The Wolf and the Vampire - Archiv

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Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:32 pm

(So, aus Angst, dass alles gelöscht werden könnte in SA fang ich jetzt doch mal an alles rüber zu kopieren :DVielleicht hab ich gerade auch einfach zu viel Zeit, wer weiß...)

Miranda

Unsere Schritte ließen die wenigen unherliegenden Äste jedesmal knacken, wenn Ashley oder ich auf sie traten. Beim Ersten zuckte die 12-jährige Blondine leicht zusammen. Auch wenn sie kein weinerliches Baby war, jedoch verstand ich ihren Schrecken. Für sie war diese ganze Sache mit dem Werwolf, obwohl sie in eine Wolfsfamilie geboren wurde, vollkommem neu. Ihre Mutter hatte mir Ashley anvertraut. Sie selbst war zwar eine Werwölfin, doch hatte wohl nicht sehr viel Ahnung von der Ausbildung einer jungen Werwölfin. Und da ich selbst die Ausbildung meines Vaters, des Alphawolfes, genossen hatte, willigte sie ein Ashley von mir ausgebilden zu lassen. Ich selbst hatte jedoch keine Angst mehr, ich kannte die Wälder hier, sprichwörtlich, wie meine Westentasche. Ich atmete den frischen, erdigen Geruch ein und ließ den tiefen Atemzug wieder entweichen. "Was... was machen wir jetzt hier, Miranda?" fragte sie mit leicht zitternder Stimme und sah sich regelmäßig um, als habe sie das Gefühl beobachtet zu werden. In gewisser Weise stimmte das auch. Die Mondsichel strahlte ihr silbernes, mystisches Licht auf uns herunter und der Wald selbst beobachtete uns. Ich wandte mich zu meiner kleinen Schwester, eigentlich war sie nur meine Halbschwester aber ich hatte sie aufwachsen sehen und sie lieb gewonnen, grinste sie an und stupste sie leicht an der Nasenspitze. "Wir lassen jetzt den Wolf in dir seine Freiheit. Hier in den Wäldern hast du dazu die perfekte Gelegenheit. Konzentrier dich auf das Tier in dir. Und du wirst sehen, es geht fast wie von selbst" antwortete ich ihr und beinahe zeitgleich hörte man ein kleines Reißen. Schnell zog ich meinen Mantel aus und ließ in zu Boden gleiten. Meine Jeans, mein Oberteil und auch meine Schuhe rissen und gingen kaputt. Meine ganze Anatomie änderte sich. Das hasselnusbraune Haar spross mir nun am ganzen Körper, meine Haltung veränderte sich und Wolfsohren wuchsen mir. Und bevor ich mich versah stand ich als die Werwölfin da die ich war. Ich jaulte ein kurzes Heulen in die Nacht hinaus, worauf ich einige wenige Antworten bekam, und nickte dann auffordernd in Ashleys Richtung. Das Mädchen starrte mich fasziniert an, ehe sie nickte und sich wohl begann zu konzentrieren. Einige Minuten lang stand das Mäschen stumm und mit zusammengekniffenen Augen da und schien innerlich mit sich zu ringen, ehe, von einer Sekunde auf die Nächste, ihre Klamotten zerbersteten und ein schneeweiser, etwas kleinerer Wolf neben mir stand. Ein kurzes 'Bellen' verließ mein Maul ehe ich losstürmte und sie mir hinterher sprintete. Ich wollte ihre Ausbildung nicht zu ernst beginnen, denn ich wusste aus eigener Erfahrung, dass zu straffe Zügel manchmal problematisch sein konnten. Und gab es überhaupt etwas schöneres, als des Nachts durch den Wald zu hetzen? Meiner Schwester schien es jedenfalls Freude zu bereiten.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:32 pm

Blake:

Die heraufziehende Dunkelheit verbarg uns nahezu perfekt in ihren Schatten, während unsere Schritte leichtfüßig, fast still über den Boden glitten. Unser Blick war auf das Opfer gerichtet, das unweit vor uns durch die Gassen irrte und sich mehr als einmal misstrauisch umsah. Neben mir hörte ich das mir nur zu bekannte Zischen, als Tyson scharf die Luft zwischen seinen Zähnen einsog. "Reiß dich zusammen!" Hörte ich mich ihn anherrschen, ehe ich kurz darauf seinen wütenden Blick auf mir spürte, doch es kümmerte mich nicht. Ich hatte meine Hände in den Hosentaschen vergraben verließ entspannt unser kleines Versteck, als das Opfer, ein junger, blonder Mann um die Ecke bog. Kurz glitt mein Blick vielsagend zu Tyson und er verstand sofort, wie mir sein vorfreudiges Grinsen verriet. Ohne zu zögern löste er sich vollständig aus der schützenden Dunkelheit und hetzte dem Mann hinterher um die Ecke. Es dauerte nur einen Moment, ehe der erschrockene Aufschrei erstarb und sich Tyson wohl genüsslich an seinem Blut ergötzte. Nur wenig später bog auch ich um die Ecke, blieb dort jedoch stehen und sah dem Spektakel aus der Ferne aus zu. Gelassen hatte ich mich an die kalte Fassade gelehnt und seufzte leise. Noch immer hing der junge Lamia an der Kehle des Mannes und ich wusste, dass, wenn er jetzt nicht aufhören würde, ich ihn dazu zwingen musste. "Tyson! Das reicht!" Ich hatte mich wieder aufgerichtet und die Arme vor der Brust verschränkt, doch noch immer wollte der Lamia nicht von seinem Opfer ab lassen. Leicht entnervt stieß ich die Luft aus, ehe ich zu ihm hinüber trat, ihn am Nacken packte und unsanft zurück zog. "Das reicht hab ich gesagt!" Fuhr ich ihn an und fing den Mann auf seinem Weg zum Boden auf. Das leise knurren hinter mir ignorierte ich. Tyson wusste, dass er keine Chance hatte, wenn er sich gegen mich anlegen würde. Noch immer sickerte Blut aus der Wunde an dem Hals des Mannes. Ohne wirklich darüber nachzudenken leckte ich über die beiden rot gesäumten Löcher, die fast augenblicklich anfingen zu heilen. Bis er wieder zu sich kommen würde würden auch die letzten Spuren davon verschwunden sein. Ich legte ihn auf den Boden. Hier in den Gassen war es ziemlich unwahrscheinlich, dass ihn jemand fand. Es verirrten sich nicht viele Leute in diese beinahe abgelegene Gegend, weshalb sie nahezu optimal für die Anfänger zum Jagen war. Langsam richtete ich mich wieder auf und ging an Tyson vorbei, der mir jedoch sogleich folgte. Schweigend liefen wir nebeneinander durch die Gassen. Für heute war mein Job getan und somit gehörte die Nacht nun mir allein.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:32 pm

Miranda
Die Geräusche unserer trommelnden Pranken, die nun beide im fliegenden Takt auf den Boden aufkamen, hatte rein gar nichts mehr mit denen unserer menschlichen Schritte zu tun. Der Wind der durch das Rennen entstand, fuhr uns durch unser Fell und zerzauste es leicht, doch wann sah ein Wolfsfell schon 'ordentlich' aus? Ashley war mittlerweile mehr als übermütig geworden, sie legte nocheinmal an Tempo zu und preschte ein ganzes Stück voraus. Die Kraft schien nun in ihr zu pulsieren und gab ihr den Energieschub, der für diesen Sprint nötig war. Doch ich hielt von dieser Aktion absolut nichts. Sicher, die jungen Wölfe waren immer etwas quirlig, hyperaktiv und übernahmen sich selbst, aber hier und zu dieser Tageszeit war es für jemanden wie Ashley viel zu riskant die eigenen Grenzen austesten zu wollen. Wusste man, ob sich nicht diese widerwärtigen Blutsauger hier irgendwo herumtrieben? Die letzte Zeit taten sie sich wohl nicht nur an dem Blut von Menschen, sondern auch an dem sämtlicher Werwölfe gütlich. Immer mehr ihrer Bekannten, Rudelmitglieder und sogar jemand aus ihrem Freundeskreis waren verschwunden und nie mehr aufgetaucht. Es war für die Lamia, zumindest für die 'Zivilisiterten', eigentlich untypisch ihre 'Mahlzeiten' umzubringen, aber dies galt ja nur für Menschen. Vermutlich tranken sie erst ihr Blut und brachten die Wölfe dann um. Oder ließen ersteren Teil auch gleich ganz weg, jenachdem wie sie wohl bei Laune und Appetitt waren. Ich legte auch etwas an Tempo zu, was nicht schwer war, da mein Blut bei dem Gedanken an diese Kreaturen wieder einmal kochte, und holte sie schließlich ein. Ich versperrte einige Meter vor ihr den Weg und schlitternd kam sie, nur wenige Zentimeter vor mir, wieder zum Stehen. Sie sah mich leicht quängelig an, als wolle sie fragen wieso ich sie gebremst hatte. Jedoch brachte ich ihr Jaulen mit einem scharfen Knurren zum Schweigen und machte ihr unmissverständlich klar, dass sie solche Aktionen in Zukunft zu unterlassen hatte. Ihre Ohren legten sich an und ihr Blick wanderte schuldbewusst in Richtung Boden. Scheinbar sah sie ihren Fehler ein, weswegen ich keinerlei Grund hatte länger auf sie böse zu sein oder ihr dies nachzutragen. Ich leckte ihr kurz über die Wange, signalisierte ihr damit, dass wir nun weiter machen konnten und, dass ich nicht böse oder ähnlches war.

In den nächsten zwei Stunden beschäftigten wir uns mit den unterschiedlichsten Gerüchen. Von Reh und Hase bis hin zu den Gerüchen des Waldes und seinen Pflanzen. Welche waren Gifig? Wie fand man am schnellsten Wasser? Wie verfolgte man über längere Distanzen Beutetiere? Als der Mond hoch über uns stand, fing sie zu schwächeln an, sie wurde wohl langsam müde. Ein kurzes Heulen meinerseits und eine Antwort, die nur kurz darauf folgte, sicherte ihre Begleitung nach Hause. Nach etwa 10 Minuten näherten sich Schritte und aus dem Dickicht trat ein Wolf, dessen Fell grau und verwaschen aussah. Er war nur ein wenig kleiner als ich, doch die Muskeln waren deutlich zu sehen. Doch für eine 'Begrüßung' blieb keine Zeit. Schon zog er seine Lefzen hinauf und knurrte mich an. Mein Halbbruder machte keinen Hehl daraus, dass er mich nicht mochte. Doch diese Antisympathien beruhten auf Gegenseitigkeit. Ich gab ihm nur zu verstehen, dass er, wenn er es schon nicht für nötig hielt seine kleine Schwester auszubilden, sie wenigstens sicher nach Hause bringen sollte. Ihm schien eine Anweisung von mir absolut nicht zu gefallen, doch er nahm sie schließlich hin. Er trat den Nachhauseweg an und Ashley folgte ihm, nachdem sie sich mit einem Heulen von mir verabschiedet hatte. Jedoch verwandelte ich mich noch nicht wieder zurück und folgte den beiden, sondern drehte mich um und preschte weiter in den Wald hinein. So war es schon immer. Früher kamen mein Vater ud ich teilweise sehr spät nachhause, weil ich immer lieber in der Natur war, als in unseren vier Wänden. In der Freiheit des Waldes bekam ich den Kopf am besten frei und konnte so auch Dampf ablassen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:33 pm

Blake:

Unsere Verabschiedung an der Einmündung zur Hauptstraße fiel, wie es bei mir immer war, sehr knapp aus, dann machte er sich auf den Weg wohin auch immer. Ich kümmerte nicht weiter darum, da es nicht meine Pflicht war ein Kindermädchen für die jüngeren unter uns zu sein. Ich sollte ihnen lediglich "Manieren" beibringen und dafür sorgten, dass sie niemanden töteten. Ebenso gehörte es zu meinen Aufgaben ihnen das Verhältnis zwischen Lamia, Vampiren und Werwölfen klar zu machen, auch wenn ich dafür nicht gerade die optimale Wahl war, immerhin verachtete ich die stinkenden Wölfe, die hier offenbar ungeachtet der Regeln, ihr Unwesen trieben. Tief sog ich die kalte Nachtluft ein. Sie beruhigte mich und half mir dabei klar zu denken. Nun war ich an der Reihe meinen Durst zu stillen. Kurz schweifte mein Blick die Gasse auf und ab. Normalerweise war es nicht mein Jagdgebiet hier, aber heute hatte ich nicht wirklich Lust auf eine Herausforderung, wie es sonst der Fall war. Heute Nacht würde ich nur meinen Durst stillen und dann... mal sehen. Vielleicht begegnete ich ja sogar noch einem Wolf, der dumm genug war sich gegen mich anzulegen. Allein der Gedanke brachte mich dazu vorfreudig zu lächeln. Ja, das wäre ein guter Abschluss für die Nacht, aber erstmal Jagen, der Durst brannte mir bereits seit einer Weile in den Adern. In aller Ruhe kehrte ich also zurück zu dem Platz, wo Tyson sein Opfer zurück gelassen hatte. Noch immer lag der blonde Mann am Boden und die Witterung von Blut lag in der Luft. Ich rümpfte die Nase. Ich hatte zwar keine wirkliche Lust zu jagen, aber ich würde nicht jemanden verbrauchten annehmen. Ich trat also über den regungslosen Körper und begab mich weiter in das Innere des Viertels. Nicht viel begegnete mir dabei. Nur ein paar Katzen, die zwischen den Tonnen umher schlichen und wohl auf Nahrungssuche waren, wie auch ein paar Mäuse mit der gleichen Absicht. Ich musste ein ganzes Stück gehen, ehe mir das helle Klackern von hochhackigen Schuhen entgegen hallte. Eine Frau, ganz alleine hier unterwegs? Ich hob den Blick. Sie befand sich um der nächsten Häuserecke und war bereits so unglaublich nahe bei mir. Entspannt blieb ich stehen, denn sie kam bereits auf mich zu. Abrupt endeten ihre Schritte, als sie mir entgegen sah. Nur wenige Meter trennten uns und wieder lächelte ich gefährlich. Ich konnte sehen, wie sie zitterte und einen Schritt zurück wich, doch ehe sie davon rennen konnte stand ich bereits hinter ihr. Erschrocken quiekte sie auf, was mir ein amüsiertes Schmunzeln entlockte. "Hast du etwa Angst?" Fragte ich unschuldig, ehe ich langsam meinen Mund zu ihrem Hals senkte und meine Lippen über ihre Haut strich. Ihr Puls ging viel zu schnell und entfachte meine Gier, doch ich biss noch nicht zu. Ich liebte diesen Moment, wenn die Gier mich zu überwältigen drohte. "W... was willst du?" Ihre Stimme klang erstickt. "Du solltest nachts nicht durch solche Gassen streifen, das ist gefährlich." Meinte ich verständnisvoll und hörte, wie sie leise schluckte, jedoch nichts mehr erwiderte und sich nicht einmal wehrte. Das war beinahe zu einfach. Noch einmal sog ich den süßen Geruch ihrer Haut auf, ehe ich mich völlig meinen Instinkten hingab und meine Zähne in ihrer Haut vergrub. Leise stöhnte sich auf und wandte sich in meinem Griff, ehe sie ganz weich in meinen Armen wurde und jeden Widerstand aufgab. In völliger Ruhe trank ich und achtete darauf keinen tropfen des roten Lebenssaftes zu vergießen, ehe ich spürte, wie sie wirklich schwach wurde und sogar der Puls allmählich etwas unregelmäßig wurde. Langsam zog ich meine Fangzähne auf ihrem Hals, leckte über ihre Wunde, so dass auch diese sich beinahe augenblicklich schloss und zog sie in den Schatten der Häuserfassaden, ehe ich ihren Mantel über sie legte, dann richtete ich mich auf und ging davon. Dieser Stadtteil lag nahe am Wald, ich war schon lange nicht mehr dort, vermutlich weil die Wölfe dort ihr Unwesen trieben, aber momentan war mir einfach nicht nach stinkender Stadtluft. Ich hatte auch nicht vor mich in das Innere des Waldes zu begeben, sondern ich ließ mich am Rande des Waldes auf einem dicken Ast einer hohen Birke nieder, lehnte mich an den Baumstamm und schloss die Augen, während ich die Ruhe genoss, die mich umgab. Manchmal fragte ich mich, warum ausgerechnet ich die jungen trainieren musste, aber das war der Anfang zum Aufstieg, irgendwann würde ich in die Fußstapfen meines Vaters treten.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:33 pm

Miranda

Ich beschleunigte meine Schritte nocheinmal und beinahe flog ich über den Boden, denn meine Pfoten berührten jedesmal nur noch Sekunden den Boden, nicht einmal, ehe sie sich wieder abdrückten und mich so weiter nach vorne trieben. Geschickt wich ich den Ästen und Wurzeln aus. Doch erwarten konnte man nichts anderes, diesen Wald durchkämmte ich immerhin seit ich 6 Jahre alt war. Ein freudiges Heulen verließ meine Kehle ehe ich abrupt stehen blieb. Ich war zwar noch nicht in der Stadt angekommen, doch eines der Viertel grenzte ziemlich an dieses Waldstück. Doch dies bereitete mir aber nun eher weniger Sorgen. Selbst wenn sich ein Mensch hierherwagen sollte, was aber so gut wie nie passierte, so würde er mich schlicht für nornalen Wolf halten. Er eürde sich vielleicht etwas über mein Vorkommen hier wundern, mehr aber auch nicht. Aber der Blutgeruch, welcher mehr als penetrant in der Luft lag, ließ schon eher die Vorsicht und das Misstrauen in mir hochsteigen. Entweder hatte es hier eine Schlägerei gegeben welche ausgeartet war, oder, was ich für wahrscheinlicher hielt, hier hatte sich einer dieser Blutsauger eine 'Mahlzeit' genehmigt. Ich schlich nun mit geduckter Haltung, angelegten Ohren und angespannten Muskeln drch das Unterholz. Man wusste ja nicht, ob dieses Pack sich hier noch herumschlich. Wie sie diese Monster hasste. Sie waren eiskalt, mussten für das, was sie zum Überleben brauchten töten, da sie Blut selbst nicht produzieren konnten, und ob nun Lamia oder Vampir, ungesittet waren sie alle auf ihre Weise. Ein ärgerliches Knurren entfuhr mir.

Ich sah mich eine geschlagene halbe Stunde um, doch der Geruch des Blutes verflog langsam und es blieb weiterhin ruhig, woraus ich schloss, dass der Jäger sich verzogen hatte. Ich verwandelte mich zurück, wäre nun jemand vorbeigekommen, hätte dieser Jemand sicher verdutzt reagiert. Die Sache war nämlich die, dass, wenn wir uns verwandelten, unsere Kleidung zerriss. Sie ging schlicht weg und ergreifend kaputt. Das war wohl auch der Grund, wieso wir Werwölfe unnatürlich viele Klamotten besaßen - wir hatten einfach einen großen Verschleiß. Das Schambgefühl und die Scheubdavor hatte ich aber schon lange verloren. Erstens musste ich mich für meinen Körper keinesfalls schähmen und zweitens war das etwas völlig normales im Leben eines Werwolfes und auch in der Gemeinschaft eines Rudels. Mit bedachten und lautlosen Schritten lief ich über den moosbedeckten Boden und fand mich schließlich an einer kleinen Erhöhung wieder. Kurz sah ich mich um und ließ mich dann darauf nieder. Doch bevor ich entspannen konnte, stieg mir der scharfe Geruch von einem dieser Blutsauger in die Nase. Und genau heute hatte ich unglaublich Lust auf ein kleines Spielchen und scheinbar hatte sich mein Opfer nun gefunden. Mal sehen wie er auf mich reagierte, denn immerhin lag ich, zumindest was meinen menschlichen Duft und den meines Blutes anging, in seinem Beuteschema. Was wahrscheinlich noch dadurch verstärkt wurde, dass mein Blut durch meine Wolfshälfte etwas animalisches und wildes bekam. Und doch war ich dazu in der Lage, mich gegen ihn zu wehren. Mit lautlosen Schritten zog ich meine Bahnen in Schlangenlinien zwischen den Bäumen umher, verteilte meinen Geruch so überall wo ich lang kam und landete schließlich wieder bei der Erhöhung. Dort angekommen, setzte ich mich auf den Hügel, zog die Knie an, schlang meine Arme drum herum und wartete mit einem vorfreudigen Grinsen darauf, dass dem Blutsauger meine Fährte in die Nase stieg und das Verfolgungsspielchen so beginnen konnte.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:33 pm

Blake:

Ich sollte hier öfter herkommen, beschloss ich innerlich und seufzte leise. Noch immer umgab mich diese Ruhe und niemand schien sich hier her zu verirren. Nicht einmal ein Wolfsgeruch stieg mir in die Nase. Nur ab und an raschelte es in dem Blättern über mir oder knackte ein Ast, sonst gab es kaum etwas, das meine Aufmerksamkeit erregte - dachte ich zumindest. Als ich die kalte Nachtluft in meine Lungen sog brachen meine Fangzähne hervor, ohne das ich wirklich etwas dagegen hätte tun können. Ein unglaublich verlockender, süßlicher und dunkler Geruch hatte sich zu dem Geruch der nassen Erde gemischt und versuchte alle meine Instinkte dazu zu bringen ihm zu folgen. Leise schluckte ich. Ich hatte erst gerade getrunken und musste eigentlich nicht schon wieder jagen, aber dieser Geruch war so unglaublich... verlockend. Leichtfüßig sprang ich von dem Ast, auf dem ich es mir die letzte knappe Stunde gemütlich gemacht hatte und spähte in die Dunkelheit. Alles war still. Es war gefährlich hier zu jagen, wer wusste schon wo sich die Wölfe rum trieben? Noch immer hinderte der Geruch mich daran genug Selbstbeherrschung zu finden, dass meine Fangzähne sich wieder zurück zogen. Es war zwar gefährlich würde sich aber sicherlich lohnen. Damit war meine Entscheidung gefällt und aufmerksam folgte ich der Fährte durch den Wald. Es war etwas merkwürdig. Im Zick-zack führte der Geruch mich um Bäume herum und lockte mich immer tiefer in den Wald. Ob sich ein Mensch wirklich hier her verirren würde? Doch der Gedanke hinderte mich nicht daran meine Suche fortzusetzen. Stattdessen wurde der Geruch immer deutlicher und immer stechender wurde der Schmerz in meinem Kiefer, wie sich auch das Brennen wieder verstärkte. Wie konnte jemand so verlockend riechen? Ich merkte, wie es immer mehr an meiner Selbstbeherrschung kratzte, doch ich schwor mir, dass ich nichts unüberlegtes tun würde. Ein weiteres Mal glitt mein Blick misstrauisch im Dickicht umher, doch es war nichts merkwürdiges zu sehen und ich setzte meinen Weg fort, bis ich an den Rand einer kleinen Lichtung ankam, in dessen Mitte eine kleine Erhöhung war, wie auch der Grund meiner Gier. Ein blondes Mädchen saß zusammengekauert auf der Erhöhung und spähte in die Dunkelheit. Erst dann fiel mir auf, dass sie keine Kleidung am Leib trug, was ihr eigentliches Wesen verreit. Leise knurrte ich. Ich war darauf hereingefallen. Abermals blickte ich durch das Dickicht, doch noch immer war nicht Ungewöhnliches auszumachen. Hatte sie mich bemerkt und alleine hier her gelockt? Meine Gier verweigerte es mich zurück zu ziehen und mein Verstand riet mir dringend davon ab sich ihr noch weiter zu nähern, weshalb ich weiter geduckt im Dickicht blieb und zu ihr sah. Wie konnte ein Wolf so verdammt gut riechen? Innerlich verfluchte ich sie dafür.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:33 pm

Miranda

Beinahe schon siegessicher erhob ich meinen Blick hinauf in den Himmel, wo die helle Mondsichel mir genug Licht spendete um dehen zu können. Dazu war zwar weniger Licht nötig, als es ein normaler Mensch brauchte, denn wir Wölfe hatten zwar bessere Sinne doch in vollkommener Dunkelheit konnten wir trotzdem nichts sehen. Zwar etwas von dem Mondlicht abgelenkt, lauschte ich in den Wald hinein, ob sich der Blutsauger schon auf den Weg gemacht hatte und auf meinen Geruch eingegangen war. Ich könnte es ihm nichteinmal verübeln, mir war vor einem Jahr schoneinmal eines dieser Monster in die Falle gegangen - und das war seine letzte Jagd gewesen. Diese Fertigkeit, die ich als Einzige im Rudel besaß, hatte mir auch die Aufgabe eingebracht, von Zeit zu Zeit die Vampire und Lamia von unseren Verstecken weg zu locken. Denn ich hatte noch keinen der Blutsauger erlebt, der meiner Fährte widerstehen konnte. So wohl auch nicht dieses Exemplar. Ich hörte ihn schon als er ankam, und das obwohl er sich wohl größte Mühe gab unerkannt zu bleiben. Wie lange er wohl brauchte zu erkennen wer, oder bessergesagt, was ich war? Oder wusste er es schon und verdluchte sich innerkich selbst über seinen Leichtsinn? Was immer auch der Fall war, mit seiner Verfolgung hatte er praktisch eine Zusage auf das kleine Spielchen gegeben. Mit einer fließenden Bewegung erhob ich mich, streckte mich kurz und wagte dann nur einen kurzen Blick über meine Schulter in seine Richtung. Dann machte ich einen Satz von der Erhöhung herunter, lachte kurz wie in Ekstase auf und verschwand erneut im Wald. Gespannt wie lange er mir folgen konnte ohne seinen Gelüsten nachzugeben, was sicher schon beinahe etwas von Folter hatte, rannte ich los und bahnte mit meinen Weg im Zick-Zackkurs durch den Wald.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:34 pm

Blake:

"Blake, reiß dich zusammen." Knurrte ich mir selbst zu, während mein Blick noch immer wie gebannt auf das Mädchen gerichtet war. Ich wusste, welche Gefahr von ihr aus ging, weshalb ich mich noch immer zurück hielt, aber das Brennen in meinen Adern wurde immer unerträglicher desto länger ich ihre Geruch in mich aufnahm. Leise stöhnte ich auf, als sie sich aufrichtete und beinahe triumphierend in meine Richtung sah. Verdammt, auf was hatte ich mich eingelassen? Ich spürte, wie mein Körper leicht zitterte, als sie jedoch mit einem Satz von der Erhöhung sprang konnte ich nicht anders und hetzte ebenfalls aus meinem Versteck, ihr hinterher. Ihr Auflachen hatte mir zwar verraten, dass genau das ihr Plan war und wenn ich nicht aufpasste der Nachtisch ein paar hungriger Wölfe wurde, aber mein Körper weigerte sich auf meinen Verstand zu hören.
Sie hatte einen großen Vorteil: Sie kannte den Wald, ich dagegen schaffte es oft nur gerade so irgendwelchen Fallen und Hindernissen in Form von Wurzeln und Steinen auszuweichen. Ich war direkt hinter ihr, ihr Geruch war so intensiv, wie ich ihn zuvor nicht wahrnehmen konnte. Der Schmerz grub sich immer mehr in meinen Körper und doch konnte ich sie nicht einfach ignorieren, obwohl das die Lösung gewesen wäre den Schmerz nach einigen qualvollen Momenten los zu werden. //Halt dich unter Kontrolle!// Ermahnte ich mich, als mein Verstand immer weiter abdriftete und den Jagdinstinkten Platz machte. Ich würde in ihre Falle laufen, wenn ich nichts tun würde, doch es war mir egal. Immer abgehakter kamen meine Atemzüge, während ich mich unter Äste hinweg duckte, oder über Steine sprang. Ich hatte die Zähne fest zusammen gebissen und wusste, dass ich nichts weiter tun konnte, als meiner Natur nachzugeben. Durch die Dunkelheit jagte ich ihr hinterher. Sie würde mich nicht los werden, ich würde sie erwischen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:34 pm

Miranda

Mit großer Freude hörte ich schon sehr bald seine Schritte und seinen Atem hinter mir, was mir zeigte, dass auch er meinem Geruch nicht widerstehen konnte und seine Instinkte wohl nun langsam, aber sicher die Oberhand übernahmen. In nur diesem einzigen Punkt waren sich die beiden Fronten wahrscheinlifh ähnlich. Auch bei und kam es von Zeit zu Zeit vor, daas wir unsere menschlichen Manieren und die Verhaltensweise vollkommen ablegten und einfach mal ganz Wolf waren. Geschickt znd flink wich ich jedem einzelnen Stein, jedem Baum und dessen Wurzeln aus als würde ich sie alle kennen. Er hatte zwar Schwierigkeiten mit den natürlichen Hindernissen, doch im Großen und Ganzen hielt er sich wirklich gut bei der Verfolgung. Jedoch hörte ich auch wie sich sein Tempo wie auch sein ganzes Verhalten und sein Atem veränderte. Nun war er wohl an dem Punkt angekommen, an dem das 'Tier' in ihm die Oberhand gewann und jeglichen Verstand, logisches und rationales Denken verbannte und verstummen ließ, nur mit einem Ziel: Mir. Innerlich grinste ich. Er hatte sich aber länger gehalten als der Letzte und auch als ich dachte. Der Vampir vor einem Jahr war schon in diesen Zustand verfallen, als ich meine Fährte gelegt hatte. Nun hatte ich zwei Möglichkeiten: Entweder ich 'stellte' mich ihm auf einer Lichtung oder ich verschwand und trieb dieses Spielchen nun öfter mit ihm. Das Vergnügen, das er mir mit seiner Reaktion beschehrte ließ mich eher zu Option zwei tendieren, doch er schien einer der verbissenen und ehrgezigen Exemplare zu sein. Für ihn kam es wohl absolut nicht in Frage mir die Freiheit zu geben, einfach so verschwinden. Doch ich hatte mich entschieden. Ich legte noch einen Schritt zu und lief nun immer größer werdende Kurven und Schlangenlinien, sodass es beinahe schien, als wäre mein Geruch überall. Das war meine Idee. Erst verwirren und dann verschwinden. Nun da er 'Blut geleckt hatte', und es ihm auch noch zu gefallen schien, stand es für mich außer Frage, dass er für weitere kleine Jagten zu haben war. Ich bemühte mich nun einen größtmöglichen Abstand zwischen ihn und mich zu bringen. Doch seine Schritte schienen diesen Jedesmal auszugleichen. Ich ärgerte mich jedoch nur, dass ich nicht in Wolfsgestalt rennen konnte, da ich so nur noch intensiver riechen würde.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:34 pm

Blake:

Sie spielte mit mir. Eindeutig. Ihre Fährte wurde immer verschwommener, sie lief schneller, viel mehr im Zick-zack und versuchte mich ganz offensichtlich zu verwirren und somit abzuhängen. Ein Grinsen stahl sich in mein Gesicht. Das klappte wohl wirklich bei den meisten Vampiren und Lamia, aber so wusste offensichtlich nicht, wen sie sich da geangelt hatte. Es kostete mich zwar etwas Mühe, aber ich konnte Schritt halten. Sie konnte mich auch mit ihrer Taktik nicht abhängen, doch sie war offenbar naiv genug das zu glauben. Ich spielte noch ein ganzes Weilchen ihr Spielchen mit, folgte ihr auf Schritt und Tritt, sog ihren Geruch in mich auf und ließ die Gier noch weiter wachsen. Es würde so ein Genuss sein sie vor mir in der Falle zu haben. Ich hatte sie beobachtet, ihre Bewegungen studiert und eine Regelmäßigkeit festgestellt. Du solltest dich besser anstrengen Wolf. Absichtlich brach ich aus ihrer Fährte und bewegte mich beinahe parallel zu ihr. Wenn alles nach Plan laufen würde, dann würde sie gleich wieder einen Rechtshaken machen und mir somit direkt in die Arme laufen. Angestrengt lauschte ich auf ihre Schritte, versuchte ihren Standpunkt auszumachen, doch ich war mir sicher, dass es klappen würde. Es wäre nicht das erste Mal, dass es funktionieren würde. Abermals stahl sich das siegessichere Grinsen in mein Gesicht.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:34 pm

Miranda

Ich musste zugeben, dass mir diese kleine 'Jagd' mehr viel mehr Spaß machte, als alle die ich bisher hatte. Sei es jetzt mit anderen Vampiren oder Lamia oder ob ich die Jägerin war und es um Wild ging. Er schien immer mehr Tier zubwerden und doch ärgerte er sich, dass er meinem Geruch so verfiel. Und diese 'Schwäche' amüsierte ich am meisten. Also so wenig konnte mich dieser Blutsauger gar nicht leiden, zumindest sagte seine Jagdbegeisterung etwas Anderes aus. Jedoch wollte ich dieses Spielchen, zumindest für heute Nacht, unterbrechen um in einer nächsten Nacht damit fortzufahren. Doch wie sehr ich mich auch anstrengte, wie groß ich meine Bögen auch zog, ihn schien das herlich wenig zu interessieren. Er holte jedesmal wieder auf, folgte meiner Spur nicht so, wie ich es mir vorstellte. Auch den Hinterdnissen, mit denen er sich anfänglich scheer getan hatte, fing er langsam an besser auszuweichen. Seine Jagdinstinkte ließen ihn sich an das Jagdgebiet anpassen. Und genau das gefiel mir nicht. Es entzog sich der Kontrolle, welche ich eigentlich über dieses Spielchen behalten sollte. Genau wie er sich dieser Kontrolle durch meinen Geruch, zumindest ein Stück weit, entzog. Er folgte nicht mehr blind meinem Geruch und hrtzte ihm hirnlos hinterher, sondern er schien wieder mehr Strategie mit in diese Sache zu bringen und mich ernsthaft jagen zu wollen. Doch ich konnte mir nicht vorstellen, dass sein Verstand wieder soweit herausstach. Er war eine Marionette seiner Instinkte. Das konnte man wohl genauso mit einem menschlichen Mann und seinem 'Verlangen' vergleichen. Der Verstand setzt aus und nur die Gefühle zählen. Noch immer wehte mein langes, braunes Haar hinter mir her. Als er jedoch seine normale Bahn verließ, ausbrach und aus meinem Umfeld verschwand, wurde ich langsamer. Zwar blieb ich nicht stehen, doch war ich nun langsam genug um wieder alles hören und sehen zu können. "Verdammt wo ist er...?" zischte ich beinahe wortlos, steigerte mein Tempo wieder, machte erneut einen Schlenkerer nach rechts, als etwas aus dem Dickicht auftauchte. Dieses Etwas, oder viel mehr den Lamia, bemerkte ich leider viel zu spät, rannte mit einem "Uff..." in ihn hinein und riss ihn mit zu Boden. Wir kugelten nur kurz über den Boden ehe wir zum liegen kamen und ich mich tatsächlich unter ihm wieder fand. So hatte ich mir den Ausgang sicher nicht vorgestellt...
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:34 pm

Blake:

Aufmerksam glitt mein Blick durch die Umgebung. So schnell, wie sie gerannt war, hätte sie bereits hier ankommen müssen. War sie doch von ihrer Struktur abgewichen? Leise knurrte ich. Wenn ja, dann war sie nun weg und ich würde sie nicht mehr zu fassen bekommen, dann wäre ihr Spielchen planmäßig aufgegangen und ich würde als Verlierer hervor gehen. Noch einmal glitt mein Blick durch die Dunkelheit, ehe ein lautes Knacken meine Aufmerksamkeit erregte und ich mich ihr mit einem triumphierenden Grinsen in den Weg stellte. Nur Momente später rollte ich mit ihr über den feuchten Waldboden, wobei ich letztendlich darauf achtete sie unter mir gefangen zu halten. Ich schaffte es sie an den Oberarmen zu packen und so gegen den Boden zu drücken, dass sie sich nicht mehr wehren konnte. Mit den Knien hielt ich außerdem ihre Beine still. Mein Blick war zuerst auf ihr Gesicht gerichtet. Noch immer grinste ich. "Du solltest dich mehr anstrengen." Hauchte ich ihr entgegen, ehe mein Blick zu ihrer Schlagader zuckte, dem Sirenengesang. Langsam beugte ich mich zu ihr hinunter, zwang ihren Kopf zur Seite und fuhr ihr hauchzart mit meinen Lippen über die weiche Haut, während ich den Geruch genoss, der von ihr aus ging. Leise stöhnte ich auf, als die Gier ein weiteres Mal seine Klauen in mich schlug, nur dieses mal so viel stärker. Sie war so nah, so verlockend und es war so einfach das zu nehmen, nach dem ich mich so sehr sehnte. Abermals drohten meine Instinkte Oberhand zu gewinnen und ich musste mich beherrschen nicht zuzubeißen. Einige Momente vergingen, in denen ich versuchte das qualvolle Brennen in mir zur Ruhe zu zwingen, ehe ich mich mit einem herausfordernden Grinsen wieder aufrichtete. Ich spürte, dass meine Fangzähne viel zu lang waren und beinahe über meine Lippen ragten, doch ich hatte mir damals geschworen mich nicht blind vom Blut leiten zu lassen und diese Jagd war viel zu amüsant gewesen, um es hier und jetzt zu beenden. ich würde sie zwar nicht töten, sollte ich zubeißen, aber der Reiz sie zu jagen würde niemals wieder so groß sein, wie es in dieser Nacht gewesen war. Leise lachte ich auf, als würde es einen Witz geben, den nur ich verstehen konnte, ehe ich mich von ihr hoch stemmte und ihr den Rücken zu wandte. Noch immer spürte ich das Brennen in meinem Körper, doch das würde genauso gut irgendein anderes Opfer in der Stadt tilgen. Trotzdem kostete es mich unglaublich viel Karft mich schlicht von ihr abzuwenden und mein Körper wollte protestieren. Ich vergrub meine Hände in den Hosentaschen, vermutlich um das Zittern, das sich durch meinen ganzen Körper zog, zu verstecken, ehe ich in die Richtung ging, aus der wir gekommen waren. Ich konzentrierte mich auf den kalten, erdigen Geruch, der in der Luft hing und dem Harz der Bäume, der leicht süßlich die Luft erfüllte, aber ich konnte ihre Fährte trotz allem nicht abschütteln.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:35 pm

Miranda

Wut stieg in mir auf. Wütend war ich hauptsächlich über mich. Dass ich zu selbst- und siegessicher war. Dafür hatte mein Vater mich schon oft ermahnt, ich sei zu sicher und handelte oft unüberlegt was mich eines Tages den Kopf oder, in diesem Fall, den Sieg kostete. Ich hatte mein eigenes Spiel verloren. Gegen ihn. Aber auch auf ihn war ich sauer, dieses selbstgefällige Grinsen und dieser Ausdruck in seinen Augen. In mir wuchs ebenso die Lust ihm beides sofort aus den Gesicht zu wischen. Ei leises Knurren stieg in meiner Kehle hoch und ich sah ihm mit leicht in Falten gelegter Stirn und meinen Grau-blauen Augen entgegen. Fasziniert nusterte er erst mich und dann wandterte sein Blick gierig zu meinem Hals, wo sich das 'Objekt' seiner Begierde befand: Meine Schlagader. Sie pumpte stetig das warme und für ihn wohlriechende Blut durch meinen Körper und ich konnte regelrecht sehen, wie er innerkich mit sich rang und wohl am liebsten seine Zähne in meinem Hals versenkt und sein ihn quälendes Verlangen gestillt hätte. Doch hätte er dies gewagt, so hätte er den nächsten Tag nicht erlebt. Sein Gestank klebte nun mehr überall an mir, da er vollständig auf mir lag. Jede Wehr war zwecklos. Meine Arme hatte er mit seinen fixiert und auch meine Beine hielt er ruhig. Als er meinem Hals jedoch tatsächlich mit einem Mund näher kam und diesen zur Seite zwang, weiteten sich meine Augen und jedes ei zelne meiner Härchen stellte sich auf, als seine Lippen beinahe schon zärtlich über meine Haut strichen. Nur allzu deutlich fühlte ich die kalten Fangzähne und seine Berührungen widerten mich einfach nur an. Ich wollte ihn einfach nur schnell wie möglich wieder gon mir runter haben. Und als wäre die Situation nicht schon demügend genug, lachte er auch noch bevor er aufstand. Doch dann machte er den Fehler mir den Rücken zuzuwenden. Binnen Sekunden stand ich knurrend, mit angelegten Ohren und in Wolfsform hinter ihm. Mein Geruch breitete sich nun noch schneller und intensiver aus, doch das war mir nun egal. Das Bedürfnis ihn in seine Einzelteile zu zerlegen war riesig und eigentlich wusste ich nicht, was mich noch davon abhielt. Doch bevor ich irgendetwas tun konnte, zerschnitt ein langgezogenes Heulen die Nacht. Und ich erkannte es sofort: Mein Vater rief nach mir. Wollte, dass ich nach Hause kam. Kurz stellten sich meine Ohren auf, ich lauschte ehe sie sich wieder anlegten und ich erneut verärgert knurrte. Wieso musste er ausgetechnet jetzt rufen? Wo es doch momentan am ungünstigsten war. Unsicher, was ich nun tun sollte, sah ich zwischen den Lamia und dem zweiten Heulen hin und her. Schließlich entschied ich mich. Ich antwortete meinem Vater und wandte mich schon in die Richtung, knurrte den jungen 'Mann' aber nocheinmal an. Die Sache war noch lange nicht gelaufen. Und das würde er dann merken, wenn er irgendwann herausfand, was er mit meinem Blu verpasste. Und dann verschwand ich im Dickicht und hetzte meinem Zuhause entgegen und versuchte nebenbei diese Nacht aus meinem Gedächtnis zu streichen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:35 pm

Blake:

Ich versuchte möglichst flach zu atmen, um das Zittern endlich unter Kontrolle zu bringen. Der Gedanke an ihre weiche Haut, wie sich ihre feinen Härchen aufgestellt hatten, ihr Geruch... selbst ihr Hass, wie auch ihr Ekel reizten mich unglaublich einfach wieder kehrt zu machen und das zu nehmen, was ich mir verdient hatte. Ich widerstand all diesen Faktoren, wenn auch mit viel Mühe, doch ich schaffte es meine Instinkte zu untergraben, bis zu dem Zeitpunkt, als sie sich verwandelte und der Geruch noch viel intensiver wurde. Abrupt blieb ich stehen und sofort fühlte ich, wie sich abermals der Schmerz qualvoll in meinem Körper einnistete und meine Instinkte mich nochmal darauf hinwiesen, dass es meine Natur war das zu nehmen, was ich mir nur wenige Momente zuvor mit meiner ganzen Selbstbeherrschung verweigert hatte. Wollte das Mädchen heute noch zum Opfer werden? ich hatte meine Hände zu Fäusten geballt, wagte es allerdings nicht mich umzudrehen, viel zu verlockend war sie. Hart schluckte ich gegen die Gier an. Wenn sie mich allerdings von hinten attackieren sollte war es für mich gelaufen. Ihr hörte, wie ihre schweren Pranken über den Boden scheuerten, während ihr hasserfüllter Blick auf mir lag, doch dann durchzog ein langes Heulen die Bedrohliche Stille zwischen uns. Ich drehte mich halb zu ihr um und sah er kalt entgegen. Offenbar war sie ziemlich unschlüssig, ob sie es nun doch versuchen sollte mich in der Luft zu zerfetzen, was ihr ganz offensichtlich am liebsten gewesen wäre, oder dem Ruf ihres Rudelmitglieds folge leisten sollte. Etwas verunsichert zuckte ihr Blick zwischen dem Ursprung des Heulens und mir hin und her. Ich regte mich nicht, wartete nur auf ihre nächste Reaktion und versuchte nebenbei die Qual, die sie in mir auslöste, aus meinem Verstand zu drängen. Bei ihrem Verhalten konnte ich es nicht ausschließen, dass sie mich nicht attackierte, obwohl es sich bei dem Anderen Wolf offenbar um ein Ranghöheres Mitglied handelte, denn sie wirkte ziemlich verunsichert. Jedoch durchschnitt kurz darauf ein weiteres Heulen die Dunkelheit der Nacht und ließ mich etwas entspannen. Sie hatte sich offenbar dazu entschieden ihren Mordversuch auf eine andere Nacht zu verschieben, für heute war unsere kleine Jagd gelaufen. Ein leises Knurren war mir noch vergönnt, dem ich nur mit einem zynischen Lächeln entgegnete, ehe sie irgendwo im Dickicht verschwand. Ihre Art, wie sie sich bewegte, verriet nur zu gut, was sie momentan empfand: Wut und Frustration. Wenn ich sie das nächste Mal treffen würde würde ich vermutlich aufpassen müssen. Ein Werwolf in Rage war auch für mich nicht zu unterschätzen. Kaum, dass sie hinter den nächsten Büschen verschwunden war wagte ich es wieder die kalte Luft tiefer in meine Lungen zu saugen, ohne dass die Gier wuchs. Ihr Fährte verschwamm mit jedem Moment mehr, ehe sie kaum mehr wahr zu nehmen war. Ich musste aussehen, wie ein hypnotisierter Vollidiot, wie ich ihr hinterher in die Dunkelheit starrte, doch mein Körper wollte nicht auf mich hören, ehe ihr Geruch vollständig verflogen war. Leicht schüttelte ich den Kopf, schluckte nochmal gegen meine Gier an, ehe ich zu Boden sah. Unser kleines Spielchen war noch nicht zu Ende, das wusste ich, doch nun begann ich zu zweifeln, ob es richtig gewesen war sie laufen zu lassen. Mit einer abgehakten Bewegung fuhr ich mir durch das Haar, ehe ich meinen Weg zurück in die Stadt fortsetzte. Noch immer kämpfte ich darum mich zu beruhigen, doch mein Körper wollte einfach nicht. ich hatte meine Hände wieder in die Taschen gesteckt und ging langsam den Weg zurück. Ein paar Minuten Ruhe konnten hiernach definitiv nicht schaden.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:35 pm

Miranda

Meine Pfoten trommelten harsch auf dem Boden und obwohl er weich, und meist feucht, war konnte man mich genau hören. Und zwar aus dem Grund, dass ich meine Krallen in die Erde grub um mir so zusätzlichen Halt zu finden und noch schneller zu sein. Also selbst wenn mich jemand hörte und verfolgte, so hätte dieser Jemand höchstwahrscheinlich Probleme mit mir Schritt zu halten oder mich gar zu erwischen. Und diese für mich eigentlich unübliche Vorgehensweise rührte ganz allein von dem Ausgang der kleinen Jagd und diesem Lamia her. Dieses dreckige, hämische Grinsen und seine unverblümte Annäherung. Sicher, mein Geruch hatte ihn sicher schier in den Wahnsinn getrieben und ihn einer gewissen Folter unterzogen, wohl ein schwacher aber immerhin vorhandener Trost, doch, dass er gleich derart auf Tuchfühlung ging, hätte selbst ich nicht erwartet. Eigentlich dachte ich, dass er erst etwas beobachten und auskundschaften würde. Doch er fiel wortwörtlich über mich her und konnte sich selbst offensichtlich nicht entscheiden, ob ich nun sein Mitternachtssnack werden sollte oder nicht. Und jetzt klebte auch noch sein ganzer Geruch an mir. Meiner Haut, meinen Haaren und meinem Fell. Und da mein Vater diese kleinen Spielchen absolut nicht guthieß, sollte ich mir wohl eine sehr gute Ausrede ausdenken. Ich hatte mein Training mit Ashley beendet, unternahm noch einen kleinen Spaziergang und traf auf einen der Blutsauger, mitndem ich eine Auseinandersetzung hatte. Sogesehen stimmte das ja auch - wenn man die Jagd und das Spielchen außer Acht ließ. Aber das musste ich ihm ja nicht auf die Nase binden und da er, obwohl er sowohl Alphawolf wie auch Vater war, keine Gedanken lesen konnte musste ich mir im Grunde eigentlich wenig Sorgen machen. Höchstens darüber, dass es schon sehr spät war. Aber da ließnes sich sicher auch raus reden. Zuhause angekommen, erwartete mich mein Vater bereits undber sah alles andere als begeistert aus. "Miranda..." begann er mit ernster Stimme, verschränkten Armen und einem Blick der allein mich fixierte. "... du weißt ich vertraue dir und zweifle nicht, aber du weißt dass ich es nicht gerne sehe, wenn du, deine Geschwister oder eines der anderen Rudelmitglieder zu der Zeit draußen herumstreunt. Du weißt doch, dass gestern erst Oliver verschwunden ist. Ich will nicht, dass diese Vampire und Lamia sich deinen, Ashleys oder Henrys Kopf als Trophäe mitnehmen" dann nahm er zwei, drei kräftige Atemzüge, rümpfte die Nase und prompt verdunkelte sich sein Blick etwas. "Wenn wir schon bei diesen Parasiten sind... Du riechst förmlich nach einem von ihnen. Überall... Wie kommt das?" hakte er weiter und sah mich mit diesem "Überleg-dir-nun-gut-was-du-sagst-Blick" an. Doch mrine 'Ausrede' hatte ich mir ja schon auf dem Weg nach Hause zurecht gelegt, sodass ich ihm meine Halbwahrheit lückenlos und ohne auch nur ein verdächdiges Indiz zu liefern präsentieren konnte. Er brummte zum Schluß noch kurz ehe ich ihm eine gute Nacht wünschte und, noch immer unbekleidet, einen Stock des Zweifamilienhauses höher ging. Doch auch wenn ich nun müde war, so konnte ich mich mit dem Geruch definitiv noch nicht schlafen legen. Würde ich dies tun, so würde auch mein Zinmer wie auch mein Bett nach Lamia stinken. Und das wollte ich keinesfalls. Also stellte ich mich unter die warme Brause und wusch mich gründlich, sodass ich am Ende meiner 'Säuberungsaktion' erfreut feststellte, dass meine Haut nicht mehr nach dem Blutsauger stank, sondern wohlig nach Kokosnuss und Milch duftete. Mir einem Handtuch auf meinem Kopf zog ich mir eine kurze Schlafhose und ein graues Top an und mümmelte mich dann in der warmen Decke ein. Und obwohl ich wusste, dass das für meine Frisur kein gutes Ende nehmen würde, schlief ich, mit den nassen Haaren und dem Handtuch, auf der Stelle ein.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:36 pm

Blake:

Ich merkte allmählich, wie die Welt um mich herum wieder klarer zu werden schien. Viel mehr Einzelheiten erreichten meine Sinne, vom sanften Windhauch, bis zu dem leisen Rascheln in den Baumwipfeln. Auch der süßliche Geruch des Blutes der Tiere in der Umgebung drang wieder zu mir hindurch. Es war jedes mal erschreckend in was für eine Trance wir fallen konnten, wenn unser Ziel zu ehrgeizig genug verfolgt wurde. Ich folgte dem Weg eine ganze Weile lang, ich musste sie wirklich lange gejagt haben und das, ohne es wirklich gemerkt zu haben. Es war einfach so simpel gewesen. Baum hatte sich an Baum gereiht, ein Stein folgte auf den nächsten und die Umgebung war allgemein so verschwommen gewesen, dass ich sie nun kaum wieder erkannte. Leise seufzte ich. Ich hatte meine Grenzen der Selbstbeherrschung noch lange nicht erreicht. Hätte sie in ihre Wolfsgestalt gewechselt, solange sie noch unter mir gewesen wäre, dann hätte ich mich wohl kaum zurück halten können, dann wäre die Gier zu stark gewesen und ich hätte wohl keine andere Wahl gehabt, als ihr nachzugeben. Ein Gedanke, der mir gar nicht gefiel.
Inzwischen hatte ich den Rand des Waldes wieder erreicht und noch immer war kein weiterer Wolf in Sicht. Ob sie wohl mal wieder auf der Jagd nach Lamia und Vampiren waren? Ein freudloses Lächeln stahl sich in mein Gesicht. Das wäre noch ein Grund gewesen zuzubeißen, sie nicht zu verschonen und ihren leblosen Körper dann irgendwo verschwinden zu lassen. Aber erstens wäre ihr Blut viel zu wertvoll für so etwas gewesen, zweitens würde ich nicht dieselben Verhaltensweisen, wie diese verfluchten Wölfe annehmen und drittens hatte sich irgendwas in mir gesträubt ihr Blut zu nehmen. Was es war konnte ich allerdings nicht genau sagen. Vielleicht hatte mich mein Körper vor ihrem Blut gewarnt? Immerhin war sie eine Wölfin, eine unserer natürlichen Feinde, die wir hassten, selbst ihr Blut konnten wir normalerweise nicht ausstehen, aber ihres... ich konnte ihm kaum widerstehen. Warum? Wer oder was war sie? Verächtlich schnaubte ich. Wie ich reagieren würde, wenn ich ihr ein weiteres Mal begegnen würde konnte ich nicht sagen. In einem abrupten Übergang wechselte der weiche Waldboden mit hartem Beton und meine Schritte begannen kaum hörbar zwischen den Häuserwänden wiederzuhallen. Für heute war die Nacht für mich gelaufen. Die Gier hatte sich wie ein heißer Ball in mir zusammen gekauert und war erträglich. Ich hatte keine Lust mehr irgendein anderes Opfer ausfindig zu machen und außerdem wäre das Blut im Gegensatz zu dem der Wölfin fad und bitter. Und im Moment hatte ich noch ihren Geruch in der Nase, womit jeder Tropfen vergossenen Blutes reine Verschwendung für mich gewesen wäre.
Ohne weitere Umwege verließ ich das Viertel und begab mich zurück in meine Wohnung. Ich hatte es vorgezogen hier inmitten der Stadt, in einer kleinen Wohnung, umkreist von normalen Menschen, zu leben, statt den Wohnraum in der Villa meines Onkels anzunehmen. Es fühlte sich viel freier an und obwohl es auch Gefahren mit sich brachte hatte es auch Vorteile, weshalb ich mich für dieses Leben entschieden hatte. Ziemlich achtlos landete der Schlüssel klirrend am Rande der Kommode, die neben der Eingangstür stand und meine Jacke folgte zugleich. Dann führte mein Weg ins Bad, wo ich mir eine heiße Dusche genehmigte, von der ich hoffte, dass sie meine Gedanken weg spülte, doch meine Hoffnung wurde enttäuscht. Ich ging, nur mit Handtuch um mich geschlungen, rüber in das Schlafzimmer, wo ich aus dem hohen Schrank eine dunkle Boxershorts fischte und diese anzog. Dann fuhr ich mir noch ein paar mal mit dem Handtuch durch die Haare, ehe ich es über die Stuhllehne warf. Erst jetzt fiel mir auf, dass ich überhaupt kein Licht gemacht hatte. Sicherlich, ich konnte auch im Dunkeln ziemlich gut sehen, doch es gehörte eigentlich zu meiner Gewohnheit das Licht an- und auszumachen. Was war nur los mit mir? Müde ließ ich mich zurück auf die Matratze fallen und zerrte die Decke nur halb über mich, ehe ich die Augen schloss. Noch ein paar Mal spannten sich meine Muskeln bei dem Gedanken an die vergangene Nacht an, ehe ich in einen leichten Schlaf verfiel.

"Verdammt, Lynn, was zur Hölle ist denn los?" Meine Stimme klang aufgebracht. Kein Wunder, es war kurz nach 6 Uhr morgens und sie hatte mich aus meinem wohlverdienten Schlaf geweckt. "Jetzt komm einfach mit!" Wies sie mir abermals an und hielt zielstrebig auf den dunklen Bentley zu, der vorn an der Straße stand. Ohne Widerworte stieg ich in einer gewohnten Bewegung in das Luxusgefährt ein, Lynn wiederholte diesen Vorgang auf der anderen Seite. Durch die getönten Scheiben konnte ich den lila- roten Sonnenaufgang am Horizont sehen, ehe mein Blick missmutig zu ihr glitt. Doch sie ließ sich davon nicht einmal annähernd aus der Fassung bringen. "Ich hoffe das alles hier hat einen guten Grund." Verdeutlichte ich ihr meinen Missmut abermals, ehe ich den Kragen des dunklen Hemdes zurecht zog. Ich hörte sie nur leise Schnauben, ehe mein Blick wieder aus dem Fenster glitt und sich das übliche Schweigen zwischen uns ausbreitete.
Wir fuhren kaum 15 Minuten, da fuhr der schwarze Wagen auch bereits die imposante Hofeinfahrt hinauf und blieb vor einem riesigen Gebäude stehen. Mein Onkel hatte schon immer einen Hang zur Extravaganz gehabt, aber mit diesem Teil hatte er definitiv den Vogel abgeschossen und alles nur, da er meinen Platz hatte einnehmen können und er würde ihn wohl so leicht auch nicht wieder heraus rücken, selbst wenn meine Zeit gekommen war. Doch das war ein Thema, über das ich mir ein anderes Mal Gedanken machen konnte. Noch ehe der Wagen zum Stillstand gekommen war hatte ich bereits die Tür aufgerissen und war ausgestiegen. Ohne Zeit zu verlieren ging ich die breit gezogenen, hellen Marmorstufen hinauf und ignorierte Lynns Schritte hinter mir. Sie hatte es schon seit einer Weile aufgegeben mir sagen zu wollen, was ich zu tun hatte und was nicht. Zielstrebig bewegte ich mich durch die Villa, ging durch einige, breite Gänge, die geschmückt mit dem verschiedensten Untensilien war, mit denen ich nichts anfangen konnte. Letztendlich blieb ich schlich vor einer großen, mit Stoff verkleideten Tür stehen und seufzte leise. Noch immer war die Lamia hinter mir, so wie es immer war. Dann klopfte ich gegen den dunklen Holzrahmen, wartete aber nicht einmal eine Antwort ab, ehe ich die Tür aufzog. Natürlich hatte mich mein Onkeln bereits erwartet, denn sein Blick war starr auf mich gerichtet, während ich weiter in das Innere des Raumes trat. Lynn dagegen schloss gerade wieder die Tür, bevor sie sich leicht vor meinem Onkel verbeugte. Ich dagegen sah ihn nur etwas angenervt an. "Was gibt es?" Fragte ich ziemlich unhöflich und sah bereits, wie er die Zähne zusammen biss. Er konnte es nicht leiden, wenn ich ihm keinen Respekt entgegen brachte, aber es gab für mich keinen einzigen Grund das zu tun. "Blake..." Begann er und ich hob meinen Blick zu ihm. "Wie du weißt verschwinden immer mehr Lamia und Vampire hier in der Stadt." Fing er an zu erklären und leicht nickte ich. "Nun, letzte Nacht gab es wieder einen Übergriff und Alex ist spurlos verschwunden." Ich hörte die Nervosität in seiner Stimme und musterte ihn kritisch. Alex war einer seiner Wachen gewesen, mit denen er sich so offensichtlich umstellte, doch zusätzlich war er einer der besten gewesen. Er hätte sogar beinahe mir das Wasser reichen können. "Und weiter?" Verlangte ich die Fortsetzung der Geschichte. "Ich hörte, wie er die Luft aus seinen Lungen entweichen ließ. "Du weißt wer dafür verantwortlich ist. Wir alle wissen es und es ist Zeit das Spiel endgültig für uns zu entscheiden. Wir werden nicht länger zu lassen, dass die Wölfe hier ihr Unwesen treiben!" Laut krachte seine Faust auf die massive Holzplatte, ehe sein Blick wieder mich fixierte. Noch immer stand ich entspannt an Ort und Stelle, doch ein zynisches Lächeln hatte sich in mein Gesicht geschlichen. So? Alex? Er gehörte zu den Lamia, die enger mit meinem Onkel zusammen arbeiteten. Ich wusste, dass die eigentliche Absicht dieses Auftrags nicht das Verhindern von weiteren Lamia und Vampiren war, sondern viel mehr darum ging den Hinter meines Onkels zu retten. Er hatte Angst, dass sie ihm zu nahe kommen könnten, denn mit Alex' Verschwinden war der Beweis geliefert, dass sie so schnell nicht Halt machen würden. "Ich verstehe." Erwiderte ich nur knapp. "Du musst sie ALLE auslöschen. Nimm an Lamia und Vampiren mit, was du brauchen kannst, aber sei sicher, dass kein einziges Mitglied dieses Packs überlebt." Wies er mich an, während ich schon wieder den Raum verließ. Ein durchaus interessanter Auftrag, den ich nur zu gern entgegen nahm, nach all dem, was diese Viecher angerichtet hatten.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:36 pm

Miranda

Wie ich es befürchtet hatte... Als die Sonnenstrahlen mich, obwohl ich versucht hatte ihnen gekonnt durch herumdrehen auszuweichen, doch geweckt hatten lag das Handtuch schon lange am Boden und war zerknautscht. Doch das war im Vergleich noch gar nichts dazu, wie nun meine Haare aussahen. Kritisch betrachtete ich mich in meinem Badezimmerspiegel, zupfte nach einigen Strähnen und did nun wieder lautstarke Stimme, die gestern Nacht haushoch gegen die Müdigkeit verloren hatte, rief mir immer wieder 'Ich habs dir doch gesagt' zu. Ich seufzte, ehe ich den Wasserhahn aufdrehte und mit dem Gesichtwaschen die morgendliche Prozedur einleitete. Es folgte das Zähneputzen, das Händewaschen und schlußendlich griff ich nach meinem Glätteisen in der Hoffnung es konnte meine Mähne wieder bändigen und in seinen vorzeigbaren Zustand zurückbringen. Nach einer halben Stunde legte ich das Frisierwerkzeug dann frustriert zurück in den kleinen Ablageschrank. Selbst mit Haarspray und dem Glätteeisen, bekam ich es nicht besser hin... Meine Haare standen nun zwar nicht mehr in alle Richtungen und hing wieder normal nach unten, schlug aber immer noch Wellen, was wie eine leichte Dauerwelle aussah... Als ich, wie jeden Morgen, gewohnterweise die Treppe hinunterstieg und in die Küche ging um zu frühstücken, fand ich einen bereits gedeckten Frühstückstisch, Ashleys Mutter, wir wohnten alle in diesem Haus zusammen was mich aber nicht wirklich stöhrte, meinen Vater, keinen Henry, wodurch die Runde noch gemütlicher wirkte, und schließlich eine weinende, in sich gesunkene Ashley vor. Mein Vater kniete neben ihr und rieb ihr berubigend den Rücken, ehe er mich registrierte. Und ich konnte mir schon vorstellen, was los war. Wie bitte kam mein Vater auf die super grandiose Idee ihr so mal nebenbei beim Früatück zu sagen, dass Oliver ihr Cousin tot war? War er so gestresst, dass ihm schon solche Schnappsideen kamen? Ich warf ihm einen bitterbösen Blick zu, übersprang das 'Guten Morgen' somit und machte eine wedelnde Geste, dass er sich bloß von ihr wegschehren sollte. Er schüttelte nur entschuldigend mit Kopf und Händen, als wolle er sich mit einem 'Es ist nicht meine Schuld' herausreden und verschwand dann aber trotzdem. Ich kniete mich stattdessen zu ihr und nahm sie in den Arm, was sie sofort erwiderte und mein Oberteil nun stetig durchnässte mit ihren Tränen. "Wieso... wieso... ist Oliver...?" sie schluchzte viel zu sehr und obwohl sie mehrere Anfänge wagte, brachte sie den Satz nicht zuende. Ich strich ihr aber nur beruhigend den Rücken auf und ab und begann sie zu trösten. Das Frühstück fiel also schoneinmal flach, was ich heute aber mehr als nur verkraften konnte, da Ashley ersteinmal Vorang hatte. Nachdem wir das Trösten auf die Couch im Wohnzimmer verlagert hatten und schon eine Stunde so dasaßen, lockerte ich schließlich meine Umarmung etwas. "Ashley... Alles wird wieder gut, Kleine. Ich muss kurz mit Dad reden. Kommst du solange klar?" fing ich an, strich ihr eine blonde Strähne aus dem Gesicht und stand dann auf, als sie mich nickend losließ. "Komm wein nicht mehr. Nun guckt Oliver jede Sekunde vom Himmel auf dich runter und beschützt dich" slrach ich ihr noch gut zu. Die geröteten Augen fixierten mich, meine kleine Schwester schniefte und wischte sich langsam die Tränen ab. "Meinst du... wirklich?" fragte sie und sah aus dem Fenster in den Himmel. "Na klar. Oder zweifelst du daran, dass Oliver nun mit schneeweißen, Engelsflügeln auf einer Wolke sitzt und auf dich aufpasst?" fragte ich weiter und erneut schüttelte sie den Kopf. "Na siehst du" antwortete ich, stand auf und suchte meinen Vater auf, der sich in srinem Arbeitszimmer befand, wobei er sich wohl nur zu gerne hinter den Bergen von Arbeit verstecken hätte wollen. Ich schloß die Tür, verschränkte die Arme und sah ihn ernst an. Wie auf Kommando sah er mich an, ehe ich zu slrechen begann. "Also ich nuss schon sagen, Dad. Du hast schon viele tolle Ideen gehabt. Aber diese war ja der Gipfel der Krönung. Wie kommst du dazu ihr das einfach so zu sagen? Einfach unvorbereitet und auch noch beim Frühstück ihr dasnvor die Füße zu schmeißen?" fragte ich ihn empört. Der Mann, mein Vater, hinter dem Schreibtisch seufzte, rieb sich die Schläfen und fühlte sich wohl erst jetzt bereit mir zu antworten. "Schatz, ich hab das ja such nicht aus Freude am Spaß gemacht. Aber Ashley muss lernen, dass der plötzlich auftretende Tod eines Familien- oder Rudelmitgliedes als Werwolf jederzeit passieren kann und..." "Und das ist deine Ausrede?! Du wolltest sie auf diese Tatsache vorbereiten und ihr das so klar machen? Weißt du, du bist wirklich ein klasse Alphawolf. Aber du scheinst gar nicht zu merken, dass dir genau deswegen als Vater manchmal das Fingerspitzengefühl fehlt..." unterbrach ich ihn und ließ ihn auch mit diesen Worten sitzen. Audgebrscht stpafte ich in mein Zinner, zog wahllos eine Röhrenjeans, ich erwischte eine beige, eine weiße Bluse und eine schwarze 'Mini-Weste' heraus, schminkte mich und griff mir meine Tasche. Dann zog ich noch meine schwarzen, etwas niedrigeren, Keilabsstzschuhe an, schloß dann hinter mir die Haustür, stieg in meinen nachtblauen KIA der vor unserer Garage parkte und fuhr Richtung Stadt. Bei dem, was mein Vater sich heute gelistet hatte, brsuchte ich ersteinmal etwas Ablenkung von ihm. Also war mein erst bestes Ziel die Innenstadt.
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Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:37 pm

Blake:

Heute würde die Nacht also wieder von Neuem beginnen und dieses Mal musste ich meine Instinkte gewinnen lassen. Ohne noch ein weiteres Wort zu verlieren war ich aus dem großen Arbeitsraum meines Onkel getreten und hatte das Haus verlassen. Nun endlich klebte auch Lynn nicht mehr an mir, wie eine Klette. Sie war sozusagen der Laufbursche meines Onkels und immer, wenn sie auftauchte, gab es irgendein Problem. Das Angebot des Chauffeurs mich zurück zu fahren nahm ich zu seiner Überraschung an. Ich hasste es durch die Gegend kutschiert zu werden und dazu das Gefühl der Dekadenz, aber ich hatte heute noch etwas vor. Ich konnte mich ja sehr schlecht darauf verlassen, dass mich in der Nacht wieder irgendein Werwolf anfallen würde. Außerdem war es eher eine Seltenheit, dass sich einer der Wölfe alleine blicken ließ. Wieder stieg ich in den hinteren Teil der schwarzen Limousine ein und der Lamia fuhr los. Ich wusste nicht einmal seinen Namen, aber er hatte mich schon öfter abgeholt und hier her gebracht. Leise seufzte ich und sah durch die getönte Scheibe nach draußen. Wenn wir zurück schlagen wollten, dann mussten wir den Überraschungsmoment auf unserer Seite haben. Bisher wurde wohl jeder Lamia und Vampir, der, so wie Alex, plötzlich verschwunden war, aus dem Hinterhalt angegriffen und überrumpelt. Unzufrieden zog ich die Augenbrauen zusammen. Aber wie hatten die Wölfe ihren Geruch verstecken können? Ihren Gestank rochen wir meist selbst, wenn sie versuchten ihn zu überdecken. Außerdem würden sie es sich wohl kaum trauen einzeln anzugreifen, es war also unmöglich sie nicht zu riechen. Etwas frustriert stützte ich meinen Ellenbogen auf den Fensterrand und mein Kinn stützte ich in meiner Hand ab. Wie hatten sie sich den Überraschungsmoment zu nutze machen können? Ich ging einige Möglichkeiten durch, wie sie hätten versuchen können uns zu täuschen, aber das eine war unlogischer und unrealistischer als das andere. Ich suchte an der falschen Stelle. Leise seufzte ich und konzentrierte mich auf die sanfte Wärme, die die Gier noch immer in meinem Körper übrig gelassen hatte. Erst dann kam mir eine durchaus annehmbare Idee. Die Wölfin, die ich gestern Abend durch den Wald gehetzt hatte hatte nicht im geringsten nach dem Wolfsgestank gerochen. Auch, als ich die Luft an ihrer Kehle eingesogen hatte hatte sie nicht im geringsten nach dem typischen Gestank eines Wolfes gerochen. Entweder hatten sie also doch eine Methode entwickelt um sich vor uns zu verstecken, oder sie machten sich ihre wohl einzigartige Gabe zunutze und lockten meine Artgenossen jede Nacht erneut in eine tödliche Falle. Ich hatte gar nicht richtig bemerkt, wie viel Zeit bereits vergangen war, als das Auto allmählich zum Stehen kam, Ohne Verabschiedung öffnete ich die Tür und stieg aus. Kaum hatte ich sie wieder hinter mir geschlossen fuhr der junge Lamia auch schon wieder davon. Ohne das zu beachten ging ich die wesentlich kleinere Hofeinfahrt hinauf. Wenn meine Gedanken stimmten, dann musste ich zuerst herausfinden, ob sie die Einzige war, die so... verlockend roch und dazu müsste ich sie auch heute wieder zu fassen bekommen und dazu musste ich wahrscheinlich wiederum in den Wald, in dem ich sie auch letzte Nacht getroffen hatte.  Ich ging nicht mehr zurück in die Wohnung, sondern zog gleich das Garagentor auf und schob meine schwarz-rote Fireblade raus, ehe ich das Tor wieder hinter mir schloss. Wenn ich Glück hatte würde ich der Wölfin vielleicht auch heute mittag noch einmal begegnen. Sie hatte immerhin nun wohl auch ein gewisses Interesse daran mich zu erwischen nach der gestrigen Nacht. Ein Grinsen schlich sich bei dem Gedanken daran auf meine Lippen. Ich musste sie doch ziemlich in ihrer Ehre verletzt haben und vielleicht war das sogar mein Glück bei dem Beginn dieser Jagd. Hell röhrte der Motor der Maschine auf, als ich die Drehzahl nach oben trieb. Erst dann fuhr ich die Hofeinfahrt wieder runter auf dem Weg zum besagten Waldgebiet. Wenn ich sie da nicht finden würde, dann wenigstens ein paar Spuren oder ähnliches, hoffe ich zumindest.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:37 pm

Miranda

Meine schlanken Finger krallten sich in das weiche Lederlenkrad meines Wagens. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass mein Vater Ashley derart vor vollendete Tatsachen dieser Art stellen würde, vorallem bei einer ihr so nahestehensen Person wie Oliver. Ihr großer Cousin, der Sohn des Bruders von Ashleys Mutter, und sie waren ein Herz und eine Seele. Der große, er war gute 1,90 m groß gewesen, schwarzhaarige hatte sie praktisch mit aufgezogen, oft auf sie audgepasst oder ihr anderweitig beigestanden. Er war wohl der herzliche Bruder der Henry nie so richtig sein konnte. Nicht einmal für Ashley. Er hatte diese verbissene Art, die er mir gegenüber an den Tag legte, schon immer an sich. Er konnte die Tatsache einfach nicht akzeptieren, dass ich meinem Vater auf seine Position folgen würde. Ich nahm diese Tatsache einfach so hin. Ich rieb sie niemandem unter die Nase oder würde sie missbrauchen, aber es war einfach so. Mit knirschenden Zähnen schlug ich einmal auf das Lenkrad ein, welches zwar momentan für die Situation nichts konnte, aber meinen Händen am nächsten waren. Der Waldweg hatte sich mittlerweile gelichtet und ich fuhr auf die Hauptstraße zur Stadt.

Ich war gerade aus einem Eiscafe gekommen, hatte einen Becher Frozen Yoghurt mit Erdbeeren und Kokosflocken in der Hand, meine Stimmung hatte sich schon etwas gebessert, als mein Handy in meiner Tasche klingelt und vibrierte. Leicht verwirrt zog ich das Smartphone aus der Tasche und seufzte leicht entnervt als ich auf dem Display 'Dad' las. Ich strich über den Touchscreen und legte das Handy an mein Ohr. "Hör zu Dad, warum glaubst du, bin ich etwas in die Stadt gefahren? Sicher nicht, um..." "Mirands hör zu. Ashkey ist davon gelaufen. In ihrem Zimmer ist sie nicht und wir haben auch schon bei Freunden angerufen und..." im Hintergrund hörte man meine Stiefmutter schluchzen. Mir jedoch entgleiste mein ganzer Ausdruck. Ashley verschwunden? Weg? Abgehauen? Ich rief nur noch ein gehetztes "Ich komme sofort und suche sie mit" in den Höhrer, legte auf, schmiss den Becher in den Mülleimer und hastete zu meinem Wagen, welcher auf dem Parkplatz 500 m von hier entfernt war. Etwas außer Puste kam ich an, setzte mich sofort hinters Steuer, startete den Motor und parkte hektisch aus. Sofort fuhr ich zurück, überholte heute wohl öfter als in meiner ganzen bisherigen Fahrerkarriere. So fing ich mir zwar einiges an Hupen und 'Mann, hast du sie nicht mehr alle?' ein, doch der Gedanke, dass Ashley irgendwo alleine im Wald umherstreifte und so leichte Beute für Vampir und Lamia war trieb mich an noch weiter aufs Gas zu steigen. Es kam mit schon wie eine Ewigkeit vor, ehe die rettende Waldeinfahrt kam. Doch ich machte mir gar nicht die Mühe bis ganz nach Hause zu fahren, sondern stellte das Auto nur wenige Meter danach am Straßenrand. Ich schickte meinem Vater eine kurze, abgehackte SMS er solle die Anderen noch mit losschicken, ehe ich schon aus meinen Klamotten platzte und auf vier Pfoten durch den Wald hetzte, immer und immer wieder ein Heulen losschickte in der Hoffnung Ashley hörte mich und blieb wo sie war oder war in der Nähe und machte sich bemerkbar. ~"Bitte Gott lass sie wohlauf sein"~ sandte ich ein stummes Gebet gen Himmel, während ich, im Gegensatz zu gestern nicht mehr voller Freude sondern, voller Sorge über den Boden flog und versucht ihre Witterung aufzunehmen. Der Ärger über meinen Vater und über das verlorene Spilchen gestern war schon lange in den Hintergrund gerückt. Nach 15 Minuten vernahm ich schon das Plätschern des nahegelgenen Flusses und hatte sie bisher noch immer nicht gefunden. Doch dann nahm ich Fetzen ihres Geruches auf. Die Spur führte nördlich von unserem Haus Haus weg, immer weiter in den Wald. Und je weiter ich der Spur folgte, desto stärker wurde Ashleys Geruch. Mir fiel ein riesiger Stein vom Herz, als ich den Blondschopf schließlich auf einer großen Wurzel sitzend und mit feuchten Augen vorfand. Ich schlich zu ihr und war einfach nur heilfroh sie gefunden zu haben.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:38 pm

Blake:

Achtsam sorgte ich dafür, dass die Maschine auf dem weichen Boden nicht umfallen konnte, ehe ich den Blick hob. Etwa hier hatte ich auch letzte Nacht meine Jagd begonnen, doch bereits jetzt war ihr Geruch verflogen und hatte keine Anhaltspunkte hinterlassen. Langsam ließ ich die Luft aus meinen Lungen entweichen, während mein Blick die Umgebung absuchte. Das hier könnte die Suche nach der Nadel im Heuhaufen werden, stellte ich etwas frustriert fest, ehe ich mich abermals in das Innere des Waldes begab. Dieses Mal jedoch leitete mich kein Geruch durch das Dickicht und keine Instinkte befahlen mir welchen Weg ich wählen sollte, was mir die Suche durchaus erschwerte.
Ich war nun bereits eine knappe halbe Stunde hier und die Frustration stieg mit jeder Minute. War das hier wirklich das Revier der Wölfe, oder warum haftete kein Gestank an den Bäumen, oder an den Blättern der Büsche. Es war kein Anhaltspunkt zu finden und beinahe hätte ich mich entschieden mich wieder umzudrehen und zu gehen, als mir doch der Gestank in die Nase stieg. Es war nicht die Wölfin von letzter Nacht, diese hätte ich vermutlich über Kilometer erkannt, aber es war ein Anfang. Mit gerümpfter Nase sog ich die Luft ein um den Ursprung des Geruchs ausfindig zu machen, ehe ich mich nach Osten wandte und meinen Weg fortsetzte. Es wehte ein leichter Wind gen Westen, die perfekte Voraussetzung also sich unbemerkt an das erste Opfer ran zu schleichen. Leichtfüßig lief ich durch das dichte Unterholz und achtete darauf keinen Lärm zu machen. Ich wusste, dass die Wölfe gute Sinne hatten und es war in meinem Interesse keine Aufmerksamkeit zu erregen.
Sie war nicht weit weg, saß auf einem Stein und ihre Tränen kullerten über ihre Wangen. Ich dagegen saß im Gebüsch und blickte zu ihr. Sie war kaum mehr als ein Kind und des Todes definitiv noch nicht würdig. Ich hatte die Zähne zusammen gebissen. Natürlich, die Aufgabe war es alle Wölfe zu töten, aber ich würde meine Hände sicherlich nicht mit dem Blut eines Kindes besudeln, das sich vermutlich noch nicht einmal richtig wehren konnte. Nein, das konnte einer seiner Diener übernehmen, aber ich würde das sicherlich nicht tun. Ich hätte beinahe wieder mein Versteck verlassen und wäre vermutlich in die Stadt zurück gefahren, als ein anderer, ungleich süßerer Duft die Luft erfüllte. Sofort grinste ich hinterhältig. Die Suche hatte sich also doch gelohnt und ich würde das bekommen, was ich haben wollte. Leise schlich ich durch das Gebüsch, achtete stets auf die Windrichtung, dass weder das Mädchen auf der Wurzel, noch mein eigentliches Ziel, mich wittern konnten. Bereits aus mehreren Metern Entfernung konnte ich den Wolf mit dem hellen Fell sehen und beinahe gleichzeitig war das Brennen zurück, dieses Mal aber ungleich erträglicher. Ich sollte dieses Mal nicht mit meinen Grenzen spielen. Vorsichtig schlich ich noch ein wenig näher heran. Ich hatte Glück, dass die Gedanken der Wölfin bei dem Mädchen waren und sie anscheinend nicht wirklich mit einem Übergriff rechnete. ich atmete nochmal tief durch. Töten wollte ich sie nicht, ihr Blut hinderte mich daran, auch wenn sie gestern Nacht nicht wirklich den Anschein gemacht hatte, dass sie noch leben wollte. Deshalb musste ich sie wohl oder übel zur Bewusstlosigkeit zwingen, ehe ich testen konnte, ob das Verschwinden der anderen Lamia und Vampire ihr Werk war. Ich wartete noch einen kleinen Moment, als sie noch etwas näher heran trat, ehe ich aus meinem Versteck sprang und sie zu Boden riss. Es war dieses Mal eine andere Situation, denn nun war sie in ihrer Wolfsgestalt und ihr Geruch war ungleich dunkler und wilder, als in der vorigen Nacht. Ich spürte, wie abermals meine Fangzähne wuchsen, ehe ich genau diese mit einem leisen Knurren gegen sie fletschte. Dieses Mal war der Kampf unvermeidbar.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:38 pm

Miranda

Die Erleichterung, dass ich meine kleine Schwester doch noch gefunden hatte, machte sich schlagartig in mir breit und meine angespannten Muskeln begannen sich zu beruhigen und hörten auf vor Aufregung zu zittern. Ich wollte ihr sagen, dass ich mir Sorgen gemacht hatte, dass ich froh war sie wieder zu sehen und was sie sich nur dabei gedacht hatte, jetzt wo Oliver tot war, jetzt zu dieser Zeit. Der junge Blondschopf lächelte mich nur an, wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und tätschelte mir den Kopf, als wolle sie mir sagen es ginge ihr gut und nun wäre alles in Ordnung. Doch keiner von uns beiden, sie war noch zu unerfahren mit ihrem Geruchssinn und hatte auch noch keine Erfahrung mit den Blutsaugern und ich war einfach zu sehr mit ihr beschäftigt, konnte ahnen, dass sich schon in der nächsten Sekunde einer von ihnen aus dem Gebüsch auf uns stürtzen würde. Ashley sprang sofort auf und ihr entkam ein erstickter Aufschrei. Ich war im ersten Moment einfach nur überrascht und wusste im Endeffekt nicht einmal was los war. Doch als sich mein Blick wieder konzentriert auf mein Umfeld fokusierte, erkannte ich ihn, sowohl am Geruch wie auch am Gesicht, an diesem hämischen Grinsen. Was bildete er sich ein am hellichten Tag sich in unser Gebiet zu wagen? War er wirklich so lebensmüde oder war er einfach nur dumm? Was auch immer zutraf, verletzt würde sich auf jedenfall zu seinem Zustand dazu begeben. Auch wenn er auf mir lag, das Bild kam mir verdächtig bekannt von letzter Nacht vor, so brauchte er nicht zu glauben, ich könnte mich so nicht wehren. Und nun, da auch die Möglichkeit bestand, dass er Ashley angriff oder womöglich Verstärkung mitgebracht hatte, die ihr gefährlich werden könnte, setzte eine Welle Wut wie auch mein Beschützerinstinkt ein und verlieh mir zusätzliche Kraft - denn soweit wie letzte Nacht würde ich es sicher nicht kommen lassen. Ich strampelte mit meinen Hinterbeinen und hinterließ so eine Furche von Kratzern und Krallenspuren auf seinem Bauch, ehe ich meine Zähne in seine Schulter grub. Sein Blut, welches mir langsam ins Maul lief, schmeckte zwar furchtbar eklig, doch die Genugtuung ihn verletzt zu sehen machte diese Tatsache wieder wet. Mit einem letzten Kräftigen Schubs beförderte ich ihn wieder von meinem Bauch, rappelte mich wieder auf und positionierte mich genau vor Ashley. Nun war ich mehr als sauer, knurrend zog ich meine Lefzen hinauf und präsentierte ihm meine Zähne, welche zwar nicht so spitz waren wie seine, immerhin waren sie nicht dazu gedacht sauber durch etwas hindurch zu 'bohren' sondern Dinge zu zermahlen, doch an Beißkraft waren sie den Seinen sicher überlegen. Dass ich auf höchster Alarmbereitschaft war und meine Muskeln bis aufs Äußerste angespannt waren, war deutlich zu sehen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:38 pm

Blake:

Es war nicht wirklich sehr intelligent gewesen sie frontal anzugreifen. Als Wolf besaß sie doch ein paar nennenswerte Tricks, die mir durchaus gefährlich werden konnten, wie ich feststellen musste, als sich zuerst ihre Krallen und dann ihre Fänge in meine Haut gruben und ein leiser Laut meine Kehle verließ, ehe sie mich geschickt abschüttelte. Ich spürte, wie die warme Flüssigkeit den Stoff, den ich an mir trug, tränkte, jedoch verlor ich keine Zeit und rappelte mich wieder auf. Kurz zuckte mein Blick zu dem Mädchen hinter der Wölfin. "Du solltest verschwinden." Erklärte ich ihr nur knapp, ehe ich wieder meinen Blick zu der eigentlichen Konkurrentin hob. Bedrohlich fletschte sie die Zähne und ich versuchte die Ruhe in mir zu bewahren, was mir allerdings so viel schwerer fiel, wo ich nun wusste wer höchstwahrscheinlich für den Tod meines Vaters, wie auch für viele weitere meiner Artgenossen verantwortlich war. Wut stieg in mir auf und bedrohlich knurrte ich ihr entgegen. Dieses Mal ging es nicht um Blut, oder irgendein kindisches Spielchen. Dieses Mal war es ernst. Sie oder ich und das obwohl ich bereits jetzt eine erwähnenswerte Verletzung hatte. Ich hätte besser aufpassen sollen, oder sie, noch besser, schon gestern außer Gefecht setzen sollen. Das hätte mir eine Menge Ärger erspart. Hass glitzerte in meinen Augen und er half mir mich trotz Schmerz und brennender Gier zu konzentrieren. "Du wirst es noch bereuen..." Knurrte ich leise vor mir her, ehe ich abermals in Angriffsstellung ging. Wenn ich gewinnen wollte durfte ich nicht einfach nur rohe Gewalt anwenden, aber das war im Moment genau das, nach dem ich mich sehnte. Ich wollte ihr die Fänge in den Hals hauen und sie so quälen, wie sie mich und viele andere gequält hatte. Dann sprang ich abermals auf sie zu, dieses mal aber darauf bedacht ihr nicht nochmals zwischen die Zähne zu springen.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:38 pm

Miranda

Meine Verletzungen schienen ihm bereits ziemlich zuzusetzen, die tiefen Furchen waren auf seiner Haut gut zu sehen und bluteten auch stetig, sodass seine Kleidung sich ziemlich schnell rot um die verletzten Bereich färbte. Als sein Blick zu Ashkey zuckte, entfuhr mir ein weiteres Knurren, da ich erst dachte er fixiere sie doch als erstes Opfer, da sie weitaus leichter zu erlegen war als es bei mir der Fall war. Als sich die Blicke der beiden traffen, kauerte sich etwas weiter hinter mich und gab einen wimmernden Laut von sich, machte jedoch sonst keine Anstalt von hier zu verschwinden. Viel zu groß schien die Angst, dass er ihr sofort folgen würde, was ich diesem hinterhaltigen Monster auch zutrauen würde. Doch er sah sie nicht länger als seinen Ratschlag an und fixierte dann wieder mich. Ich bedeutete ihr mit einem kurzen Nicken nach hinten etwas zurück zugehen, was sie, zu meiner Erleichterung, dann auch tat und sich hinter dem Stamm des alten Baumes halb verbarg. Mittlerweile spielten ihre Emotionen dermaßen verrückt, dass sie als Wolf und nicht mehr als Mensch dastand, die Angst musste zu groß gewesen sein. Ein kurzes Winseln entfuhr ich noch, dann war sie mucksmäuschenstill. Somit konnte ich mich wieder auf die tatsächliche Gefahr konzentrieren. Er spannte all seine Muskeln erneut an und duckte sich, woraus ich schließen konnte, dass er schon bald zu einem zweiten Angriff ansetzen würde, welcher sicher nicht so kopflos sein würde wie der Erste. Und tatsächlich. Nur Momente später sprang er erneut auf mich zu. Doch nun war ich sowohl stutzig als auch wütend. Ich verwandelte mich zurück, machte eine hakbe Drehung um seinem Sprung auszuweichen und nutzte stattdessen seinen Scheung um ihn zu Boden zu bringen, nur mit dem Unterschied, dass ich nun auf ihm saß - dass ich dabei vollkommen nackt war, war ersteinmal Nebensache. Stattdessen fixierte ich seine Arme und beugte mich mit finsterem Blick zu ihm herunter. "Was bikdet ihr euch eigentlich ein wer ihr seid? Du kommt hierher und machst hier irgendwelche ungenauen Unterstellungen. Außerdem verschleppen du und dein stinkendes Pack parasitäer Blutsauger immer mehr Mitglieder unseres Rudels. Was glaubst du warum sie geweint hat?" ich nickte kurz in Ashleys Richtung "Ihr reduziert nicht nur die menschlichen Bewohner sondern auch unsere Spezies. Eine Unnatürkichkeit seid ihr, sonst nichts..." zischte ich ihm boshaft zu und wartete darauf, was er zu seiner Verteidigung zu sagen hatte.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:38 pm

Blake:

Es war ein ungeheuer ungeschickter Moment derart außer Form zu sein. Ein weiteres Mal hatte ich mich von meinen Emotionen leiten lassen und versucht meiner Natur folge zu leisten und abermals ging es schief. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass sie sich plötzlich in ein menschliches Wesen zurück verwandelte und so meinem Angriff geschickt kontern konnte. Ich spürte, wie sie mich noch im Sprung packte, sich ein wenig drehte, dass ich ziemlich unsanft mit dem Rücken auf dem Boden landete und sie auf mir. Sie hielt meine Arme fest, fast genau so, wie ich ihre in der Nacht zuvor gehalten hatte. Meine Schulter meldete mit stechendem Schmerz, dass ihr diese Stellung überhaupt nicht gefiel und nahm mir für einen kurzen Moment die Luft, ehe ich den Blick zu ihr haben konnte. Ich hatte meine Zähne aufeinander gepresst und sah ihr direkt entgegen. Die Tatsache, dass sie nackt auf mir saß interessierte mich herzlich wenig. Es war mir nicht neu, dass das die Natur des Werwolfes war. Bei ihrer Erklärung schnaubte ich nur missachtend. "Wir? Werwölfe verschleppen?" Meine Stimme wirkte schon beinahe belustigt, allerdings wandelte sich das sofort wieder in einen bedrohlicheren Ton. "Und wieso glaubst du dann, lebst du noch nach der letzten Nacht?" Ich knurrte beinahe. "Oder sie?" Mit einer kurzen Bewegung wies ich zu der jüngeren Wölfin hinter dem Baum. "Wenn es mein Ziel wäre euch auszurotten, oder was auch immer, wieso habe ich sie dann nicht getötet, als ich die Chance dazu hatte?" Ich suchte in ihrem Blick nach Reaktionen, ehe ich fort fuhr. "Und was Menschen angeht... ihr wisst genau, dass wir sie nicht töten. Wahrscheinlich verliert ihr eure Mitglieder bei dem Mord an Unseresgleichen." Ich unternahm einen kurzen Versuch mich von ihr zu befreien, den ich allerdings bereits wieder aufgab, als sich abermals der bohrende Schmerz in meiner Schulter meldete und ich aufkeuchte. Die Wunde war tief und noch immer sickerte Blut daraus.
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Re: The Wolf and the Vampire - Archiv

Beitrag  Drachi am Do Jun 13, 2013 9:39 pm

Miranda

Aus gegebener Situation konnte ich den Triumph leider nicht genießen, dass ich praktisch einen unserer natürlichdn Todfinde unter mir, fast wehrlos und auch noch verletzt, liegen hatte und er so eigentlich schon auf dem Präsentierteller war - fertig zum Erlegen. Doch viel wichtiger war es mir aus ihm herauszuquetschen, wieso sie wahllos unser Rudel angriffen und unsere Mitglieder verschleppten. Sicher, es war untypisch für sie, doch das hieß noch lange nicht, dass sie es nicht waren. Gewohnheiten konnte man immerhin ändern - wenn auch nur schwer. Aber ihr Hass auf uns, welcher sich als wunderbares Beispiel in seinen Augen widerspiegelte, trieb sie sicher so weit. Auf seine Fragen hin kniff ich meine Augen etwas enger zusammen und musterte ihn weiterhin finster. "Was weiß ich. Vielleicht bist du nur extrem dämlich, obwohl du eigentlich einen recht intelligenten Eindruck auf mich gemacht hast. Oder spielst einfach nur gerne Spielchen. Oder beides trifft auf dich zu. Fakt ist, dass du mir doch eben den lebenden Beweis geliefert hast, dass ihr uns nur zu gerne an die Gurgel springen würdet und wohl auch keine Skrupel hättet unsere leblosen Körper verschwinden zu lassen. Also sag mir gefälligst wo ihr all die Wölfe hinbringt, damit mich nichts mehr davon abhält deinem eigentlich sowieso schon leerem Leben ein Ende zu bereiten" antwortete ich ihm äußerst gereitzt auf beide seiner Fragen.
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