The Wolf and the Vampire - Archiv

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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:15 pm

Miranda

Ich konnte Blakes Schritte immer deutlicher hören. Er schien meine kleinen 'Tricks' durchschaut zu haben - auch wenn ich ihn wohl etwas damit beschäftigt hatte. Innerlich grinste ich bei dem Gedanken, wie er etwas orientierungslos, und getrieben von meinen mehrfach gelegten Spuren, durch den Wald hetzte, mein Blut und meinen Geruch wahrnahm, .ich aber weder zu sehen noch zu fassen bekam. Doch als er dann endlich bei meinem Kleiderhaufen ankam, und meine letzte Finte entdeckte, schien er sich mächtig zu ärgern. Er war auf meine Tricks 'hereingefallen' und ich hatte mich auch noch erfolgreich vor ihm versteckt - das war definitiv als persönlicher Sieg zu verbuchen. Wenn ich ihn nun auch noch mit Erfolg überwältigen konnte, war der Sieg 'offiziell'. Er hob das Shirt auf, welches bedeckt war mit vereinzelten roten Flecken bedeckt, ehe er es grummelnd zurück zu Boden warf und nun aufmerksam seinen Blick über die Umgebung schweifen ließ. Ich wartete, bis er an meinem Versteck vorbei kam, seitlich zu mir stand und den Kopf in eine andere Richtung geneigt hatte, ehe ich aus dem Busch sprang, mit ihm über den Boden rollte und dann, wie es bei ihm in der ersten Nacht der Fall gewesen war, auf seinem Bauch zum sitzen kam. Zufrieden stemmte ich mich mit beiden Armen darauf und verhinderte so das Aufstehen des Lamia. Mit einem triumphierenden Lächeln bedachte ich den Braunhaarigen. "Und...? Die Szene kommt dir bestimmt bekannt vor. Nur, dass heute etwas geringfügig anders ist" zog ich ihn kurz auf, ehe ich mir seinen Arm ansah. Er sah sogar noch schlimmer aus als meiner, er schien noch öfter mit den Dornensträuchern Bekanntschaft gemacht zu haben. "Ist... alles ok?" fragte ich dann und musterte ihn mit einem besorgten Blick. Auch war mir klar, dass ihm nicht gleich der Arm amputiert werden musste, aber brennen musste es trotzdem...
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:15 pm

Blake:

Verdammt, wo was sie hin? Der instensive Geruch, den sie überall mit ihrem Blut hinterlassen hatte, betäubte regelrecht meine Sinne und die richtige Spur war einfach nicht ausfindig zu machen. In einem relativ großen Radium ging ich um das Shirt herum, sog immer wieder die Luft tief ein und sah mich um, doch mit jedem Moment, der verging, hatte Miranda mehr Zeit mir zu entkommen. Inzwischen hatte ich etwa ein Drittel meines Kreises abgesucht, ehe mir ihr Geruch etwas intensiver vorkam. War das die richtige Spur? Abermals ließ ich meinen Blick über die Gegend schweifen, wandte mich halb um, ehe das geschah, mit dem ich am wenigsten gerechnet hatte. Ein Rascheln erregte meine Aufmerksamkeit, doch ich war zu langsam, um rechtzeitig zu reagieren. Mit einem Satz hatte sie mich von den Füßen gerissen und kurz rollten wir über den Boden, doch dieses mal gewann sie diese kleine Rangelei, blieb auf meinem Bauch sitzen und legte ihre Hände auf meine Brust, während sie mich triumphierend ansah. Kurz zuckte auf ihre Bemerkung hin ein Lächeln über meine Züge, wobei meine Fangzähne vermutlich wieder sichtbar waren. "Geringfügig, ja." Erwiderte ich gelassen und beobachtete, wie ihr Blick auf meinen Arm abschweifte. Erst jetzt bemerkte ich das Brennen, das die Dornen hinterlassen hatten und das Blut, das in dünnen Rinnsälen über meine Haut lief. Etwas in ihrem Blick änderte sich, als sie wieder zu mir hersah. Skeptisch sah ich sie an und lächelte etwas hinterhältig. "Machst du dir etwa Sorgen?" Ich suchte nur kurz in ihrem Blick nach einer Reaktion, ehe ich meinen Arm langsam anhob und über einen der Kratzer leckte, so wie wir es normalerweise bei unseren Opfer taten. Danach ließ ich ihn wieder sinken und ließ die Wölfin beobachten, wie meine Haut in Sekundenschnelle heilte. Ich bezweifelte, dass sie das jemals gesehen hatte, oder wusste, dass wir kleine, oberflächliche Wunden, so heilen konnten, weshalb ich versuchte ihre Überraschung für einen kleinen Konterangriff zu nutzen. Sollte sie abgelenkt genug sein dürfte es nicht allzu schwer sein den Spieß umzudrehen, so dass sie abermals unter mir gefangen war.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:15 pm

Miranda

Nur noch Momente ärgerte ich mich ein bisschen, dass er die 'Niederlage' scheinbar so leicht wegsteckte. Und ich erinnerte mich an meine Reaktion, als er mich unter sich gefangen hatte und ich so frustriert war, wütend auf mich und ihn. Wie ich dann durch den Wald gehetzt war und noch einen späteren Tag schlecht drauf war. Und er? Er grinste mich an. Ob es daran lag, dass dies keine 'richtige'Jagd gewesen war? Oder aus dem Grund, dass wir uns nun kannten und das hier nicht richtig ernst genommen hatten? Was auch immer der Grund war, ich ärgerte mich nicht so wirklich, ich hatte meine Revange gut geplant, hinbekommen und sie schließlich bekommen. Als er dann meinen Blick sah, der wohl etwas besorgt aussah, grinste er mich jur selbstgefällig an. Auf seine Frage hin blinzelte ich. Was bitte ging in mir vor? Erst diese seltsame, 'eifersüchtige' Reaktion und nun das. Machte ich mir Sorgen? Um Blake, einen Lamia? "Also... ich meine nicht so wirklich und..." nuschelte ich und sah ihn unsicher an, überlegte mir schon wie ich mich erklären konnte, als ich ihn dabei beobachtete, wie er den Arm mit den Kratzern mit seiner Zunge in Berührung brachte und dann die Risse sich schlossen. Fasziniert beugte ich mich etwas tiefer herunter und sah der verletzten Haut dabei zu, wie sie sich von Zauberhand wieder schloss und rosa, frische Haut hinterließ. Wie hatte er das gemacht? Derartiges war mir noch nie untergekommen. Und ich dachte schon wir Werwölfe hätten gute Selbstheilungskräfte. Bei uns heilte beispielsweise ein Knochenbruch binnen 2 Wochen, kleinere Wunden brauchten nur wenige Tage. Doch das hier... war mit nichts davon zu vergleichen. Bewundernd nahm ich seinen Arm und drehte ihn um ihn in jedem Licht sehen zu können. Und trotzdem bemühte ich mich, nicht zu sehr ablenken zu lassen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:16 pm

Blake:

Wie auch immer sie hatte versuchen wollen die Situation zu erklären, es war wohl nun nicht mehr wichtig. Amüsiert beobachtete ich sie, wie sich etwas nach vorn lehnte, sich ihre Augen ein klein wenig weiteten und sie gebannt dabei zusah, wie sich meine Haut wieder zusammen schloss und nur noch rötliche Striche übrig blieben, die in der nächsten Stunde auch noch vollends verfliegen würden. Doch als ob der Ausdruck ihrer Überraschung noch nicht groß genug gewesen wäre schloss sich eine Hand um mein Handgelenk und mit der zweiten griff sie zum Ellenbogen, ehe sie meinen Arm etwas an sich heran zog und die verbliebenen Spuren betrachtete. Sie inzpizierte meine Haut sehr genau, schien jede Stelle im Licht begutachten zu wollen wobei ich mir ein belustigtes Grinsen einfach nicht mehr verkneifen konnte. Sie wirkte beinahe so, als hätte ich gezaubert, dabei war es für mich so etwas selbstverständliches wie atmen. Es gehörte einfach dazu. "ihr wisst wirklich wenig über uns..." Kommentierte ich ihr Verhalten und sah sie an. Es war erstaunlich, seit einer Ewigkeit herrschte Krieg zwischen unseren Völkern und doch gab es so vieles, was wir voneinander nicht wussten. Vorsichtig sog ich die Luft etwas tiefer in meine Lungen und konzentrierte mich auf den erdigen Geruch, der zusammen mit Mirandas Geruch, in der Luft hing. Der vorige Plan war bereits vergessen. Dann erst griff ich vorsichtig nach ihrer Hand, die meinen Ellenbogen umklammert hielt und zog sie weg, ehe ich mit meiner anderen Hand den Griff änderte, so dass sie nun nicht mehr mein Handgelenkt umklammert hielt, sondern ich ihre Hand in der meinen hielt und ich sie langsam an mich heran zog. Ich hielt die Luft an. Was für eine bescheuerte Idee war das eigentlich? Wie groß war die Chance, dass ich die Kontrolle verlieren würde, wenn ich jetzt nicht aufhören würde? Und trotzdem hielt ich nicht inne, richtete mich etwas auf, sah ihr nochmals in die Augen, ehe ich den Kratzer auf ihrem Handrücken betrachtete, der mir im Moment einiges an Selbstbeherrschung abverlangte. Das Brennen meldete sich mit einmal unglaublich stark zurück und trotzdem tat ich nicht mehr, als auch ihre kleine Wunde sanft mit der Zungenspitze zu berühren, bevor ich sie los ließ, als hätte ich mich an ihrer Haut verbrannt. Leise keuchend ließ ich mich wieder zurück fallen, presste meine Hände gegen den unebenen Waldboden und versuchte meinen Atem ruhig zu halten, wobei er mir selbst trotzdem etwas zittrig vorkam. Ich sah an ihr vorbei und wartete trotzdem gespannt auf ihre Reaktion.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:16 pm

Miranda

Ich kam mir beinahe wie ein neugieriges, unwissendes Kind vor, das eben etwas vollkommen neues und unbekanntes entdeckt hatte - sogesehen war das ja auch so. "Erstaunlich..." murmelte ich leicht geistesabwesend und pustete sanft über seinen Arm als erwarte ich, dass die verblichenen Striche gleich mit weggeweht werden würden. Doch als er meine Hand sanft von seinem Arm löste und sie in die seine nahm, legte ich den Kopf etwas schief und sah ihn verständnislos an. Was hatte er vor? Wie in Zeitlupe nahm er meine Hand und führte sie bis kurz vor sein Gesicht. Dort musterte er den rötlichen Kratzer, an dem noch etwas Blut war, und streckte die Wunde dann seiner Zunge entgegen. "Bist du sicher, dass du..." begann ich unsicher, als seine warme Zungenspitze jedoch über meinen Handrücken glitt brach ich ab und japste überrascht nach Luft, bevor sich ein Schauer durch meinen kompletten Körper fuhr und ich mich mit meiner freien Hand in sein Hemd krallte. Dann fing meine Hand an zu kribbeln während der Riss sich schloss. Mein Herz schlug mir bis zum Hals und ich wusste nicht aas ich im ersten Moment sagen sollte. Überhaupt begriff ich erst so langsam was er da getan hatte. Noch etwas verdutzt schaute ich zwischen ihm und meiner Hand hin und her bevor ich zu lächeln begann, mich von ihm herunterrollte und es mir neben ihm bequem machte. "Danke..." nuschelte ich leicht verlegen. Die Gänsehaut war noch immer nicht vergangen und meine Wangen fühlten sich langsam etwas heiß an.
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Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:16 pm

Blake:

Ich wusste nicht genau wie ich ihre Reaktion deuten sollte. Unsicherheit? Misstrauen? Vielleicht sogar Angst? Oder doch etwas ganz anderes? Ich konnte es nicht sagen, doch als sich ihr Griff in den Stoff allmählich wieder etwas löste und sie sich allgemein wieder etwas zu entspannen schien, zuckte mein Blick zu ihr zurück. Auch dieses Mal bestaunte sie das Schauspiel, wobei mir selbst auch einige verwunderte Blicke vergönnt waren. Ich konnte noch den Anflug eines Lächelns in ihrem Mundwinkeln sehen, ehe ich wieder zur Seite blickte und ich merkte, wie mein Körper sich begann anzuspannen. Ihr Duft unmittelbar über mir schien jeden einzelnen meiner Instinkte anzusprechen und ich merkte, wie es mir immer schwerer fiel still zu liegen, vor allem da ich nun den leicht süßlichen Geschmack ihres Blutes auf der Zunge hatte. Wenn sie mir nur etwas mehr Raum zwischen uns vergönnen würde... Als hätte sie meine Gedanken gehört spürte ich, wie ihr Gewicht von mir verschwand und sie sich neben mich setzte. Ich verschwendete keine Zeit, ehe auch ich mich abermals aufrichtete und so unauffällig wie möglich etwas von ihr weg rutschte, bevor ich es wieder wagte etwas tiefer durchzuatmen und mein Blick wieder auf sie richtete. Noch immer wirkte sie etwas unsicher und ihr gemurmeltes 'Danke' entlockte mir nur ein leichtes Lächeln und ein schwaches Nicken. Das, was diese kleine Aktion ausgelöst hatte, war zwar qualvoll und ich hasste mich dafür, dass ich meine Fänge bereits wieder hinter meinen Lippen fühlen konnte, doch es hatte sich gelohnt, wie der leichte Rotschimmer auf ihren Wangen für mich zeigte. Ich merkte kaum, wie mein Blick allmählich etwas nach unten rutschte, an ihrem Hals hängen blieb und ich mich stumm fragte, wie es wohl wäre mehr als einen Tropfen ihres Blutes zu mir zu nehmen. Doch der Gedanke war gestorben, bevor ich ihn richtig gefasst hatte. Etwas zögerlich stand ich auf und sah sie noch einmal kurz an, bevor ich leicht den Kopf schüttelte. "Ich... sollte gehen." War meine einzige Erklärung, ehe ich mich abrupt abwandte und mich mit schnellen Schritten in Richtung Waldrand bewegte. Desto schneller ich von Miranda weg war, desto besser. Ich merkte, wie die Gier den Hunger übertönte begann an meiner Selbstbeherrschung zu kratzen. "Nicht... umdrehen..." Emahnte ich mich beinahe lautlos und versuchte mich auf meine Umgebung zu konzentrieren,
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:17 pm

Miranda

Nur Sekunden nachdem ich mich von ihm heruntergerollt hatte, ihn um mein Gewicht erleichtert hatte, richtete er sich selbst und kroch mit etwas abgehackten Atem von mir weg - beinahe kam ich mir vor als wäre ich ein Monster, von dem er weg wollte. Doch ich wusste es besser, wusste, dass er seine Selbstkontrolle nicht überstrapazieren wollte. Und wieder fragte ich mich, ob er dies nur tat, um mich nicht anzufallen und den Waffenstillstand aufrecht zu erhalten. Blake beobachtete mich mit einem leicht gequälten Blick und ich konnte seinen Blick auf meinem Hals schon förmlich spüren. Er hatte im wahrsten Sinne des Wortes Blut geleckt und nun versuchten wohl seine Instinkte dies als Anreiz zu nehmen sich mehr zu holen. Doch er machte nicht den Eindruck als gäbe er seinen Gelüsten nach. Er musterte mich kurz lächelnd, ehe sein ernster Gesichtsausdruck wieder zurückkehrte und er sich erhob. Doch nicht, um mit mir weiter zu gehen, sondern um den Wald, und somit auch mich, wieder zu verlassen. Ich wusste auf der einen Seite, dass es wohl besser wäre ihn gehen zu lassen, jedoch wollte ich auf der anderen Seite nicht, dass er nun schon ging. Ich erhob mich und folgte ihm. Er hatte mir schon den Rücken zugewandt, was mich aber nicht davon abhielt seine Hand zu nehmen, ihn zum Anhalten zu animieren und mich dann hinter ihn zu stelle , darauf zu achten, dass er sich nicht umdrehte. "Ich weiß... es ist vermutlich für uns beide besser wenn ich dich jetzt gehen lasse, auch wenn ich genau das Gegenteil tuen würde wenn es nach mir ginge. Und ich weiß auch nicht, was genau da zwischen uns ist oder warum, aber irgendetwas und welcher Art auch immer sein mag ist vorhanden..." begann ich zögerlich. Ich wusste selbst nicht was genau ich ihm mit dieser Aussage mitteilen wollte, aber die Worte kamen einfach. "... und es würde mich freuen, wenn das nicht nur wegen dem Waffenstillstand aufrecht erhalten wird..." fügte ich noch hinzu. Dann drückte ich seine Hand etwas fester ehe ich mich umwandte und schon in der nächsten Sekunde auf vier Pfoten durch den Wald hastete. Mein Herz pochte mir beinahe bis zum Hals und ich war etwas durcheinander aber irgendwie fühlte ich mich zufrieden.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:17 pm

Blake:

Das leise Rascheln, das unter den Füßen der Wölfin ertönte war mir nicht entgangen. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass sie die Geräusche auf mich zu bewegten. Ich verlangsamerte meine Schritte, bis sie nur nach ein paar Sekunden bereits zu mir aufgeholt hatte und nach meiner linken Hand griff. Ich blieb zwar stehen, drehte mich allerdings nicht zu ihr um. Um genau zu sein regte ich mich gar nicht, versuchte nur dem Drang mich jetzt umzudrehen zu widerstehen, während sie zu einem Satz ansetzte. Ich versuchte meinen Atem zu beruhigen und mich darauf zu konzentrieren, was sie sagte, wobei ihre Worte eine steile Falte zwischen meinen Augenbrauen entstehen ließ und ich etwas gequält die Mundwinkel nach unten zog. Es wäre mir auch lieber gewesen hier zu bleiben, noch ein wenig Zeit hier zu verbringen, aber es war nicht so einfach, was sie einfach verstehen musste. Ein kurzes Zögern unterbrach ihren Satz, doch ich nutzte diese Chance nicht etwas zu erwidern. Wenn ich ehrlich war war ich noch dabei das, was sie gesagt hatte, zu realisieren und zu interpretieren, aber das was sie sagte... stimmte - was auch immer es war. Ich konnte es schlecht weiterhin leugnen. Ein mulmiges Gefühl beschlich mich. Warum jetzt? In einer ohnehin schon komplizierten Situation und dann auch noch ein Werwolf? Es hatte mich noch nie viel Überwindung gekostet andere mit einer arroganten Art zu vertreiben, doch bei ihr konnte ich es einfach nicht. Ein Gedanke, der zwar mehr als seltsam war und sich trotzdem ein kleines Lächeln auf meine Lippen schlich. Nach ihren nächsten Worten gab sie mir noch nicht einmal die Chance etwas zu erwidern, denn kaum hatte sie den Satz beendet wandte sie sich auch schon um und ich hörte wie leise das Gebüsch raschelte. Ich ließ ein paar Sekunden vergehen, bevor ich es wagte über die Schulter zurück zu sehen, doch wie erwartet war die Wölfin bereits im Wald verschwunden. Ein belustigtes Lächeln zuckte in meinen Mundwinkeln, während ich langsam den Kopf schüttelte. Sie war verrückt - nein, wie es aussah waren wir verrückt, denn ich konnte nicht anders, als ihrer Aussage zuzustimmen. Leise schnaubte ich, ehe ich meinen Weg, entgegen dem von Miranda, fortsetzte. Was für ein seltsamer Tag.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:17 pm

Miranda


Seit der kleinen Jagd mit Blake und der anschließenden 'Erkenntnis' waren bereits fast 5 Tage vergangen. Mein Vater war Anfang der Woche zu dem Wolfsrudel in Kalifornien gereist, er wahrte die Kontakte der Rudel untereinander da man nie wissen konnte, wann man Verstärkung und Partner brauchen konnte. Partner in einem ganz anderen Sinne als wir es momentan mit den Lamia und Vampiren hatten. In seiner Abwesenheit wollte er, dass ich seine Aufgaben übernahm. Und ich konnte wirklich nicht sagen, dass ich überfordert war oder nicht wusste was ich zu tun hatte, aber was ich zugeben konnte war, dass ich nicht mehr wusste wohin ich zuerst greifen sollte und, dass ich wahrscheinlich eine tickendes Nervenbündel geworden war. Das Telefon in dem dunklen Büro schien gar nicht mehr aufzuhören zu klingeln, die Patroulliengruppen kamen um mir ihre Ergebnisse zu berichten, wie es in der Stadt und den Wäldern rings umher aussah, wenn es Streitigkeiten gab, wurde ich um Rat gefragt und Ashleys Ausbildung und Training nahm den letzten Rest meines Tages ein. Meistens kümmerte ich mich Abends um sie - welche auch meine bevorzugte Tageszeit dafür war, aber kaputt war ich dann natürlich schon. Jedoch versuchte ich ihr trotzdem meine ganze Konzentration zu meine Aufmerksamkeit zu widmen. Wenn ich daran dachte, dass mein Vater das Tag ein, Tag aus machte und das nun schon eine ganze Weile, verstand ich wenn er ab und an mal gestresst war. Und obwohl ich ihn nicht mehr gesehen hatte, wanderten meine Gedanken immer mal wieder zu Blake und dem Szenario von vor ein paar Tagen. Und immer wieder wurden meine Wangen heiß und mein Herz schlug schneller. Gerade als das Telefon klingelte und die riesige Standuhr 6 Uhr anzeigte, seufzte ich, lies das Telefon bimmeln und ging. Im Flur rieb ich mir die Schläfen und bevor ich noch irgendeinen Gedankengang fortführen konnte, grummelte mein Magen. Erst jetzt fiel mir auf, dass ich seit heute Morgen nichts mehr gegessen hatte - woher sollte ich auch die Zeit dafür nehmen? Und ich wusste nicht ob es von meinem Stress kam oder ob das Tier aus mir sprach, aber mir war eher nach Wild als nach etwas Fastfood aus dem Kühlschrank. Und um großartig etwas zu kochen hatte ich einfach keinen Nerv. Jedoch zog ich mich dieses Mal aus, da ich das Shirt und die Hose viel zu sehr mochte als sie als Stofffetzen am Boden verenden zu lassen. Ich stieß die Tür auf und atmete die frische Luft ein, welche in Dads Büro mehr als rar war. Nach einigen Atemzügen lief ich los und mitten im nächsten Schritt trommelten vier schwere Pfoten statt zwei Füßen über den Boden. Der Himmel wurde langsam blutrot und ich nahm die Fährte einer Wildschweingruppe auf. Nach 10 Minuten kam auch schon das erste Schwein in Sicht. Ich pirschte mich schon an es heran um es zu meinem Abendessen zu machen, als ich die höher klingenden Quieker hörte und nur Momente später zwei Frischlinge aus dem Gebüsch huschten. Ich gab meine Angriffshaltung auf und trottete davon. So hungrig ich auch war, ich würde sicher keine Weisen hinterlassen - zumal ich eine Wahl hatte. Die nächsten zwei Versuche probierte ich mich an einem Reh, welches mir jedoch immer wieder entwischte, da ich mit meinen Gedanken größtenteils bei Blake war. Als das Reh mich dann beim dritten Mal entwischte, gab ich auch dieses Mal auf - doch nun ganz. Ich hatte die Nase voll. Betreten verwandelte ich mich zurück und starrte in den mittlerweile grauen Himmel. Irgendwie war mir nun nach einer Pizza vom Italiener. Ich lief zurück nach Hause und hatte schon das Telefon in der Hand. Die Pizza mit Tunfisch, Salami, Schinken und Mais war auch schnell bestellt. Als ich sie dann abgeholt hatte und schon dabei war wieder nach Hause zu fahren, kam mir ein Gedanke. Ich drehte um und fuhr zu einer Wohnung in der ich nun schon einige Male war. Mir kam der Gedanke mit Blake einen Abend zu verbringen schöner vor, als ihn allein zu verbringen. Vor dem Haus blinkten die Scheinwerfer meines nachtblauen Autos und ich stieg die Treppen hoch. An seiner Tür angekommen klingelte ich und ließ wartend meinen Blick umherschweifen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:17 pm

Blake:

Die nächsten paar Tage vergingen beinahe wie im Flug. Woran das allerdings lag konnte ich nicht so genau sagen. Ich war noch einmal der Spur gefolgt, die Alex und Riley hinterlassen hatten, jedoch gab es keinerlei Spuren, die die Suche erleichtert und fortgeführt hätte. Das abgebrannte Auto stand wirklich in der Nähe vom Schrottplatz, realtiv abgelegen, in einem Viertel, das nicht einmal wir zum Jagen nutzten. Außerdem war ich mit ein paar Tagen Verzögerung der Aufforderung meines Onkels nachgekommen, nicht zuletzt darum, da Lynn, im Prinzip diejenige, die für die Verwaltung und so alles drum herum verantwortlich war, nicht aufhörte anzurufen. Ich konnte mich wohl nicht mehr allzu lange um einen kleinen Besuch herum drücken, es hatte mich sowieso gewundert, dass mein Onkel nicht einfach geschickt hatte, um mich abzuholen. Oder hatte er das aufgegeben, als sein Sohn versagt hatte? Wie auch immer, unser Gespräch war mal wieder nicht allzu gut verlaufen. Unsere kleine Diskussion was auf der Jadg falsch gelaufen war, war schnell ausgeartet und endete nur, indem ich schlicht nichts mehr erwiderte. Deshalb hasste ich es hier her zu kommen, es endete immer so. Doch als ob das nicht genug gewesen wäre musste er auch noch die Begegnung zwischen Matt und Miranda erwähnen. Ich verdrehte leicht die Augen, während sich auf seine Lippen ein hämisches Lächeln schlich. "Das ist die Tochter vom Alphawolf, nicht wahr?" Sein Gesichtsausdruck zeigte mir ziemlich gut seine Belustigung über diese Tatsache, doch ich erwiderte nichts, es war ihm doch sowieso schon klar. "Selbst ihr Parfüm konnte ihren Geruch nicht vollkommen überdecken, dass du noch nicht über sie hergefallen bist..." Fuhr er fort und ich konnte seinen Blick bereits auf mir spüren, noch ehe ich ihn ansah. "Soetwas nennt man Diplomatie." Erwiderte ich kalt und musterte ihn abschätzend. "Ahja?" Sein Grinsen verbreitete sich noch etwas mehr. "Na wenn das so ist..." Er ließ das offenbar ziemlich desinteressiert auf sich sitzen und nickte zur Tür, während er sich halb abwandte. "Das nächste Mal will ich, dass du gleich hier aufkreuzt, wenn ich es von dir verlange." Ich kommentierte seine Aufforderung nur mit einem belustigten Schnauben, ehe ich aus dem Raum trat und die Tür hinter mir zu schmiss. Lynns Blick konnte ich nur zu gut auf mir spüren, doch wir beide verloren kein Wort. Stattdessen begab ich mich in des zu groß geratenen Hof, setzte mich auf meine Maschine und fuhr davon.
Nach meiner kleinen Jagd, die ich noch dazwischen gelegt hatte, fuhr ich das Motorrad nun die Auffsahrt hoch, wobei ich darauf achtete, als ich an dem unbekannten Fahrzeug vorbei fuhr, keine Kratzer in den Lack zu machen. Ich dachte jedoch nicht wirklich darüber nach, wem das Auto gehören könnte. Stattdessen drehte ich den Schlüssel herum, kickte den Ständer runter und betrat noch immer mit etwas mieser Laune das Haus. Klirrend zog ich den Schlüssel auf der Treppe noch aus der Hosentasche und seufzte leise. Wieso hatte mein Onkel so gegrinst, als wir auf das Thema Miranda zum sprechen kamen? Ich hatte keine Zeit darüber nachzudenken, denn als ich den Blick hob konnte ich die besagte Wölfin wartend, mit einem Pizzakarton unter dem Arm, vor der Wohnungstür entdecken. Mit leicht schief gelegtem Kopf sah ich sie an. "Wartest du schon lange?" Dann griff ich an ihr vorbei, schloss die Tür auf und stieß sie letztendlich vollends auf, ehe ich darauf wartete, dass die Wölfin eintrat. Die Frage, was sie hier überhaupt wollte, kam mir noch gar nicht in den Sinn.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:17 pm

Miranda

Langsam füllte sich das Treppenhaus mit dem penedrant werdenden Geruch und eigentlich wunderte es mich, dass sich noch keiner beschwert hatte. Außerdem fiel mir auf, dass Blake ganz schön lange zum Öffnen der Tür brauchte, bis mir der Gedanke kam, dass er eventuell gar nicht daheim sein könnte. Und plötzlich schien mir diese Idee ganz plausibel aber was nun? Tür war abgeschlossen, einbrechen war auch keine Option und da ich die Pizza hier nicht im Flur essen wollte dachte ich schon darüber nach, aus lauter Hunger, den Türstock anzufressen. Mit einem resignierten Seufzer wollte ich mich eigentlich schon wieder ans gehen machen, als ich das mir nur allzu bekannte Röhren seines Motors wahrnahm, sich auf meinen Lippen ein leichtes Lächeln bildete, mein Herz wieder begann zu pochen und ich von jetzt auf gleich allerbester Laune war. Jedoch versuchte ich nicht den Eindruck zu vermitteln gleich vor Freude die Decke hochkrabbeln zu können, sondern entgegnete seinem überraschtem Blick mit Grinsen. "Nicht wirklich. Allerdings hatte ich schon fast in Erwägung gezogen meine Pizza am Boden zu essen" antwortete sie ihm, genoss den kurzen Körperkontakt zu ihm und trat dann in die Wohnung ein. Ich steuerte sofort die Küche an, legte den Pappkarton auf den Tisch und warf meine Jacke wie auch meine Mütze über den Stuhl ehe mein Magen furchtbar laut grummelte. "Ich hatte heut kein Glück bei der Jagd und nur einen Tost zum Frühstück" erklärte ich mich selbst auf Blakes belustigten Blick hin. "Ich hoffe ich störe dich nicht" meinte ich, während ich nach einem großen Teller suchte. Ich hielt nicht viel davon direkt aus dem Karton zu essen - das im Flur wäre eine Ausnahme in einer Notfallsituation gewesen. Erst jetzt fiel mir auf, dass er etwas gestresst oder schlecht gelaunt wirkte. Ich zog meine Stirn etwas in Falten als ich kurz mit meinem Tun stoppte, meinen Kopf schief legte und ihn fragend musterte. "Alles ok?" fragte ich vorsichtig.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:18 pm

Blake:

Auch wenn meine Laune bis eben so ziemlich im Keller gewesen war brachte mich Mirandas breites Grinsen und ihre etwas fragwürdige Aussage doch zum Lächeln. Wir betraten die Wohnung, wobei ich die Tür hinter mir schloss und den Schlüssel auf die Kommode legte. Diese Zeit nutzte die Wölfin bereits schon um in einem ziemlich gewohnten Gang die Küche zu betreten und leises Klirren und Scharren verkündete, dass sie sich bereits schon wieder wie zu Hause fühlte. Ich folgte ihr, blieb allerdings auf der Schwelle stehen und lehnte mich mit verschränkten Armen gegen den Türrahmen, während ich Mirandas Suche beobachtete. Ihre Jacke hatte sie achtlos über die Stuhllehne geworfen und die Pizza wartete leicht dampfend darauf verspeist zu werden. Erst das recht laute Knurren ihres Magens zog meine Aufmerksamkeit wieder direkt auf sie und auf ihre Erklärung hin zog ich nur grinsend etwas die Augenbrauen nach oben. "Einen Lamia erwischst du, aber ein Reh..." Ich ließ den Satz unvollendet und besah sie nur vielsagend, ehe auf ihre Frage hin den Kopf schüttelte. "Ich hatte heute sowieso nichts mehr vor." Erklärte ich und mein Blick glitt etwas gedankenverloren zur Seite, während sie sich weiter ihrer Suche widmete. Ich musste zugeben, es tat gut, dass sie hier war, allerdings schlich sich dazu noch ein anderer Gedanke. Was wenn mein Onkel dieses Vertrauen irgendwann ausnutzen würde? Jetzt, da er offensichtlich wusste, dass sie mir genug traute, um sich in meiner Wohnung aufzuhalten. Mein Blick zuckte wieder nach oben, als ihre Stimme meine Gedanken durchschnitt und ich sie einen Moment lang etwas irritiert ansah, ehe ich mich wieder gefasst hatte und leicht lächelte. "Ja, alles okay." Erwiderte ich betont entspannt, ehe ich mich von dem Holz abdrückte. "Was suchst du eigentlich?" Versuchte ich das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken, bevor ich ebenfalls die Küche betrat, gleich die erste Schranktür öffnete und ein großes Pizzabrett zutage beförderte. "Das hier?" Ich hielt es ihr entgegen und wartete auf eine Reaktion. "Besteck ist da unten drin..." Mit einem Nicken wies ich auf die Schublade direkt neben ihr. "...falls du das brauchst."
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:18 pm

Miranda

Ich öffnete mittlerweile den zweiten Schrank und fand... ein paar Schüsseln, Suppenteller und einige Tassen. Sachen die ich weder brauchte noch die recht zusammen passten. Mit einem Seufzer schloss ich den Schrank wieder und musterte die übrigen geschlossenen kritisch. Hier fand man aber auch gar nicht das, was man brauchte. 'Komm schon Miranda... wo hast du letztens die großen Teller gesehen?' redete ich innerlich mit mir selbst. Doch schon eilte mir Blake 'zu Hilfe' und zauberte auf dem nächsten Schrank eine großes Pizzabrett. Meine Miene hellte sich wieder auf und freudig nahm ich das Brett von ihm entgegen. "Ich war... abgelenkt und mit den Gedanken wo anders..." antwortete ich ihm auf seine amüsierte Bemerkung während ich begann die Stücken nach Hochseilaktart vom Karton auf das Brett zu balancieren. "Na dann hast du jetzt etwas vor" ergänzte ich ihm seine Aussage, linste kurz aus dem Augenwinkel zu ihm und grinste ihn an. Als alle vier Stücke auf dem Brett lagen, wischte ich mir meine Finger an einem Papiertuch sauber, faltete den Pizzakarton provisorisch und sah mich dann nach einem Mülleimer um. Doch ich konnte keinen entdecken. Ob er sich ebenfalls hinter einer dieser Türen verbarg? Ich gab die Suche auf, schnappte mir stattdessen mit der rechten Hand meine Pizza und mit der Linken nahm ich Blake an die Hand und zog ihn sanft mit mir in Richtung Wohnzimmer. "Ich hoffe du hast nichts dagegen?" fragte ich und schaltete den Fernseher ein, machte es mir auf der Couch bequem und angelte mir das erste Stück Pizza um es zu verschlingen - gesittet. Ich sah ihm entgegen und machte eine kleine Bewegung um ihm zu bedeuten, dass er sich neben mich setzen konnte - wenn er wollte.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:18 pm

Blake:

Ohne zu zögern nahm sie mir das Brett ab, stellte es auf den Tisch ab, ehe sie begann die einzelnen Pizzastücke von dem Karton auf das Brett zu balancieren. Zu ihrer Jagd bemerkte ich nichts mehr und fragte auch nicht nach. Hätte sie mir erzählen wollen was sie so abgelenkt hatte, dann hätte sie das wahrscheinlich längst getan. Kritish begutachtete ich ihr Tun und wartete beinahe drauf, bis eins der Stückchen entweder auf den Tisch, oder aber gleich auf den Boden fiel. "Hab ich nichts dagegen." Meinte ich nur lächelnd und erwiderte ihren Blick. Kurz darauf hatte sie es doch geschafft alle vier Stücke heil auf das Brett zu transportieren und ließ den Karton malträtiert auf dem Tisch zurück, bevor sie sich die Pizza schnappte, halb an mir vorbei ging, nach meiner Hand griff und mich vorsichtig in Richtung Wohnzimmer zog. Kurz sah ich sie etwas erwirrt an, bevor dieser Ausdruck einem zufriederneren wich und ich mich ohne Widerstand in Richtung Wohnzimmer ziehen ließ. Erst vor der Couch angekommen ließ sie wieder von mir ab und machte es sich, nachdem sie mir wohl aus Höflichkeit die Frage gestellt hatte, bequem. Dass ich nichts dagegen hatte wusste sie also bereits. Ich zögerte auch nicht lange ehe ich ihrer Geste nachkam und es mir neben ihr bequem machte. Im Moment war ihre Nähe nicht wirklich ein Problem für mich. Dieses Mal gab es keine Droge, die mich dazu veranlasste über sie herzufallen und auch mein Durst hatte ich vor einer halben Stunde noch getilgt. Ihr Geruch, der mittlerweile wieder überall in der Luft hing, löste also kaum mehr, als ein leichtes Brennen in meiner Kehle aus. Entspannt schnappte ich mir die Fernbedienung und fing an wie gewohnt durch die Kanäle zu zappen, nur um daraufhin festzustellen, dass nur Mist lief. "Willst du irgendwas sehen?" Aus dem Augenwinkel sah ich zu der Wölfin neben mir.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:18 pm

Miranda

Der Pizzageruch erfüllte mittlerweile das ganze Wohnzimmer, wobei der Geruch nach Salami, Tunfisch, Schinken und Mais Blake wohl weniger interessierte als meiner, und das erste Stück verschwand in Rekordzeit, auch wenn ich versuchte mich weitestgehend zu beherrschen. "Mmhhh..." murmelte ich zufrieden. Das war genau das, was ich nun brauchte. Schon schnappte ich mir das zweite Stück und biss, diesesmal nicht wie ein hungriger Tiger in ein Stück Fleisch, hinein. Nach einigen Augenblicken setzte sich Blake neben mich und begann durch die Kanäle zu zappen. "Hm...?" fragte ich ihn, da er mich mit fragendem Blick ansah, was bedeuten musste, dass er mir eine Frage gestellt hatte, ich diese aber beim besten Willen nicht mitbekomme  hatte da ich viel zu sehr mit dem ersten Stück beschäftigt gewesen war. "Hmmm..." zog ich das Wort in die Länge, rief aber plötzlich 'Stop' als mir eine bekannte Kulisse im Fernseher auffiel. "Der ist gut. Die purpunen Flüsse fand ich schon beim ersten Mal interessant" bemerkte ich noch dazu, winkelte meine Beine an und erwiderte seinen Blick. "Ist der ok für dich? Oder ist das eher weniger dein Geschmack?" fragte ich ihn. Dann kam mir, wie eine Art Geistesblitz, eine andere Frage in den Sinn. "Du sag mal. Ich will jetzt wirklich nicht das Thema wechseln, aber wer war das vor ein paar Tagen eigentlich? Der, der so plötzlich in deine Wohnung geplatzt kam. Er hat mich angesehen, als hätte er noch nie eine nackte, oder besser gesagt, halbnackte, Frau gesehen" fragte ich ihn, biss erneut von der Pizza ab und wartete gespannt auf eine Antwort.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:19 pm

Blake:

Offenbar waren Wölfe doch ebenso Instinktgetrieben, wie wir und nur auf anderes 'Futter' fixiert. Bereits nach einer knappen Minute war das erste Stück bereits weg, wie ich bei dem Blick zu ihr bemerkte. Aber das war noch nicht alles. Etwas irritiert erwiderte sie meinen Blick, so als wären meine Worte gar nicht zu ihr durchgedrungen. Einen Moment sah ich sie noch erwartungsvoll an, ehe ich mich mit einem belustigten Lächeln abwenden wollte. Doch sie beantwortete meine Frage - bewusst oder unbewusst - doch noch. Gehorsam schaltete ich einen Kanal zurück und legte sie Fernbedienung beiseite. Dann blickte ich nochmals zu ihr. Wenn sie nicht aufpasste würde sie am Ende noch in ihre eigenen Finger beißen, denn ein beachtliches Stück des nächsten Viertels der Pizza fehlte bereits wieder. Leicht zuckte ich mit den Schultern, ehe ich mich zurück lehnte. "Hauptsache nicht irgend so eine schwachsinnige Castingshow, oder sowas." Erwiderte ich recht gleichgültig und wollte gerade wieder nach vorne bicken, als Miranda ein weiteres Mal das Wort ergriff. Kurz schnaubte ich etwas belustigt. "Er wird sich schon seinen Reim drauf machen." Ich musste zugeben ich fand den Gedanken amüsant, dass er sich nun wohl ziemlich abstrakte Gedanken machte. "Aber ich bezweifle auch, dass er jemals jemanden gerochen hat, der so verlocken riecht wie du. Auf seltsame Blicke auf Seiten der Lamia solltest du dich einstellen." Meinte ich relativ gleichgültig und sah auf den Bildschirm. Kurz überlegte ich ihrer eigentlichen Frage wer es gewesen war, auszuweichen, aber ich glaubte kaum, dass sie in diesem Thema so schnell locker ließ. Ich legte meine Stirn leicht in Falten. "Sein Name ist Matt und er ist der Sohn von unserem momentanen Anführer." Erklärte ich schließlich, wenn auch nicht ganz aus freien Stücken. Ich mochte es nicht über meine Familie oder auch mich selbst zu sprechen, aber ich glaubte nicht, dass das die letzte Frage für heute Nacht war.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:19 pm

Miranda

Offensichtlich hatte Blake sich selbst noch nie bei  Essen zugesehen, denn er sah mich etwas verwundert an. Hatte er noch nie jemanden gesehen, der wahnsinnigen Hunger hat? Aber mich interessierte das momentan herzlich wenig, hauptsache das Hungergefühl verschwand. Auf meine Frage hin zuckte er nur mit den Schultern, was ich als Zusage wertete. Ich hielt auch nicht viel von solchen Castingshows. Man wusste nie ob das Ganze wirklich war, oder ob das alles nur aufgesetzt war und hinter den Kulissen alles ganz anders ablief. Das dritte Stück aß ich nun in normalem Tempo, da das Schlimmste an Hunger gestillt war und mir mein Magen nicht mehr in den Kniekehlen hing. Als er mir auf meine Frage antwortete, wirkte er nicht so als erzähle er mir das ganz freiwillig. Doch er tat es, was reichte. Ich grinste nur auf seine erste Antwort hin. "Danke für das Kompliment" erwiderte ich belustigt. "Aber er hat sich ja bei unserer ersten Begegnung besser gehalten als ein gewisser anderer Jemand" fügte ich noch hinzu und piekste ihn leicht mit dem Ellenbogen in die Seite. Als er jedoch zu dem eigentlichen Teil kam, wer der junge Mann gewesen war, legte sich meine Stirn in Falten. Wenn es sich bei ihm um den Sohn des Anführers gehandelt hatte, wieso war er dann so ruppig mit ihm umgegangen? Ich glaube nicht, dass es irgendjemanden im Rudel gab, der sich traute so mit mir zu reden - oder dies schon aus reiner Höflichkeit tun würde. Nachdenklich knabberte ich auf dem nächsten Bissen herumkaute. "Sah so aus als ob du ihn nicht besonders leiden könntest..." fügte ich noch so beiläufig zu.

Als auch das dritte Stück vertilgt war, seufzte ich und lehnte mich an Blakes Schulter. "Puh... ich glaube ich falle gleich in so eine Art Essenskoma" klagte ich, als wäre es absolut nicht ungewöhnlich nach drei großen Pizzastücken mehr als satt zu sein. "Sag mal, können sich eigentlich Lamia auch 'überfuttern'?" wollte ich von ihm wissen und sah ihn von seiner Schulter aus an.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:19 pm

Blake:

Skeptisch sah ich sie von der Seite aus an. "Achso?" Meine Tonlage bestätigte, dass das keine Frage war, auf die ich eine Antwort erwartete, denn ich wusste es ja bereits besser. Ich war mir ziemlich sicher, dass Matt nicht so zimperlich sein würde, wenn die Beiden sich auf offener Straße begegnen sollten, doch diesen Gedanken behielt ich für mich. Ihr kurzes, neckendes Anstupsen ignorierte ich für den Moment mal. Als ich ihr allerdings erkärte wer der Mann gewesen war, konnte ich beinahe spüren, wie sich ihr Blick änderte und sie mich etwas überrascht musterte, während sie auf dem Pizzarand rumkaute. Das hatte sie offenbar nicht erwartet. "Nein, nicht wirklich." Bestätigte ich ihre Annahme und mein Blick zuckte nochmal zu ihr, aber damit schien das Thema wohl beendet.
Als auch das dritte Stück letztendlich vertilgt war landete das Brett auf dem Tisch und irgendwie erschöpft wirkend sank die Wölfin in meine Richtung. Vor ein paar Wochen war ich ihr beinahe an der Kehle gehangen und sie hatte nicht einmal ein Shirt von mir anziehen wollen, weil mein Geruch so abstoßen auf sie wirkte. Jetzt lehnte sie an meiner Schulter und sah mich erwartungsvoll an. Es war vorhin definitiv eine gute Idee gewesen noch auf die Jagd zu gehen. Amüsiert erwiderte ich ihren Blick. "Was dich so alles interessiert..." Recht vorsichtig zog ich meinen Arm, den sie ziemlich effektiv an Ort und Stelle hielt, zwischen mir und ihr hervor, ehe ich den Ellenbogen auf die Rückenlehne legte. Vermutlich war es nicht nur für mich so gemütlicher. "Wenn du meinst, ob wir zunhemen können: nein, können wir nicht, von was auch? Und Überfressen im Sinne von müde und träge... das ist mir zumindest noch nie passiert." Erklärte ich bereitwillig und richtete meine Aufmerksamkeit wieder auf die Mattscheibe. "Aber wie kommt es eigentlich, dass du ganz ohne Auspasser hier bist. Ich bin mir eigntlich ziemlich sicher, dass dein Vater da was dagegen hätte, oder nicht?" Ihr Vater schien sich doch recht viele Sorgen um seine Tochter zu machen, was in diesen Zeiten wahrscheinlich auf gerechtfertigt war.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:19 pm

Miranda

Mein Blick lag nach wie vor auf ihm und auf seine Aussage hin zuckte ich nur mit den Schultern. Als er jedoch seinen Arm zwischen uns hervor zog, rutschte ich unwillkürlich noch ein Stück in seine Arme wobei ich ein überraschtes 'Hu?' von mir gab, es dann aber so hinnahm und stattdessen seiner Antwort lauschte. Dass sie nicht zunehmen konnten klang jetzt, wo er es erklärte, ganz logisch - und äußerst praktisch war es auch. Die Menschen wie auch wir Werwölfe mussten darauf achten, dass wir essen und Sport in Einklang brachten, während Lamia und Vampire ihre Figur behielten. Wobei sie ja auch nichts Anderes tranken als Blut. Also hatten sie im Endeffekt nichts davon. Blake konnte weder Pizza, Sushi oder sonst irgendwelche normale Nahrung zu sich nehmen und Blut schmeckte sicher irgendwann langweilig. Die zweite Antwort löste unwillkürlich einen mehr als amüsanten Gedanken in mir aus: Der Braunhaarige, wie er sich gerade über ein weiteres Opfer hergemacht hatte und nun mit einem kugelrunden Bauch an der Fassade eines Hauses lag. Wie auf Kommando musste ich kurz grinsen, ehe ich zu unserem Gespräch zurückkehrte. Jedoch zog ich meine Augenbrauen kurz hoch, als er nach meiner Bewachung und meinem Vater fragte. "Tja. Heute bin ich ausnahmsweise alleine da. Das aber auch nur, weil mein Vater momentan nicht hier ist, er ist zu einem anderen Rudel gereist um den Kontakt zu festigen und um eventuell nötige Hilfe zu bitten. Du musst wissen, wir gehen nicht nur innerhalb des Rudels sehr familiär um. Generell ist unsere Rasse sehr kontaktgebunden. Man sagt zwar oft, dass Wölfe im Allgemeinen Einzelgänger sind, doch haben wir in Gruppen größere Überlebenschancen und ziehen das Rudelleben deshalb vor. In einem Rudel hilft und kennt man sich" erklärte ich ihm. "Wie ist das eigentlich bei euch Vampiren und Lamia? Wird Familie da auch so groß geschrieben? Oder seid ihr eher Einzelgänger?" schob ich noch hinterher, während der Film eher nur noch im Hintergrund lief.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:19 pm

Blake:

Aufmerksam lauschte ich den Erklärungen der Wölfin und mein Blick wanderte etwas verwundert zu ihr zurück. Ihr Vater war verreist? Wer leitete das Rudel dann? Doch nicht etwa sie, oder? Aber die schien die älteste Nachkommin von ihrem Vater zu sein, womit sie, zumindest so viel ich von den Wölfen wusste, Anrecht auf diesen Rang hatte. Außerdem würde das die lange Hungerphase erklären. Das machte den Gedanken, dass sie eigentlich schon fast in meinem Arm lag noch abstrakter, aber ich versuchte dieses Detail einfach auszublenden. Auch ihre Erklärung warum ihr Vater verreist war klang plausibel. Sich Unterstützung zu sichern war im Moment wahrscheinlich kein Fehler und das Wissen, dass jemand hinter einem stand hatte etwas Beruhigendes. Leider gab es so etwas bei uns nicht. Mein Onkel scherte sich so gut wie gar nicht um den Kontakt zu anderen hochrangigen Lamia. Bei ihrer Frage zog ich etwas die Augenbrauen zusammen. "Teilweise." Wenn ich an meine verbliebene Familie dachte wusste ich, dass ich hierbei vielleicht nicht das Paradebeispiel war. "Wir sind wahrscheinlich nicht so miteinander verbunden, so wie ihr es offenbar seid. Es gibt viele Einzelgänger, so wie du es nennst, in unseren Reihen, aber auch einige, die ihrer Familie sehr nahe stehen. Aber soetwas, dass wir viel Kontakt zu anderen Lamia haben gibt es eher selten." Erläuterte ich beton gleichgültig.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:19 pm

Miranda

Während meiner ganzen Erklärung lag sein Blick recht verwirrt auf mir. War ihm das enge Verhältnis unserer Rasse sowohl innerhalb des Rudels wie auch außerhalb davon zu Anderen unser Art unbekannt oder fragte er sich tatsächlich wer nun die Aufgaben und die Position meines Vaters übernommen hatte, dass mich dieser Jemand ohne 'Schutz' zu Blake lies. Doch würde ich es ihm entweder noch irgendwann im Verlauf des Abends sagen oder es ihn selbst herausfinden lassen - dumm war er ja immerhin nicht. Dann antwortete er auf meine Frage und seine Antwort hatte ich mir schon beinahe gedacht. In  dieser Sparte verhielten sie sich wohl ein bisschen wie die Menschen - sie hatten mehr oder weniger Kontakt mit ihrer Familie, doch manche zogen das Alleinsein dem vor. Irgendwie war es dann schon wieder komisch, trafen sie sich also nur zur Fortpflanzung? "Ich muss sagen, in dieser Angelegenheit beneide ich euch kein Bisschen. Ich könnte mir nie vorstellen den Großteil meines Lebens allein verbringen zu müssen" warf ich mit ein und zuckte dann mit den Schultern. "Dafür bin ich wohl schon zu sehr das Rudelleben gewohnt. Mir würde die ständige Gesellschaft schon fehlen" setzte ich noch hinzu, warf ihm dann noch einen Blick zu, ehe ich mich wieder dem Film zuwandte. Gerade sah man den leblos an einem Strick hängenden Körper, welcher ziemlich entstellt war. Und ich wusste nicht ob es an der Pizza oder an dem stressigen Tag lag, aber es dauerte vielleicht nur noch 20 Minuten, als ich merkte, dass ich regungslos an Blakes Schulter einsackte und dort langsam eindöste.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:20 pm

Blake:

Miranda schien wenig überrascht über die Verhältnisse unserer Rasse. Es gab eben doch einige Unterschiede, die uns Lamia von den Wölfen unterschieden und dieser Zusammenhalt gehörte wohl oder übel dazu. Auch für mich gab es nur wenige, denen ich wirklich vertrauen konnte und einige davon hielten sich nicht einmal hier auf, sondern reisten irgendwo in der Welt herum. Ich musste zugeben, das war ein Gedanke, der auch mir gefiel, einfach das alles hinter mir zu lassen, aber es widerstrebte mir alles einfach so meinem Onkel zu überlassen. "Man gewöhnt sich daran." Erwiderte ich noch, ehe auch dieses Gesprächsthema beendet war und auch ich meine Aufmerksamkeit nach vorn richtete. Recht desinteressiert betrachtete ich den leblosen Körper, der an einem Strick baumelte. Ob es nun aufgrund der Szene war, oder mein Unterbewusstsein es so wollte, wusste ich nicht so genau, doch meine Gedanken schweiften ab und ab da bekam ich, wenn ich überhaupt nur noch die Hälfte des Films mit. Zwar war mein Blick auf das Gerät gerichtet, doch ich achtete nicht auf das Geschehen. Stattdessen schlich sich der Gedanke an Riley und Alex wieder in mein Gedächtnis und das Grinsen meines Onkels und so viele unbeantwortete Fragen, die mich nicht in Ruhe lassen wollten. Es vergingen wohl mehr, als nur ein paar Minute, bevor ich merkte, wie Miranda in meinem Arm begann immer schwerer zu werden. Vorsichtig lehnte ich mich etwas nach vorne, um sie besser sehen zu können und mit einem Lächeln erkannte ich, dass meine Vermutung, dass sie eingeschlafen war, richtig gewesen war. Ich beobachtete sie kurz, wie sie in langsamen Atemzügen die Luft einsog und sie genauso langsam wieder aus ihren Lungen entweichen ließ. Ihr Tag schien wirklich nicht ganz ohne gewesen zu sein, denn man konnte nicht sagen, dass es bereits spät war. Es war immerhin erst kurz nach 9. Langsam ließ ich mich wieder zurück sinken. Sie schien doch anzufangen sich hier wohlzufühlen, so oft wie sie hier nun bereits in der kurzen Zeit, in der wir uns kannten, schon hier eingeschlafen war... aber wenn ich ehrlich war mochte ich ihre Gesellschaft. Es war angenehmer, als den ganzen Tag von Lamia umringt zu sein. Noch immer sah ich zu ihr. Ob sie wohl nochmal aufwachen würde? Geduldig richtete ich meine Aufmerksamkeit wieder auf den Fernseher. Ob ja oder nein, ich würde ihr wohl ein weiteres Mal mein Bett überlassen, denn ich bezweifelte, dass sie noch die Lust packte nach Hause zu fahren. Erst jetzt bemerkte ich, dass ihre Anwesenheit den Wagen in der Auffahrt erklärte. Unbewusst begann ich mit ihren Haaren zu spielen, während ich dieses mal dem Film mehr Interesse zuteil werden ließ, wobei das, jetzt nach über der Hälfte, ziemlich witzlos war.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:20 pm

Miranda

Wahrscheinlich war es schon fast lächerlich, dass ich schon so früh eingeschlafen war, aber ich war einfach nur fertig gewesen. Anders hatte man es nicht beschreiben können. Und noch abstruser war wohl die Tatsache, dass ich mitten in Blakes Arm eingeschlafen war. Noch vor einigen Wochen hatte er mich beinahe zu seinem Mitternachtssnack gemacht und ich hatte seine Schulter als Kauknochen genutzt. Doch spätestens jetzt konnte keiner von uns beiden mehr leugnen, dass irgendetwas zwischen uns war, was weit über den Waffenstillstand hinausging. Doch er schien wenig dagegen zu haben, so oft wie er mich nun schon in seiner Wohnung aufgenommen hatte. Und auch ich fand seine Nähe und Anwesenheit nicht unangenehm. Die kleinen Sticheleien, die wir uns immer mal wieder lieferten waren einfach nur köstlich.

Eigentlich war ich schon eingeschlafen, meine Atemzüge waren regelmäßiger geworden, doch als ein Schrei, vermutlich der einer Frau, ertönte schreckte ich regelrecht in seinen Armen hoch und blinzelte leicht alamiert in den halbdunklen Raum hinein. Erst jetzt realisierte ich, dass es sich nur um ein Geräusch aus dem Fernseher gehandelt hatte. Beruhigt lehnte ich mich wieder gegen den Braunhaarigen Lamia, als ich auch jetzt realisierte, was ich da tat. Zwar hatte ich mich vorhin an ihn gelehnt, doch diente dies vielmehr der kurzen Entspannung. Etwas irritiert und rot brachte ich Abstand zwischen uns und begann herum zu stammeln. "Oh tut... tut mir leid. Ich hatte nicht vor dich zu behindern, falls du die bewegen hättest wollen... also" und wieder begann ich vollkommenen Schwachsinn zu reden und war dann doch lieber ruhig. "Ich... gehe dann wohl mal schlafen..." murmelte ich noch hinterher, bevor mir einfiel, dass er ja nur ein Bett hatte und ihm wohl nur noch die Option zur Couch bliebe. Und auch wenn diese nicht klein oder unbequem aussah, war es doch schon etwas unhöflich, dass ich ihn nun immer öfters, in seiner eigenen Wohnung, auf dem Sofa schlafen lies. Also stand ich auf und hielt ihm auffordernd eine Hand hin. "Weißt du... ich bin mir sicher, dass das Bett groß genug ist. Ich fühle mich schon etwas seltsam, dich aus deinem eigenen Bett zu vertreiben..." meinte ich noch. Falls er mit schlafen gehen wollte, so hatte ich mein Problem ihm eine Hälfte zu überlassen. Es würde ja nichts passieren, es ging rein ums Schlafen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:20 pm

Blake:

Nach einer Weile hatte auch ich mich völlig entspannt und verfolgte interessiert den Film. Ich kannte ihn zwar nicht, aber er war definitiv nicht schlecht. Umso weniger hatte ich damit gerechnet, dass die Wölfin aus dem nichts beinahe aufsprang und sich alamiert umsah. Verwirrt und gleichzeitig überrascht sah ich sie an. Was war los? Doch als ihr Blick zum Fernseher wanderte und sie sich wieder entspannte war es eigentlich klar, dass es die Stimme dieser Frau gewesen war, die sie so hatte aufschrecken lassen. Als sie sich zurck in meinen Arm sinken ließ hätte ich das ohne weiteres Kommentar so hingenommen, sie hatte aber anscheinend andere Gedanken. Es dauerte wohl kaum eine Sekunde, bevor sich die Wölfin am anderen Ende des Sofas wiederfand, die leichte Röte die sich dabei auf ihre Wangen geschlichen hatte war mir dabei nicht entgangen. Erwartungsvoll sah ich sie an, ehe sie anfing zu reden - oder besser verlegen zu stammeln, was mich unwillkürlich amüsiert zum Lächeln brachte. Ja. Genau. Als ob ich mich nicht bewegen könnte, nur weil sie sich an mich lehnte. Doch ihre Verlegenheit endete damit nicht. Noch immer konnte ich den leichten Rotschimmer auf ihren Wangen sehen, doch ich erwiderte noch immer nichts. Auf ihre Ankündigung nickte ich nur leicht. Es war mir ja sowieso schon klar gewesen, dass sie auch diese Nacht hier verbringen würde und dass sie dann in meinem Bett schlief war eigentlich schon fast Gewohnheit. Mit dem Gedanken die Nacht auf der Couch zu verbringen hatte ich mich also inzwischen abgefunden, es störte mich auch nicht. Doch als sie dann aufstand und mir die Hand hin hielt sah ich sie nur skeptisch an, doch sie schien das vollkommen ernst zu meinen. "Du bist manchmal wirklich seltsam, weißt du das eigentlich?" Wieder musste ich leicht lächeln. "Du schläfst in meinem Arm ein, wachst auf und bringst vor Verlegenheit kaum einen Ton raus. Und jetzt willst du, dass ich mit dir in einem Bett schlafe?" Ich legte meine Stirn leicht in Falten und achtete auf ihre Reaktion, bevor ich leicht mit den Schultern zuckte. "Ich meine ich verbring die Nacht zwar lieber im Bett, als auf dem Sofa, aber du kannst es auch für dich haben, wenn dir das lieber ist." Erklärte ich relativ gleichgültig und wartete auf ihre Antwort. Ich war selbst etwas überrascht von mir. Eigentlich ließ ich grundsätzlich jeden auf der Couch schlafen, aber bei Miranda hatte ich auch kein Problem damit, dass ich derjenige war, der die Nacht auf der Couch verbrachte.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 10:20 pm

Miranda

Ich wusste eigentlich selbst nicht, wieso ich nicht einfach meinen Mund hielt, mich umdrehte und mich zum Schlafen in sein Schlafzimmer zurückzog. Und, dass es allein wegen der Sache mit dem Vertreiben war, konnte ich mir nicht wirklich hundertprozentig eingestehen. Aber irgendwie brachte mich der Braunhaarige in letzter Zeit durcheinander - als wäre dies sowieso nicht schon der Fall. Noch einige Sekunden behielt ich meine auffordernde Haltung, ehe ich meine Hand sinken lies und ihm zuhörte. Aber das was er mir sagte, wusste sowieso schon. Dass ich mich in seiner Nähe in letzter Zeit äußerst komisch und verlegen verhielt und nur noch dummes Zeug von mir gab. "Wenn du es dir anders überlegst..." gab ich nur noch leicht verlegen zurück, drehte mich um und steuerte das Schlafzimmer an. Da er wohl sowieso nicht mehr vorhatte zu kommen, zog ich mich an Ort und Stelle um. Ich hatte extra, für alle Fälle, ein Spaghettiträgertop angezogen und suchte mir nun eine seiner Boxershorts heraus welche ich über meine eigene Unterwäsche zog. Dann legte ich mich in sein Bett, welches ziemlich nach ihm roch, konnte jedoch nicht sofort einschlafen, wie es in Blakes Armen der Fall gewesen war. Wieso zog es mich immer wieder zu ihm? Wieso redete ich fast nur Stuß in seiner Nähe? Ich konnte doch nicht... nein, das war einfach zu abstrus und leisten konnte ich mir soetwas, vor allem momentan, absolut nicht.
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