The Wolf and the Vampire

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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Drachi am Mo Jun 02, 2014 8:20 am

(Dann les ich extrem langsam und extrem ungeschickt xD Ich weiß nicht, ich lag auf dem Bauch auf dem Sofa mit dem Handy in der Hand, wollte mein Bein irgenwie anziehen und da war er dann auch schon x.X
Ist okay, ich meine noch recht genau zu wissen, wie sie aussieht :3
Viel Spaß!)

Blake:

Der Ausdruck, der sich wenige Sekunden später auf ihr Gesicht legte sagte mehr aus, als sie wohl in Worte fassen konnte. Verwirrung, Bestürztheit, Skepsis, vielleicht auch etwas Verletzliches. Es waren lediglich Schatten, die über ihre Züge huschten, ehe sie es wohl wieder im Zaum halten konnte. Trotzdem hatte sie im Moment, so schien es, keine passende Antwort parrat, zumindest öffnete sich ihr Mund, nur um kurz darauf die Luft wieder aus den Lungen zu lassen und mir die Antwort schuldig zu bleiben. Seufzend wandte ich mich wieder dem Fenster zu und sog abermals gierig die kühle, frische Luft in meine Lungen, während Miranda sich umdrehte und das Zimmer verließ, nicht jedoch ohne mir doch noch eine Antwort zu geben. Eine Antwort, mit der ich zwar gerechnet, aber insgeheim nicht gehofft hatte. Bedrückt senkte ich den Blick, blickte auf meine Hände, wobei ich erst jetzt bemerkte, dass die Knöchel meiner rechten Hand bläulich verfärbt und teilweise geschwollen waren. Es schien wie ein Wunder zu sein, dass die Haut unter der Belastung nicht gerissen war. Ich hörte wie Miranda in die Küche ging, was auch immer sie nun vor hatte, ich folgte ihr nicht. Ob das ein Fehler war oder nicht vermochte ich noch nicht zu sagen, jedoch hoffte ich stumm, dass sie nicht ging. Ich wusste nicht was schlimmer war. Die Qual, die an mir zehrte, wenn sie bei mir war, oder das Loch, das sie hinterließ, falls sie gehen sollte. Ein sanfter Luftzug wehte abermals in die Wohnung und vertrieb den Geruch, der mir noch immer auf der Zunge liegen schien. Etwas verunsichert wandte ich mich um und sah zu der Tür, die in den Flur führte. Hatte sie die Wohnungstür geöffnet? War sie am gehen? Unbewusst biss ich mir auf die Unterlippe, die nicht sehr lange meinen spitzen Fängen stand hielt und mir so den faden kupfernen Geschmack auf der Zunge bescherte. Doch als sich die Tür zum Bad schloss ließ ich die unbewusst angehaltene Luft wieder vorsichtig entweichen. Sie musste ein Fenster geöffnet haben, folgerte ich daraus und beschloss zu sehen, ob ich herausfinden konnte, was sie vorhatte ohne sie direkt darauf ansprechen zu müssen. Mit diesem Gedanken begab ich mich in der Küche, wo mich ein seltsam erleichterndes Gefühl beschlich, als ich noch den kleinen Haufen an Lebensmittel erblickte, der sich noch immer auf dem Tisch stapelte. Auch das Fenster war, wie vermutet, sperrangelweit aufgerissen und eröffnete so dem Wind ungehindert durch die Wohnung zu ziehen. Was sie wohl gerade dachte? Sie war noch immer im Badezimmer, auch wenn ich bis jetzt keinen Laut darauf vernehmen konnte. Erschöpft rieb ich mir über das Gesicht, während ich darauf wartete, dass sie ihr Domizil - ich vermutete, dass es das gerade darstellte - wieder verließ.
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Minzi am Mo Jun 02, 2014 8:56 am

(Das Gefühl kenn ich aber. V.V Ich hab ja Magnesiummangel und deshalb auch echt schmerzhafte Krämpfe in den Waden (teilweise wecken die mich im wahrsten Sinne des Wortes auf...))

Auch wenn der Ausblick aus dem Badezimmerfinster keineswegs ein Berauschender war, er war immerhin besser als der zum Hinterhof raus. Ein paar Leute gingen noch durch die Straßen und es fuhren die letzten paar armen Tröpfe nach Hause die erst jetzt Feierabend hatten. Arbeit... die schrie bis hierher von zu Daheim aus. Aber neben Blake und seiner Gesellschaft erschien sie mir fade und langweilig - wie Arbeit eben meistens war. Womit wir wieder bei Blake wären. Ich verstand ihn einfach nicht. Moment, wir hatten Rollen getauscht. Verstand, zumindest dem Klischee nach, eigentlich der Mann die Frau nicht? Aber wir redeten hier auch nicht von einem normalen, menschlichen Mann und einer typischen Frau, nein. Wir sprachen von einem blutsaugenden, kalthäutigem, essen verschmähendem Lamia und einer temperamentvollen, manchmal dickköpfigen halben Werwölfin die zur andere Hälfte menschlich war - man ganz schön kompliziert. Wenn ich ihm einen solchen Schmerz bereitete wieso, in Gottes Namen nochmal, hielt er sich dann so oft, und offenbar nicht mal ungern, in meiner Nähe auf? Sicher nicht nur um die Beziehung zwischen unseren Rassen zu pflegen - wofür wir beide zweifelsohne zuständig waren. War es wegen dieser... Sache zwischen uns? Diese Sache die keiner von uns Beiden so richtig einzuordnen oder zu benennen mochte? Vermutlich. Aber ändern ließ sich dieses 'Verhältnis' zwischen uns auch ni-... Moment. Er ließ und konnte sich vielleicht nicht ändern, ich aber sehr wohl. Na gut ich konnte meinen Geruch nicht abstellen, aber ich konnte ihn unterdrücken. Noch Sekunden zuvor nieder gesunken auf meinen verschränkten Armen liegend stürzte ich beinahe in die Höhe und mir schossen so einige Ideen in den Kopf wie ich Blake meine Nähe erleichtern konnte.

Ich zog meine Klamotten auf der Stelle aus, warf diese auf einen Haufen und stellte mich unter die Dusche. Dort stellte ich das Wasser absichtlich etwas kälter, verlangsamte das nicht die Blutzirkulation?, ehe ich mich gründlichst, und damit meinte ich ganze dreimal, einschäumte nur um den Schaum wieder abzurubbeln. Auch meine Haare und die Kopfhaut schrubbte ich ab bevor ich das Wasser noch einige Sekunden über meinen Körper laufen ließ. Als ich das Wasser abstellte zitterte ich zwar, was durch den Luftzug durch das Fenster noch gefördert wurde, und stellte im Spiegel fest, dass meine Lippen schon beinahe blaue waren, aber ich merkte selbst, dass ich nur noch nach dem Shampoo roch. Erfreut grinsend rubbelte ich mich und meine Haare ab und warf auch das Handtuch in die hinterste Ecke zu meinen Klamotten um meinen Geruch auf einen minimalen Raum zu reduzieren. Dann endlich verließ ich das Bad wieder tapste wie ein Schatten in Richtung seines Schlafzimmers und zog seine Schranktüren auf. Dort suchte ich wahllos ein Shirt und ein Paar Boxershorts heraus und hoffte, dass er diese schon lange besaß damit sie lange Zeit hatten seinen Geruch anzunehmen. Gesagt, getan und hinein geschlüpft trat ich aus dem Schlafzimmer und stellte mich, durchaus von meiner guten Idee gerühmt, beinahe schon siegessicher in die Wohnzimmertür und ließ ein für mich völlig untypisches 'Tadaaa' erklingen - auch wenn ihm sicher erst einmal unklar war weswegen ich mich hier nun so zum Affen machte.


Zuletzt von Minzi am Mo Jun 02, 2014 9:17 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Minzi am Mo Jun 02, 2014 10:46 am

Nacht.^^
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Drachi am Di Jun 03, 2014 9:04 am

Blake

Ich musste mich nicht sehr lange gedulden, bis das Wasserrauschen aus dem Bad mit verriet, dass ich wohl noch eine Weile warten musste, bevor ich Miranda wieder zu Gesicht bekommen würde. Es schien ja beinahe zu einer Gewohnheit zu werden, dass sie sich hier regelmäßig ihre Dusche gönnte, was allmählich den Inhalt meines Kleiderschranks in Mitleidenschaft zog, wie ich leicht amüsiert feststellte. Aber zumindest heute hatte sie ihre eigenen Sachen dabei, erinnerte ich mich, während ich mich wieder auf den Weg zurück ins Wohnzimmer machte. Etwas unschlüssig, was ich nun tun sollte, nahm ich die Fernbedienung vom Wohnzimmertisch und schaltete den Fernseher ein, ehe ich sie unachtsam wieder auf ihren Platz auf der Glasplatte fallen ließ. Nicht, dass mich das Fernsehprogramm wirklich interessierte, doch es war eine effektive Art die Stille im Raum zu tilgen und vielleicht auf etwas andere Gedanken zu kommen. Zumindest hatte ich mich mitlerweile wieder vollständig beruhigt, was wohl nicht zuletzt an den offenen Fenstern in der ganzen Wohnung lag. Ob das letztendlich ihr Plan gewesen war, oder nicht, es war zumindest eine gute Idee gewesen. Nur noch eine süßliche Spur ließ ihren Geruch erahnen und erinnerte mich daran in welcher komplizierten Beziehung wir uns gerade befanden. Eine Frau, halb Werwolf, halb Mensch, in der Wohnung eines Lamia, der mitlerweile wohl dabei war, so zumindest meine Vermutung, den Verstand zu verlieren, während er ihr trotzdem gewährte ein- und auszugehen wann immer sie wollte. Bei dem Gedanken daran was wohl passiert wäre, wenn ich bei unserer ersten Begegnung nicht so zurückhalten gewesen wäre und sie nicht von einem anderen Wolf gerufen worden wäre, oder was passiert wäre, wenn ihre Schwester am darauffolgenden Tag nicht dort gewesen wäre, entlockte mir das ein belustigtes Schnauben. Wäre eine Kleinigkeit anders gekommen wäre diese ganze Situation komplett verschieden. Vielleicht hätten wir einen Krieg mit dem Wölfen begonnen, oder vielleicht wären wir beide auch nicht mehr am Leben. Es war schon beinahe verwunderlich, dass es genau so gekommen war. Ich stand neben dem Sofa, die Arme vor der Brust verschränkt, während ich so dem einen oder anderen Gedanken nachhing. Dass sich die Badezimmertür öffnete und Miranda sich an meinem Schrank vergriff schien geradewegs an mir vorbeizuziehen. Jedenfalls bemerkte ich sie erst, als sie auf recht ungewöhnlicherweise im Türrahmen erschien. Verwirrt wandte ich mich zu ihr um und wunderte mich darüber, was sie sich nun wieder ausgedacht hatte, um solch einen Auftritt zu rechtfertigen. Einige Sekunden vergingen, während ich sie abschätzend musterte, mir jedoch nichts auffiel, außer dass ich mich getäuscht hatte, dass sie mit ihren Klamotten vorlieb nehmen würde. "Tada, du solltest dir ein paar neue Sachen zulegen?" Vollendete ich, wenn auch nicht ganz ernst, ihre Aussage. Ich glaubte zwar nicht, dass das der Grund ihres kleinen Auftritts gewesen war, doch es war das einzige, was mir irgendwie aufgefallen war. Doch dann fiel mir noch ein Detail ins Auge. "Du zitterst ja, ist alles in Ordnung?" Hakte ich mit etwas Besorgnis in der Stimme, wie ich erst hinterher bemerkte, nach. Erwartungsvoll sah ich sie an, wagte es allerdings noch immer nicht so recht er noch viel näher zu treten, weshalb ich an Ort und Stelle verharrte.
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Minzi am Di Jun 03, 2014 10:24 am

Miranda

Ich fühlte mich genauso blöd wie Blake verwirrt war. Die Verwirrung stand dieses Mal im wie auf die Stirn tätowiert. Innerlich grinste ich schon fast ein Bisschen über diese Aussage. Stolz auf meine Idee legte ich nun meine Hände in die Hüften nur um sie Sekunden später wieder geradewegs nach unten baumeln zu lassen und den Kopf zu schütteln. "Nein, tadaaa du weißt meine guten Einfälle nicht zu schätzen" gab ich mit einem leicht beleidigtem Unterton zur Antwort. War ihm nicht aufgefallen, dass ihm nur noch ein Minimum meines Geruches um dir Nase wehte? Oder, dass er nun wieder einen kühlen Kopf hatte weil hier kräftig Durchzug herrschte? Nein, was dem werten Herren auffiel war, dass ich seine Kleidung trug. Das was schon wieder fast frauentypisch. Fast wie die Situation in der die Frau frisch vom Friseur kommt und der Mann fragt ob sie ein neues Oberteil an hat... "Die Sache ist ja gerade eben, dass es deine Sachen sein müssen" fügte ich noch hinzu ehe er beiläufig anmerkte, dass ich zitterte. Ach ja, die blauen Lippen... mir war ja kalt. Aber mit nassen Haaren, halb nackt und mit sperrangelweit aufgerissenen Fenstern war das wohl kein Wunder. "Ja ist alles soweit ok. Ist bloß etwas frisch. Und... bei dir?" fragte ich gegen die Stimme einer Moderatorin die im Fernseher irgendetwas ankündigte während ich vor allem seine Mundpartie nach seinen Fangzähnen absuchte ob diese noch lang waren und dementsprechend er noch aufgeregt war. Nur noch die kleinen, alabasterfarbenen Spitzen lugten hervor worüber ich gedanklich erleichtert ausatmete.
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Drachi am Mi Jun 04, 2014 2:39 am

Blake

Die Empörung über meinen wohl nicht ganz zutreffenden, wenn auch nicht ganz ernst gemeinten Tipp stand ihr regelrecht ins Gesicht geschrieben. Leicht zogen sich meine Augenbrauen nach oben, während ich ihrem kleinen Vorwand geduldsam lauschte. Ein leises, belustigtes Schnauben entfuhr mir jedoch, als sie auf mich zu sprechen begann. Allmählich wurde mir klar, was sie mit ihrer Aktion eben bezweckt hatte, vorallem, da mir, trotz den offenen Fenstern, noch immer der Geruch von Shampoo und Duschgel in die Nase stieg. "Naja, so berauschend kann dein Einfall ja gar nicht gewesen sein, wenn du zitternd und mit bläulichen Lippen vor mir stehst." Verteidigte ich mich mit unschuldiger Miene, während ich meinen Blick nocheinmal kritisch musternd über sie schweifen ließ. Dann jedoch konnte ich mir ein amüsiertes Lächeln nicht mehr verkneifen. "Du kommst manchmal wirklich auf verrückte Ideen." Stellte ich kopfschüttelnd fest, ehe ich mich zum Fenster umwandte und es schloss. Es war ja noch nicht allzu lange her, dass wir über das Thema Werwölfe und Krankheiten gesprochen hatten. Außerdem würde der Geruch von Shampoo ihren Eigengeruch noch eine ganze Weile überdecken, so dass ich mir wohl kaum Sorgen machen musste. "Aber sie funktionieren." Ergänzte ich einige Sekunden später anerkennend und sah sie wieder an. "Und was hast du nun vor, um den restlichen Tag nicht halb erfroren zu verbingen?" Leicht legte ich meinen Kopf schief während ich auf ihr Statement wartete. Ob sie daran wohl gedacht hatte, als sie beschlossen hatte unter Eiswasser - nun, so wirkte es zumindest - duschen zu gehen?
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Minzi am Fr Jun 06, 2014 8:33 am

Miranda

Blake schien um einiges ruhiger denn sein Gesicht sah mittlerweile viel entspannter aus, seine Stirn war nicht mehr mit Sorgenfalten gespickt und sein Blick sah nicht mehr gequält und ernst aus. Vielmehr sah man nun leichte Belustigung und vielleicht auch Erkenntnis in seinem Gesichtsausdruck - so gefiel er mir viel besser. Erst als er wieder das Wort ergriff und er auch seine viel entspanntere Stimme erhob konnte ich mich von meinen Beobachtungen losreißen und ihm mit einem Grinsen antworten. "Das Zittern und die blauen Lippen sind nicht weiter schlimm" winkte ich seine Sorge ab ehe er mir doch glatt unterstellte ich hätte seltsame Ideen. "Falsch. Meine Ideen sind nicht seltsam. Und selbst wenn sie es wären, was ich hiermit nicht zugebe, dann erfüllen sie doch ihren Zweck wie du mir eben selbst zugestanden hast" fuhr ich fort und umging seine Beschreibung meiner Ideen - seltsam, tzzz. Vielleicht hatte er seinen Horizont nie genug erweitert um auf solche unkonventionellen Ideen zu kommen? Hmmm, wer wusste das schon. Oder er war noch nie in eine Situation gekommen in der er sich 'seltsame' Ideen ausdenken musste. Als er dann das Fenster schloss, vermutlich um meinem frösteln entgegen zu wirken, grinste ich ihn nur noch mehr an. "Mich auf meine innere Heizung verlassen und wahrscheinlich eine weitere seltsame Idee ausprobieren" erwiderte ich ihn und untermalte vorallem das Wort 'seltsam' mit einem leicht sarkastischem Ton - das würde ich ihm nun eine ganze Weile vorhalten. Ich wandte mich von ihm ab, schlug den Weg in die Küche ein und schloss auch dort das Fenster. Dann öffnete ich erneut sämtliche Küchenschränke, wobei ich nun bereits den Inhalt einiger Schränke kannte und so die Auswahl etwas einschränken konnte. "Aha" gab ich erkennend von mir und zog einen metallenen Topf und eine Pfanne aus zwei Küchenschränken und stellte sie auf den Herdplatten ab. Ich schnitt das Fleisch, öffnete die beiden Dosen mit der Currysoße und schaltete die linke obere Herdplatte mit der Pfanne ein bevor ich den Topf mit heißem Wasser füllte und diesen auf die zweite der vier Platten stellte ehe auch diese erhitzt wurde. Kurz wartete ich nachdem ich das Sonnenblumenöl in die heiße Pfanne gegossen hatte und schüttete dann die Fleischbrocken hinterher. Langsam aber sicher verbreitete sich der Fleischgeruch in der Küche bevor er durch die gesamte Wohnung kroch. "Streich Nummer Zwei" meinte ich Blake gegenüber ehe ich das Fleisch mit einem Kochlöffel umrührte damit es nicht anbrannte.
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Drachi am Fr Jun 06, 2014 10:57 am

Blake

Ich verschränkte meine Arme vor der Brust während ich geduldsam ihrem Konter lauschte. Es war schon erstaunlich, egal was ich sagte, sie versuchte mir die Wörter im Mund herumzudrehen. War das eine Eigenschaft, die ihre Werwolfseite mit sich brachte? Nein, wohl eher war es eine Charaktereigenschaft, die sie ziemlich präzise auszeichnete. Ob das wohl auch bei Ihresgleichen so gut funktionierte, wie bei mir? Der Sarkasmus, der in ihrer Stimme mitschwang hätte wahrscheinlich eine taube Person erkannt und ich war mir ziemlich sicher, so wie sie sich im Moment gab, würde sie sich die Situation noch eine Weile zu Nutze machen wollen. Nachdem sie geendet hatte gab sie mir keine Chance mehr etwas zu erwidern, ehe sie sich umdrehte und das Zimmer verließ. Ihre Schritte führten in die Küche, wie ich vernehmen konnte. Stimmt, sie hatte ja noch immer nichts zu essen bekommen, wurde auch langsam Zeit für das Frühstück. Mit etwas Verzögerung folgte ich ihr letztendlich, auch wenn ich wusste, dass sie beim Kochen vermutlich auch gut ohne einen Lamia klar kam. Das war letztendlich der Grund weshalb ich lediglich im Türrahmen stehen blieb und mich gegen das Holz lehnte. "Wusstest du, dass es einen Unterschied zwischen 'seltsam' und 'verrückt' gibt?" Spielte ich auf ihr kleines Missverständnis an. In meinen Mundwinkeln spielte ein schelmisches Lächeln, während ich ihr dabei zusah, wie sie das Fleisch in der Pfanne immerwieder vom Pfannenboden schabte. Der Geruch von Curry und Fleisch hing nun zusammen mit den Resten von Shampoo und Duschgel in der Luft. Nicht unbedingt die beste Kombination, wie ich naserümpfend feststellte. Als ich die beiden Dosen neben dem Herd entdeckte musste ich mich unwillkürlich fragen für wen sie alles kochte. Meiner, zugegebenermaßen nicht unbedingt reichlichen, Erfahrung nach zu urteilen würde die Menge für ein paar mehr, als nur Miranda reichen. Doch ich verkniff mir einen Kommentar, ich wollte ihr nicht noch eine Vorlage geben zu kontern, weshalb ich beschloss, dass ich sehen würde was sie damit vor hatte.
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Minzi am Do Jun 12, 2014 9:50 am

Miranda

Irgendwie hatte Kochen etwas beruhigendes. Auch wenn man stehen und Geduld haben musste, und man konnte nebenbei nichts Anderes großartig machen da das Essen sonst anbrannte - ich mochte es. Ob ich nun Hunger hatte oder nicht, mir fiel eigentlich immer irgendetwas ein das ich kochen konnte, am Liebsten natürlich mit Fleisch. Die Vegetarier konnte ich also beim besten Willen nicht verstehen. Aber ob ich nun so parteiisch aufgrund meiner Natur oder einfach aus Geschmack war konnte ich nicht sagen - vielleicht traf beides ein Bisschen zu. Backen dagegen war furchtbar. Sicher, ich liebte Kuchen und Kekse, aber mir lag die Herstellung von diesen süßen Köstlichkeiten einfach nicht. Entweder war die Mengenangabe falsch die ich machte, der Teig sackte im Ofen ein oder wurde zu trocken. Ganz beliebt war auch das Verbrennen lassen - wobei man dabei sagen musste, dass das nie meine Schuld sein konnte. Kaum hatte man sich dreimal umgedreht war der leckeren Mürbeteig kohlrabenschwarz. Seither hatte ich das Backen aufgegeben.

Es brauchte ein paar Minuten bis das Fleisch weiß und schließlich schön braun und knusprig wurde. Derweil war das Wasser im Reistopf am Kochen und ich ließ 2 der kleinen Beutel mit den weißen Körnchen in das siedend heiße Wasser blumsen ehe ich die Currysoße in die Pfanne mit dem Fleisch gab und anfing eine rote Paprika zu schneiden nachdem ich diese gewaschen hatte. Ungefähr Daumennagelgroß waren die Würfel und wurden mit dem Soßen-Fleischgemisch verrührt nachdem sie in der Pfanne gelandet waren. Diese Platte stellte ich also etwas niedriger und ließ das Ganze etwas vor sich hin köcheln ehe ich mich dem Reistopf widmete, nachsah wie weit dieser war und mich dann zum Warten an den Tisch setzte. "Du sag mal..." fing ich an und erhob meinen Blick erst Momente später zu Blake. "... wann bist du eigentlich verwandelt worden und warum? Und gibt es etwas, dass du am Menschsein vermisst?" fuhr ich fort und sah ihn mit leicht ernster Miene an.
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Minzi am Fr Jun 13, 2014 9:52 pm

(Ach ja und falls wir die Frage nach dem Warum und Wieso schon hatten dann überles das einfach. xDD)
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Drachi am Mi Jun 18, 2014 10:07 pm

(Ich glaube nicht Very Happy)

Blake

Ich sah ihr noch ein wenig beim Kochen zu, wie jeder ihrer Handgriffe so routinemäßig ausgeführt wurde, so als würde sie jeden Tag hier kochen, was ich bisher noch definitiv nicht bestätigen konnte. Vielleicht hatte sie inzwischen einfach jeden Schrank oft genug offen gehabt, dass sie nun wusste, wo sich die ganzen benötigten Utensilien befanden? Das schien mir zumindest eine plausible Erklärung zu sein. Die Behauptung, dass sie sich allmählich besser in dieser Küche zurecht fand, als ich, war so langsam wahrscheinlich auch gerechtfertigt. Die Halb-Wölfin schnappte sich, nachdem sie offensichtlich mit ihrer Arbeit am Herd soweit zufrieden war, ein Messer aus dem Messerblock und begann damit eine Paprika zu zerkleinern. Insgeheim wartete ich nur darauf, dass sie sich in den Finger schnitt, es wäre zumindest nicht ganz untypisch gewesen, doch sie ließ dieses Missgeschick glücklicherweise aus. Nachdem sie auch damit fertig war ließ sie das Gemüse ebenfalls noch in die Pfanne fallen und setzte sich dann an den Tisch. Ich war wärend dieser ganzen Zeit einfach stumm im Türrahmen gelehnt und hatte ihr zugesehen. Kochen - etwas dass ich noch nicht einmal gerne getan hatte, als ich noch normale Nahrung zu mir genommen habe. Miranda dagegen schien die Beschäftigung wirklich zu gefallen. Ich blickte noch einmal kurz über die qualmenden Töpfe, als Miranda das Wort ergriff und somit meine Aufmerksamkeit auf sich zog, nur um daraufhin wieder mehrere Momente zu schweigen und ihren Blick auf mich zu richten. Ihre darauffolgende Frage, das hieß, vor allem der letztere Teil, brachte mich etwas zum Nachdenken, weshalb auch ich mehrere Momente brauchte, um zu antworten. "Vor drei oder vier Jahren." Überlegte ich etwas zögerlich, zuckte dann jedoch nur leicht mit den Schultern. "Ich weiß nicht genau, der Übergang ist ziemlich fließend." Erklärte ich wahrheitsgemäß und wunderte mich mal wieder darüber wie neugierig Miranda doch war. Ob ihr diese Eigenschaft wohl schon mal gefährlich geworden war? "Es gibt eigneltich keinen wirklichen Grund dafür, es liegt einfach in unserer Natur." Ergänzte ich geduldig. "So wie du dich in einen Wolf verwandeln kannst." Den letzten Teil der Frage ließ ich absichtlich aus, da ich selbst nicht so genau wusste, wie die Antwort lautete. Natürlich hatte das Leben eines Lamia viele Vorzüge, dennoch war es getränkt von Blut und geleitet von Instinkten. Manchmal hatte ich mich schon gefragt, wie es wäre ein normaler Mensch zu sein, allerdings kam mir dann der Gedanke, wie ahnungslos und schwach die Menschen waren. Sie waren kaum mehr als Beute für uns. Im Endeffekt war ich also zufrieden mit dem, was ich war und kam zu dem Schluss, dass es kaum etwas gab, das ich wirklich am Menschsein vermisste.
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Minzi am So Jul 06, 2014 7:57 am

(Sorry, dass ich jetzt wieder in meine alten Muster verfalle. V.V Aber bei mir ists beruflich grad nich so prickelnd... Hatte auch wieder eine meiner Depri-Phasen... Aber jetzt hab ich mich mal aufgerafft. Very Happy)

Im ersten Moment kam ich mir fast so vor als würde ich ihn privateste Dinge fragen und gleichzeitig vollkommen ahnungslos sein. Er beantwortete mir meine Fragen anstandslos, auch wenn es den Eindruck machte, dass er etwas überrascht war. Ich meine, er fragte mich ja auch nicht so ungewöhnliche Sachen und ich konnte mir vorstellen, dass er gleich erwartete ich würde seinen Stammbaum oder soetwas abfragen. Er erklärte mir, dass er vor ungefähr 4 Jahren zum Lamiar wurde. Aber wenn der Übergang sehr fließend ist, wie merkt man soetwas? Werwolf ist man sein ganzes Leben lang - man wird so geboren. Klar, anfangs ist man nur fähig in seiner Menschengestalt herum zu laufen aber die Sinne, das Riechen, Hören und Schmecken sind schon von Anfang an sehr intensiv veranlagt. Als er mir auf meine letzte Frage antwortete schien er diese jedoch etwas missverstanden zu haben. "Ich glaube du hast mich da ein bisschen falsch verstanden" erwiderte ich leicht lächelnd. "Sicher, es liegt in eurer Natur. Aber was ich eigentlich sagen oder besser gesagt damit ausdrücken wollte ich, dass ich wissen möchte na ja..." jetzt kam mir die Frage doch ein bisschen dumm vor. "Wie du schon sagst. Genauso wie ich mich in einen Werwolf verwandle, so verwandelst du dich in einen Lamia. Ich werde als Werwolf geboren. Heißt das, dass man auch als Lamia geboren wird? Unter Menschen ist es ja bekannt, dass Vampire eigentlich normale Menschen waren bevor sie gebissen und dann zu Vampiren werden. Weißt du, worauf ich hinaus möchte?" fragte ich ihn dann erneut bevor ich aufstand und erneut nach dem Reis sah welcher kräftig in dem Topf mit Wasser vor sich hinkochte.

(Ich bin nicht nur viiiiel zu spät sondern auch noch total aus der Übung. D: )
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Drachi am Di Dez 01, 2015 11:01 am

(Soou, wie gesagt, jahrelang keine Übung gehabt und im Prinzip nie etwas geschrieben, meine Fähigkeiten sind also mitlerweile wohl mehr als nur ein wenig eingerostet, ich hoffe du kannst darüber hinweg sehen Very Happy
Hattest du eigentlich auch eine Pause? Oder schreibst du woanders auch?
Fast 1 Jahr und 5 Monate, here we go!)

Blake

Die Miene der Wölfin, die nur wenige Meter von mir entfernt am Herd stand und immer wieder ihre Aufmerksamkeit auf die beiden Behältnisse auf dem Herd richtete, um eventuelles Anbrennen zu vermeiden, schien wenig zufrieden mit meiner Antwort. Immer wieder musste ich mich über die Neugierde, die sie mir und auch meine ganzen Rasse entgegen brachte, wundern. Während sie mir lächelnd erklärte, dass das nicht die Antwort war, die sie hatte hören wollen, blickte ich ihr mit leicht schief gelegtem Kopf entgegen. Vermutlich hätte mich diese ganze Fragerei misstrauisch werden lassen sollen, sie stellte wirklich viele Fragen, doch mitlerweile war ich mir bei ihr sicher, dass es sich lediglich um Wissensdurst handelte und sie keine anderen Hintergedanken im Kopf hatte. Ich vertraute ihr, wie ich mir selbst zugestehen musste und das, obwohl es gegen all die Prinzipien verstoß, denen ich in den letzten Jahren gefolgt war. Andererseits war da noch diese Sache mit der Wunde, die sie sich irgendwann in der letzten Nacht zugezogen hatte und zu der sie mir im Prinzip alle Details verheimlichte. Doch sie hatte doch sicher gute Gründe dafür, oder? Jedenfalls hatte ich nicht vor weiter darauf rumzuhacken. Das Schlimmste daran war nicht die Geheimniskrämerei gewesen, sondern eher die Tatsache, dass mich der Geruch ihres Blutes unvorbereitet getroffen hatte und unverzüglich an meine Instinkte appelliert hatte. Doch nach ihrer Fenster auf - Shampooverschwendungs - Klamottenklau - und Kochmaßnahme war dieses Argument auch hinfällig geworden. Sie druckste noch ein wenig herum, bis sie wohl schließlich die korrekte Formulierung für ihre Frage gefunden hatte, die sie dann letztendlich auch an mich richtete. Etwas gedankenverloren blickte ich auf das Lichtquadrat, das die Sonne durch die Wolken hindurch auf den Küchenboden malte. Der Wind schob ständig die Wolken am Himmel entlang, so dass es mal heller und mal etwas düsterer erschien, wobei mir die zweite Variante wesentlich besser gefiel, während ich mir sicher war, dass Miranda die sonnige Variante durchaus bevorzugen würde. Trotz meiner stummen Beobachtungen, die wohl von außen so aussahen, als würde ich ins Nichts blicken, lauschte ich Mirandas Frage aufmerksam, ehe ich wieder zu ihr aufsah. Leicht zogen sich meine Augenbrauen zusammen, da ich eigentlich immer der Meinung gewesen war, dass die Werwölfe zumindest die groben Unterschiede von Vampiren und Lamia kannten, wozu ich diese Art von Frage zählte. "Stimmt, Vampire werden von Lamia oder anderen Vampiren verwandelt, aber wir Lamia werden geboren. Zuerst leben wir ein gewöhnliches menschliches Leben - naja, zumindest insofern das unser Umfeld zulässt - und erst im Laufe der Zeit werden wir zu dem was du kennst." Ich richtete mich auf und ließ mich auf einem der Stühle nieder, die an dem recht großen, allerdings wenig benutzten Küchentisch standen. "Aber diese Geschichte kennst du ja bereits." Schob ich mit einem amüsierten Lächeln hinterher und spielte damit auf all die Befragungen an, die wir bereits hinter uns hatten. Unwillkürlich kam mir diese Szene in den Kopf, als Miranda unsere Körpertemperatur verglichen hatte. Ich musste mir bei diesem Gedanken ein belustigtes Grinsen verkneifen. Sie hatte mitlerweile wirklich kaum mehr Scheu vor irgendetwas und das trotz solchen Vorfällen, wie eben. Wenn ich so darüber nachdachte war es schon erstaunlich, dass sie noch immer meine Nähe suchte, immerhin war sie aus komplett freien Stücken hier aufgetaucht und verbrachte ihre Zeit hier mit mir. Es war absolut absurd, widersprüchlich und vor allem auch leichtsinnig von ihr und doch konnte ich es mir anders kaum mehr vorstellen.
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Minzi am Di Dez 01, 2015 1:05 pm

(Ne, ich schreib nebenher noch in zwei anderen Foren und in unregelmäßigen Abständen FFs. :-) Aber jetzt muss ich mich in Mirandas... spezielle Art erstmal wieder rein finden. xDD)

Schnell schien Blake verstanden zu haben, was ich eigentlich wissen wollte und das obwohl ich innegehalten hatte um zu überlegen wie ich mich am einfachsten ausdrückte. Während ich gleichmäßig die Soße umrührte und zwischendrin nach dem Reis schaute, erklärte der Lamia was ich wissen wollte. Und obwohl er nun genau die Antwort gegeben hatte, die ich wollte fand ich es doch etwas befremdlich. Sie wurden also als ganz normale Menschen geboren, konnten sicher die Sonne besser händeln, waren in der Lage normal zu essen und wahrscheinlich beschränkte sich das Level ihrer Sinne such auf das Niveau eines Menschen. Und dann, ab einem bestimmten Zeitpunkt der sich an keinen festen Plan hielt, legte sich ein Schalter um der sie also unwiderruflich veränderte? Also zumindest teilweise. Und genau das war es, das mich erleichtert auf seufzen ließ: Die Tatsache, dass ich keine Lamia sondern eine Werwölfin, wenn auch nur eine Halbe, war. Auf der anderen Seite taten sie mir fast ein wenig leid. Kein normales Essen, als Vampir keine Sonne mehr genießen können und ein unnatürlich langes Leben... Als er dann seine amüsierte Bemerkung an seine Erklärung anhängte, wandte ich mich um und grinste. "Hey. Ich habe noch nie Jemanden erlebt, der sich über Interesse beschwert hat" konterte ich, ihn wunderte es wohl langsam, dass ich ihm so viele verschiedene Fragen über ihn und seine ganze Rasse stellte. "Wir haben eben bisher nicht mehr wissen müssen als das Übliche 'Lamia und Vampire sind skrupellose Blutsauger'" fuhr ich fort und ich musste wirklich gestehen, dass nun, wo wir zusammen arbeiteten es doch ganz interessant war all diese Dinge zu wissen - nicht, dass ich das Wissen gegen unsere neuen Verbündeten einsetzen würde oder wollte. Damit würde ich nicht nur den Waffenstillstand sondern auch dieses gewisse Etwas zwischen Blake und mir unwiderruflich zerstören. Und auch das war keines meiner Vorhaben.
Als, dass Wasser blubberte und der Reis gar war, drehte ich beide Herdplatten ab, zog den Topf und die Pfanne davon herunter und schöofte mir erst etwas Reis und dann die Soße auf den Teller bevor ich mich zu Blake an den Tisch setzte. Der Geruch des Currys ließ mir wortwörtlich das Wasser im Mund zusammen laufen. Freudig steckte ich mir den ersten Löffel in den Mund und begann zu kauen ehe ich mein Gegenüber und dann wieder mein Essen ansah. "Also ich muss ganz ehrlich zugeben, dass du mir grad wirklich leid tust. Also, dass du das hier nicht essen kannst" gab ich schelmisch grinsend bekannt und wunderte mich im gleichen Zug darüber ob Blut auch verschiedene, bessere und schlechtere Geschmäcker hatte. Blut... Blake hatte sich vorhin furchtbar wegen dem Blutgeruch, der durch den Verband gesickert war, aufgeregt. Ob ich ihm doch sagen sollte, dass es Corbins Schult d gewesen war? Mehr aufregen als eben konnte er sich ja nicht, oder?
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Drachi am Mi Dez 02, 2015 6:30 am

(Ah, dann kann ich die Frage an dich stellen: Ist es eigentlich noch zeitgemäß Kommentare in Klammern zu schreiben, ich meine... das mach ich seit der Neopets Zeit so... xD
Ach, die beiden haben sich eben auch ein wenig weiter entwickelt. Kann man ihnen ja nicht verdenken, ist ja auch schon etwas Zeit vergangen Very Happy
EDIT: Du bist jetzt Admin xD)

Blake

Ihr kurzes Schweigen auf meine Antwort bestätigte mir, dass sie, trotzdessen, dass ich mir Mühe gab die Details, die sie von mir wissen wollte, lückenlos zu erklären, noch immer über etwas brütete. Vermutlich war das alles nicht ganz so leicht für einen Außenstehenden zu verstehen, immerhin ging ich davon aus, dass sie von Geburt an das waren, was sie eben darstellten. Für mich war die Verwandlung hingegen etwas völlig normales. Es war wohl beinahe vergleichbar mit der Pupertät. überlegte ich stumm und nickte mir selbst leicht zu. Ja, das schien mir wirklich ein guter Vergleich, um dieses Thema zu erklären. Nun, falls ich jemals wieder eine solche Frage gestellt bekommen sollte, fiel mir auf der anderen Seite widerum ein.
Während sie sich noch mit dem Kochen beschäftigte hatte ich mein Kinn auf die linke Hand gestützt und mein Smartphone aus der Hosentasche gezogen und auf den Tisch gelegt. Mit der freien Rechten begann ich dann darauf herumzutippen. "Keine Beschwerde, nur eine Feststellung." Erwiderte ich ihr beiläufig, konnte mir ein amüsiertes Lächeln jedoch nicht verkneifen. Ja, so ziemlich jede Bemerkung meinerseits wurde sofort umgedreht und zurückgeschossen. Das gehörte einfach zu ihr, auch wenn ich mich manchmal fragte, woher sie diese Eigenschaft wohl hatte. Ihr Vater wirkte doch so anders als sie, ebenso wie Ashley, ihre kleine Halbschwester. Aber vielleicht kannte ich sie alle einfach nicht gut genug, um solche Vermutungen anstellen zu können, immerhin waren es vielleicht ein paar Wörter gewesen, die ich mit den Wölfen gewechselt hatte. Der erste Eindruck konnte einen schließlich oft trügen.
Oben links in der Ecke verkündete mir ein Icon, dass ich eine neue Nachricht hatte. Da mein Handy stets auf lautlos gestellt war musste die Person, die versuchte mich zu kontaktieren, immer darauf warten, dass ich die Nachrichten bemerkte. Allesdings würde ich das Ding wohl irgendwann aus dem Fenster werfen, wenn es ständig klingeln würde. Ein kurzes Wischen über den Touchscreen später war die erste der, wie ich eben festgestellt hatte, zwei Nachrichten, geöffnet. Sie war von Evie, die freudig verkündete, dass sie gerade in Las Vegas war, die Stadt erkunden. Als ob sie nicht schon oft genug dort gewesen wäre, schoss es mir sarkastisch durch den Kopf. Ich wusste, dass meine Cousine ein kleines Problem mit jeder Art von Glücksspiel hatte und da auch auf keinen hörte. Sie versprach in den nächsten Tagen mal vorbei zu schauen, immerhin war sie für ihre Verhältnisse nicht weit weg und gefühlt hatte ich sie schon eine Weigkeit nicht mehr gesehen. Kurz zuckte ein erfreutes Lächeln über meine Lippen, ehe ich zu Miranda aufsah, nur um festzustellen, dass sie bereits dabei war sich ihr frisch gekochtes Essen auf die Teller zu schaufeln. Mitlerweile hatte der Currygeruch die Wohnung durchflutet und den Shampoogeruch fast vollständig ersetzt. Abermals blickte ich auf das Handy, dieses mal war es eine Nachricht von Lynn. Es begann damit, dass sie mir erklären wollte, dass mein Verhalten nicht in Ordnung war und dass dies schnellstmöglich zu ändern war. Weiter laß ich gar nicht, sondern rollte lediglich etwas genervt mit den Augen, ehe ich den Home-Button betätigte, das Display ausschaltete und das Handy etwas unsanft zur Seite schubste. Wie aufs Stichwort nahm daraufhin die Wölfin gegenüber von mir Platz, die vorfreudig ihr Essen ansah. Ohne groß zu zögern verschwand auch schon der erste volle Löffel in ihrem Mund, bevor mir letztendlich ein kurzer Blick vergönnt war. "Oh, glaub mir, ich wüsste etwas, das mindestens genauso gut schmecken würde, wie das." Raunte ich ihr entgegen und kurz blitzten meine Augen gefährlich auf, ehe ich mich mit einem belustigten Lächeln zurück lehnte. In Anbetracht dessen, was noch vor nicht einmal einer Stunde vorgefallen war, war meine Laune wieder äußerst positiv geworden und der Gedanke, dass ich Miranda je an der Kehle hängen konnte, war wieder weit weg.
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Minzi am Mi Dez 02, 2015 8:05 am

(Also... ich weiß nicht mal ob sowas außer Mode kommt. xDD In einem meiner Foren mach ich das auch noch so, in dem Anderen schreib ich immer OUT: wenn ich iwas off topic schreib und IN: wenns dann mit dem eigentlichen Post los geht. Very Happy Aber ich denke schon, dass man das noch so machen kann. :3
Wooopwoop, Adminpower. xDD)

Nur einige Minuten lang widmete Blake seinem Handy mehr Aufmerksamkeit als mir, lächelte zuerst und wechselte dann augenblicklich zu einem genervten Augenrollen. Er wischte noch ein paar Mal über den Dislplay, las die eingetroffenen Nachrichten antwortete ihnen jedoch nicht - wofür ich ihm sehr dankbar war. Ich emfpand nicht sehr viel unhöflicher, als mit einer Person am Tisch zu sitzen, oder generell zusammen zu sein, und dann nur auf sein Smartphone zu starren. Heutzutage waren die Dinger zu einer Plage geworden, augenscheinlich konnte die Jugend nicht mehr ohne ihre Minicomputer überleben. Umso erfreulicher war es, als der Display des Smartphones wieder schwarz wurde, der Lamia es unsanft beiseite schob, als hätte es ihm etwas angetan oder eine Hiobsbotschaft überbracht, und widmete seine Aufmerksamkeit wieder mir und meiner gerade gemachten Bemerkung. Eine solche schlagfertige Antwort hatte ich bisher nur selten von dem Braunhaarigen erwartet, was zur Folge hatte, dass ich kurz sprachlos war, diese Tatsache aber recht gut mit dem nächsten Löffel Reis und Curry kaschieren konnte. Während ich kaute, herrschte Stille zwischen uns und ich erwiderte nur seinen funkelnden Blick, ehe ich genug Zeit gehabt hatte mir eine Antwort zu überlegen und diese dann auch auszusprechen. "Oh tatsächlich?" erwiderte ich schelmisch grinsend und lehnte mich simultan zu ihm, der sich zurück lehnte, leicht nach vorne. Wie ich diese kleinen Spielchen und Sticheleien mit ihm liebte. Entweder nahm er mir den Wind aus den Segeln mit einer entschärfenden Antwort oder hatte den richtigen Kommentar zur Situation parat und bot mir Paroli. Überhaupt schien er vom Wesen her ziemlich ausgeglichen, lediglich seine... nun Instinkte schien er als Schattenseite seines Charakters zu betrachten. Im Großen und Ganzen war ich froh, dass er in keinem Punkt seinem Onkel ähnelte, schien er doch zusammen mit seinem Cousin das letzte Bisschen an Familie zu sein, das er noch hatte. Allerdings schien er eher weniger von dem Sprichwort "Blut ist dicker als Wasser" zu halten - was ich vollkommen nachvollziehen konnte. Während ich in Gedanken dabei war, Blake im Gesamten abzuwiegen aß ich geistesabwesend nebenbei weiter und musterte den Braunhaarigen wohl mehr als unbewusst - mein Blick hätte auch auf den Punkt hinter ihm fixiert sein können, doch war er weitaus schöner anzuschauen als die Wandfarbe seiner Küche.

(Don't blame me. Dx )
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Drachi am Mi Dez 02, 2015 11:06 pm

(Okay, dann ist alt nicht immer schlecht Very Happy
Und weißt du, dass deine letzte Bemerkung einen Ohrwurm ausgelöst hat? Ahh, wieso tust du das? Very Happy
Und tut mir Leid nicht mehr in der Nacht gepostet zu haben, aber so müde gewesen T.T verzeihe mir! Vorwehnachtszeit ist einfach zu stressig... )

Blake

Eine blitzartige Reaktion auf meine zugegebenermaßen etwas ungewöhnliche Anmerkung blieb, wider Erwarten, aus. Mochte das nun daran liegen, dass sie nicht wusste wie sie reagieren sollte, was ich allerdings durchaus bezweifelte, oder daran, dass der Löffel, den sie sich kaum eine Sekunde später in den Mund geschoben hatte und die dazugehörigen Manieren, sie daran hinderten. Da ich eher von der zweiten Theorie ausging und dementsprechend noch mit etwas aus ihrer Richtung rechnete wandte ich meinen Blick nicht von ihr ab. Es wäre ja beinahe enttäuschend gewesen, wenn sie auf meine Bemerkung keine entsprechende Reaktion zeigen würde. Doch sie kam wie erwartet, nur eben mit etwas Verspätung. So wie ich mich nach hinten lehnte und ein klein wenig mehr Raum zwischen uns entstehen ließ lehnte sie sich nach vorn, wodurch sich die Distanz kaum erwähnenswert geändert hatte. Sie funkelte mir entgegen und ihre Stimme klang in meinen Ohren schon beinahe herausfordernd. Ich hielt ihrem Blick nur noch kurz stand, ehe ich mich mit einem amüsierten Schnauben abwandte und die Arme vor der Brust verschränkte. Mein Blick war in Richtung Fenster gerichtet, wobei ich aus dem Augenwinkel blickend meinte, dass auch Miranda schlicht irgendeinen Punkt hinter mir fixiert hatte und ihren Gedanken nachhing. Die leicht rötliche Färbung der Wolken am Himmel verkündete bereits wieder den frühen Abend, dabei hatte ich nicht das Gefühl, als dass mehr als nur ein paar wenige Stunden vergangen waren. Offenbar hatte ich mal wieder mein Zeitgefühl verloren, was allerdings nicht überraschend war, nun da der Sommer am Anbrechen war und die Tage wieder länger wurden, zumindest für Mensch und Wolf. Ich hingegen hatte nicht unbedingt das Bedürfniss die 'Vorteile' dieser Jahreszeit auszuleben. Wenn es nach mir gehen würde könnte dieser auch schon wieder vorbei sein. Ich beherrschte mich nicht resigniert zu seufzen und lenkte meine Aufmerksamkeit wieder auf die Wölfin, die mir gegnüber saß. Diese schien jedoch immernoch gedankenverloren etwas anzustarren, von dem ich allerdings beim besten Willen nicht ausmachen konnte was es war. Mit leicht schief gelegtem Kopf und fragendem Blick sah ich sie an und wunderte mich für einen Augenblick was so viel Aufmerksamkeit von ihr verlangte. Vielleicht träumte sie auch nur vor sich hin, jedenfalls würde ich nicht weiter darüber nachdenken, es würde sowieso nicht zu dem korrekten Ergebnis führen, beschloss ich. Ich sah kurz auf ihren bereits beinahe leer gegessenen Teller und dann wieder zurück zu ihr. "Bleibst du heute Nacht hier?" Die Worte waren ausgesprochen, bevor sie sich überhaupt in meinem Kopf gefestigt hatten. Ein kurzes Lächeln zuckte in meinen Mundwinkeln bei dem Gedanken daran, dass sie hier bliebt, verschwand aber so schnell, wie es gekommen war und wurde mit dem Gedanken ersetzt, wo man heute zu dieser Uhrzeit wohl am besten seinen Durst befriedigen konnte. Sollte sie hier bleiben wollte ich keine Risiken eingehen, auch wenn es bedeutete sie eine Zeit lang hier alleine zu lassen. Geduldig auf eine Antwort wartend fiel mir allerdings wieder ein, dass doch ihr Vater gar nicht in der Stadt war, sondern bei einem befreundeten Rudel und Miranda in dieser Zeit wohl zumindest einen Teil seiner Arbeit erledigen musste, zumindest vermutete ich das. Hatte sie dann überhaupt die Zeit hierzubleiben? Die Frage würde sich nur allzu schnell mit ihrer Antwort klären, entschied ich, weshalb ich es für unnötig hielt weiter darüber nachzudenken.
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Minzi am Do Dez 03, 2015 10:40 am

(Hä wieso? xDD Was hab ich denn geschrieben? Very Happy Das 'Don't blame me'? Was gibts da denn für nen Ohrwurm? Ach vergiss es, ich will ihn gar nicht haben. xDD)

Während ich den 'Resten' meiner Gedanken hinterhing, welche sich soweit bereits verzogen hatten, sodass ich bereits wieder realisierte., dass Blake auf meine Antwort reagierte und dann wiederrum seinen Blick gedankenverloren in Richtung des Fensters wandte. Es war bereits dabei zu dämmern, die Sonne verzog sich langsam und hinterlies zum Abschied ein Farbenzusammenspiel aus Rot, Orange, Gelb und Violett. Als ich gerade dabei war den nächsten Löffel in meinem Mund verschwinden zu lassen merkte ich, dass der Teller bereits beinahe leer war. Hatte ich während ich philosophiert hatte, beinahe den ganzen Teller unwissentlich geleert? Schien so... Und dabei hieß es, man solle seine Konzentration auf das Essen legen, nun gut... Umbringen würde es mich jetzt sicher nicht. Stattdessen fiel mir erst jetzt auf, als der Braunhaarige seinen Blick wieder auf mich fixierte, dass er mir wohl die ganze Zeit beim Essen zu gesehen hatte. Es hatte schon etwas Komisches: Wie saßen in seiner Wohnung, nur zu zweit am Tisch und, auch wenn er nichts aß, so hatte das Bild doch etwas von dem Ritual des Zusammenkommens und zusammen essens - nur war es nicht mit dem Bild von einer zusammen essenden Familie zu vergleichen - das hier hatte mehr was Privates und genau diese Erkenntnis lies mich kurz grinsen ehe Blake in die Stille hinein fragte ob ich heute Nacht bleiben wollte. Im ersten Moment war ich, und dieses Mal, wirklich überrascht. Nicht, dass das hier schlafen etwas Neues wäre. Schon andere Nächte war ich hier gewesen - doch gab es nun einen entscheidenten Unterschied. Sonst war ich immer, mehr oder weniger unangemeldet, hier aufgetaucht und war einfach lange genug geblieben bis es dunkel geworden war und ich dann einfach hier geschlafen hatte. Blake hatte sich bisher nie beschwert oder sich dagegen ausgesprochen, also hatte ich einfach angenommen, dass er es geduldet hatte. Doch nun fragte er mich direkt danach, wollte bewusst, dass ich über Nacht blieb. Nicht, dass auch das normalerweise etwas Ungewöhnliches wäre - nur unsere Situation machte es zu etwas Ungewöhnlichem. Nachdem er mich für ein paar Sekunden tatsächlich sprachlos gemacht hatte, grinste ich ihm entgegen ehe ich antwortete. "Natürlich beehre ich diese Wohnung gerne eine weitere Nacht mit meiner Anwesenheit". Dann pausierte ich jedoch kurz und überlegte, ehe ich fort fuhr. "Allerdings wird mein Vater morgen wieder kommen und auf seinem Scheibtisch liegt noch etwas Arbeit die noch förmlich nach mir ruft und die ich bis morgen fertig bekommen muss. Sobald ich damit aber fertig bin, komme ich gerne wieder" gab ich ihm meine finale Antwort, bevor ich begann den Teller von den letzten Reiskörnern und dem Rest Soße zu säubern und danach auch noch den Löffel fein säuberlich ableckte - Fülle machte mich in meinem Magen breit und hinterließ ein Gefühl der Zufriedenheit in mir. "Außerdem finde ich, dass dein Kleiderschrank genug unter mir gelitten hat" hängte ich noch mit an, wollte damit ausdrücken, dass ein Gang zu mir nach Hause nicht nur die Erledigung der restlichen Arbeit sondern auch das Mitbringen eigener Schlafklamotten und somit eine Erleichterung seines Kleiderschrankes zur Folge hatte.
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Drachi am So Dez 06, 2015 9:26 am

(Blame it on die night, don't blame it on me, don't blame it on me... ♪♫♪)

Blake

Ein kurzes Schweigen bildete sich zwischen uns, in dem Miranda in ihrer Bewegung inne hielt. Mit leicht geweiteten Augen sah sie mir entgegen, während ich ihren Blick nur etwas verwirrt mit leicht hochgezogenen Augenbrauen erwiderte. Mit solch einer Reaktion hatte ich nicht gerechnet, immerhin schienen ihr im Moment die Worte zu fehlen. Mir hingegen ging es in erster Linie lediglich darum, ob ich diesen Abend noch zum Jagen nutzen würde oder nicht, so weit gingen zumindest meine Gedanken, als ich die Frage ausgesprochen hatte. Doch mit den wenigen Sekunden die vergingen wurde mir klar, dass diese Frage wesentlich weitläufiger interpretierbar war, als gedacht. Kurz öffnete ich den Mund, um etwas zu sagen und die Situation wieder gerade zu rücken, doch ich bremste mich und meine Lippen fanden wieder aufeinander, ohne ein Wort gesagt zu haben. Noch etwas kopfloses wollte ich nicht von mir geben. Stattdessen ertappte ich mich dabei, wie ich einen Moment lang etwas verlegen in Richtung Küchentisch blickte, mich jedoch schnell wieder raffte und gefasst zu ihr aufsah. Lediglich ein amüsiertes Lächeln spielte noch um meine Lippen. Ein Stückchen Naivität zählte nunmal doch zu meinen Charaktereigenschaften, doch ich hatte mir schon lange abgewöhnt mich darüber zu ärgern und fand es wesentlich angenehmer darüber lächeln zu können. Darüberhinaus musste ich mir eingestehen, dass ihre Gedanken vielleicht gar nicht so falsch waren, denn auch wenn es von außen seltsam erscheinen mochte, so mochte ich es doch die Wölfin um mich zu haben, selbst wenn es manchmal bedeutete von ihr in den Wahnsinn getrieben zu werden.
Ein breites Grinsen zierte ihr Gesicht, als ich sie wieder anblickte, was mich sogar ein wenig beruhigte, auch wenn ich nicht genau wusste, was ich erwartet hatte, nachdem mir klar wurde wie sie die Frage wohl interpretiert hatte. Sie beantwortete daraufhin die Frage auf klassische Miranda-Art, ehe sie offenbar nocheinmal nachdachte. Geduldig wartete ich auf das, was folgen würde, war aber schon beinahe sicher, was es war, immerhin wusste ich ja bereits, dass ihr Vater nicht in der Stadt war. Auf ihre Erklärung hin nickte ich also leicht, wobei ich mir nicht wirklich sicher war, ob sie den Weg in die Stadt wirklich nochmal antreten würde, wenn sie die besagte Arbeit hinter sich gebracht hatte, immerhin dämmerte es bereits und die Nacht war oft genug ihr Argument gewesen hier zu übernachten. Wieso also sollte sie in der Dunkelheit hier her zurück kommen? Während sie die Reste auf ihrem Teller auch noch vertilgte machte sie noch eine weitere Anmerkung, auf die hin ich nur belustigt schnaubte. "Stimmt, so schnell müssen wir nicht wieder aus Zwang shoppen gehen." überlegte ich laut, als sie ihren sauberen Löffel auf den leeren Teller legte. Kurz überschlug ich die Menge an Kleidungsstücken, die der Wölfin bereits zum Opfer gefallen waren, beschloss allerdings, dass ich noch mehr als genug Klamotten besaß, um den Gang ins Einkaufszentrum zu umgehen. "Bist du fertig?" Eine Frage aus Höflichkeit, denn der zufriedene Ausdruck auf ihrem Gesicht war mir Antwort genug. Ehe sie etwas erwidern konnte war ich aufgestanden und stellte den Teller in die Spüle, wobei ich mir vornahm das Geschirr im Laufe des Abends wegzuräumen. Vielleicht. Wenn ich daran denken würde. Und Zeit hatte, wenn ich wieder hier her zurück kam.
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Minzi am So Dez 06, 2015 10:24 am

(Oh achso. Very Happy Da hatte ich jetzt gar nicht dran gedacht. xDD Sorrey.)

Der Lamia mir gegenüber schien erst einige Sekunden nach mir, und somit noch viel später nach Aussprechen seiner Frage, hinter den tieferen Sinn seiner Frage zu kommen. Scheinbar hatte er einen ganz einfachen Gedanken hinter dieser Frage gehabt, war aber wie es aussah auf die gleiche Auslegung seiner Frage wie ich gekommen. Als die Sache mit dem Übernachten geklärt schien, machte er sich daran, und ließ mir nicht einmal die Möglichkeit mein Geschirr selbst wegzuräumen, daran meinen Teller und das Besteck in die Spüle zu stellen. "Ganz der Gentlemen" bemerkte ich grinsend, ehe er auf die Situation seines Kleiderschrankes zu sprechen kam. "Wie gezwungenermaßen shoppen? Jetzt erzähl mir bloß nicht, dass dir das nicht gefallen hat" eriwderte ich, die gespielte Empörung war durchaus aus meiner Stimme heraus zu hören ehe ich aufstand und mich wenigstens etwas nützlich machte, indem ich den noch verbliebenen Reis in die Pfanne zu der Soße und dem Fleisch gab, das Essen grob miteinander vermengte und dann alles in der Pfanne in den Kühlschrank stellte - immerhin wollte ich nicht, dass das Essen von Fliegen oder sonst einem Getier angefallen wurde, das im Hochsommer in großer Zahl durch die Fenster kam. Dann machte ich mich fertig und packte die Plastiktüte mit den Einkäufen für zuhause an den Henkeln und wandte mich an Blake. "Ich denke ich gehe dann mal. Je eher ich gehe und zuhause die verbliebene Arbeit erledige, desto schneller kann ich wieder hier sein" verkündete ich, versuchte ihm mit einem Grinsen zu signalisieren, dass ich meine Antwort absichtlich formuliert hatte. Um ihn ein wenig zu ärgern. "Bis später dann" verabschiedete ich mich von dem Braunhaarigen mit einem Lächeln und einem Winken, bei dem die Plastiktüte kurz raschelte, ehe ich seine Wohnung verließ und in der Einfahrt mein Auto mit den Einkäufen belud und dann ausparkte bevor ich nach Hause fuhr. Auch wenn ich Blake mit seiner Frage und meiner Antwort gepiesackt hatte, so musste ich zugeben, dass auch ich mich auf einen Abend mit ihm freute und die Arbeit so schnell wie möglich erledigen wollte.

"Das kann doch nicht sein. Hören die Seiten denn nie auf?" stöhnte ich als ich in der Mitte der letzten Akte angekommen war welche auf dem Küchentisch ausgebreitet war und sich wohl genauso gerne wie ich sie los haben wollte zu ihren Genossen gesellen wollte, welche sich links und rechts zu einem reicht dicken Stapel aufgetürmt hatten. Dass es das letzte Exemplar war, schien meine Motivation kaum zu heben, vorallem wenn mach bedachte, dass es laut der Uhrenanzeige auf meinerm handy bereits kurz nach 11 Uhr war. Wie gern ich jetzt noch wüsste wie viele Seiten diese Akte noch hatte, welche mit Abschriften von Protokollen von Besprechungen mit anderen Rudeln, gefüllt waren. Die letzten drei Akten die ich durchforstet hatte bestanden nur aus E-Mailverkehr - die nächsten Monate wollte ich nie wieder eine E-Mail schreiben geschweige denn eine zu Gesicht zu bekommen. Da es aber nichts half, und die Akte sich sicher nicht von selbst kontrollieren würde, nahm ich einen Schluck von meinem Latte Macchiato und machte mich dann daran die letzten Seiten durch zu sehen.
Erleichtert schlug ich endlich die besagte letzte Akte zu und als ich mich daran machte den Papierkram in den Aktenschrank wieder einzusortieren wurde mein Körper von einem Erfolgsgefühl durchflutet. "Du hast mir wirklich sehr geholfen, danke Miranda" kam es wie aus dem Nichts von Bell, die nun hinter mir im Arbeitszimmer meines Vaters stand und die letzten Akten unter dem Arm hatte welche sie mir dann nach und nach reichte, damit ich sie wieder alphabetisch einsortieren konnte. Ich seufzte kurz, mein letzter Nerv befand sich in diesem letzten Seufzer, ehe ich ihr antwortete. "Kein Problem. Allerdings verstehe ich nicht, wie mein Vater das Nächte lang durchhielt. Ob er sich schon an die ganzen Akten gewöhnt hat?" fragte ich mehr mich selbst als Bell - denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass so eine Arbeit anders zu bewältigen war als durch reine Routine. Bell antwortete mir nur mit einem Schnauben das beinahe so klang als wolle sie mir etwas mitteilen, ließ es dann aber doch. Sie war schon immer eher Jemand, der eine Affinität zu Akten und Büroarbeit zu haben schien. "Ja ja..." erwiderte ich auf ihre nonverbale Tadelung ehe ich die letzte Akte verstaute und dann den metallischen Schrank schloss. Beim Aufräumen der Küche leistete sie mir noch Gesellschaft. "Wann wird mein Vater morgen wieder kommen? Hat er dir eine genaue Zeit genannt?" fragte ich die kleinere Wölfin während ich das Glas noch vollkommen leerte und in die Geschirrspühlmaschiene stellte. "Er hatte mir gesagt, dass er am späten Vormittag losfahren wird. Also kommt er gegen Nachmittag wieder bei uns an" antwortete sie mir, was ich mit einem Nicken und einem 'Ah, ok' zur Kenntnis nahm. "Da jetzt alle Akten erledigt sind gehe ich wieder" verkündete ich ihr, schnappte mir die mit allen nötigen Utensilien gepackte Tasche und steuerte auf die Tür zu, ehe die Frage kam, mit der ich schon gerechnet hatte. "Wo gehst du denn um die Uhrzeit noch hin?" kam es von ihr und ehrlich gesagt hätte es mich gewundert, hätte sie nicht gefragt. Ich nahm es ihr auch nicht direkt übel, dass sie fragte. Es war immerhin nichts daran auszusetzen, dass sie wissen wollte wo ich war - für den Fall, dass etwas passierte. Doch noch immer fühlte ich mich komisch wenn ich Jemandem, und vorallem aus meinem Rudel, erklären musste warum ich mich in Blakes Nähe aufhielt, denn keiner von Ihnen schien das zu verstehen, was uns dazu brachte mit dem jeweils Anderen Zeit zu verbringen - wir verstanden noch nicht einmal selbst so genau was da zwischen uns war. Und es war offensichtlich, dass die Zeit die ich schon bei ihm verbracht hatte deutlich über das Pensum hinaus ging, das 'normal' wäre. "Zu Blake" antwortete ich knapp und schloss dann auch schon hinter mir die Tür, sperrte mein Auto auf, verfrachtete die Tasche auf den Beifahrersitz und ließ mich auf den Fahrersitz plumsen ehe ich den Motor startete und rückwärts aus der Einfahrt heraus fuhr den Weg hinaus aus dem Wald und in die Stadt wo Blake wohnte.
Vor dem Hochhaus angekommen schloss ich die Tür ab, öffnete die Haustüre und begab mich in den Stock in dem Blakes Wohnung lag und betätigte dann die Klingel. Obwohl ich gerade erst geklingelt hatte, warf ich einen kurzen Blick auf die Uhrzeit und fragte mich, ob der Lamia bereits zuhause war oder ob er sich noch beim 'Essen' befand. Wenn er nicht da war, dann wartete ich eben hier.
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Drachi am Mo Dez 07, 2015 5:08 am

(Sorry, ich glaub ich musste mich gestern vom Wochenende erholen... bounce
Ich mach jetzt einfach mal was, weil ich irgendwie sonst keine kreativen Ideen hab, hoffe es ist ok x) )


Das Klingeln der Türglocke ließ mich von meiner Beschäftigung aufsehen. Verwundert darüber wer wohl zu solch einer Uhrzeit hier einen Besuch abstatten wollte kaute ich noch ein paar wenige Sekunden auf dem Schokokeks herum, den ich mir keine Minute zuvor aus der Packung, die auf der Kommode stand, geangelt hatte. Erst dann richtete ich mich auf, streckte mich kurz, strich meine langen, roten Haare zurück und ging, noch immer am Keks knabbernd, der Wohnungstür entgegen. Dass ich dabei ein nicht zu verachtendes Chaos im Schlafzimmer hinterließ störte mich nicht im Geringsten, immerhin fehlte meine Lieblingsjeans, die zwar zu lang, aber dafür ungeheuer bequem gewesen war und ich bezweifelte, dass Blake diese in Gebrauch genommen hatte. Das war Grund genug für mich die komplette Kommode auszuräumen und deren Inhalt gleichermaßen auf Bett und Boden zu verteilen. Zuerst wollte ich den Hörer der Gegensprechanlage abnehmen, doch der Schatten, der sich auf dem milchigen Glas der Tür abzeichnete verriet mir, dass der Besuch bereits den Eingang in das Haus gefunden hatte. Vermutlich lag es daran, dass die Haustür noch immer nicht richtig schloss, wenn man sie lediglich zufallen ließ. Auch wenn einige Zeit vergangen war, seitdem ich zuletzt hier war, hatte sich doch nicht allzu viel geändert, stellte ich grinsend fest, ehe ich die Wohnungstür mit einem breiten Lächeln öffnete. Ich musterte daraufhin das Mädchen kurz fragend mit meinen blauen Augen und leicht schief gelegtem Kopf. Sie überragte mich, was mit meinen knappen 1,60m auch nicht wirklich verwunderlich war und sah mir mit ihren grau-blauen Augen entgegen. Sie musste außerdem ungefähr in meinem Alter sein, stellte ich stumm fest. Ich bemerkte zwar die Tasche, die sie in der Hand hatte und die zu groß war um lediglich als Handtasche durchzugehen, brauchte aber ziemlich genau zwei Sekunden, bevor ich schließlich verstand was all das hier zu bedeuteten hatte. Mein Gesichtsausdruck wechselte von Verwirrung zu einem verschmitzten Grinsen. "Besuch und das um diese Uhrzeit!" Bemerkte ich etwas verblüfft und tappte barfuß ein paar Schritte rückwärts durch den Flur, sodass die Besucherin eintreten konnte. "Blake ist leider noch nicht wieder da, du willst doch zu ihm, oder?." Es war eine rhetorische Frage, was sonst hätte sie hier wollen? Ich steckte mir den Rest des Kekses in den Mund, ehe ich den schwarz-grauen Stoff des schlichten Kleides, das ich trug, glatt strich und ihr mit einem Wink bedeutete, dass sie ruhig die Wohnung betreten konnte. Wenn meine Gedankengänge korrekt waren kannte sie sich hier wahrscheinlich sowieso schon bestens aus. Dann bog ich auch bereits wieder in das Schlafzimmer ab, um die Unordnung, die ich im ganzen Zimmer veranstaltet hatte, schnell wieder in der Kommode verschwinden zu lassen. Dabei gab ich mir keine große Mühe die Kleidung fachgerecht zusammenzulegen, sondern stopfte alles in meiner eignen Ordnung wieder an seinen Platz.
(Ein Bild von Evie http://7-themes.com/data_images/out/39/6901858-beautiful-red-hair-wallpaper.jpg )


Das Mädchen, das die falsche Entscheidung getroffen hatte und sich auf einen Flirt hatte einlassen wollte, saß mit etwas glasigen Augen auf einem Barhocker in der Ecke der nur spärlich beleuchteten Bar. Irgendwie verwirrt besah sie das Glas, an dem sie sich festhielt und regte sich kaum. Aber das würde sich schnell genug wieder geben. Beim Vorbeigehen an der Bar legte ich dem Barkeeper das Geld, das ihr Getränk gekostet hatte, gemeinsam mit etwas Trinkgeld auf den Tresen. Dieser nickte mir nur leicht zu und nahm das Geld an sich, während ich die Bar verließ. Mittlerweile war die Sonne vollständig untergegangen und nur noch die Laternen auf dem Gehweg erhellten die Straßen mit ihrem künstlichen Licht. Trotz dessen, dass das Wochenende noch etwas entfernt war liefen noch eine Leute hastig der Straße entlang, oder standen in geselligen Gruppen an Häuserecken und unterhielten sich lautstark. Ohne dies weiter zu beachten wandte ich mich nach links, auf dem Weg zu meinem Auto, das nur ein paar wenige Seitenstraßen von hier entfernt stand mit der Absicht so schnell wie möglich nach Hause zu kommen.
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Minzi am Mo Dez 07, 2015 9:35 am

(Nicht schlimm. Smile Ich hoffe das Aushelfen bei deinem Bruder war nicht zu anstrengend? Ich hab auch mal ne Weile in ner Kneipe bedient, aber für mich war das nichts. Dx
Du hast das romantische Feeling und das Setting kaputt gemacht. Very Happy)

Die Zeit, die Blake normalerweise brauchte um die Tür zu öffnen, war etwas länger als sonst. Doch als ich durch das Glas der Wohnungstür eine Bewegung und eine Scheme sehen konnte, entspannte ich mich - also war er doch zuhause. Als der Schatten jedoch näher kam und auf der anderen Seite deutlich kleiner war, bezweifelte ich, dass das hinter der Tür Blake war - es sei denn er war seit heute Nachmittag gute 20 Zentimeter geschrumpft. Mit einem verwirrten Blick stand ich vor der Tür und wusste nicht so recht was oder wen ich nun erwarten sollte. Als die Tür dann geöffnet wurde und mir eine junge Frau mit roten Haaren, beinahe mehr als ein Kopf kleiner als ich und mit einem Keks im Mund entgegen schaute wusste ich nicht wohin mit den ganzen Fragezeichen. Hatte ich mich in der Tür geirrt? Nein, ich war im richtigen Stock und auch die Tür war die Gleiche wie sonst auch. Doch was hatte dann diese... der Geruch der mir in die Nase stieg während sie die Tür weiter öffnete und mich herein winkte, bevor sie im Schlafzimmer verschwand, verschaffte mir mehr Klarheit: Ihre Hose hatte Blake mir vor einiger Zeit geliehen und mich dann auch noch gefragt, ob mir seine Cousine zu sehr 'stank'. Also war das besagte Cousine, auch eine Lamia? Doch wie konnte sie dann den Keks essen? Sie sah aus als wäre sie ungefähr in meinem Alter, doch konnte das auch täuschen, immerhin war sie deutlich kleiner als ich. Oder war Blake vielleicht einer der Lamia, der Essen einfach nicht mochte obwohl sie es vielleicht noch, in Notsituationen oder Ähnlichem, doch essen konnten? Oder war sie gar zur Hälfte menschlich und zur Hälfte Lamia, so wie es bei mir mit der Werwolfhälte der Fall war? Doch war Blake so überrascht gewesen, als ich ihm von meinem kleinen 'Geheimnis' erzählt hatte. Ob er so auch reagiert hätte, wenn er bereits einen anderen Hybriden gekannt hätte? Oder war sie doch Jemand Anderes, Jemand der schon so oft da gewesen und vielleicht die Klamotten seiner Cousine getragen hatte, sodass sie schon nach ihr roch? "Oh, ok" antwortete ich ihr nur vollkommen perplex, wusste nicht was ich on der Situation halten sollte, trat dann aber doch ein und schloss die Tür der Wohnung bevor ich meine Tasche in der Küche ablud und erst einmal meine Gedanken ordnete. Wie von selbst griff ich in den Kühlschrank, der nun mit deutlich mehr Essbarem gefüllt war, als es vorher der Fall war, und fischte eine Banane heraus die ich auch augenblicklich schälte und den ersten Bissen nahm. Nein, sie roch in keinster Weise menschlich - oder sie tat es doch unter dem ganzen Lamia Geruch und meine Nase war über Nacht zu der schlechtesten Werwolfsnase in ganz L. A. geworden. Kurz hadderte ich mit mir selbst ehe ich die Küche verließ, mich in Richtung Schlafzimmer begab und mich in den Türrahmen lehnte, ihr beim 'Einräumen' der Kommode zusah. "Ich bin Miranda. Und du bist...?" begann ich, sprach sie an. Der Ton meiner Stimme war zwar nicht offen, mehr neugierig, aber auch nicht unhöflich. Erwartend sah ich sie an und wartete auf eine Antwort.
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Drachi am Mo Dez 07, 2015 12:10 pm

(Gestro ist eh furchtbar, ich glaub man muss ein wenig bekloppt sein, um das durchstehen zu können Very Happy
Ich wollte doch nur etwas Handlung rein bringen, sorry xD)

Zwar hatte ich den verwirrten Ausdruck auf dem Gesicht der Brünette bemerkt, hatte mir jedoch nichts draus gemacht. Wir würden so oder so wohl noch das ein oder andere Wort wechseln und dann würde sich die Unklarheit auch lichten, anstatt das zwischen Tür und Angel zu erklären. Ich hörte, wie die Brünette in der Küche verschwand und wie die Kühlschranktür mit einem kaum zu vernehmenden Ächzen geöffnet wurde. Da hatte ich meine zweite Bestätigung, dass sie sicher nicht zum ersten mal hier war, nur warum Blake nie von ihr erzählt hatte? Immerhin hielten wir eigentlich stets Kontakt, auch wenn dieser ab und an etwas spärlicher ausfiel. Mit leicht gezuckten Schultern beendete ich diese Gedanken und beschloss den Lamia einfach selbst zu fragen. Dann führte ich meine Aufräumaktion fort, wobei mir ein älteres, dunkelrot-schwarzes Kleid in die Hände fiel, dass ich vor ein paar wenigen Jahren noch ungeheuer gern getragen hatte. Skeptisch betrachtete ich es von allen Seiten, um eventuelle Löcher oder andere Makel zu finden, ehe ich es kniend auf dem Boden zufrieden zusammenlegte. Während ich damit beschätigt war erklang neben mir die Stimme der Besucherin. Ich wandte meinen Kopf so schnell zu ihr, dass sich einige Haare in meinen Wimpern verfingen, die ich mir jedoch aus dem Gesicht strich, während ich hastig aufstand. Zwar wirkte die Brünette, die sich als Miranda vorgestellt hatte, etwas vorsichtig und distanziert, doch das war wohl eine natürliche Reaktion auf fremde Personen, die sich alleine in bekannten Wohnungen aufhielten. "Entschuldige, wie unhöflich von mir!" Erklärte ich lachend und rieb mir die Hände an meinem Kleid sauber, ehe ich ihr die rechte grinsend entgegen streckte. "Ich heiße Evie." Beantwortete ich ihre Frage ohne weiteres Zögern. "Und bin außerdem, wie es scheint, doch nicht die einzige Lamia, die ihren Wandel noch nicht ganz hinter sich hat." Bemerkte ich, wobei mein Grinsen noch ein bisschen breiter wurde. Dass sie nicht zu unserer Rasse gehören könnte, oder gar ein Teil eines Werwolfrudels war kam mir überhaupt nicht in den Sinn. Warum auch hätte sich Blake mit solchen Personen umgeben sollen? Bestätigen konnte ich eine solche Annahme allerdings nicht. Meine Sinne waren noch immer die eines Menschen und auch die menschlichen Bedürfnisse, wie essen, oder vieles Schlafen verblichen nur langsam, weshalb ich ihren Geruch weder wahrnehmen, noch deuten konnte.

(Du kannst Blake btw jederzeit auftauchen lassen xD)
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Minzi am Di Dez 08, 2015 10:39 am

(Na ja, an und für sich denke ich, ich hätte mich gar nich so dumm angestellt. Nur war es halt so, dass mich die Chefen ziemlich unter Druck gesetzt haben. Vorallem wenn viel los war und sie selbst unter Stress standen, dann waren sie öfter mal... ruppig. An und für sich verständlich. Fand ich zwar nich so toll, versteh ich aber. Wenn aber der Eine sagt 'Du musst alle Preise auswendig können' und der Andere 'Ist nicht schlimm wenn du bevor du das Essen / Getränk weg bringst nochmal auf die Karte schaust. Nur um sicher zu gehen' dann frage ich mich schon "So und was jetzt?!". Kam auch schon öfter vor, dass einer von beiden Chefen an einem Abend das Eine und am anderen Abend was Anderes gesagt hat... Und dadurch bin ich halt generel nervös geworden, was aber schon so an und für sich in meiner Art drin steckt. :/ Ich bin dann immer regelrecht zurück hinter die Theke 'geflüchtet', hab dadurch mal leere Glöser oder Teller übersehen... So ein Zeug halt und da war meiner Meinung nach auch keine Besserung in Sicht. Dx )

Es dauerte nur einige Momente, ehe die Rothaarige, mir noch Unbekannte, von ihrem Kleider Chaos, das sie wohl sebst zu verantworten hatte, aufsah, mich musterte und dann auf meine Frage, oder besser gesagt Vorstellung, reagierte. Sie wischte sich die Hände an ihren Klamotten ab, obwohl ich mir sicher war, dass das Einräumen von Klamotten keinen nennenswerten Schmutz an den Händen hinterließ, und reichte mir dann die gesäuberte, rechte Hand mit einem aufgeschlossenen Lächeln während sie ihre 'Unhöflichkeit' bemängelte - wobei ich das keine Unhöflichkeit nennen konnte. "Hi Evie" erwiderte ich auf ihren Gruß, wusste dann aber nicht, ob ich sie auf ihre nächste Bemerkung hin mit gerunzelt, verwirrter Stirn ansehen oder doch lachen sollte - ich entschloss mich dann kurzfristig für Zweiteres und begann erheitert zu lachen. "Haha, ja menschlich sind wir definitiv noch" antwortete ich auf den nonverbalen Witz, den wohl nur ich verstehen würde. Dachte sie ernsthaft ich wäre wie sie, eine Lamia? Eine Angehörige ihrer Rasse? Aber wie kam sie zu der Annahme? Etwa, weil ich mich in Blakes Wohnung befand und etwas aß? Nahm sie an, dass er keine Menschenfrauen, also genau genommen sein Essen, in seine Wohnung ließ? Oder war das einfach nur ein Wunschdenken, weil sie selbst ihre Wandlung auch noch nicht hinter sich hatte? Was es auch war, ich wusste wie sie auf Werwölfe reagieren würde - oder stellte mir ihre Reaktion zumindest negativer vor, als sie vielleicht tatsächlich ausfallen würde. Da ich aber mit ihr alleine war, und ich einen unnötigen Konflikt vermeiden wollte und sie sowieso keine Gefahr für mich darstellte, band ich ihr nicht gleich auf die Nase, dass ich zur Hälfte der Rasse angehörte, die sie vor einigen Wochen noch so sehr gehasst hatte. Als wir unsere kurze Vorstellung beendet hatten, fuhr die Rothaarige damit fort, das Chaos das ihrer Kommode entsprungen war, wieder zu beseitigen - jedoch eher schlecht als recht. Dann blitzte das Bild vor meinem inneren Auge auf, auf dem Blake eine Hose aus genau dieser Kommode gezogen und mir gegeben hatte. "Ich glaube ich muss mich zugleich bei dir entschuldigen wie auch bedanken. Deine Hose hat mich letztens davor bewahrt halb nackt draußen herum zu laufen" bemerkte ich, tatsächlich dankbar, lächelnd an die 'Noch-nicht-ganz-Lamia' gewandt und deutete auf die Kommode bevor mir einfiel, dass es genau diese Hose war, die ich anhatte als ich mit Blake das erste Mal Motorrad gefahren und am Ende der 'Spritztour' vor Überraschung aus den Klamotten geplatzt war - folgedessen lag die Hose nun in Fetzen sicher am Waldrand verteilt. Auch wenn es mir grundsätzlich nichts ausmachte ihr zu erzählen, dass ich eine Werwölfin war, auch wenn es nicht unbedingt sein musste, bekam das Ganze jetzt noch eine ziemlich peinliche Seite für mich. "Hey, ich bin übrigens nicht nur eine halbe Werwölfin, sondern ich hab auch noch deine schöne Hose kaputt gemacht. Die liegt jetzt wahrscheinlich in Fetzen irgendwo am Waldrand. Sorry". In meinem Kopf klang das genauso, wie es vermutlich ausgesprochen klingen würde: Furchtbar... Am Besten sagte ich jetzt nichts mehr, vielleicht vergaß sie dann das Thema und... Ich kam nicht dazu den Gedanken zu Ende zu spinnen, denn da zog ein klimpernder Schlüssel und das Knarzen der Dielen im Flur meine, und wohl auch Evies Aufmerksamkeit auf sich - scheinbar war Blake zuhause angekommen. Ich winkte ihn, noch immer mit der Banane in der anderen Hand, kurz zu und begrüßte ihn mit einem 'Hey' und einem Grinsen - Rettung in letzter Sekunde.
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Re: The Wolf and the Vampire

Beitrag  Drachi am Do Dez 10, 2015 11:25 pm

(Sorry, irgendwie war wieder alles zu viel x.X Wochenende ist auch schhon wieder, kann also kaum bis gar nicht schreiben Sad
Ja, bei der Arbeit macht die Atmosphäre unglaublich viel aus und wenn die für einen selbst nicht stimmt ist arbeiten immer eine Qual und das muss echt nicht sein. Lieber das machen woran man Freude hat Smile )

Verwirrt sah ich sie mit schief gelegtem Kopf an, als sie begann über einen Witz zu lachen, den wohl nur sie selbst hier im Raum verstand. Kurz ließ ich meine letzten Worte in meinem Kopf nochmals ablaufen, fand aber keinen Anhaltspunkt darauf, warum sie so hätte reagieren sollen. War sie vielleicht ein wenig verrückt? Eigentlich hatte sie bis jetzt einen ziemlich gefassten Eindruck auf mich gemacht. Mit einem leichten Schulterzucken verschwanden die Gedanken und ich beschloss nicht weiter darüber zu brüten was der Auslöser für ihre belustigte Reaktion war und legte stattdessen einen den Pullover zusammen, die sich noch immer auf dem Fußboden tummelten, um ihn dann in die rechte hintere Ecke der Kommode zu stopfen. Wirklich schade, dass die Hose wie vom Erdboden verschluckt war. Was Blake wohl damit angestellt hatte? Etwas mürrisch verzog ich den Mund. Er hatte doch gewusst wie gern ich diese Hose trug. Um dieses Thema vollends abzurunden erhob meine Gesellschaft wieder ihre Stimme, nachdem ihr Lachen von meiner letzten Bemerkung verstummt war. Abermals verwundert sah ich sie an. Blake hatte ihr meine Hose gegeben? Damit sie nicht halb nackt durch die Gegend laufen musste? Also entweder war hier etwas äußerst faul, oder aber die Sache zwischen ihr und Blake war ernster als gedacht. Kurz blieb mir der Mund offen stehen, während ich sie ansah und nicht wirklich wusste, was ich erwidern sollte. Nun war zwar die ursprüngliche Frage geklärt, aber dafür kamen einige andere auf, die wesentlich interessanter waren. "Öhm... kein Problem." Erwiderte ich etwas zögernd, als ich meine Stimme wieder gefunden hatte und doch nicht so ganz sicher war was ich hätte sagen sollen. Abermals besah ich die restlichen Klamotten, die auf dem Boden lagen, als mich ein Knarzen doch wieder aufsehen ließ. Hastig verfrachtete ich auch den Rest der Kleidung in die Fächer der Kommode.

Dass Miranda hier war hatte ich schon sagen können, als ich aus dem Auto gestiegen war, das ich in der Auffahrt abgestellt hatte. Der Geruch der Wölfin war mitlerweile so vertraut, dass ich ihn wohl überall hätte ausmachen können. Doch da war noch ein anderer Geruch, den ich allerdings nicht zuordnen konnte. Er war zwar bekannt, aber irgendwie auch nicht. Ob sich die Wölfin wohl wieder etwas ausgedacht hatte? Und wie war sie überhaupt schon wieder in meine Wohnung gekommen? Ich hatte eigentlich erwartet, dass sie davor stand oder saß, wie es nun schon ein paar mal vorgekommen war, doch der Flur war leer. Und ich war mir dieses mal absolut sicher, dass alle Fenster geschlossen waren, als ich das Haus verlassen hatte. Gespannt auf die Erklärung öffnete ich die Tür, wobei mich beim Eintreten das gewohnte Knarzen der ersten paar Dielen empfing und meine Anwesenheit schnell genug verriet. Nicht, dass die Wölfin nicht ohnehin bemerkt hätte, sie stand nämlich in dem Türrahmen vom Schlafzimmer und begrüßte mich mit einem freudigen Grinsen. So wie sie mich anblickte konnte ich nicht anders und musste ebenfalls grinsen. "Wie bist du eigentlich schon wieder hier rein gekommen ohne die Tür einzutreten?" Leicht kopfschüttelnd legte ich die Schlüssel auf die kleine Kommode neben der Tür und hägte die Jacke, die ich vor kurzem von Miranda bekommen hatte, an einen Haken darüber. Warum die Wölfin wohl so halb im Schlafzimmer stand? Ich machte meiner Neugierde sogleich Platz und trat neben die Wölfin. Unsanft wurde die Tür der Kommode, die neben der Tür stand zugeworden, ehe sich eine bekannte Person sich mir um den Hals warf. Überrascht taumelte ich einen Schritt zurück ehe ich die Umarmung sachte erwiderte. "Evie?" Nur wenige Sekunden später löste sie sich wieder von mir und sah mich von unten herauf grinsend an. "Nur um das festzuhalten: das waren Stunden, keine Tage." Deutete ich auf ihre zuvor geschriebene Nachricht an. "Jetzt tu doch nicht so, als würde ich es dich nicht auch freuen!" Gab sie Kontra und stemmte ihre Hände gegen ihre Hüfte, ehe sie sie wieder fallen ließ. "Naja, Ramond musste spontan früher abreisen, als gedacht, deshalb bin ich früher hier her gekommen. Du weißt doch, dass ich alleine noch nicht jagen sollte..." Etwas beschämt sah sie gen Boden, blickte mir dann jedoch schnell wieder entgegen und hob verteidigend die Hände, während ein irgendwie verlegenes Lächeln den Weg auf ihre Lippen fand. "Also nicht, dass ich euch den Abend versauen wollte. Ich dachte nur ich schau mal vorbei, ich muss eh noch zu meinem Vater, aber ich dachte ich komme erst dich besuchen. Und ähh... vielleicht hast du morgen Abend etwas Zeit?" Plapperte sie drauf los während sie etwas nervös mit dem Stoff ihres Kleides spielte. "Sicher. Morgen Abend." Erwiderte ich lächelnd woraufhin auch sie sich etwas entspannte und mich wieder angrinste. Dann verschwand sie abermals im Schlafzimmer und klemmte sich einen kleinen Stapel Klamotten unter den Arm, den sie wohl zuvor hergerichtet hatte zum mitnehmen. "Denn sehen wir uns morgen." erkläre sie an mich gewandt, während sie sich an uns vorbei in Richtung Wohnungstür drückte. "Und es war schön dich kennenzulernen Miranda." Meinte sie daraufhin noch freudig an die wölfin gewandt, ehe sie auch schon die Wohnung verließ. Kurz sah ich ihr verwirrt hinterher. Das war nicht normal gewesen, stellte ich mit leicht hochgezogenen Augenbrauen fest. "Ich frage mich was du ihr erzählt hast..." Bemerkte ich und blickte zu Miranda. Jedenfalls musste es etwas gewesen sein, auf was sich Evie einen Reim machen konnte. Weshalb sonst hätte sie die Situation als derart unangenehm erachten und die Wohnung so schnell verlassen sollen?
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