Arme und musterte ihn mit einer kritisch hochgezogenen Aufenbraue. "Zu viel? Also wäre es dir lieber ich hätte nichts aufgetragen und jeder wäre derart abgelenkt gewesen, hätte es so wie du vorgezogen mir an die Gurgel zu springen, statt sich auf die Verhandlungen zu konzentrieren, sodass das hier geplatzt wäre? Weil der geschätze Herr der Schöpfung kein Parfüm mag?" fuhr ich fort und grinste ihn auf den letzten Satz hin an. "Aber schön, dass dir mein eigener Duft am besten gefällt" fügte ich noch hinzu. "Miranda. Komm. Wir sind hier dann soweit fertig. Es wird langsam hell" schallte die Stimme meines Vaters über die Entferung, welche wir zwischen uns und die Anderen gebracht hatten. Ich wandte mich zu ihm und und sah Blake dann wieder an. "Also man sieht sich mal wieder. Und..." ich stockte kurz "... fürs nächste Mal merke ich mir deine Abneigung gegen Parfüm" fuhr ich fort, deutete ein Winken an und lächelte nocheinmal kurz. Das Spielchen mit ihm konnte noch sehr viel Spaß bringen. Nach meinem kleinen 'Abschied' änderte ich meine Richtung und lief auf meinen Vater zu. Da nun alles erledigt war, konnten wir endlich zurück nach Hause.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:44 pm

Blake:

"Hochloben?" Hakte ich etwas ungläubig nach, musste mir dann aber doch ein Lachen verkneifen. "Na wenn du das so nennen willst, bitte." Man konnte den Sarkasmus in meiner Stimme kaum überhören. Als wir dann jedoch auf das Thema Parfüm zu sprechen kamen stellte sie sich vor mich hin, verschränkte die Arme und musterte mich kritisch. Ich blieb ziemlich direkt vor ihr stehen. "Hab habe nicht gesagt, dass du keins hättest benutzen sollen, aber ein Tick weniger hätte es auch getan. Mich wundert es ja schon fast, dass dein Geruchssinn noch nicht verätzt ist." Meinte ich nachdenklich und erwiderte ihren Blick grinsend. Dann hörte ich die dunklere Stimme von Mirandas Vater hinter uns, der nach seiner Tochter rief. Sie wandte sich nur noch kurz zu mir um und lächelte mich an, beinahe so, wie es zwei Tage zuvor ihre Schwester getan hatte. "Sonst werde ich dich daran erinnern." Erwiderte ich ebenfalls lächelnd, ehe sie sich umdrehte und zurück zu ihrem Rudel lief. Ich konnte mir nicht helfen, aber ich mochte ihre Schlagfertigkeit und die Tatsache, dass sie keine Scheu vor den neuen Umständen hatte und das obwohl ich sie mir zwei Tage zuvor hatte schnappen wollen. Allerdings wusste ich nicht, ob ihr Vertrauen auf Naivität, Intuition oder Intelligenz basierte, ich hoffte jedoch auf das letzte. Sie war schon beinahe bei den anderen wieder angekommen, bis ich mich endlich auch dazu aufraffte mich auf den Weg zurück zu machen. Nur kurz schweifte mein Blick über die zwei anderen Lamia, die mich etwas unsicher musterten. Ich ignorierte in die Blicke, nickte nur in Richtung Auto und wies ihnen somit an in den Wagen zu steigen. Sie zögerten nicht und als ich auf den Fahrersitz glitt und den Schlüssel im Zündschloss umdrehte, hatten sie sich auch bereits nieder gelassen, wobei Matt neben mir saß und Ray die Rücksitzbank annektierte. Der Split unter den Reifen spritzte davon, als ich Gas gab und den Weg zurück fuhr. Wir sprachen kaum etwas auf der Fahrt zum Anwesen. Es war spürbar für mich, dass es dich bei den beiden Lamia um Wachen meines Onkels handelte, denn sie wirkten wenig Willensstark und auch wenn sie wohl einige Kampffertigkeiten besaßen, so  mangelte es ihnen doch an Intellekt.
Ich ließ den silber-grauen Mercedes schlicht vor der breiten Treppe stehen, verabschiedete mich von keinem der beiden und stieg stattdessen in meinen eigenen schwarzen Mazda. Mit gewohntem Grollen sprang der Motor an und ich fuhr zurück in meine eigene Wohnung. Ich hasste es mich länger als notwendig bei meinem Onkel aufzuhalten. Ständig umgab mich seine Dekadenz und seine Wachen. Es hatte etwas von einem goldenen Käfig.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:44 pm

Miranda

Nur wenige Momente nachdem die Autos der Lamia den Treffpunkt verlassen hatten, röhrten auch die Motoren unserer beiden Wagen auf. Und während der gesamten Nachhausefahrt rätselte ich wer der Mann war, der zu Anfang der Verhandlungen einige nette Worte gesagt hatte, sich dann aber ignorant zurück gezogen und Blake alles weitere überlassen hatte. War das wirklich der momentane Anführer der Lamia?! Na dann herzlichen Glückwunsch wie man wohl so schön sagen würde. Jemanden dergleichen mit so wenig Pflichtbewusstsein, und das in der Position als Anführer, war mir selten untergekommen. Doch ändern ließ es sich nicht mehr, ich schickte nur ein stummes Dankgebet in Richtung Himmel, dass mein Vater weder genauso war noch meine Ausbildung und mein Training vernachlässigt hatte. Zuhause angekommen war alles ruhig. Die Lichter in den Häusern waren noch gelöscht und kein Mucks war zu hören. In unserem Haus war es nicht anders. Ashley und meine Stiefmutter Evangelime schliefen sicher auch noch. Was aber kein Wunder war, es musste noch ziemlich früh sein. Zumindest sagte mir dies der helle, dünne Streifen der den Sonnenaudgang einläutete und immer breiter wurde. Ich konnte nun aber schon hören, wie mein Bett nach mir rief. Ich stieg die Stufen so leise und schnell woe es ging hinauf, zog mir die Schuhe aus, das Strickkleid über den Kopf und ließ mich erledigt auf die Matraze fallen. Ich kuschelte mich in meine Kissen und in die Decke und schlief dann ein.

Wie lange ich nun letztendlich tatsächlich geschlafen hatte, wusste ich nicht genau. Jedoch war es draußen noch, oder schon wieder, dunkel. Also hieß das es war erst Abend oder es war schon wieder Früh am nächsten Tag. Ein Blick auf die Datumsanzeige an meinem Digitalwecker bestätigte meinen Verdacht, dass es schon wieder Früh war. Hatte ich tatsächlich den ganzen restlichen letzten Tag verschlafen? War ich wirklich so erledigt? Ich rieb mir verschlafen die Augen und zuckte nur mitnden Schultern. Jetzt war ich wenigstens mal sonrichtig ausgeschlafen. Nachdem ich aus meiner Höhle aus Wärme gekrochen war und mich gestreckt hatte, streifte ich die leichten Vorhänge beiseite und sah in die Dunkelheit hinaus. Und ich wusste nicht was mich da plötzlich überkam, aber mich zog es urplötzlich nach draußen. Wie gebannt stieg ich leise die Treppenstufen herunter, öffnete die Tür und verschwand dann, nachdem ich sie wieder geschlossen hatte in Wolfsform, im Wald. Doch damit nicht genug. Kaum hatte ich die Fährte eines Rehs aufgenommen packten mich meine Instinkte. Fast kopflos stürmte ich über den Boden und roch, dass ich meiner auserwählten Beute immer näher kam. Meine schweren Pfoten trommelten über den Boden als das Wild schon in Sicht kam und offenbar bereits gemerkt hatte, dass es verfolgt wurde. Ich legte noch einen letzten Sprint hin, ehe ich zum Sprung ansetzte, das Tier an den Hinterbeinen mit einem Biss erwischte und so zu Fall brachte. Jetzt war es mir ein Leichtes es zu Ende zu bringen und mich satt zu fressen. Mein menschlicher Teil hätte dagegen wohl lautstark protestiert doch der Wolf in mir brachte diese Hälfte zun Schweigen - zumindest jetzt.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:45 pm

Blake:

Ich hatte mich die ganze Zeit über fit gefühlt, als wir unterwegs gewesen waren und auch auf dem Weg hier her hatte ich nicht wirklich das Gefühl müde zu sein. Doch als ich dann im Bad stand und mir eine Dusche gönnte spürte ich doch, wie sich allmählich die Erschöpfung in meine Knochen einnistete. Ich rieb mir nur noch kurz mit dem Handtuch über meine Haut, ehe ich dem Ruf meines Bettes folgte und die Decke über mich zerrte. Es war ein langer Tag gewesen mit einigen interessanten Geschehnissen, die offenbar doch mehr an mir gezehrt hatten, als ich gedacht hatte. Es dauerte dementsprechend nicht lange, bis ich in einen tiefen Schlaf verfiel.
Irgendwie rot war das Licht, das durch mein Fenster in das Innere des Raumes fiel, als ich endlich wieder aufwachte. Etwas verwirrt sah ich ihm einen Moment entgegen. Es kam mir so vor, als hätte ich gerade einmal ein paar Stunden geschlafen und dabei verkündete die Uhrzeit auf der kleinen Uhr neben mir, dass die Sonne wohl gerade am untergehen war. Hatte ich den ganzen Tag geschlafen? Eigentlich sollte das für ein Wesen der Nacht, wie mich, kein Problem darstellen, aber trotzdem gehörte das nicht zu meiner Gewohnheit. Ich rieb mir über das Gesicht, um auch den Rest der Müdigkeit endlich zu vertreiben, ehe ich aufstand und mich anzog. Meine Gier, die schon wieder anfing in mir zu brennen, verriet mir, dass es wieder an der Zeit war zu Jagen, doch heute würde ich mal wieder in die Innenstadt fahren, um meinen Durst zu befriedigen.
Es war bereits dunkel, als ich das Haus verließ und in den dunklen Wagen einstieg. Wenn mich das Jagen nicht zu viel Zeit kostete würde ich mir wahrscheinlich noch den Ort ansehen, an dem Alex, die Wache meines Onkels, vor einigen Tagen verschwunden war. Vielleicht konnte man dort noch etwas finden.
Ich genoss die Naivität der Frauen, die mir direkt in die Falle liefen. Sie wehrten sich nicht, kamen sogar freiwillig mit mir mit, es war so einfach sie zu verführen, um ihnen dann die Zähne in den Hals zu schlagen. Das dritte Mädchen setzte ich gerade auf einen freien gewordenen Stuhl. Etwas benommen lehnte sie an dem Tisch, doch jeder, der sie sah, würde ihre Desorientiertheit auf zu viel Alkohol schieben, was definitiv auch nicht ganz falsch war. Ihr Blut hatte diesen bitteren Nachgeschmack, der Nachteil in einem der Clubs zu jagen, aber es war amüsanter als in den Gassen auf ein ahnungsloses Opfer zu warten.
Inzwischen war es kurz nach Mitternacht, während ich durch die schmale Straße ging, in der Alex zum Zeitpunkt seines Verschwindens vermutet wurde. Ab und an sog ich die kühle Nachtluft etwas tiefer in meine Lungen, in der Hoffnung dass ich irgendeine Fährte aufnehmen konnte, doch es war nichts ungewöhnliches zu entdecken. Erst beinahe am Ende der Straße war ein Hauch von Blut in der Luft, allerdings handelte es sich darum wohl kaum um Menschenblut, viel zu dunkel und herb hing es in der Luft. Langsam ließ ich meinen Blick über den Asphalt streifen, allerdings ließen die ziemlich schlechten Lichtverhältnisse kaum etwas erkennen. Abermals sog ich die Luft ein und folgte dem Geruch weiter, ehe ich vor einer grauen Hausfassade stehen blieb und den mittelgroßen, dunklen Fleck begutachtete. Vorsichtig fuhr ich mit einem Finger über die getrocknete Flüssigkeit, doch es war eigentlich klar, dass es das Blut von Alex gewesen war. Außerdem war in dem Blutfleck noch eine kleine Einkerbung zu sehen, die ebenfalls noch nicht sehr alt schien. Es sah beinahe so aus, als hätte sich eine Klinge oder ähnliches in den Stein gebohrt. Ich sah mich noch weiter um, doch es schien hier nichts mehr Interessantes zu geben, weshalb ich diese Suche relativ schnell aufgab. Immerhin wusste ich jetzt, dass wer auch immer dafür verantwortlich war, offenbar mit menschlichen Waffen kämpfte, was aber noch immer nichts über das Wesen selbst aussagte und ich somit noch immer auf null stand. Ich beschloss allerdings für heute noch nicht aufzugeben. Vielleicht gab es hier in der Umgebung noch mehr solcher Hinweise, die wenigstens auf irgendetwas schließen ließen.
Ich sollte mehr Glück haben, als ich mir erhofft hatte. Auf meiner Wanderung durch die Gassen am Stadtrand bemerkte ich einen der jüngeren Vampir einige Meter von mir entfernt, der sich im Schatten eines Hauses an einem Mann labte. Ich kannte ihn, es war nicht allzu lange her, als ich noch mit ihm auf die Jagd gehen musste, um zu kontrollieren, ob er unsere Regeln einhielt und einzugreifen, falls etwas geschah. Ich war stehen geblieben und blickte die Straße zu ihm herunter. Er bemerkte mich nicht. Gerade zog er die Zähne aus der Haut des Mannes und leckte über die Wunde, als ein leises Zischen die beinahe tödliche Stille durchbrach und der junge Vampir zu Boden glitt. Aus Reflex hatte auch ich mich in die Schatten zurück gezogen und sah dem Geschehen zu. Hinter der nächsten Ecke kam ein Mann hervor, der mit einem genugtunden Grinsen etwas in seinem Mantel verschwinden ließ. Abermals sog ich die Luft ein, doch wieder konnte ich nur den Geruch von Menschen und dem Vampir wahr nehmen. War der Mann wirklich einfach nur ein Mensch, der Jagd auf uns machte? Ich beobachtete ihn, wie er sich zu dem Vampir hinunter beugte und einen langen Dolch hervor zog. Ich löste mich aus dem Schatten, ich musste ihn zu fassen bekommen, wer wusste, was er noch alles anrichten würde? Doch ich kam nicht weit, da hob sich sein Blick zu mir. War er wirklich nur ein Mensch? Ich konnte es mir nicht so recht vorstellen, immerhin war ich mir sicher kein Geräusch gemacht zu haben. Langsam richtete er sich wieder auf und sah mir entgegen, ehe er abermals die silberne Pistole mit dem langen Schalldämpferaufsatz unter seiner Jacke hervor holte und auf mich schoss, während er sich zurück zog. Ich konnte manchen Kugeln nur knapp ausweichen und mehr als ein mal spürte ich den Luftzug auf meiner Haut, doch als der Kugelhagel abbrach war nichts mehr von dem Mann zu sehen. Schnell rannte ich ihm hinterher, doch als ich hinter die nächste Häuserecke sah wer er weder zu sehen, noch konnte ich ihn wirklich wittern. Sein Geruch hing zwar in der Luft, doch er war seltsam verschwommen und undeutlich. Es war wohl ziemlich sinnlos ihn so verfolgen zu wollen. Ich seufzte. Immerhin wusste ich nun, mit was wir es zu tun hatten, auch wenn es ärgerlich war, dass ich ihn so schnell wieder verloren hatte. Ich schleppte den Vampir in sein Domizil. Ich wusste, dass er nicht weit von hier lebte, wenn man das so nennen konnte, wenn man nur in der Nacht wirklich leben konnte. Die Sonne verbrannte die Haut der Vampire, uns dagegen schwächte sie nur. Als ich ihn endlich in Kellerraum geschleppt hatte machte ich mich auf den Weg zurück zu meinem Auto. Ich würde den Werwölfen Bescheid sagen müssen, immerhin teilten wir in dieser Hinsicht die gleichen Feinde und es wäre nützlich, wenn auch sie ihre Jagd beginnen konnten. Auf direktem Weg fuhr ich zu dem Stadtteil, an dem direkt der Wald angrenzte.
Es war nicht schwer ihr durch das Unterholz und Dickicht zu folgen. Offenbar gab es nicht nur bei uns Lamia und Vampiren den Punkt, an dem wir vergaßen, wer wir waren, denn so wie ein ausgehungerter Vampir einem Menschen hinterher stürzen würde stürzte Miranda gerade einem Reh hinterher rund das offenbar ohne zu bemerken, dass sie verfolgt wurde. Als sie es sich letztendlich geschnappt und es erlegt hatte lehnte ich an einem Baum und sah ihr mit hoch gezogener Augenbraue zu. "Und du behauptest also unsere Jagdweise wäre unangebracht?" Meinte ich etwas angewidert und sah sie an.
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